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29. Aug. 2023
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In diesem kleinen Büchlein finden sich drei Texte von Sharon Dodua Otoo: - 'Herr Gröttrup setzt sich hin', eine Erzählung, mit der die Autorin 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann - 'Dürfen Schwarze Blumen malen?', eine 2020 gehaltene Rede, und - 'Härtere Tage', ein sehr persönlicher Text mit Reflexion über Erwartungen, die im familiären Kontext bestehen Alle drei Texte haben mir gut gefallen, aus unterschiedlichen Gründen, da sie auch alle ganz unterschiedliche Stile aufweisen: 'Herr Gröttrup setzt sich hin' hat mich in jeder Hinsicht überrascht - erst durch die humoristische, sehr angenehme aber auch wunderliche Beschreibung einer Frühstücksszene, dann durch das Einweben von mehreren Ebenen, die ganz klar Bezug zu dem späteren Roman 'Adas Raum' der Autorin haben. Die Klagenfurter Rede greift sprachliche Diskurse zu gendergerechter und diskriminierungsfreier Sprache auf, zudem bringt Sharon Dodua Otoo einige Namen von Initiativen oder aktivistischen Personen ein, die in diesem Kontext wichtige Arbeit leisten. Es geht um Repräsentation, darum, wem diese noch nicht ausreichend zuteil wird. 'Härtere Tage' mutet an wie ein Brief der Autorin an sich selbst - ein reflektierender, schmerzhafter und auch versöhnlicher Brief, der vor allem um Erwartungen kreist. Erwartungen, die ihre Eltern an sie haben, an sich selbst hatten, erfüllte oder enttäuschte Erwartungen. Die im Weg stehen, ein Bein stellen und zum Stolpern bringen können. Dieser Text hat mich besonders berührt! Was das dünne Büchlein an Quantität mangelt, macht es durch Qualität auf jeden Fall wett!
9. Apr. 2023
In diesem kleinen Büchlein finden sich drei Texte von Sharon Dodua Otoo: - 'Herr Gröttrup setzt sich hin', eine Erzählung, mit der die Autorin 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann - 'Dürfen Schwarze Blumen malen?', eine 2020 gehaltene Rede, und - 'Härtere Tage', ein sehr persönlicher Text mit Reflexion über Erwartungen, die im familiären Kontext bestehen Alle drei Texte haben mir gut gefallen, aus unterschiedlichen Gründen, da sie auch alle ganz unterschiedliche Stile aufweisen: 'Herr Gröttrup setzt sich hin' hat mich in jeder Hinsicht überrascht - erst durch die humoristische, sehr angenehme aber auch wunderliche Beschreibung einer Frühstücksszene, dann durch das Einweben von mehreren Ebenen, die ganz klar Bezug zu dem späteren Roman 'Adas Raum' der Autorin haben. Die Klagenfurter Rede greift sprachliche Diskurse zu gendergerechter und diskriminierungsfreier Sprache auf, zudem bringt Sharon Dodua Otoo einige Namen von Initiativen oder aktivistischen Personen ein, die in diesem Kontext wichtige Arbeit leisten. Es geht um Repräsentation, darum, wem diese noch nicht ausreichend zuteil wird. 'Härtere Tage' mutet an wie ein Brief der Autorin an sich selbst - ein reflektierender, schmerzhafter und auch versöhnlicher Brief, der vor allem um Erwartungen kreist. Erwartungen, die ihre Eltern an sie haben, an sich selbst hatten, erfüllte oder enttäuschte Erwartungen. Die im Weg stehen, ein Bein stellen und zum Stolpern bringen können. Dieser Text hat mich besonders berührt! Was das dünne Büchlein an Quantität mangelt, macht es durch Qualität auf jeden Fall wett!
9. Apr. 2023
3 von 5 Rezensionen
Autorin / Autor
Sharon Dodua Otoo ist Schriftstellerin, Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe »Witnessed« und Kuratorin des Schwarzen Literaturfestivals »Resonanzen«. Mit dem Text »Herr Gröttrup setzt sich hin« gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur »Dürfen Schwarze Blumen Malen?«, die im Verlag Heyn erschien. Ihr erster Roman »Adas Raum« wurde 2023 für die Shortlist des BücherFrauen-Literaturpreises »Christine« ausgewählt und in mehrere Sprachen übersetzt. Es folgten weitere Auszeichnungen und Stipendien; 2025 hielt sie die Zürcher Poetikvorlesung. 2026 erschien ihr zweiter Roman »So, in etwa, ist es geschehen«. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
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