Blick ins Buch

Romane

Psychopompos

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Über das Buch

Schon als Kind ist Amélie fasziniert von dem Märchen des Kranichs, der aus seinen eigenen Federn ein Gewebe macht, so schön, wie es noch nie jemand gesehen hat. Sie fühlt sich ihm verwandt und studiert fortan die Vögel all jener Weltteile, in die sie als Diplomatentochter kommt: Japan, China, USA, Bangladesch, Bhutan. Sie lernt von ihnen den Aufschwung, den Sturzflug, das Leben. Aber auch den Übergang ins Reich der Toten – und die Kunstflüge des Schreibens.

Editionen (2)

ISBN9783257696066
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum25.06.25

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

12 Rezensionen

3,4

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  • annejnr
    annejnr

    64 Follower

    4,0

    Gut wie immer

    Und wieder etwas Autobiografisches von Nothomb über die kleine Amelie und wie sie (Triggerwarnung) zum Schreiben gefunden hat. Amelie Nothomb hat schon so viele ihrer Lebenserfahrungen in Buchform übersetzt, von Kindheit an, und trotzdem kann die Frau gern weiter und weiter machen. Immer wieder fesselt mich die Sprache, die Poesie und Nothombs ganz eigener Charme.

    30. Mai 2026

  • 4,0

    Seelenreise

    Amélie Nothomb gewährt in diesem Buch ungewöhnlich tiefe Einblicke- es ist mit Abstand ihr persönlichstes. Als Tochter eines Diplomaten wächst sie in verschiedenen Ländern auf, besonders Japan prägt sie. Dort beginnt auch ihre Faszination für Vögel, die sie fortan begleiten und denen sie im Buch viel Raum gibt. Anfangs liest sich das fast wie ein Rückblick auf eine besondere Kindheit, mit vielen interessanten und teils stimmungsvolen Beobachtungen. Doch nach einem traumatischen Erlebnis in Bangladesh kippt der Ton. Die Außenwelt rückt in den Hintergrund, stattdessen geht es immer mehr um das, was in ihr vorgeht. Sie schreibt über Selbstentfremdung, Essstörungen und das Gefühl, sich selbst verloren zu haben - aber auch über das Schreiben als etwas, das sie rettet. Genau darum geht’s letztlich auch im Titel: Ein Psychopompos ist ein Seelenbegleiter. Für Nothomb sind das vor allem die Vögel, das Schreiben und in gewisser Weise auch sie selbst. Manche Abschnitte sind ziemlich abstrakt oder schwer greifbar, da bin ich ehrlich gesagt stellenweise ausgestiegen. Trotzdem fand ich es beeindruckend, wie offen Nothomb hier wird. Ihr neuestes Werk ist kein klassischer Roman, sondern eher eine Art Selbstporträt, das sehr nah an sie heranführt und Einblicke in ihre Gedankenwelt gewährt. Für mich nicht ihr bestes Buch, aber definitiv ein mutiges.

    Seelenreise

    25. Juni 2025

  • tukani
    tukani

    28 Follower

    3,0

    Das war nicht mein Buch. Zu viele Vögel.

    11. Mai 2026

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Amélie Nothomb

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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