Voici l'odyssée désenchantée d'un informaticien entre deux âges, jouant son rôle en observant les mouvements humains et les banalités qui s'échangent autour des machines à café. L'installation d'un progiciel en province lui permettra d'étendre le champ de ses observations, d'anéantir les dernières illusions d'un collègue - obsédé malchanceux - et d'élaborer une théorie complète du libéralisme, qu'il soit économique ou sexuel.
Houellebecq und die Frauen: eine wiederholende Begegnung auf Hüfthöhe 🚷❌
Ja, er schreibt gut, aber: für mich denkt der Schriftsteller nicht gut. Vielleicht versteh ich die Tiefgründigkeit der Texte nicht, aber ich hab mich doch recht viel mit Artikeln zu Houellebecq beschäftigt und les in den Texten nur noch Erniedrigung von Menschen (primär Frauen) und schlechte Pornotexte.
In diesem Sinne: „Entschuldigt mich einen Augenblick. (…) Nachdem ich mich eingeschlossen hatte, steckte ich mir zwei Finger in meinen Rachen, aber es kam nur enttäuschend wenig heraus. Danach masturbierte ich, mit größerem Erfolg.“ ⛔️❌
3. Feb. 2026
2,0
Houellebecq und die Frauen: eine wiederholende Begegnung auf Hüfthöhe 🚷❌
Ja, er schreibt gut, aber: für mich denkt der Schriftsteller nicht gut. Vielleicht versteh ich die Tiefgründigkeit der Texte nicht, aber ich hab mich doch recht viel mit Artikeln zu Houellebecq beschäftigt und les in den Texten nur noch Erniedrigung von Menschen (primär Frauen) und schlechte Pornotexte.
In diesem Sinne: „Entschuldigt mich einen Augenblick. (…) Nachdem ich mich eingeschlossen hatte, steckte ich mir zwei Finger in meinen Rachen, aber es kam nur enttäuschend wenig heraus. Danach masturbierte ich, mit größerem Erfolg.“ ⛔️❌
Selten hat mich ein Autor so innerlich zerrissen zurückgelassen. Soll ich jetzt
hassen oder lieben, was ich da gelesen habe und ich kann mir schwer vorstellen,
das es etwas dazwischen gibt.
Oder genügt bloßes Kopfschütteln?
Oder hätte ich diesen aktuell berühmtesten französischen Autor am Ende gar
nicht lesen dürfen?
Houellebecq’s Protagonist ist ein 30-jähriger Informatiker, der alles mitbringt, um
keine Identifikationsfigur zu werden. Depressiv, misanthrop, zynisch: „absolute
Einsamkeit, das Gefühl einer universellen Leere und die Ahnung, dass die Existenz
auf ein schmerzhaftes und endgültiges Desaster zuläuft.“ Ganz schnell entsteht
ein Plot, der durch seinen existentialistischen und trostlosen Tenor auf die
Lesestimmung drückt. Da beruhigt es nur begrenzt, wenn die Hauptfigur sich
selbst als nicht suizidal einstuft („seit einigen Jahren lief es nicht gut, aber das
war noch lange kein Grund, das Experiment abzubrechen“).
Trotz aller scheinbarer Negativität ist der Erzählfluß unterhaltsam, kurzweilig und
stellenweise sogar humorvoll. Dann aber gleich wieder provozierend bis
schockierend, wenn Houellebecq sich nicht zurückhält bei der schonungslosen
Abrechnung mit Personen („man hätte sie für einen Kalbskopf mit Petersilie
halten können“), Städten („In Rouen zu sterben, … war mir eine besonders
hassenswerte Vorstellung. Zu viel der Ehre für diese idiotischen Einheimischen“),
Berufsgruppen („Analytiker betreiben in Wirklichkeit eine skandalöse Zerstörung
des menschlichen Lebens“). Er schreckt selbst nicht davor zurück, seine
weiblichen Leser vor den Kopf zu stoßen („Vielleicht sind Sie, geneigter Freund
und Leser, ja selbst eine Frau. Das kann schon vorkommen, machen Sie sich nichts
daraus.“). Provokation als literarisches Stilmittel ist nicht neu, aber hier handelt
es sich um ein herausragendes und unvergleichlich schwer einzuschätzendes
Exemplar.
