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Knochen lügen nie
Jahrelang wurde Aurelia von ihren Eltern vor der Öffentlichkeit versteckt. Der Grund: Sie ist magiebegabt, eine Schande für die Familie. Eines Tages jedoch wird sie Zeugin eines grausamen Mordes und verliert die Kontrolle über ihre Kräfte. Zunächst wird sie des Mordes angeklagt und festgenommen, später fortgeschickt, um zu lernen, ihre zerstörerische Kraft zu kontrollieren, bei niemand geringerem als dem ehrenwerten Meister Marius, der mehr als ein Geheimnis zu hüten scheint… Es ist gar nicht mal so einfach, zu beschreiben, worum es in diesem Buch wirklich geht. Zunächst scheint es eine freundliche, kleine Fantasy-Geschichte über Magiebegabte und deren Kampf um Gerechtigkeit zu sein, gemischt mit einem paradoxen Mordfall. Am Ende trifft das aber nicht wirklich den Ton des Buches. Die Handlung braucht erst mal geraume Zeit, um einigermaßen in Gang zu kommen, Zeit, in der wir die Protagonisten, also Aurelia, die ein Schatten ihrer selbst ist, und dann auch den mysteriösen Meister Marius kennenzulernen. Abgesehen davon passiert aber nicht allzu viel. Langsam lernt Aurelia, ihre Kräfte zu meistern und gewinnt auch einiges an Persönlichkeit, das Buch wird mit der Zeit auch immer bunter und detailverliebter, aber die Handlung kommt lange kaum voran. Die Morde geben allen nur Rätsel auf und niemand scheint besonders erpicht darauf zu sein, die Wahrheit wirklich zu finden. Stattdessen verliert sich der Konflikt in ewigem Geplänkel zwischen Magiebegabten und Magielosen. Immer wieder werden die Hintergründe, sprich das Magiesystem erwähnt und in Auszügen erklärt, doch ein wirkliches Verständnis der Welt stellt sich beim Lesen eher nicht ein. Vielleicht ist das aber auch so gewollt, denn man darf am Ende des Buches überrascht feststellen, dass die Geschichte keineswegs zu Ende ist, es sogar einen zweiten Teil gibt, den der Verlag bloß nie veröffentlicht hat. Lange ist es schwer, einen wirklichen Eindruck von dieser ungewöhnlichen Geschichte zu bekommen, zu verstehen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Das Buch ist nicht direkt langweilig, aber auch nicht wirklich actionreich und hat ein relativ stark ausgeprägtes Pacing-Problem. Es lebt eher von den ausgefallenen, liebenswerten Charakteren, Passagen mit unerwartet sarkastischem Humor und witzigen Sidekicks aus merkwürdiger Knochenmagie (da ist ein untoter Affe und ein kuschelsüchtiges Skelett, außerdem ein Haus mit entschieden zu viel Persönlichkeit). Zum Schluss wendet sich das Blatt dann noch mal und das Buch gewinnt ein paar nachdenklichere Themen dazu, aber diese Gedanken bleiben eher angerissen und werden nicht in die Tiefe geführt. Trotzdem macht das Ende neugierig darauf, wie diese eigentümliche Geschichte ausgeht, und ob es noch mehr Geheimnisse und merkwürdige Magie kennenzulernen gibt. Nach Beenden dieses Buches bleibt die Impression, dass aus dem Potenzial dieser Idee mehr rauszuholen gewesen wäre, aber die Geschichte mit ihrem kreativen Magiesystem und der gelungenen, abwechselnd düsteren und heiteren Atmosphäre auch unterhalten kann.

3 Tage vor
Knochen lügen nie
Jahrelang wurde Aurelia von ihren Eltern vor der Öffentlichkeit versteckt. Der Grund: Sie ist magiebegabt, eine Schande für die Familie. Eines Tages jedoch wird sie Zeugin eines grausamen Mordes und verliert die Kontrolle über ihre Kräfte. Zunächst wird sie des Mordes angeklagt und festgenommen, später fortgeschickt, um zu lernen, ihre zerstörerische Kraft zu kontrollieren, bei niemand geringerem als dem ehrenwerten Meister Marius, der mehr als ein Geheimnis zu hüten scheint… Es ist gar nicht mal so einfach, zu beschreiben, worum es in diesem Buch wirklich geht. Zunächst scheint es eine freundliche, kleine Fantasy-Geschichte über Magiebegabte und deren Kampf um Gerechtigkeit zu sein, gemischt mit einem paradoxen Mordfall. Am Ende trifft das aber nicht wirklich den Ton des Buches. Die Handlung braucht erst mal geraume Zeit, um einigermaßen in Gang zu kommen, Zeit, in der wir die Protagonisten, also Aurelia, die ein Schatten ihrer selbst ist, und dann auch den mysteriösen Meister Marius kennenzulernen. Abgesehen davon passiert aber nicht allzu viel. Langsam lernt Aurelia, ihre Kräfte zu meistern und gewinnt auch einiges an Persönlichkeit, das Buch wird mit der Zeit auch immer bunter und detailverliebter, aber die Handlung kommt lange kaum voran. Die Morde geben allen nur Rätsel auf und niemand scheint besonders erpicht darauf zu sein, die Wahrheit wirklich zu finden. Stattdessen verliert sich der Konflikt in ewigem Geplänkel zwischen Magiebegabten und Magielosen. Immer wieder werden die Hintergründe, sprich das Magiesystem erwähnt und in Auszügen erklärt, doch ein wirkliches Verständnis der Welt stellt sich beim Lesen eher nicht ein. Vielleicht ist das aber auch so gewollt, denn man darf am Ende des Buches überrascht feststellen, dass die Geschichte keineswegs zu Ende ist, es sogar einen zweiten Teil gibt, den der Verlag bloß nie veröffentlicht hat. Lange ist es schwer, einen wirklichen Eindruck von dieser ungewöhnlichen Geschichte zu bekommen, zu verstehen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Das Buch ist nicht direkt langweilig, aber auch nicht wirklich actionreich und hat ein relativ stark ausgeprägtes Pacing-Problem. Es lebt eher von den ausgefallenen, liebenswerten Charakteren, Passagen mit unerwartet sarkastischem Humor und witzigen Sidekicks aus merkwürdiger Knochenmagie (da ist ein untoter Affe und ein kuschelsüchtiges Skelett, außerdem ein Haus mit entschieden zu viel Persönlichkeit). Zum Schluss wendet sich das Blatt dann noch mal und das Buch gewinnt ein paar nachdenklichere Themen dazu, aber diese Gedanken bleiben eher angerissen und werden nicht in die Tiefe geführt. Trotzdem macht das Ende neugierig darauf, wie diese eigentümliche Geschichte ausgeht, und ob es noch mehr Geheimnisse und merkwürdige Magie kennenzulernen gibt. Nach Beenden dieses Buches bleibt die Impression, dass aus dem Potenzial dieser Idee mehr rauszuholen gewesen wäre, aber die Geschichte mit ihrem kreativen Magiesystem und der gelungenen, abwechselnd düsteren und heiteren Atmosphäre auch unterhalten kann.
3 Tage vor








