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Deutsche Geschichte Ein Versuch

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Über das Buch

Im vorliegenden dritten Band seiner ›Deutschen Geschichte‹ erzählt Herbert Rosendorfer vom ausgehenden Mittelalter und dem hoffnungsvollen Beginn einer neuen Zeit (1400 bis 1526). Er berichtet u. a. von den Hussitenkriegen, der klerikalen Borniertheit auf dem Konstanzer Konzil, von den Anfängen der Reformation, die sich in Windeseile ausbreitet, und von den Bauernkriegen und ihren fatalen Folgen. Ihn interessieren nicht nur die historischen Ereignisse an sich, er stellt auch die vielschichtigen Hintergründe dar wie z. B. den aufkeimenden Nationalismus, das kleinkarierte Handeln von Herzögen und Fürsten, die mit sehr begrenztem Blick vor sich hin wursteln, oder die im geistigen Morast versinkende katholische Kirche. Nicht zu vergessen die Menschen, ihre Lebensbedingungen, ihre wissenschaftlichen Fortschritte und kulturellen Errungenschaften, ihr Modebewußtsein, das von einem Knopf revolutioniert wird, und ihr wandelndes Selbstverständnis. Ein kurzweiliges Lesevergnügen.

»Diese Deutsche Geschichte macht nicht müde.« Hessisch-Niedersächsische Allgemeine

Editionen (4)

ISBN9783423132824
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.12.04
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

2 Rezensionen

3,8

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  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Follower

    4,0

    Unmittelbar nach Beendigung des Romans Tyll von Daniel Kehlmann hatte ich Interesse, einen groben Überblick über den Dreißigjährigen Krieg zu bekommen. Insbesondere war ich auf der Suche nach einer Antwort, wie es zu diesem verheerenden Krieg für die Bevölkerung kam. Herbert Rosendorfers Buchreihe erschien mir aufgrund der komprimierten Form günstig. Er selbst kein Historiker bezeichnet seine Herangehensweise daher auch bescheiden als einen Versuch. Antworten auf meine dringendsten Fragen bekam ich auf jeden Fall, allerdings war ich in den ersten zwei Drittel etwas angeödet, ob der Vielzahl von Namen und Daten. Das war so schlimm wie Geschichtsunterricht in der Schule. Gegen Ende bekommt Rosendorfer aber die Kurve und wirft einen Blick auf Kultur und Wissenschaft im Deutschen Barock. Das 17. Jahrhundert bestand nunmal nicht nur aus Kriegen zwischen Katholiken und Protestanten. Im Nachwort teilt er noch sehr interessant seine Ansicht über Geschichte als solches mit. Insgesamt war ich zufrieden mit dem Büchlein und werde mir die anderen fünf Versuche sicher auch noch zu Gemüte führen.

    14. Apr. 2024

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    4,0

    Unmittelbar nach Beendigung des Romans Tyll von Daniel Kehlmann hatte ich Interesse, einen groben Überblick über den Dreißigjährigen Krieg zu bekommen. Insbesondere war ich auf der Suche nach einer Antwort, wie es zu diesem verheerenden Krieg für die Bevölkerung kam. Herbert Rosendorfers Buchreihe erschien mir aufgrund der komprimierten Form günstig. Er selbst kein Historiker bezeichnet seine Herangehensweise daher auch bescheiden als einen Versuch. Antworten auf meine dringendsten Fragen bekam ich auf jeden Fall, allerdings war ich in den ersten zwei Drittel etwas angeödet, ob der Vielzahl von Namen und Daten. Das war so schlimm wie Geschichtsunterricht in der Schule. Gegen Ende bekommt Rosendorfer aber die Kurve und wirft einen Blick auf Kultur und Wissenschaft im Deutschen Barock. Das 17. Jahrhundert bestand nunmal nicht nur aus Kriegen zwischen Katholiken und Protestanten. Im Nachwort teilt er noch sehr interessant seine Ansicht über Geschichte als solches mit. Insgesamt war ich zufrieden mit dem Büchlein und werde mir die anderen fünf Versuche sicher auch noch zu Gemüte führen.

    23. Feb. 2024

Autorin / Autor

Über Herbert Rosendorfer

Herbert Rosendorfer, am 19. Februar 1934 in Bozen geboren und ebendort am 20. September 2012 verstorben, war Gerichtsassessor in Bayreuth, dann Staatsanwalt und ab 1967 Richter in München, von 1993 bis 1997 in Naumburg/Saale. Seit 1969 zahlreiche Veröffentlichungen, unter denen die ›Briefe in die chinesische Vergangenheit‹ (dtv 10541 und 25044) am bekanntesten geworden sind. Herbert Rosendorfer war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt, zuletzt 2010 mit dem CORINE-Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

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