Aber dann ist da andererseits noch diese andere Seite, der Feingeist Houellebecq,
der mit Formulierungen punktet, die eines französischen Romanciers würdig
wären: „ …eine Hellsichtigkeit, die die Wahrnehmungsmuster der gewöhnlichen
Existenz offenkundig überschreitet…..welches das menschliche Auge auf einen
unendlichen Weg ohne Grenzen führt, unendlich in seiner geometrischen
Reinheit, jenseits aller Leiden, jenseits der Welt.“
Tiefgreifende Wahrnehmungen und deren Artikulation, wie sie nur einer
hypersensitiven Persönlichkeit mit exzellentem sprachlichen und literarischen
Können gelingen können und die einen ein ums andere Mal fesseln, in Staunen
versetzen und Motivation zum Weiterlesen sind.
Was ist das für ein Mann, dieser inzwischen weltberühmte Michel Houellebecq?
Vielleicht hilft ja wie bei den meisten Autoren ein Blick auf seinen realen
Background weiter. Weit gefehlt. Die Verwirrung nimmt zu.
Auf Reunion geboren und teilweise in Algerien aufgewachsen, wurde er
überwiegend von den Großeltern aufgezogen. Mit seiner Mutter verbindet ihn ein
tiefes Zerwürfnis, zu dem der bis heute anhaltende Streit um sein korrektes
Geburtsdatum gehört.
Houellebecq schockiert, polarisiert. Man hat sich in Presse und Öffentlichkeit
angewöhnt, derartige Ausführungen als gezielte Provokationen und vielleicht
sogar Marketing-Gag zu verbuchen, die vielleicht nicht ganz ernst gemeint seien,
sogar irgendwie erfrischend und abgründig frivol rüber kämen.
Houllebecq feiert Trump ob seiner vorbildlichen US-Politik, unterstützt in
Frankreich die rechtsorientierte Partei von Marine Le Pen, fordert den Austritt
Frankreichs aus Nato und EU und wird dennoch vom linksliberalen Leserkreis
zumeist mit erstaunlicher Ehrerbietung gewürdigt.
Houellebecq hält die Presse- und Medienfreiheit für überbewertet. Liest man
jedoch die journalistischen Rezensionen seiner Werke, ist bei ihm eh alles, jede
Wortmeldung, jedes Interview eine künstlerische Strategie.
Frauenfeindlichkeit? Es stört ausgerechnet die Kritikerinnen auf einmal gar nicht
mehr, dass ein Geschlechtermodell vergangener Jahrhunderte sein Vorbild ist,
man verzeiht ob der Schönheit des literarischen Werkes.
Wie kann es sein, dass alle versuchen, einen Autor für sich zu vereinnahmen, der
sowohl die Europäer, Ökos als auch die Feministen abschießt? Genügen da wirklich
eine Reihe schöner feinsinniger Worte, um das alles zu kompensieren und
vergessen zu machen?
Es bleibt Ratlosigkeit.
5. Juni 2026
3,0
Kann man Künstler und Werk wirklich trennen?
Selten hat mich ein Autor so innerlich zerrissen zurückgelassen. Soll ich jetzt
hassen oder lieben, was ich da gelesen habe und ich kann mir schwer vorstellen,
das es etwas dazwischen gibt.
Oder genügt bloßes Kopfschütteln?
Oder hätte ich diesen aktuell berühmtesten französischen Autor am Ende gar
nicht lesen dürfen?
