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Romane

Kalmann

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Über das Buch

Er ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Doch in Kalmanns Kopf laufen die Räder manchmal rückwärts. Als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet er alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge.

Editionen (4)

ISBN9783257246445
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum27.04.22
Seitenzahl352

Merkmale

1 Bewertungen

MittelGlaubwürdigEinfachAnschaulichSympathischVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

221 Bewertungen

48 Rezensionen

4,1

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  • pj.jedi.1410
    pj.jedi.1410

    395 Follower

    4,5

    Kein Grund zur Sorge. Ein Roman wie Island: rau, still und voller unerwarteter Wärme. Und im Oktober dieses Jahr gehts für mich nach Island. FREU.

    Kalmann, der Held der Geschichte, ist bestimmt nicht „booksmart“, dafür aber umso mehr „streetsmart“. Es dauert ein wenig bis man sich an Kalmanns Schläue gewöhnt hat, schließt ihn dann aber doch recht schnell ins Herz, mit seinem Cowboyhut, dem Sheriffstern und der Mauser. Kalmann hat mich überrascht – auf die beste Art. Joachim B. Schmidt erzählt die Geschichte des selbsternannten Sheriffs von Raufarhöfn mit einem besonderen Ton: ruhig, unaufgeregt, fast lakonisch – und dabei zutiefst menschlich. Kalmann ist eine Figur, die man nicht sofort durchschaut – und genau das macht sie so faszinierend. Zwischen kindlicher Weltwahrnehmung, eigenwilliger Logik und echtem Mut liegt eine Geschichte, die viel tiefer geht, als sie auf den ersten Blick wirkt. Und das in einer Landschaft, die genauso karg wie bedeutungsvoll beschrieben ist. Was mich besonders bewegt hat: die stille Würde, mit der Kalmann durch seine Welt geht. Es ist ein Roman über Außenseitertum, Selbstbehauptung und darüber, dass Stärke viele Gesichter haben kann. 4,5 von 5 Sternen – weil es still beginnt und groß endet. #Kalmann #JoachimBSchmidt #IslandRoman #WürdeUndEigenart #ZwischenEisUndHerz

    29. Juni 2025

  • kingofmusic
    kingofmusic

    224 Follower

    5,0

    Kein Grund zur Sorge Island – schroffe Landschaften, Geysire, (unaussprechliche) Vulkane, die zu weltweitem „Ruhm“ gelangen; das reicht, um die Insel für mich so interessant zu machen, dass ich dort gerne mal verweilen würde. Allerdings würde ich auf die vielen kulinarischen „Leckerbissen“ doch eher verzichten *g*. Zu diesen Leckerbissen gehört auch der sog. „Gammelhai“, der durch Fermentierung genießbar werden soll. Hier scheiden sich wohl – wie in vielen Bereichen – die Geister. Wie dem auch sei: Gammelhai ist das „Spezialgebiet“ von Kalmann – dem Hauptprotagonisten und Titelhelden von Joachim B. Schmidt´s neuem Roman. Der Schweizer Autor, der seit 13 Jahren auf Island lebt und dort u. a. als Touristenführer arbeitet, erzählt in dem im Anhang des Buches abgedruckten Interview, dass Kalmann eigentlich „[…] nur der Dorftrottel“ (S. 353) hätte sein sollen. „Doch schon nach wenigen Seiten ist er ins Rampenlicht gelatscht und dann dortgeblieben.“ (S. 353) Gut so *g*. Kalmann ist in dem kleinen Fischerdorf Raufarhövn der selbsternannte Sheriff – mit Cowboyhut, Sheriffstern und Mauser-Pistole; eine Hinterlassenschaft seines amerikanischen Vaters. Er jagt Polarfüchse, fährt (wie schon sein Großvater, den er regelmäßig im Heim besucht) auf See, um den Grönlandhai zu fangen, um daraus die schon erwähnte „Delikatesse“ herzustellen. Hier philosophiert er, lässt sich fallen, darf ganz „er selbst sein“. Äußerst berührend und empathisch geschrieben; ein wenig hat mich das immer an „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway erinnert. Als Kalmann eines Tages in der Nähe von Raufarhövn am sog. „Arctic Henge“ eine Blutlache findet, beginnt eine fatale Tour de Force durch die Gedanken und Erinnerungen von Kalmann… Joachim B. Schmidt zeichnet mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie seine Figuren; wertet nicht deren Handlungen, sondern überlässt es den Leserinnen und Lesern, zu hinterfragen, die kritischen Zwischentöne zu entdecken, die sich um das Leben der Inseleinwohner drehen, deren Probleme sich beim genaueren Betrachten nicht großartig von denen auf dem Festland unterscheiden. Dramatisch wird es in Dörfern wie Raufarhövn, die vom Fischfang leben, wenn Fangquoten „verkauft“ werden – die Arbeitslosigkeit und somit die Unzufriedenheit steigt…Die Folgen kann sich jede*r ausrechnen. Es gibt zwar actionreiche Szenen in dem Buch, die man mit „Kalmann goes James Bond“ betiteln kann; der überwiegende Teil jedoch besteht aus Kalmann´s teils philosophischen, teils komischen Ansichten über die Welt, die Frauen, die Natur – das macht es schwer, den Roman in eine bestimmte Kategorie einzuordnen. Doch brauchen wir Schubladen, um ein Buch gut zu finden? Nein, „Kalmann“ sollte man einfach genießen, wie es bzw. er ist. Für mich ganz klar 5* wert und eine absolute Leseempfehlung! ©kingofmusic

    1. Dez. 2023

  • motzpig
    motzpig

    70 Follower

    3,5

    Habe mir mehr versprochen

    Nachdem ich Osmann vom gleichen Autor gelesen habe, war ich gespannt auf dieses Buch. Aber ich habe mich sehr schwer getan, habe sehr lange nicht in die Geschichte hinein gefunden. Erst die letzten 60/70 Seiten waren für mich fesselnd.

    20. März 2026

3 von 48 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joachim B. Schmidt

Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane, darunter ›Kalmann‹ und ›Tell‹, sind Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Crime Cologne Award und zuletzt mit dem Glauser-Preis. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.

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