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Bereichernd und lehrend. Politik, Menschenrechte und die Geschichte einzelner Menschen.
15. Sept. 2024
Bereichernd und lehrend. Politik, Menschenrechte und die Geschichte einzelner Menschen.
15. Sept. 2024
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15. Sept. 2024
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11. Feb. 2025
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"Es braucht nur ein kleines, winziges Licht, um das Dunkel zu erleuchten. Die Geschichte des Iran ist voller Lichter. Davon möchte ich erzählen." Jin, Jiyan, Azadî. Frau, Leben, Freiheit, unter diesem Motto haben etliche Menschen im Iran ihr Leben riskiert und viele es auch verloren. Ein Staat, der so fragil ist, dass er riesige Angst vor Kindern hat, und eine Bevölkerung, die sich das Unrecht nicht mehr gefallen lässt und gemeinsam kämpft. Gilda Sahebi zeichnet ein Bild der Protestbewegungen der letzten Jahre, das einerseits extrem Hoffnung gibt und Tränen in die Augen treibt aufgrund der Solidarität untereinander sowie dem grenzenlosen Mut der Protestierenden und ihrer Angehörigen. Auf der anderen Seite machen die Schilderungen fassungslos ob der organisierten Grausamkeit der Machthabenden, ihrer Unterstützer und auch der politischen Partner*innen, die Wirtschaftlichkeit über Menschenrechte stellen. Die Schilderungen im Buch sind an sich nicht neu, wenn man die Berichterstattung in den letzten Jahren, vor allem 2022, verfolgt hat. Doch mit all den Krisen auf der Welt rücken solche erschütternden Ereignisse so schnell in den Hintergrund, werden "abgelöst", dass Bücher wie dieses, Stimmen wie die von Gilda Sahebi so wichtig sind. Vieles von dem, was ich gelesen habe, hatte ich nicht mehr so präsent in Erinnerung, und noch vieles mehr habe ich dazu gelernt. Zum Beispiel, wie stark der Rassismus gegenüber und die Unterdrückung von kurdischen Menschen im Iran ist. Gilda Sahebi schafft es, die systematische Unterdrückung einer Regierung an ihrer Bevölkerung zu schildern, die historischen Hintergründe der Situation zu schildern (zumindest oberflächlich) und dabei immer die echten Menschen, die Betroffenen, in den Fokus zu stellen. Einige Aktivistinnen kommen selbst zu Wort, ihr Mut und ihre Hoffnung machen mir Gänsehaut. Was bleibt: die Stille, die inzwischen medial in Bezug auf die Proteste im Iran herrscht. Schwer, da die Hoffnung nicht zu verlieren. CN: T0d, F0lter, M0rd, Ras$ismus, G3walt, Verg3waltigung, Kindesm1ssbrauch, Su1zid, Queerf3indlichkeit, Ant1semitismus, Blut
24. Juli 2024
"Es braucht nur ein kleines, winziges Licht, um das Dunkel zu erleuchten. Die Geschichte des Iran ist voller Lichter. Davon möchte ich erzählen." Jin, Jiyan, Azadî. Frau, Leben, Freiheit, unter diesem Motto haben etliche Menschen im Iran ihr Leben riskiert und viele es auch verloren. Ein Staat, der so fragil ist, dass er riesige Angst vor Kindern hat, und eine Bevölkerung, die sich das Unrecht nicht mehr gefallen lässt und gemeinsam kämpft. Gilda Sahebi zeichnet ein Bild der Protestbewegungen der letzten Jahre, das einerseits extrem Hoffnung gibt und Tränen in die Augen treibt aufgrund der Solidarität untereinander sowie dem grenzenlosen Mut der Protestierenden und ihrer Angehörigen. Auf der anderen Seite machen die Schilderungen fassungslos ob der organisierten Grausamkeit der Machthabenden, ihrer Unterstützer und auch der politischen Partner*innen, die Wirtschaftlichkeit über Menschenrechte stellen. Die Schilderungen im Buch sind an sich nicht neu, wenn man die Berichterstattung in den letzten Jahren, vor allem 2022, verfolgt hat. Doch mit all den Krisen auf der Welt rücken solche erschütternden Ereignisse so schnell in den Hintergrund, werden "abgelöst", dass Bücher wie dieses, Stimmen wie die von Gilda Sahebi so wichtig sind. Vieles von dem, was ich gelesen habe, hatte ich nicht mehr so präsent in Erinnerung, und noch vieles mehr habe ich dazu gelernt. Zum Beispiel, wie stark der Rassismus gegenüber und die Unterdrückung von kurdischen Menschen im Iran ist. Gilda Sahebi schafft es, die systematische Unterdrückung einer Regierung an ihrer Bevölkerung zu schildern, die historischen Hintergründe der Situation zu schildern (zumindest oberflächlich) und dabei immer die echten Menschen, die Betroffenen, in den Fokus zu stellen. Einige Aktivistinnen kommen selbst zu Wort, ihr Mut und ihre Hoffnung machen mir Gänsehaut. Was bleibt: die Stille, die inzwischen medial in Bezug auf die Proteste im Iran herrscht. Schwer, da die Hoffnung nicht zu verlieren. CN: T0d, F0lter, M0rd, Ras$ismus, G3walt, Verg3waltigung, Kindesm1ssbrauch, Su1zid, Queerf3indlichkeit, Ant1semitismus, Blut
24. Juli 2024
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Autorin / Autor
Gilda Sahebi ist Ärztin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft. Sie ist Autorin u. a. für die »taz« und den »Spiegel«. Das »Medium Magazin« ernannte sie 2022 zur Politikjournalistin des Jahres. Über ihre Social-Media-Kanäle und als Gesprächspartnerin in diversen Talkshows erklärt und ordnet sie das aktuelle politische Geschehen ein. Bei S. FISCHER erschienen von ihr »›Unser Schwert ist Liebe‹. Die feministische Revolte im Iran« und »Wie wir uns Rassismus beibringen. Eine Analyse deutscher Debatten«. Gilda Sahebi lebt in Berlin.
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