Houellebecq’s Protagonist ist ein 30-jähriger Informatiker, der alles mitbringt, um
keine Identifikationsfigur zu werden. Depressiv, misanthrop, zynisch: „absolute
Einsamkeit, das Gefühl einer universellen Leere und die Ahnung, dass die Existenz
auf ein schmerzhaftes und endgültiges Desaster zuläuft.“ Ganz schnell entsteht
ein Plot, der durch seinen existentialistischen und trostlosen Tenor auf die
Lesestimmung drückt. Da beruhigt es nur begrenzt, wenn die Hauptfigur sich
selbst als nicht suizidal einstuft („seit einigen Jahren lief es nicht gut, aber das
war noch lange kein Grund, das Experiment abzubrechen“).
Trotz aller scheinbarer Negativität ist der Erzählfluß unterhaltsam, kurzweilig und
stellenweise sogar humorvoll. Dann aber gleich wieder provozierend bis
schockierend, wenn Houellebecq sich nicht zurückhält bei der schonungslosen
Abrechnung mit Personen („man hätte sie für einen Kalbskopf mit Petersilie
halten können“), Städten („In Rouen zu sterben, … war mir eine besonders
hassenswerte Vorstellung. Zu viel der Ehre für diese idiotischen Einheimischen“),
Berufsgruppen („Analytiker betreiben in Wirklichkeit eine skandalöse Zerstörung
des menschlichen Lebens“). Er schreckt selbst nicht davor zurück, seine
weiblichen Leser vor den Kopf zu stoßen („Vielleicht sind Sie, geneigter Freund
und Leser, ja selbst eine Frau. Das kann schon vorkommen, machen Sie sich nichts
daraus.“). Provokation als literarisches Stilmittel ist nicht neu, aber hier handelt
es sich um ein herausragendes und unvergleichlich schwer einzuschätzendes
Exemplar.
Aber dann ist da andererseits noch diese andere Seite, der Feingeist Houellebecq,
der mit Formulierungen punktet, die eines französischen Romanciers würdig
wären: „ …eine Hellsichtigkeit, die die Wahrnehmungsmuster der gewöhnlichen
Existenz offenkundig überschreitet…..welches das menschliche Auge auf einen
unendlichen Weg ohne Grenzen führt, unendlich in seiner geometrischen
Reinheit, jenseits aller Leiden, jenseits der Welt.“
Tiefgreifende Wahrnehmungen und deren Artikulation, wie sie nur einer
hypersensitiven Persönlichkeit mit exzellentem sprachlichen und literarischen
Können gelingen können und die einen ein ums andere Mal fesseln, in Staunen
versetzen und Motivation zum Weiterlesen sind.
Was ist das für ein Mann, dieser inzwischen weltberühmte Michel Houellebecq?
Vielleicht hilft ja wie bei den meisten Autoren ein Blick auf seinen realen
Background weiter. Weit gefehlt. Die Verwirrung nimmt zu.
Auf Reunion geboren und teilweise in Algerien aufgewachsen, wurde er
überwiegend von den Großeltern aufgezogen. Mit seiner Mutter verbindet ihn ein
tiefes Zerwürfnis, zu dem der bis heute anhaltende Streit um sein korrektes
Geburtsdatum gehört.
Houellebecq schockiert, polarisiert. Man hat sich in Presse und Öffentlichkeit
angewöhnt, derartige Ausführungen als gezielte Provokationen und vielleicht
sogar Marketing-Gag zu verbuchen, die vielleicht nicht ganz ernst gemeint seien,
sogar irgendwie erfrischend und abgründig frivol rüber kämen.
Houllebecq feiert Trump ob seiner vorbildlichen US-Politik, unterstützt in
Frankreich die rechtsorientierte Partei von Marine Le Pen, fordert den Austritt
Frankreichs aus Nato und EU und wird dennoch vom linksliberalen Leserkreis
zumeist mit erstaunlicher Ehrerbietung gewürdigt.
