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Am Abend des Mordes ist ein fesselnder Abschluss der Barbarotti-Reihe, in dem Håkan Nesser einmal mehr seine meisterhafte Erzählkunst unter Beweis stellt. Der Roman verbindet eine tiefgründige, psychologisch fein gezeichnete Charakterstudie mit einer vielschichtigen Kriminalgeschichte. Spoiler: Im Mittelpunkt steht erneut Inspektor Gunnar Barbarotti, der nach dem Tod seiner Frau mit einem persönlichen Schicksalsschlag konfrontiert wird. Nesser beschreibt diese Phase der Trauer und des inneren Kampfes mit großer Sensibilität, ohne dabei ins Sentimentale abzudriften. Gleichzeitig bleibt die kriminalistische Spannung erhalten: Ein alter Fall, das Verschwinden von Arnold Morinder, wird neu aufgerollt. Dabei stellt sich die Frage, ob Morinders Partnerin Ellen Bjarnebo, die bereits in der Vergangenheit des Mordes verdächtigt wurde, erneut in ein Verbrechen verwickelt ist. Besonders beeindruckend ist Nessers Fähigkeit, den Leser auf falsche Fährten zu locken. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber intensiv – der Autor verzichtet auf reißerische Effekte und setzt stattdessen auf subtile Spannung, unerwartete Wendungen und die Komplexität der menschlichen Psyche. Gerade diese ruhige, fast philosophische Erzählweise macht den Roman so besonders. Was mich persönlich besonders berührt hat, war der Einblick in Barbarottis Gedankenwelt. Seine Trauer, seine Zweifel und der Versuch, sich wieder dem Leben und der Arbeit zu öffnen, sind so eindringlich beschrieben, dass man sich ihm emotional sehr nah fühlt. Fazit: Am Abend des Mordes ist ein Kriminalroman, der weit über den klassischen Whodunit hinausgeht. Er kombiniert meisterhaft Spannung mit emotionaler Tiefe und feinem, schwedisch-trockenem Humor. Für Fans von Håkan Nesser ein absolutes Muss und ein würdiger Abschluss der Barbarotti-Reihe.
12. Jan. 2025
Am Abend des Mordes ist ein fesselnder Abschluss der Barbarotti-Reihe, in dem Håkan Nesser einmal mehr seine meisterhafte Erzählkunst unter Beweis stellt. Der Roman verbindet eine tiefgründige, psychologisch fein gezeichnete Charakterstudie mit einer vielschichtigen Kriminalgeschichte. Spoiler: Im Mittelpunkt steht erneut Inspektor Gunnar Barbarotti, der nach dem Tod seiner Frau mit einem persönlichen Schicksalsschlag konfrontiert wird. Nesser beschreibt diese Phase der Trauer und des inneren Kampfes mit großer Sensibilität, ohne dabei ins Sentimentale abzudriften. Gleichzeitig bleibt die kriminalistische Spannung erhalten: Ein alter Fall, das Verschwinden von Arnold Morinder, wird neu aufgerollt. Dabei stellt sich die Frage, ob Morinders Partnerin Ellen Bjarnebo, die bereits in der Vergangenheit des Mordes verdächtigt wurde, erneut in ein Verbrechen verwickelt ist. Besonders beeindruckend ist Nessers Fähigkeit, den Leser auf falsche Fährten zu locken. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber intensiv – der Autor verzichtet auf reißerische Effekte und setzt stattdessen auf subtile Spannung, unerwartete Wendungen und die Komplexität der menschlichen Psyche. Gerade diese ruhige, fast philosophische Erzählweise macht den Roman so besonders. Was mich persönlich besonders berührt hat, war der Einblick in Barbarottis Gedankenwelt. Seine Trauer, seine Zweifel und der Versuch, sich wieder dem Leben und der Arbeit zu öffnen, sind so eindringlich beschrieben, dass man sich ihm emotional sehr nah fühlt. Fazit: Am Abend des Mordes ist ein Kriminalroman, der weit über den klassischen Whodunit hinausgeht. Er kombiniert meisterhaft Spannung mit emotionaler Tiefe und feinem, schwedisch-trockenem Humor. Für Fans von Håkan Nesser ein absolutes Muss und ein würdiger Abschluss der Barbarotti-Reihe.
12. Jan. 2025






