Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Antigone

3,2(180)
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Über das Buch

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. »Ungeheuer ist viel. Doch nichts ist ungeheurer als der Mensch.« Die unbeugsame Antigone widersetzt sich dem Befehl Kreons und zieht nachts vor die Tore, um die Leiche ihres Bruders zu begraben. – Sophokles beschreibt in den blutigen Ereignissen seiner Dramen die Gefahren menschlicher Freiheit innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung. Die vitale Vieldeutigkeit seiner Figuren, die zutiefst mitmenschlich sind und doch anmaßend alle Gesetze sprengen, war Vorbild für Bertolt Brecht, Igor Strawinski oder Carl Orff. Bis in die 1970er Jahre als politischer Widerstand inszeniert, sieht man in ›Antigone‹ seither vor allem den Geschlechterkampf.

Editionen (27)

ISBN9783104018553
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum27.10.11
Seitenzahl60

Rezensionen & Bewertungen

180 Bewertungen

17 Rezensionen

3,2

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  • 12drue
    12drue

    110 Follower

    4,0

    In der Schulzeit habe ich "Antigone" das letzte Mal gelesen. Nun dachte ich mir, bei einem Kykladenhopping unter griechischer Sonne ist es Zeit für eine erneute Lektüre... Mir gefällt es immer noch überaus gut. Nicht nur die starke Sprache, sondern vor allem die Problemstellung finde ich faszinierend, weil sie immer noch aktuell ist. Was tun, wenn gültiges Gesetz im offensichtlichem Widerspruch zur Moral steht? Toll finde ich, wie sich Kreon, aufgrund seines Beharrens auf dem Recht, immer tiefer und tiefer ins Verderben reitet und nach und nach alle seine Liebsten verliert. Auch wenn Kreon durchaus Argumente auf seiner Seite hat, stehe ich dennoch zu Antigone, der streitbaren Rebellin, die allerdings auch etwas von einer Fanatikerin hat. Wer ist eurer Meinung nach im Recht?

    19. Sept. 2024

  • missyliest
    missyliest

    312 Follower

    4,0

    Die beiden Brüder von Antigone und Ismene kämpfen miteinander, weil der eine sein Versprechen bricht, jährlich mit dem Herrschen abzuwechseln. Beide töten sich gegenseitig. Derjenige, der von außen angegriffen hat, wird vom neuen Herrscher Kreon verdammt, weshalb er nicht begraben werden darf. Antigone kann es nicht ertragen, dass ihr Bruder dieses Schicksal erleiden soll. Sie wendet sich gegen Kreons Urteil und begräbt ihren Bruder. Ich finde es ungeheuer spannend, wie viele Fragen in diesem Drama aufgeworfen werden. Antigone ist eine starke und autonome Frau, die sich um ihrer Familie und Ideale willen gegen den Herrscher auflehnt. Kreon entscheidet sich meiner Meinung nach am Anfang falsch und stellt sich gegen alle anderen Figuren, weil es ihm nicht gelingt, sich umzuentscheiden bzw. einen Fehler zuzugeben. Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass viele Probleme und Verhaltensweisen von heute in so alten Texten vorkommen.

    5. Okt. 2024

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    3,5

    "Dem Nächsten vom Geschlecht der Gefallenen"

    "Vieles Gewalt'ge lebt, und nichts Ist gewaltiger als der Mensch, (...)" "Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." "Des schlimmsten Todes sterbe für die schönste Tat." "Am ersprießlichsten ist, um glücklich zu sein, Der besonnene Sinn: nie frevle darum An der Götter Gesetz! Der Vermessene büßt Das vermessene Wort mit schwerem Gericht; Und der Trotzige lernt Noch weise zu werden im Alter."

    3. Dez. 2024

3 von 17 Rezensionen

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