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Die literarische (d.h. teils fiktive) Rekonstruktion des einzigen schwarzen Samurai im alten Japan unter Nobunaga Oda. Die Thematik ist große Klasse, doch die Umsetzung ist leider holprig. Den Lebensweg eines Sklaven der zum Samurai aufstieg literarisch festzuhalten ist ein Unterfangen von beachtlicher Größe. Doch warum schreibt Shreve aus der Ich-Perspektive? Ich fand das anmaßend. Ein auktorialer Erzähler (oder aus der Perspektive einer dritten Person) hätte besser gepasst, um das Leben eines Namenlosen zu bebildern. Auch die eingebaute (fiktive) Frauenfigur, dient nur zur Zierde. Wenn dann auch immer wieder ein Fokus auf moderne Themen (Mann/Frau, böse Kirche) gelegt wird, schleicht sich der Gedanke ein, dass dieser Stoff, vor einigen Jahrzehnten geschrieben, eine andere literarische Qualität hätte. Doch so negativ das auch alles klingt, kann ich dieses Werk allen Intetessierten nur empfehlen. Kann man mit den hier aufgezählten Kritikpunkten leben und verträgt einige klischeebeladene Szene, bekommt man ein grundsolides Werk, welches so manchen tiefen Satz in sich trägt und einem Namenlosen in die kollektive Erinnerung ruft.
26. Mai 2025
Die literarische (d.h. teils fiktive) Rekonstruktion des einzigen schwarzen Samurai im alten Japan unter Nobunaga Oda. Die Thematik ist große Klasse, doch die Umsetzung ist leider holprig. Den Lebensweg eines Sklaven der zum Samurai aufstieg literarisch festzuhalten ist ein Unterfangen von beachtlicher Größe. Doch warum schreibt Shreve aus der Ich-Perspektive? Ich fand das anmaßend. Ein auktorialer Erzähler (oder aus der Perspektive einer dritten Person) hätte besser gepasst, um das Leben eines Namenlosen zu bebildern. Auch die eingebaute (fiktive) Frauenfigur, dient nur zur Zierde. Wenn dann auch immer wieder ein Fokus auf moderne Themen (Mann/Frau, böse Kirche) gelegt wird, schleicht sich der Gedanke ein, dass dieser Stoff, vor einigen Jahrzehnten geschrieben, eine andere literarische Qualität hätte. Doch so negativ das auch alles klingt, kann ich dieses Werk allen Intetessierten nur empfehlen. Kann man mit den hier aufgezählten Kritikpunkten leben und verträgt einige klischeebeladene Szene, bekommt man ein grundsolides Werk, welches so manchen tiefen Satz in sich trägt und einem Namenlosen in die kollektive Erinnerung ruft.
26. Mai 2025







