Blick ins Buch

Romane

Winterreise

3,0(22)
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Über das Buch

Ein diskreter junger Mann begehrt eine ungewöhnliche Frau. Doch wie kann er ihre Liebe wecken? Er verführt sie zu einem Trip in höhere Sphären: zu einem psychedelischen Abenteuer zwischen Traum und Alptraum.

Editionen (1)

ISBN9783257067781
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum25.01.11
Seitenzahl128

Rezensionen & Bewertungen

22 Bewertungen

3 Rezensionen

3,0

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  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    2,0

    Von allen Nothombs, die ich bisher gelesen habe, war Winterreise mit Abstand der schwächste. Ich bin die unkonventionellen Themen und eigenwilligen Figuren der Autorin gewohnt – gerade das macht ihre Bücher ja oft so faszinierend –, doch hier konnte ich kaum etwas von ihrem typischen Ton oder ihrer scharfzüngigen Präzision wiederfinden. Die Dialoge und inneren Monologe, sonst oft messerscharf und pointiert, wirken diesmal blass und fahrig. Nothombs sonst so präziser Stil verliert sich in Wiederholungen und Behauptungen, ohne dass sich die sprachliche Spannung aufbaut, die ihre Texte üblicherweise trägt. Das Thema selbst ist, wie so oft bei Nothomb, provokant – allerdings auf eine Weise, die diesmal eher unangenehm als interessant wirkt. Ein Mann liebt eine Frau bzw. das Ideal das er von ihr errichtet, die ihn jedoch nicht so zurückliebt, wie er es erwartet. Seine Eifersucht richtet sich gegen eine behinderte Schriftstellerin, die als Mündel seiner „großen Liebe“ lebt. In seinen Gedanken beleidigt und entwertet er sie durchgehend, bis er schließlich, enttäuscht und unter Drogeneinfluss, beschließt, ein Flugzeug zu entführen und in den Eiffelturm zu lenken. Nothomb hat sich schon oft an moralisch fragwürdigen oder psychologisch verstörenden Figuren versucht – doch hier bleibt alles merkwürdig leer. Die Geschichte entfaltet keine Tiefe, die fragwürdige Weltsicht des Protagonisten wird kaum hinterfragt, und echte Konsequenzen bleiben aus. Statt eines literarischen Experiments bleibt am Ende ein schales, fast zynisches Gefühl. Winterreise ist somit ein Werk, das weder sprachlich noch inhaltlich überzeugen kann – eine blasse Variation bekannter Nothomb-Motive, der das Feuer und die Eigenwilligkeit ihrer besseren Romane völlig fehlen.

    28. Okt. 2025

  • 3,5

    Erstes Buch in 2023 beendet und es war zugegebenermaßen schon sehr crazy. Ein psychedelischer Trip auf der Suche nach der Liebe, der in einen wahnwitzigen Plan à la 9/11 gipfelt. In gewohnter Amélie Nothomb Manier aber sprachlich großartig geschrieben!

    15. Jan. 2023

  • gedankenlabor
    gedankenlabor

    289 Follower

    2,0

    Dieses Buch war leider ein echter Flopp... Ich habe hier nichts mitnehmen können und mich ehrlich gesagt gefragt, aus welchen Impulsen heraus Amelie Nothomb diese Geschichte geschrieben hat... Wenn sie innerhalb dieses Buches ihre eigenen Erfahrungen mit psychedelischen Trips aufarbeiten wollte... na dann herzlichen Glückwunsch...

    19. Sept. 2022

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