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Romane

Dienstags bei Morrie

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Über das Buch

Manchmal brauchen Dinge ihre Zeit: Seit über zwei Jahren der Bestseller Nr. 1 in den USA, jetzt auch bei uns ein großer Publikumserfolg. Aus dem Hamburger Abendblatt vom 4./5. März 2000 Dann lernst du, wie man lebt von Alexa von Brevern SAD New York - Der Autor selbst kann es schon lang nicht mehr fassen. Eigentlich, so der amerikanische Sportjournalist Mitch Albom, habe er die Gespräche mit seinem im Sterben liegenden Soziologieprofessor nur veröffentlicht, um diesem die hohen Arztkosten zu finanzieren. Dass er dem todkranken Morris Schwartz dadurch nicht mehr das Leben retten konnte, wusste Albom. Dass "Dienstags bei Morrie. Die Lehre eines Lebens" in den USA aber zu einem der erfolgreichsten Sachbücher des vergangenen Jahrzehnts werden würde, hätte er sich nicht erträumt. Mehr als drei Jahre hält es sich jetzt schon an der Spitze der Bestsellerlisten und wurde kürzlich mit dem US-Schauspieler Jack Lemmon ("Some like it hot") in der Hauptrolle verfilmt. Vielleicht ist der Erfolg darauf zurückzuführen, weil es selten Bücher gibt, die in so bestechender Klarheit und ungekünstelter Schlichtheit wiedergeben, worum es wirklich im Leben geht. "Hier spricht der Kleine Prinz, nachdem er erwachsen geworden ist", schreibt ein US-Leser. Und seine Schwärmerei scheint kaum übertrieben. "Die Menschen finden keinen Sinn in ihrem Leben, deshalb rennen sie rastlos umher, denken an ihr nächstes Auto, ihr nächstes Haus, den nächsten Job. Dann entdecken sie, dass jene Dinge ebenfalls leer sind, und sie rennen weiter", resümiert der mittlerweile verstorbene Morris Schwartz. "Sie erwarten von diesen Dingen eine Sinngebung, eine liebevolle Umarmung. Aber es funktioniert nicht. Man kann Liebe, Sanftheit, Zärtlichkeit oder Vertrauen nicht durch materielle Dinge ersetzen." "Wenn du lernst, wie man stirbt, dann lernst du, wie man lebt", sagt Morrie. Er selbst kam zu dieser Einsicht, nachdem bei ihm 1994 Amyothrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert wurde, eine schwere Nervenkrankheit, deren wohl berühmtestes Opfer Stephen Hawkings ist. Im Laufe von etwa fünf Jahren verliert der Patient die Kontrolle über alle Muskeln, so dass er schließlich nicht mehr gehen, sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen und nicht mehr atmen kann. Als sein einstiger Lieblingsprofessor von seiner grausamen Krankheit erfährt, ist Mitch Albom glücklich verheiratet, wohlhabend, erfolgreich und durch eine tägliche Radio-Show in der Stadt Denver als Sportjournalist relativ prominent. Mit 37 Jahren glaubt er im Leben bereits alles erreicht zu haben. Monate später sieht er Morrie zufällig beim "Zappen" in einer Talkshow wieder. Nicht nur die Tatsache, dass sein knapp 70 Jahre alter einstiger Mentor in der Gewissheit lebt, eines Tages ersticken zu müssen, bestürzt seinen früheren Studenten. Dem Reporter wird 16 Jahre nach seinem Universitätsabschluss bewusst, wie sehr er es versäumt hat, sich die Ratschläge seines Professors zu Herzen zu nehmen. Mitch beschließt deshalb, Morrie vor seinem Tod noch einmal aufzusuchen. Es bleibt nicht bei dem einen Besuch. Vierzehn Dienstage nimmt der einstige Workaholic sich hintereinander frei und fliegt einmal in der Woche rund 1500 Kilometer von Denver, Colorado, zu Schwartz nach West Newton, Massachusetts, und zurück. Er bittet den todkranken Mann, ihn das Leben zu lehren, fragt ihn nach seinen Ansichten über Ehe und Familie, über die Arbeit und erfährt, dass die Liebe die einzig rationale Antwort auf alle Fragen ist. Am Ende hat der Leser das Gefühl, einen liebgewordenen Menschen beinahe selbst in den Tod begleitet zu haben. Doch auch dafür hat Morrie ein Rezept parat: Solange wir einander lieben und uns an dieses Gefühl der Liebe erinnern, können wir sterben, ohne jemals wirklich fortzugehen.

