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Romane

Tell

4,2(125)
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Über das Buch

Joachim B. Schmidt schreibt Geschichte neu. Seine ›Tell‹-Saga ist ein Pageturner, ein Thriller, ein Ereignis: Beinahe 100 schnelle Sequenzen und 20 verschiedene Protagonisten jagen wie auf einer Lunte dem explosiven Showdown entgegen. Schmidt bringt uns die Figuren des Mythos nahe und erzählt eine unerhört spannende Geschichte.

Editionen (4)

ISBN9783257072006
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum23.02.22
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

125 Bewertungen

33 Rezensionen

4,2

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  • robins
    robins

    157 Follower

    4,0

    Tell ist ein kraftvoll erzählter Roman, der die berühmte Figur des Wilhelm Tell aus einem neuen, überraschend modernen Blickwinkel zeigt. Joachim B. Schmidt verzichtet auf das Pathos der Legende und zeichnet stattdessen ein vielschichtiges Bild eines Mannes, der zwischen Pflicht, Liebe, Freiheit und Gewalt gefangen ist. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen, präzisen Kapitel und der ständige Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Figuren. Das erzeugt ein hohes Tempo und bringt eine enorme Nähe zu allen Beteiligten – von Tell selbst über seine Familie bis hin zu den politischen Gegenspielern. Dadurch entsteht keine glatte Heldengeschichte, sondern ein dynamisches, rasantes Panorama einer Zeit, in der Mut und Brutalität oft dicht beieinanderlagen. Ein intensiver, gut lesbarer Roman, der den Mythos entstaubt und Wilhelm Tell zu einer glaubwürdigen, menschlichen Figur macht. Die Erzählweise ist schnörkellos, schnell und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.

    20. Nov. 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Follower

    4,5

    Wir sind Tell?

    Der bekannte Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell bekommt Leben eingehaucht und der Autor Joachim B. Schmidt macht dies überaus geschickt und verbindet uns mit einer fernen Zeit und mit einer Bevölkerung, die nicht immer angenehm auszuhalten ist. Schmidt, selber Schweizer, (wenn er auch heute auf Island lebt), vermag es, nicht in epische Verklärung abzudriften, sondern erzählt einfach die bekannte Geschichte neu, beschreibt einfache Menschen in einem von Habsburgern besetzten Land. Eine einzelne Person widersetzt sich und wenn es auch mancherorts anders gesehen wird und auch im Buch vorkommt, bleibt kein Zweifel offen, dass wir eben nicht alle „Tell“ sind. Der komisch Kauz, Querulant und Eigenbrötler Tell wird hier zu einer Person mit Gesicht, sehr menschlich und fassbar, so dass viel Mitgefühl aufkommt und es so manche Stellen gibt, die einem die Tränen in die Augen treiben. Wir kommen dem Menschen Tell näher und dies ist ein Erlebnis. Obwohl die Geschichte düster und unangenehm ist, sind wir durch die grosse Erzählkunst doch gerne dabei. Man muss vorsichtig umgehen mit Nationalhelden, sie sollten nicht verklärt werden und auch nicht zu sehr ins Licht der Öffentlichkeit gelangen. Diese Waage vermag Schmidt meisterhaft zu balancieren

    27. Apr. 2024

  • 4,5

    Eine fantastische Neuerzählung der Schweizerischen Helden Wilhelm Tell.

    Das Buch gleicht in seinem Aufbau einem Theaterstück, da es in viele kurze (2-3Seiten) Kapitel unterteilt ist, die das Geschehen aus der Sicht einer bestimmten Person schildern. So schlüpfen wir in die Köpfe nicht nur von Tell und Gessler, sondern auch jenen von Tells Frau Hedwig und seinem Sohn Walter beim Apfelschuss, sowie jenen des Pfarrers und dessen Gehilfin. Aus diesen Mosaikstückchen ergibt sich ein sehr kontrastreiches Bild eines Tell als Antihelden gefangen in seiner Rolle aus Schuld, Scham und Wiserstand. Eine absolute Empfehlung für Liebhabende von Dramastücken und jenen, die den gewichtigen Schweizer Mythos aus einer neuen Perspektive entdecken möchten. Mehr im Lesemonat Januar auf YouTube bei Japan Connect. https://youtu.be/t2dWwBSAxwk?si=1Ni77LGu361tvv26

    22. Feb. 2025

3 von 33 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joachim B. Schmidt

Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane, darunter ›Kalmann‹ und ›Tell‹, sind Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Crime Cologne Award und zuletzt mit dem Glauser-Preis. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.

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