Mit diesem Hymnus auf das bäuerliche Leben erlangte sein Dichter Weltruhm: 1920 wurde dem Norweger Knut Hamsun der Nobelpreis für den Roman Segen der Erde verliehen.
Unter Verwendung autobiographischer Elemente erzählt Hamsun die Geschichte Isaks, des Bauern, der in der Einsamkeit des Nordlandes dem Moor ein Stück Erde abringt, es urbar und zu einer fruchtbaren, weithin angesehenen Oase des Lebens für viele macht.
In seiner einfachen, manchmal biblisch anmutenden Sprache ist der Roman weder nur Heimat- noch nur realistisch erzählter Bauernroman. Mit dem Lob auf das Landleben, dem Zurück zur Natur, weist der Dichter dem Zivilisationsmenschen vielmehr einen Weg zu sich selbst. Das in dem Roman vertretene Menschenbild, im Dritten Reich emphatisch begrüßt und durch die Ereignisse dieser Zeit in seiner Glaubwürdigkeit erschüttert, hat dennoch nichts von seiner Überzeitlichkeit eingebüßt. Segen der Erde ist deshalb den bleibenden Werken - und Werten - der Weltliteratur zuzurechnen.
Es fiel mir besonders am Anfang schwer, den im Raum stehenden Bezug zur Blut-und-Boden-Ideologie auszublenden, habe das Buch schon als stark das Bauernleben idealisierend und das Städtische oder Gebildete ablehnend empfunden, auch wenn es da andere Lesarten gibt. Ansonsten eine nicht uninteressante Familien- und Entstehungsgeschichte einer Siedlung im nördlichen Norwegen. Sprachlich einfach zu lesen. Gelegentlicher Rassismus gegen Lappen.
7. Nov. 2025
3,0
Es fiel mir besonders am Anfang schwer, den im Raum stehenden Bezug zur Blut-und-Boden-Ideologie auszublenden, habe das Buch schon als stark das Bauernleben idealisierend und das Städtische oder Gebildete ablehnend empfunden, auch wenn es da andere Lesarten gibt. Ansonsten eine nicht uninteressante Familien- und Entstehungsgeschichte einer Siedlung im nördlichen Norwegen. Sprachlich einfach zu lesen. Gelegentlicher Rassismus gegen Lappen.