Blick ins Buch

Historische Romane

African Samurai

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Über das Buch

Ein Roman nach wahrer Begebenheit: die Geschichte über den beeindruckenden Aufstieg eines schwarzen Sklavenjungen zu Japans berühmtem Samurai Im Jahr 1579 läuft ein portugiesisches Segelschiff in den Hafen von Kinchotsu, Japan, ein. An Bord: europäische Güter, Feuerwaffen und ein Sklave aus Ostafrika. Als Kind aus seinem Heimatdorf entführt, an Söldner verkauft und dazu verdammt, in zahlreichen Schlachten zu kämpfen, soll er als Leibwächter einen italienischen Priester auf seiner Reise nach Kyoto begleiten. Dort angekommen, findet der berühmte Kriegsherr Oda Nobunaga Gefallen an dem hochgewachsenen Soldaten. Im Austausch für seine Mission bietet der Priester ihm den Sklaven mit dem Namen Yasuke als Geschenk an. Und verändert damit sein ganzes Leben … Zeitlos, episch und grandios recherchiert: In seinem historischen Roman rekonstruiert Autor Craig Shreve die außergewöhnliche Reise von Yasuke in der Sengoku-Zeit. »Eine einzigartige, mitreißende Geschichte von Entdeckung und Durchhaltevermögen.« Kevin Hardcastle »Von den vielen bewundernswerten Aspekten dieses Romans ist vielleicht der größte die Leistung von Shreve, der Hauptfigur Yasuke Leben einzuhauchen und diesen bemerkenswerten Mann aus der Vergessenheit zu befreien.« David Bezmozgis

Editionen (4)

ISBN9783426468487
VerlagDroemer eBook
Erscheinungsdatum02.05.24
Seitenzahl360

Rezensionen & Bewertungen

51 Bewertungen

16 Rezensionen

3,9

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1399 Follower

    3,5

    Die literarische (d.h. teils fiktive) Rekonstruktion des einzigen schwarzen Samurai im alten Japan unter Nobunaga Oda. Die Thematik ist große Klasse, doch die Umsetzung ist leider holprig. Den Lebensweg eines Sklaven der zum Samurai aufstieg literarisch festzuhalten ist ein Unterfangen von beachtlicher Größe. Doch warum schreibt Shreve aus der Ich-Perspektive? Ich fand das anmaßend. Ein auktorialer Erzähler (oder aus der Perspektive einer dritten Person) hätte besser gepasst, um das Leben eines Namenlosen zu bebildern. Auch die eingebaute (fiktive) Frauenfigur, dient nur zur Zierde. Wenn dann auch immer wieder ein Fokus auf moderne Themen (Mann/Frau, böse Kirche) gelegt wird, schleicht sich der Gedanke ein, dass dieser Stoff, vor einigen Jahrzehnten geschrieben, eine andere literarische Qualität hätte. Doch so negativ das auch alles klingt, kann ich dieses Werk allen Intetessierten nur empfehlen. Kann man mit den hier aufgezählten Kritikpunkten leben und verträgt einige klischeebeladene Szene, bekommt man ein grundsolides Werk, welches so manchen tiefen Satz in sich trägt und einem Namenlosen in die kollektive Erinnerung ruft.

    26. Mai 2025

  • readingjane
    readingjane

    380 Follower

    4,0

    Yasuke wird 12-jährig seiner Familie in Afrika entrissen und versklavt. In Indien wird er mit harter Hand zum Kämpfer ausgebildet, kommt dann in eine Priesterschule und gelangt mit 24 Jahren im Jahr 1579 mit einem Missionar nach Japan, wo er dem Kriegsfürsten Nobunaga, der ganz Japan unter einem Banner einen möchte, zum Geschenk gemacht wird. Zwischen den beiden entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft und Nobunaga macht Yasuke zu einem Samurai. Obwohl mir der Schreibstil sehr gut gefällt, kam ich nicht zu 100% in das Buch rein. Dennoch konnte mich der Roman absolut überzeugen. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte ist wirklich gekonnt erzählt, Yasuke ist ein sympathischer, reflektierender Charakter. Auch wenn hier stellenweise grausame Situationen und Folterszenen beschrieben werden, ist es ein positives Plädoyer für Völkerverständigung. Davon abgesehen ist es einfach ein spannender, historischer Abenteuerroman mit einem besonderen Setting. Sehr empfehlenswert!

