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Sprache und Sein

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Über das Buch

Kübra Gümüsay beschreibt wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. „Ein beeindruckendes Buch, poetisch und politisch zugleich.“ Margarete Stokowski Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüsay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?

Editionen (2)

ISBN9783446266896
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum27.01.20
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

597 Bewertungen

90 Rezensionen

4,3

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  • katharina_g
    katharina_g

    290 Follower

    4,0

    Sehr informativ

    Das Buch hatte ich jetzt schon eine ganze Weile im Schrank stehen und bin sehr froh, endlich dazu gegriffen zu haben. Es ist wirklich informativ und man hinterfragt beim Lesen sich selbst und sein Umfeld. Es thematisiert Sprache im Zusammenhang mit Gesellschaft, Stigmatisierung und Rassismus. Ich hab viel neues dazu gelernt und behalte mir die Autorin künftig im Hinterkopf.

    30. März 2026

  • entropie
    entropie

    131 Follower

    3,0

    Kübra Gümüşay beginnt ihren Essay mit einem faszinierenden Blick darauf, wie verschiedene Sprachen unsere Wahrnehmung formen, das Sag- und Teilbare und das Wahrnehmbare – durch Begriffe, die Konzepte teilbar und definierbar machen. Besonders spannend fand ich ihre Beispiele , wie den indigenen Stamm, der nur die Gegenwartsform kennt und dadurch Vergangenheit und Zukunft kaum denkt, plant. Von diesen sprachphilosophischen Impulsen hätte ich mir mehr gewünscht. Der zweite, umfangreichere Teil widmet sich den politischen und gesellschaftlichen ‑ismen, der Macht von Kategorien und den Begrenzungen, die Sprache erzeugen kann. Wichtig und klug reflektiert – für meinen Geschmack aber zu ausführlich. Das letzte Viertel wirkte auf mich belehrend und ich musste mich überwinden es zu Ende zu hören. Die Hörbuchfassung spricht die Autorin selbst. Ihre Stimme ist angenehm, aber das sehr langsame, überdeutliche Sprechen nimmt der Sprache etwas Melodie. Mit erhöhter Geschwindigkeit ließ es sich gut hören. Ein insgesamt kluger Essay, der für mich jedoch mit einer anderen Schwerpunktsetzung noch überzeugender gewesen wäre.

    19. Apr. 2026

  • robins
    robins

    157 Follower

    5,0

    Inspirierend und zum Nachdenken anregend 🧐

    Sprache formt unser Denken und damit auch unsere Wahrnehmung von Identität, Zugehörigkeit und Macht beeinflusst. Mich hat das Buch dazu angeregt, mich kritisch mit meiner eigenen Sprache auseinanderzusetzen und zu hinterfragen, wie meine Worte Menschen ausgrenzen oder in Kategorien pressen können. Das ist keine einfache Aufgabe 🥸 Drei zentrale Botschaften des Buches aus meiner Sicht: ✅ Sprache schafft Realität – Unsere Worte bestimmen, wie wir die Welt sehen und wie wir über andere Menschen denken. Wer keine eigenen Begriffe für seine Identität hat, bleibt oft unsichtbar oder wird von Fremdzuschreibungen definiert. ✅ Die Sprache der Dominanzgesellschaft – Oft setzen sich Begriffe und Erzählweisen durch, die von privilegierten Gruppen geprägt wurden. So wird zum Beispiel Migration meist aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft beschrieben, wodurch andere Perspektiven unsichtbar bleiben. ✅ Freiheit durch eine neue Sprache – Eine Sprache, die nicht trennt, sondern verbindet – in der Menschen nicht auf ihre Herkunft, Religion oder Geschlecht reduziert werden. Das Buch zeigt Wege auf, wie wir bewusster sprechen und damit ein inklusiveres Miteinander schaffen können. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie subtil Sprache Macht ausübt – und warum es wichtig ist, sich dieser Mechanismen bewusst zu werden. Ein Muss für alle, die Sprache nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern als gesellschaftliches Werkzeug verstehen wollen.

    31. März 2025

3 von 90 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 136%
gingerjulia
gingerjulia17. Juni 2026

„So leben manche Gefühle nur in bestimmten Sprachen. Sprache öffnet uns die Welt und grenzt sie ein - im gleichen Moment.“ ✨🌕

Seite 12970%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Kübra Gümüsay

Kübra Gümüsay, geboren 1988 in Hamburg, ist eine der einflussreichsten Journalistinnen und politischen Aktivistinnen unseres Landes. Sie studierte Politikwissenschaften in Hamburg und an der Londoner School of Oriental and African Studies. 2011 wurde ihr Blog Ein Fremdwörterbuch für den Grimme Online Award nominiert. Sie war Kolumnistin der tageszeitung und stand mehrfach auf der TEDx-Bühne. Die von ihr mitbegründete Kampagne #ausnahmslos wurde 2016 mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis ausgezeichnet. Nach Jahren in Oxford lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn wieder in Hamburg.

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