Editionen (9)

ISBN9783442308200
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum03.02.99
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

526 Bewertungen

93 Rezensionen

4,3

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  • p.illepalle
    p.illepalle

    191 Follower

    4,0

    ✨️Liebt einander oder geht zugrunde✨️

    Gerade schweben etwas dunkle Wolken über unserer kleinen, heilen Welt, daher wurde mir mehrfach empfohlen, dieses Buch aktuell nicht zu lesen. Entgegen all dieser Meinungen dachte ich mir, dass ein Buch über den Sinn des Lebens nie passender sein wird. Glücklicherweise hat mich „Dienstags bei Morrie“ nicht komplett zerstört, mir aber sicher viele Blickpunkte auf das Leben gegeben – ein bisschen Kraft und ein bisschen Wärme. Ein wirklich schönes Buch über die unausweichliche Endlichkeit des Lebens.

    4. Mai 2026

  • 5,0

    ..von einer Freundin ausgeborgt bekommen

    … und zu lange hab ich es aufgeschoben das Buch zu lesen. Sie hat es mir gegeben, als es mir nicht so gut ging und ich, ja ich hatte Angst ein Buch über eine Person zu lesen, die im sterben liegt. Diese Woche wurde ich nochmal bestimmt daran erinnert endlich das Buch zu lesen. Und das habe ich getan. 1,5 Tage habe ich gebraucht und ich liebe Morrie. Seine Lehren werden auch in mir weiterleben. 29Jahre hat das Buch auf dem Buckel und doch trifft es nach wie vor was im Leben wichtig ist. Morrie weiß, was viele von uns erst lernen. Glück kann nicht in Materiellem gefunden werden, aber in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wie schön das Leben ist, wenn man füreinander da ist und sich das wertvollste der Welt schenkt - Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit und ehrliches Interesse an der anderen Person… “Wenn du lernst, wie man stirbt, dann lernst du wie man lebt.”

    ..von einer Freundin ausgeborgt bekommen

    19. Apr. 2026

  • mrs.nads
    mrs.nads

    91 Follower

    5,0

    Dieses Buch hat mich erwischt. Und ich hatte es sogar kommen sehen. Kein erhobener Zeigefinger. Aber eine Frage, die bleibt.

    „Wenn man erst einmal gelernt hat, wie man stirbt, lernt man, wie man lebt.” Ich hatte schon so ein Gefühl, dass Dienstags bei Morrie ein 5-Sterne-Buch werden könnte. Und trotzdem hat mich überrascht, wie sehr es mich wirklich getroffen hat. Ich habe selten so viele Post-its verbraucht 🥰 Dieses Buch ist wie eine Umarmung, die gleichzeitig wachrüttelt. Es geht nicht nur um Morries Weisheit, sondern genauso um Mitchs Entwicklung. Mitch ist Morries ehemaliger Student, der seinen alten Professor nach Jahren zufällig wiedertrifft und dabei erfährt, dass Morrie an ALS erkrankt ist und sterben wird. Was folgt, sind dienstägliche Besuche, eine Art letzte Lektion, die Mitch eigentlich gar nicht geplant hatte. Und er ist dabei der Stellvertreter für uns alle: getrieben, karrierefokussiert, ständig beschäftigt und dabei oft weit weg von dem, was eigentlich zählt. Das Buch hält dir keinen moralischen Vortrag. Es zeigt dir einfach leise, aber unmissverständlich, wo du vielleicht selbst gerade stehst… und das sitzt. Morrie sagt im Grunde nichts völlig Neues. Liebe ist wichtig. Beziehungen zählen. Der Tod gehört zum Leben. Aber er sagt es aus einer Haltung heraus, in der nichts mehr aufgeschoben werden kann. Diese radikale Ehrlichkeit gibt seinen Worten ein Gewicht, dem man sich kaum entziehen kann. Und genau deshalb kippt das Ganze nie ins Kitschige. Es ist nicht beschönigt. Traurig, ja. Aber gleichzeitig so warm. Man weint, aber man verzweifelt nicht. Für mich persönlich ist dieses Buch ein Anker. In einer Welt, die immer schneller wird, zwingt es dich, kurz stehen zu bleiben und zu fragen: Lebe ich eigentlich das, was mir wirklich wichtig ist? Ich nehme für mich mit: Ich lebe vieles davon noch viel zu wenig. Aber genau dafür sind solche Bücher da. Nicht als die perfekte Lösung, als viel mehr ein Kompass. Und manchmal reicht eine einzige Frage an einem Dienstag: Bin ich heute die Person, die ich sein möchte?

    Dieses Buch hat mich erwischt. Und ich hatte es sogar kommen sehen. Kein erhobener Zeigefinger. Aber eine Frage, die bleibt.

    10. Apr. 2026

3 von 93 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 4519%
jxlika
jxlika6. Feb. 2026

Ich bin ganz begeistert. Toller Schreibstil, jetzt schon eine ganz herzzerreißende Geschichte und dazu noch kurze Kapitel. Endlich finde ich das perfekte Buch!!! Freue mich sehr auf den weiteren Verlauf…

Seite 6728%

1 Kommentar verdeckt

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