    24. Juni 2024

  • 4,0

    Ein toller Einstieg in die Welt von Shogun!

    🗡️TENKA FABU - DAS REICH UNTER EINEM SCHWERT🗡️ „Du weißt, was du wärst, wenn es anders gekommen wäre. Und du weißt, was du heute bist, wozu andere Männer dich gemacht haben. Doch das Einzige, was zählt, ist, wer du morgen sein wirst. Und diese Entscheidung liegt bei dir.“ (S.311 f.) Dies ist die wahre Geschichte von einem Jungen, der erst zu Isaak und dann zu Yasuke wurde. Der als 12-Jähriger aus seiner Heimat Afrika von Sklavenhändlern verschleppt und schließlich als Söldner an jesuitische Missionare verkauft wurde. 1579 begleitete er Pater Valignano nach Japan; dieser hat den Auftrag, dort das Christentum zu verbreiten. Japan ist seit 100 Jahren im Krieg, das Shogunat ist gestürzt und die Clans bekriegen sich gegenseitig; Nobunga, das Oberhaupt des Oda-Clans hat die Vision, Japan wieder unter EINEM SCHWERT zu vereinen - TENKA FABU. Isaak wird von Pater Valignano als Geschenk an Nobunga dargeboten; er wird ein enger Vertrauerter Nobungas, wird zu Yasuke und zum Samurai und erfährt das erste Mal seit Langem Freiheit. „African Samurai“ ist mit 312 Seiten ein relativ kurzer Roman. Die Grundpfeiler der Geschichte basieren auf schriftlichen Überlieferungen; Craig Shreve hat sich hier und da Freiheiten und Spekulationen erlaubt, ist insgesamt aber doch recht nah an den Quellen geblieben (dies führt er im Nachwort ausführlich aus). Man merkt dem Buch insgesamt schon ein bisschen an, dass es „nur“ 300 Seiten hat; manche Ereignisse und Schlachten wirken etwas abgekürzt und ich hätte mir fürs Feeling vielleicht ein paar mehr Ausschweifungen und entsprechend mehr Seiten gewünscht. Nichtsdestotrotz ist es durchaus auch mal erfrischend, keinen epischen Klopper von über 1000 Seiten (ich schiele nur ganz leicht zu „SHOGUN“ von James Clavell hinüber - beide Romane behandeln ähnliche Themen) in den Händen zu halten 😄 Und trotz der „Kürze“ schafft es Shreeve, uns Yasuke, sein Schicksal und seine Geschichte wirklich nah zu bringen. Besonders beeindruckend und gleichzeitig schockierend waren die Rückblenden; die Verschleppung, die Folter, wie Yasukes Willen immer mehr bricht und er sich schließlich als Sklave unterordnet; dies empfand ich als schmerzhaft und heftig zu lesen! Umso schöner war es mitzuerleben, wie er mit Nobunga einen Meister und sogar Freund findet und wie er schließlich den Weg vom Untergebenen in die Freiheit geht. Das Ende fand ich sehr berührend und auch in diesem Roman finden sich viele wertvolle Botschaften. Ich hab das Buch sehr gerne gelesen! Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal einen Bogen zu dem Roman „Shogun“ von James Clavell ziehen. Den hab ich unmittelbar vor „African Samurai“ gelesen und rezensiert; beide Bücher behandeln ähnliche Themen und spielen auch zeitlich nah beieinander. Viele haben unter meiner Shogun-Rezension kommentiert, dass sie das Thema schon interessiert, die über 1000 Seiten sie aber abschrecken; genau denjenigen möchte ich „African Samurai“ sehr ans Herz legen. Mit 300 Seiten bekommt man hier einen kompakten Roman und einen guten Einblick in diese Epoche Japanischer Geschichte. Zum Start also super geeignet 👌 Und wer danach Lust hat, doch noch tiefer in die Materie einzutauchen, kann dann immernoch zu Shogun greifen 👍

    Ein toller Einstieg in die Welt von Shogun!

    14. Juli 2024

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Craig Shreve

Craig Shreve studierte Informatik in Guelph, Kanada, bevor er sich in Afrika sowie Mittel- und Südamerika ehrenamtlich beim Häuserbau engagierte. Es folgten ein Studium in Kreativem Schreiben am Humber College in Toronto, und die Veröffentlichung seines Debütromans. African Samurai ist sein erster Roman in deutscher Übersetzung. Craig Shreve wohnt in Toronto.

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