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Romane

Der Traum von einem Baum

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Über das Buch

Das große Finale des Klimaquartetts

Eine Kammer hoch im Norden, gefüllt mit Pflanzensamen aus aller Welt. Drei Brüder und ihre Großmutter, vereint in der Hoffnung, dieses letzte Band zwischen Mensch und Natur zu behüten.

Tommy wächst in der kargen Landschaft Spitzbergens mit zwei Brüdern bei seiner geliebten Großmutter auf. Als wichtigste Lebensweisheit gibt sie ihm mit: In einer großflächig zerstörten Welt ist die Saatgutkammer ein Schatz, der mit allen Mitteln beschützt werden muss. Tommy soll diese Aufgabe später von seiner Großmutter übernehmen. In eindrucksvollen Bildern und mit viel Wärme erzählt Maja Lunde von der Bedeutung des Familienzusammenhalts und von unserem Umgang mit der Natur. Sie beschäftigt sich mit den drängenden Fragen unserer Zeit: Wie wurde der Mensch zu einer Spezies, die alles verändert hat? Und sind wir selbst eine bedrohte Art?

Editionen (4)

ISBN9783442757916
Verlagbtb
Erscheinungsdatum20.04.23
Seitenzahl560

Rezensionen & Bewertungen

258 Bewertungen

42 Rezensionen

3,8

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  • read.and.create
    read.and.create

    205 Follower

    3,0

    „Das große Finale des Klimaquartetts.“

    Maja Lunde hat mich bei diesem Buch wieder mit ihrem flüssigen Schreibstil und den bildhaften Beschreibungen überzeugt. Sie schafft es, eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen und tragische Schicksale so darzustellen, dass sie einen wirklich berühren. ☺️ Allerdings habe ich die Struktur aus den vorherigen Büchern vermisst, besonders die Wechsel zwischen verschiedenen Zeiten und Perspektiven, die ich so spannend fand. Hier blieb die Handlung für meinen Geschmack zu linear, was an manchen Stellen zu Längen führte. Das Thema an sich ist interessant und regt zum Nachdenken an, doch insgesamt hat mich das Buch nicht ganz so mitgerissen wie die Vorgänger. Es ist ein guter und solider Abschluss der Reihe, für mich aber auch der schwächste Teil.

    „Das große Finale des Klimaquartetts.“

    12. Dez. 2024

  • tim_schmalzbauer
    tim_schmalzbauer

    62 Follower

    3,5

    »Wir schwören dass wir voller Respekt leben vor jedem Tier jeder Pflanze vor jedem einzelnen Wesen, mit dem wir uns umgeben der Wert des Vogels ist gleich dem des Rentiers dem des Wals dem des Menschen Wir schwören, so zu leben dass alles, was uns Leben schenkt auch unseren Kindern Leben schenken kann und unseren Kindeskindern Denn wir wollen die Fehler der Menschheit nicht wiederholen sondern jeden Tag Liebe empfinden zu allem, was lebt«

