Blick ins Buch

Romane

Mädchen, Frau, etc.

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Über das Buch

In »Mädchen, Frau etc.« verwebt Bernardine Evaristo die Geschichten schwarzer Frauen über ein Jahrhundert zu einem einzigartigen und vielstimmigen Panorama unserer Zeit. Ein beeindruckender Roman über Herkunft und Identität, der daran erinnert, was uns zusammenhält.

Die Dramatikerin Amma steht kurz vor dem Durchbruch. In ihrer ersten Inszenierung am Londoner National Theatre setzt sie sich mit ihrer Identität als schwarze, lesbische Frau auseinander. Ihre gute Freundin Shirley hingegen ist nach jahrzehntelanger Arbeit an unterfinanzierten Londoner Schulen ausgebrannt. Carole hat Shirley, ihrer ehemaligen Lehrerin, viel zu verdanken, sie arbeitet inzwischen als erfolgreiche Investmentbankerin. Caroles Mutter Bummi will ebenfalls auf eigenen Füßen stehen und gründet eine Reinigungsfirma. Sie ist in Nigeria in armen Verhältnissen aufgewachsen und hat ihrer Tochter Carole aus guten Gründen einen englischen Vornamen gegeben. Auch wenn die Frauen, ihre Rollen und Lebensgeschichten in Bernardine Evaristos Mädchen, Frau etc. sehr unterschiedlich sind, ihre Entscheidungen, ihre Kämpfe, ihre Fragen stehen niemals nur für sich, sie alle erzählen von dem Wunsch, einen Platz in dieser Welt zu finden.

Editionen (5)

ISBN9783442771875
Verlagbtb
Erscheinungsdatum10.08.22
Seitenzahl560

Merkmale

1 Bewertungen

MittelSympathischGlaubwürdigVielschichtigMittelUngewöhnlich

Rezensionen & Bewertungen

713 Bewertungen

91 Rezensionen

4,2

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  • cosmicdream
    cosmicdream

    81 Follower

    5,0

    Sehr gutes Buch über intersektionalen Feminismus!

    Mein erstes Buch von Bernadine Everisto und doch direkt so ein Banger! Es braucht eine Weile er man in das Buch rein kommt, da der Schreibstil recht kompliziert und komplex ist. Aber sobald man die ersten 80 gelesen hat, ist man voll in der Geschichte drin. Wir folgen und begleiten hier 12 ganz unterschiedliche Frauen in ihrem Leben im Zusammenhang mit Rassismus, LGBTQIA+, Feminismus und den Zusammenhalt unter Frauen. Wie lernen kennen, wie diese Frauen generations übergreifend leben. Es ist ein emotional tiefer Roman der gleichzeitig do hiel Realität mit sich bringt, dass ich gar nicht gut in Worte fassen kann wie toll das Buch ist. Eine absolute Lese Empfehlung und meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre im Bezug auf Rassismus und intersektionalem Feminismus!

    21. März 2026

  • jochen_go
    jochen_go

    155 Follower

    4,0

    Girl, Woman, Other (dt. Mädchen, Frau, etc.) ist ein echt cooles Buch. Bernardine Evaristo hat einen vielstimmigen und modernen Roman über Identität, Herkunft und das Leben schwarzer Frauen in Großbritannien geschaffen. In miteinander verwobenen Erzählungen zeichnet sie dabei ein breites gesellschaftliches Panorama, wobei man die Charaktere schnell ins Herz schließt. Ich hab das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und es hat mich sehr beeindruckt. Besonders der mitunter poetische Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Auch die Geschichten der Frauen fand ich sehr bewegend. Der Roman ist insgesamt ein sehr wunderbares, nachhaltiges Leseerlebnis. Und das as schöne Cover rundet das Ganze noch perfekt ab.

    22. Jan. 2026

  • myfair
    myfair

    44 Follower

    5,0

    komplex, facettenreich, menschlich

    "[...] ist doch verrückt, dass die Leute so dumm sind zu glauben, mehr als anderthalb Milliarden Muslime würden alle genau gleich denken und handeln (S. 79);" Oder schwarze Frauen, Black People, People of Color oder oder oder ... Bernardine Evaristo (geb. 1959) erzählt in ihrem Buch die Geschichten und Lebenswege von 12 Mädchen oder Frauen verschiedenen Alters mit dunkler Hautfarbe in London oder England lebend. Jede dieser Geschichten ist so individuell wie die Frau selbst verdichtet sich immer weiter und weiter zu einer tiefen Komplexität, getragen von den Wünschen, Träumen, Vorurteilen und Ängsten der jeweiligen Frau und ergänzt durch die Wahrnehmung ihrer Person durch die anderen Frauen in diesem Buch. Eine Komplexität, die im krassen Gegensätz zu den Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Sexualität oder Religion steht, der Reduzierung und Vereinfachung von Frauen/Menschen auf einfache Merkmale, die alle diese Frauen gemacht haben und die sie verbinden. Das Buch selbst ist in fünf Kapitel unterteilt. Die ersten vier Kapitel bestehen jeweils aus drei Unterkapiteln, von denen jedes die Geschichte einer Frau erzählt, wobei die drei Geschichten eines jeden Kapitels insofern zusammenhängen, als dass die jeweiligen Protagonistinnen miteinander verwandt (Mutter, Tochter etc.) oder befreundet sind oder in einer anderen Beziehung zueinander stehen. Das fünfte Kapitel ist eine Art Abschlusskapitel, in dem die verschiedenen Frauen sich im London des Hier und Jetzt zum Teil wieder begegnen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist von der Sprache einfach zu lesen und transportiert so viel Tiefe, aber auch Wut , Fassungslosigkeit und Witz. Je weiter ich gelesen haben, desto begeisterter wurde ich von der klugen Art der Autorin aufzuzeigen, wie menschlich eine jede Person letztendlich doch ist und das hinter jeder schwarzen Frau, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, doch so viel mehr steckt als ihre Hautfarbe.

    komplex, facettenreich, menschlich

    6. Apr. 2026

3 von 91 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 184%
magdalena22
magdalena227. Okt. 2025

Bin ich die einzige, die sich mit dem Schreibstil (bzw fehlender Punktsetzung und Kleinschreibung am Satzanfang) schwer tut?

Seite 489%

1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Bernardine Evaristo

Bernardine Evaristo wurde 1959 als viertes von acht Kindern in London geboren. Sie ist Professorin für Kreatives Schreiben an der Brunel University London und stellvertretende Vorsitzende der Royal Society of Literature. Für ihren Roman »Mädchen, Frau etc.« wurde sie als erste schwarze Schriftstellerin 2019 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet. 2022 erschien ihr Memoir »Manifesto. Warum ich niemals aufgebe«. Auch mit ihrem jüngsten Roman »Mr. Loverman« (2023) zeigt Bernardine Evaristo einmal mehr, warum sie zu den wichtigsten Stimmen der britischen Gegenwartsliteratur zählt.

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