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Biografien

Die Reise ins Reich

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Über das Buch

Die Reichsbürger – das sind verführte Irre und böse Verführer, Sektierer, Rechtsradikale und Hetzer hinter konservativer Fassade. Sie alle glauben an eine Weltverschwörung gegen das deutsche Volk und bekämpfen diesen vermeintlichen Feind. Der jüdische Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begibt sich für dieses Buch undercover unter Reichsbürger. Er besucht quer durch Deutschland verschiedene Gruppierungen, wird Untertan eines Königreichs, macht mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und für ein germanisches Siedlungsprojekt in Russland. Er lernt gewaltbereite Neonazis und friedensbewegte Esoteriker kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die AfD im Bundestag sitzen. »Die Reise ins Reich« ist Reportage, Sachbuch und aberwitzige Abenteuergeschichte zugleich. Sie liefert kuriose, komische und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat. »Ein irrwitzig-wahnsinnig-komisches Buch über die weitverzweigte Sumpflandschaft der rechtsradikalen Reichsbürger. Tobias Ginsburg hat sich monatelang in ihrem ›gemeinsamen Nest aus Menschenverachtung‹ aufgehalten und erzählt als Literat und Aufklärer von dieser wahrhaft bedrohlichen Szene.« Günter Wallraff

Editionen (4)

ISBN9783360013316
VerlagDas Neue Berlin
Erscheinungsdatum12.06.19
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

103 Bewertungen

19 Rezensionen

4,2

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  • felina_reads
    felina_reads

    46 Follower

    5,0

    Ein sehr interessantes Buch, das sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Wer einmal einen Einblick in die rechte Szene bekommen möchte, ist hier genau richtig – vorausgesetzt, man kann mit dem sarkastischen, pointierten Schreibstil umgehen. Das Buch bietet faszinierende Einblicke, die teilweise so unglaublich wirken, dass man kaum glauben mag, dass sie tatsächlich wahr sind.

    24. Feb. 2026

  • kleinelenii
    kleinelenii

    81 Follower

    5,0

    habs als Hörbuch gehört und konnte ehrlich einfach nicht aufhören, weils so so so gut ist. Natürlich ist das Thema schwere, wirklich keine harmlose Kost, aber Tobias Ginsburg hat so viel Intelligenz, Eloquenz und Wissen in seinen Texten- ich bin Fan. Und Himmel- ist der Mann mutig.

    4. Juli 2024

  • 5,0

    Unfassbar. Unfassbar erschreckend, unfassbar wichtig, unfassbar mutig. Tobias Ginsburg ist vielleicht DER wichtigste Undercoverjournalist unserer Zeit, vor allem wegen der ausgewählten Themen. Reichsbürgertum, Rechtsextremisten, Verschwörungsideologien, Incels, es gibt vermutlich keine widerliche Gruppierung, in die er sich nicht Hals über Kopf einschleusen würde. Vor allem die geupdatete Fassung dieses Buchs mit der Eskalation der Verschwörungsideologen rund um die Covid 19 Pandemie und die gefühlt in der bürgerlichen Mitte angekommenen rechtsextremen Parolen und hanebüchenen Ideologien sind eine (erschreckende) Lesereise wert. Und - "Die letzten Männer des Westens" ist mindestens genau so bombastisch und fast ein bisschen erschreckender. Wir müssen so viel mehr tun, damit diese Ideologien und die komplett verquerte, menschenfeindliche Sülze als das erkannt wird, was sie ist und angemessen bekämpft werden kann. Und wenig ist drängender, als dass wir uns dieser stetig wachsenden Gefahr bewusst werden, statt weiterhin mit Hufeisen um uns zu werfen ("aBeR liNkE zÜndEn aUtOs aN, diE siNd aUcH sChLiMm") - und dass wir die Gefahr, die durch die AfD parlamentsfähig wurde, mit aller Kraft bekämpfen.

    24. Apr. 2023

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Tobias Ginsburg

Tobias Ginsburg, geboren 1986 in Hamburg, studierte Dramaturgie, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Ludwig-Maximilians Universität München. Seit seiner Studienzeit schreibt und inszeniert er Theaterstücke. Im Jahr 2007 debütierte er als Autor und Regisseur mit dem Stück Vergewaltigt. Danach war er als Dramaturg am Akademietheater, der Schauburg und in der freien Szene tätig. 2011 feierte sein Stück Nestbeschmutzung in der Reaktorhalle München Premiere. Den Jugendstückepreis 2015 erhielt das Theaterstück Weltenbrand, das er in Zusammenarbeit mit Daphne Ebner schrieb und an der Schauburg inszenierte. Es folgten weitere Arbeiten: Radikal. Monument der Verwesung im i-camp (2014), Goldland (2015) und im folgenden Jahr das Tanz- und Theaterprojekt Du und ich und das Meer dazwischen. Darüber hinaus war er 2016 Fellow des Hanse-Wissenschaftskollegs und ist Gründungsmitglied der Theatergruppe Fake to Pretend.

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