    ————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: Heal the World — Micheal Jackson In einem Wort: gescheitert Inhaltliches: ›Der Traum von einem Baum‹ schließt Maja Lundes Klimaquartett mit Tommys post-apokalyptischer Geschichte seiner Heimat Spitzbergen, aus einer Zeit, in der »kein Rauch aus den Schornsteinen [stieg], kein Laut zu hören [war]« (S.312f), einer Zeit ohne »Tiere und Insekten, Moore, Sümpfe und Wälder, [frei von] schwankende[n] Bäume[n], Laubwald, Ahorn, Buche, Rosskastanie und ein[em] mit Schachtelhalmen bedeckte[n] Boden« (S.495), die »Gretchenfrage« unausweichlich: »Bleiben oder nicht bleiben«, »ein Leben da draußen, […] südlich des 78. Breitengrades« (S.115) oder sich »so lange vermehren, bis [sie] wieder ein Dorf sind, […] wie Adam und Eva […] in einem steinigen, eiskalten Garten« (S.421). Dabei führt Tao ›Die Geschichte der Bienen‹ weiter, ihre eigene und die ihres Sohnes Wei-Wen, Tommy erzählt Lous Geschichte, die des Wassers, der letzten ihrer Art und die vom Leben in einer Dystopie, alle gemeinsam auf der Suche nach einer Welt, in der die Bäume aussehen, »als würden sie leuchten« (S.547). Persönliches: Ich möchte eine Star Wars-Analogie zur Hilfe nehmen, um ein Bild meiner Leseerfahrung zu zeichnen. In der Originaltrilogie (Teil IV, V und VI) begleiten wir unsere Helden bei ihrem Kampf gegen den ikonischsten Antagonisten der Filmgeschichte—der mit der Maske. George Lucas fand Gefallen an der Idee, eine Geschichte aus der Mitte heraus zu erzählen, also schrieb er eine Vorgeschichte zu seiner Space-Opera: die Prequel-Trilogie (Teil I, II und III). Fans der Original-Trilogie fanden die ganz schön Scheiße (ich nicht), also verkaufte er sein Lebenswerk an Disney, die eine Fortsetzung der Original-Trilogie in die Kinos brachten: die Sequel-Trilogie (Teil VII, VIII und IX). Die war dann wirklich Scheiße, doch ich möchte einen bestimmten Aspekt herausheben: nachdem unsere Helden in Teil VI das Böse besiegten—auch den mit der Maske—und die Rebellion den Frieden in die Galaxis brachte, wir also einen durchaus runden Abschluss für unsere Geschichte fanden, entwickelten unsere Helden sich Off-Screen zurück zu den Menschen, die sie zu Beginn von Teil IV verkörperten, der Frieden verschwindet Off-Screen zugunsten eines neuen Bösen, das ebenfalls Off-Screen die Galaxis an sich riss und damit jegliche Opfer der Rebellion in die Bedeutungslosigkeit verbannten und der Kontinuität jeglicher Charakterentwicklungen einmal kräftig ins Gesicht spuckten. Mir erging es hier ähnlich: In ›Die letzten ihrer Art‹ begleitete ich Eva und Isa, die die Wanderin Lou (deren Handlungsstrang bereits in ›Die Geschichte des Wassers‹ begann) in ihre Obhut nehmen und die Geschichte als Familie beenden. Und dann erfuhr ich in ›Der Traum von einem Baum‹, dass Lou zwischen den beiden Werken jegliche Charakterentwicklung vergaß und ihre Familie—Eva und Isa—absägte, weil … nun ja, das erzählt sie uns nicht. Ich war sauer, weil ich Eva über zweihundert Seiten lang dabei zuhörte, wie sie um eine Lou kämpfte, die Zuneigung und Liebe empfinden kann, der es möglich ist, sich anderen Menschen anvertrauen, nur damit sie in einem Nebensatz links liegen gelassen wird? Wieso? Zur Geschichte, die erzählt wird: die mochte ich tatsächlich sehr gern. Der Fokus scharf auf klima-ethische Dilemma gelegt, die Interaktionen unserer Hauptprotagonisten: Tommy und Rakel—zwei Jugendliche, die unvorbereitet in Erwachsenen-Stiefel zu steigen hatten—und Tao—die sehr weich gezeichnet ist—fühlten sich für mich sehr organisch an, ihrem Erzählten zu lauschen bereitete Lesespaß. — Schließen möchte ich mit Tommys Schlussplädoyer als Verteidiger der Menschheit: »Angenommen, die Erde ist der einzige Planet, auf dem es Leben gibt, und der Mensch die einzige Art, die zur abstrakten Kommunikation fähig ist, angenommen, das Holozän ist die einzige Epoche mit so guten Lebensbedingungen, dass einzigartige Artenvielfalt entstehen konnte und mit ihr auch die Voraussetzung des modernen Menschen, angenommen, dass nur dieses eine Mal, im ganzen Universum, die Lebensgrundlage für eine Art gegeben war, die nicht allein dazu fähig ist, den Reichtum und die Schönheit der Natur einzufangen, sondern diese Beschreibungen, diese Gefühle, dieses Wissen, auch in Form gedruckter Worte auf Papier zu bannen. Sind die Bücher dann nicht an sich ein Beweis für unseren Wert?« — Ähnliche Leseerfahrungen: Das Jahr des Dugong (John Ironmonger); Die Geschichte der Bienen (Maja Lunde); Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen (John Ironmonger)

    »Wir schwören
dass wir voller Respekt leben
vor jedem Tier
jeder Pflanze
vor jedem einzelnen Wesen, mit dem wir uns umgeben
der Wert des Vogels
ist gleich dem des Rentiers
dem des Wals
dem des Menschen
Wir schwören, so zu leben
dass alles, was uns Leben schenkt
auch unseren Kindern Leben schenken kann
und unseren Kindeskindern
Denn wir wollen
die Fehler der Menschheit nicht wiederholen
sondern jeden Tag Liebe empfinden
zu allem, was lebt«

    27. Nov. 2024

  • mele.mi
    mele.mi

    11 Follower

    1,5

    Schwächster Band des Klimaquartetts

    Ich habe erst ein paar Tage gewartet nach dem Beenden des Buches, um nachzufühlen, ob es doch mehr auf mich wirkte als im ersten Moment gedacht - aber leider war der vierte und somit letzte Band des Klimaquartetts eine Enttäuschung für mich. Durch den fehlenden Aufbau im Vergleich zu Band 1-3 und der gleichen Zeitstruktur kam direkt das Gefühl bei mir auf, dass Maja Lunde hier eventuell nicht so umfassend kreativ ans Werk ging wie vorher. Die Hoffnung auf einen Ausgleich durch eine gute Story aus nur zwei Perspektiven erfüllte sich für mich nicht. Auch empfand ich keinen Spannungsbogen und das Ende war nicht überraschend. Insgesamt las es sich trotz Lundes sehr angenehmen Schreibstil ziemlich zäh, bei einem bedrückenden Thema, sodass ich das Buch immer wieder pausierte und etwas anderes las. So bleibt für mich nur Band eins richtig empfehlenswert, wie schade.

    21. Okt. 2024

3 von 42 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Maja Lunde

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Ihr Roman »Die Geschichte der Bienen«, der erste Teil ihres Klimaquartetts, wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet und sorgte auch international für Furore. Das Buch wurde in 40 Länder verkauft, stand monatelang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. »Der Traum von einem Baum« ist der gefeierte Abschluss des Klimaquartetts. Im Jahr 2020 erhielt Maja Lunde zwei renommierte Preise, den Bjørnson- und den Peer-Gynt-Preis.

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