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Nachdem Birds Mutter die Familie verlassen hat, lebt der 13jährige Junge mit seinem Vater zurückgezogen in einem Studentenwohnheim in Harvard. Birds Mutter hatte chinesische Wurzeln und in den USA einer nicht allzu fernen Zukunft wird alles asiatische als potentielle Gefahr verfolgt und bekämpft. Da erreicht Bird eine Nachricht seiner Mutter und er beschließt, sich auf die Suche nach ihr zu machen … Beim Lesen dieses Buches wurde mir erschreckend klar, dass man es eigentlich gar nicht mehr als Dystopie betrachten kann, zu gut vorstellbar sind Verhältnisse und Gesetze wie PACT in naher Zukunft. Zumal die Menschheit immer schon Sündenböcke gesucht und in Minderheiten nur zu gerne gefunden hat, ebenso, wie Kinder zu ‚Umerziehungszwecken‘ aus ihren Familien zu reißen. Celeste Ng hat hier also nichts undenkbares ‚erfunden‘, sondern sehr emotional und erschütternd in einen neuen Kontext gestellt. Dem schwierigen Thema gegenüber steht Ng‘s ruhige, stellenweise fast poetische Sprache und die bittersüße Beschreibung von Bird und seiner Mutter. Ich bin mir sicher, man muss selbst keine Kinder haben, um den Schmerz in der Abschiedsszene spüren zu können … Ich halte ‚Unsere verschwundenen Herzen‘ gerade in diesen Zeiten für ein unglaublich wichtiges Buch, dass ich jedem nur ans Herz legen kann.
10. Jan. 2025
Nachdem Birds Mutter die Familie verlassen hat, lebt der 13jährige Junge mit seinem Vater zurückgezogen in einem Studentenwohnheim in Harvard. Birds Mutter hatte chinesische Wurzeln und in den USA einer nicht allzu fernen Zukunft wird alles asiatische als potentielle Gefahr verfolgt und bekämpft. Da erreicht Bird eine Nachricht seiner Mutter und er beschließt, sich auf die Suche nach ihr zu machen … Beim Lesen dieses Buches wurde mir erschreckend klar, dass man es eigentlich gar nicht mehr als Dystopie betrachten kann, zu gut vorstellbar sind Verhältnisse und Gesetze wie PACT in naher Zukunft. Zumal die Menschheit immer schon Sündenböcke gesucht und in Minderheiten nur zu gerne gefunden hat, ebenso, wie Kinder zu ‚Umerziehungszwecken‘ aus ihren Familien zu reißen. Celeste Ng hat hier also nichts undenkbares ‚erfunden‘, sondern sehr emotional und erschütternd in einen neuen Kontext gestellt. Dem schwierigen Thema gegenüber steht Ng‘s ruhige, stellenweise fast poetische Sprache und die bittersüße Beschreibung von Bird und seiner Mutter. Ich bin mir sicher, man muss selbst keine Kinder haben, um den Schmerz in der Abschiedsszene spüren zu können … Ich halte ‚Unsere verschwundenen Herzen‘ gerade in diesen Zeiten für ein unglaublich wichtiges Buch, dass ich jedem nur ans Herz legen kann.
10. Jan. 2025







