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Romane

Die juristische Unschärfe einer Ehe

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Über das Buch

Rasante Dreiecksgeschichte zwischen Berlin und Baku

Leyla wollte immer tanzen. Doch nach einem Unfall muss sie das Bolschoi-Theater in Moskau verlassen. Altay ist Psychiater. Nachdem sich seine große Liebe umgebracht hat, lässt er keinen Mann mehr an sich heran. Altay und Leyla führen eine Scheinehe, um ihre Familien ruhigzustellen. Als die beiden mit Mitte zwanzig in Berlin von vorne anfangen, tritt Jonoun in ihr Leben.

Olga Grjasnowa erzählt von zwei Frauen und einem Mann, die von der Liebe träumen, aber auch nicht wissen, wie man mit der Liebe lebt. Ein klar und direkt erzählter Roman über Glück und Unglück in einer Zeit, da alles möglich scheint.

Editionen (4)

ISBN9783423144902
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum22.04.16
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

10 Rezensionen

4,0

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  • blackybru
    blackybru

    102 Follower

    4,0

    Berlin-Baku Eine interessante Dreiecksgeschichte über die arrangierte Ehe einer Lesbe und eines Schwulen aus Aserbaidschan. Direkt, temporeich, tragisch und politisch!

    30. Juni 2026

  • marieloubru
    marieloubru

    11 Follower

    4,5

    01/2026 „Ist dir jemals aufgefallen, dass sie keine Versprechungen macht? Es sind immer nur wir, die ihr das Blaue vom Himmel versprechen. Manchmal glaube ich, dass es sie gar nicht gibt. Zumindest nicht wirklich. Sie lebt in jedem Moment irgendeine Rolle bis zum Äußersten aus (…). Alles was und bleibt, ist, herauszufinden, welche es gerade ist.“

    Der Roman handelt von drei Protagonist:innen, die sich vor allem durch ihre große Widersprüchlichkeit in sich selbst und Leid, in Form von internalisierten Glaubenssätzen, Erwartungshaltungen und ganz eigenen Traumata auszeichnen, welches sie immer wieder daran hindert sie selbst sein zu können. Verbunden werden sie durch ihre ganz eigene Tragik, in derer sie doch immer irgendwie auf der Suche nach ihrer eigenen Form von Liebe sind. Olga Grjasnowas Schreibstil hat mich von Seite eins in den Bann gezogen. Mit ihrem nüchternen, aber dennoch so auf den Punkt bildlichen Stil hat sie mich nicht nur dazu gebracht das halbe Buch zu annotieren, sondern es auch für eine ganzen Tag nicht aus der Hand zu legen. Die unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere lassen einen dabei nur so durch die Geschichte fliegen und trotz der Tragik in der Geschichte schafft sie es immer wieder eine ironische Komik zu vermitteln. Schon bei „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ hatte ich das Gefühl beim Lesen super viel dazuzulernen und auch hier wurde ich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Der Roman ist dabei ebenfalls hochpolitisch und nimmt einen mit auf eine Reise, auf der es keine Heimat zu geben scheint. Tatsächlich sind mir bei diesem Buch die Charaktere aber noch mehr ans Herz gewachsen. Von meiner Seite aus eine ganz klare Empfehlung!

    4. Jan. 2026

  • pauline64
    pauline64

    1 Follower

    5,0

    Bin sehr erstaunt, dass die meisten Rezensionen hier so negativ ausfallen. Habe den Roman wie auch schon den ersten von Olga Grjasnowa verschlungen, hier aber noch viel mehr Nähe zu diesen schönen, kaputten Figuren aufbauen können. Der erste Teil spielt in Berlin, der zweite größtenteils in Aserbaidschan. Die Gegenüberstellung dieser beiden so unterschiedlichen Schauplätze geschieht pointiert und teilweise boshaft. Auch ihre Figuren verschont Grjasnowa nicht, sie lassen vieles unerklärt (reden manchmal ganze Tage nicht miteinander), sind gemein zueinander (obwohl sie sich lieben) und nicht mit sich zufrieden - wie echte Menschen. Den Vorwurf der Künstlichkeit, der hier in den Rezensionen mehrmals aufkam, kann ich dementsprechend nicht nachvollziehen.

    26. Jan. 2023

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, wuchs im Kaukasus auf. Sie verbrachte längere Zeit in Polen, Russland und Israel. 2011 erhielt die Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Für ihren vielbeachteten Debütroman ›Der Russe ist einer, der Birken liebt‹ wurde sie 2012 mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.

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