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Romane

Brüder

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Über das Buch

Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt die Frage, wie wir zu den Menschen werden, die wir sind. Mick, ein charmanter Hasardeur, lebt ein Leben auf dem Beifahrersitz, frei von Verbindlichkeiten. Und er hat Glück – bis ihn die Frau verlässt, die er jahrelang betrogen hat. Gabriel, der seine Eltern nie gekannt hat, ist frei, aus sich zu machen, was er will: einen erfolgreichen Architekten, einen eingefleischten Londoner, einen Familienvater. Doch dann verliert er in einer banalen Situation die Nerven und steht plötzlich als Aggressor da – ein prominenter Mann, der tief fällt. Brüder erzählt von zwei deutschen Männern, geboren im gleichen Jahr, Kinder desselben Vaters, der ihnen nur seine dunkle Haut hinterlassen hat. Die Fragen, die sich ihnen stellen, sind dieselben. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein.

Editionen (2)

ISBN9783446264151
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum19.08.19
Seitenzahl432

Rezensionen & Bewertungen

63 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • leah.dll
    leah.dll

    6 Follower

    3,5

    Irgendwie war das ein gutes Buch und teilweise musste ich mich wirklich durchquälen. Die Geschichten sind sehr verwoben und etwas wirr erzählt, fand ich, aber gleichzeitig hat es auch total zur Geschichte gepasst, die auch etwas wirr war. Alles in allem ein ok-ish Buch, aber nichts, was ich nicht aus der Hand legen wollte.

    25. Jan. 2026

  • mrvkey
    mrvkey

    10 Follower

    2,5

    Wenig von dem, was es verspricht.

    Der Klappentext verspricht nach meinem Empfinden eine Geschichte von 2 schwarzen Brüdern, die von ihrem Vater verlassen wurden und sich komplett unterschiedlich entwickelt haben. Ich habe in diesem Kontext die weiteren Themen Identität, Rassismus und Vaterlosigkeit erwartet. Ein bisschen von allem habe ich bekommen, aber dann doch eher in zwei für mich unzusammenhängenden Geschichten. Das Thema Vaterlosigkeit und am Ende auch Brüderlichkeit finde ich extrem unterrepräsentiert.

    10. Jan. 2026

  • 4,0

    Wie motiviert ihr euch dazu, Ladenhüter endlich mal zu lesen? --- Ich mag das Wort SUB-Leiche nicht, daher die Formulierung Ladenhüter. "Brüder", der zweite Roman der deutschen Journalistin Jackie Thomae, steht schon seit 2019 in meinem Regal; war damals für den Deutschen Buchpreis nominiert. Nun musste erst der #blackhistorymonth kommen, um das Buch in die Hand zu nehmen. Ein Glück! --- In diesem Roman geht es - wie der Titel schon vermuten lässt - um die beiden Brüder Mick und Gabriel, die abgesehen vom Geburtsjahr, ihrem Heimatland (die DDR) und ihrem Vater keine nennenswerten Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Mick, der von Kindesbeinen an das positive Feedback seines Umfelds gewohnt ist, will sich nicht festlegen. Auf keine Frau. Auf keine Karriere. Auf keinen Lebensplan. Die Sorge, etwas zu verpassen, lässt ihn von Party zu Party ziehen, von Frau zu Frau. Gabriel auf der anderen Seite macht in London Karriere als Banker, heiratet, bekommt einen Sohn, erleidet einen Burnout - er beherrscht die Klaviatur des modernen Geschäftsmannes einwandfrei. --- Anders als der Klappentext vermuten lässt, habe ich diesen Roman nicht als hochdramatische/tragische Selbstfindungssuche zweier Schwarzer Männer in der DDR empfunden. Zumal die Frauen der Brüder auch gaanz viel Raum und sogar eigene Erzählstimmen erhalten; ein Aspekt, der mir ausgesprochen gut gefallen hat! Ich habe das Buch vielmehr als Auseinandersetzung mit der Generation der 70er Jahre verstanden. Die Beziehungsgeflechte zwischen den beiden Männern und ihren Frauen werden sehr feinsinnig betrachtet - mit einem sehr scharfen Blick für die Details des zwischenmenschlichen Miteinanders. Selbstverständlich geht es auch darum, was es für den jungen Mick und den jungen Gabriel bedeutet (hat), "der Einzige" zu sein. Mit einer anderen Hautfarbe. Ohne Vater aufwachsend. Diese Einzigartigkeit führt bei Jackie Thomae allerdings nicht zwangsläufig zum Außenseiterdasein oder Mobbing. Sie zeigt außerdem sehr eindrücklich, dass Menschen nicht zwangsläufig die gleichen Gefühle haben, "nur" weil sie die Familienkonstellation teilen. Ein absolut spannender Blickwinkel! --- Von meiner Seite eine ganz große Leseempfehlung!

    1. Feb. 2023

3 von 8 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 11627%
noractive
noractive5. Nov. 2025

Bin immer hin- und hergerissen, ob so explizite Sprache in in der heutigen Zeit verfassten Büchern wirklich notwendig ist. Einerseits bekommt man natürlich einen realistischen Eindruck von der Situation, aber andererseits reproduziert es Rassismus und normalisiert genau die Art des Sprachgebrauchs, die wir eigentlich loswerden wollen.

Seite 15335%

1 Kommentar verdeckt

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