Houellebecq hält die Presse- und Medienfreiheit für überbewertet. Liest man
jedoch die journalistischen Rezensionen seiner Werke, ist bei ihm eh alles, jede
Wortmeldung, jedes Interview eine künstlerische Strategie.
Frauenfeindlichkeit? Es stört ausgerechnet die Kritikerinnen auf einmal gar nicht
mehr, dass ein Geschlechtermodell vergangener Jahrhunderte sein Vorbild ist,
man verzeiht ob der Schönheit des literarischen Werkes.
Wie kann es sein, dass alle versuchen, einen Autor für sich zu vereinnahmen, der
sowohl die Europäer, Ökos als auch die Feministen abschießt? Genügen da wirklich
eine Reihe schöner feinsinniger Worte, um das alles zu kompensieren und
vergessen zu machen?
Es bleibt Ratlosigkeit.
Heute möchte ich euch den Roman 'Ausweitung der Kampfzone' (orig. Extension du domaine de la lutte) von Michel Houellebecq aus dem Jahr 1994 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Leopold Federmair. Gelesen habe ich das 130 Seiten umfassende E-Book aus dem Wagenbach-Verlag.
Der Roman begleitet einen namenlosen, desillusionierten IT-Angestellten, der zwischen Provinzseminaren, Pariser Alltag und innerer Leere umherirrt. Dabei entwirft Houellebecq das nüchterne und provokante Bild einer Gesellschaft, in der sich der wirtschaftliche Wettbewerb längst auf zwischenmenschliche Beziehungen und das Liebesleben ausgeweitet hat.
Sprachlich ist der Debütroman klar, sachlich und stellenweise fast protokollartig erzählt, was mir grundsätzlich gefallen hat. Die kühle, distanzierte Erzählweise und die schonungslose Direktheit unterstreichen die innere Leere der Hauptfigur und machen die gesellschaftliche Kälte deutlich spürbar. Gerade diese Trockenheit verstärkt viele der unbequemen Momente und sorgt dafür, dass man sich dem Gelesenen kaum entziehen kann.
Inhaltlich war das Buch für mich jedoch schwer auszuhalten. Frauenfeindlichkeit, Diskriminierung und rassistische Denkmuster durchziehen die Handlung. Besonders verstörend empfand ich eine Szene, in der die Hauptfigur einen Nebencharakter zu einer Vergewaltigung und sogar zu einem Mord anstacheln will, nachdem eine Frau kein Interesse an ihm zeigt. Diese Eskalation war für mich abstoßend und kaum erträglich. Auch die pauschale Darstellung von Obdachlosen als bösartig, brutal und dumm hat mich sehr gestört.
Positiv hervorheben möchte ich, dass man einen intensiven Einblick in den tristen Alltag der Hauptfigur erhält, die alles andere als ein Sympathieträger ist. So hart es klingt, die Depression der Figur hat bei mir ambivalente Gefühle ausgelöst. Da ich selbst weiß, wie zerstörerisch Depressionen sind, konnte ich diesen Aspekt nachvollziehen. Gleichzeitig fühlte es sich bei dieser unsympathischen Figur beinahe wie eine Form ausgleichender Gerechtigkeit an.
Für mich bleibt ein literarisch interessant geschriebener, aber inhaltlich schwer verdaulicher Roman, der mich letztlich mehr abgestoßen als überzeugt hat.
Bewertung: 2 von 5 Sterne ✨️
27. Feb. 2026
2,0
Heute möchte ich euch den Roman 'Ausweitung der Kampfzone' (orig. Extension du domaine de la lutte) von Michel Houellebecq aus dem Jahr 1994 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Leopold Federmair. Gelesen habe ich das 130 Seiten umfassende E-Book aus dem Wagenbach-Verlag.
Der Roman begleitet einen namenlosen, desillusionierten IT-Angestellten, der zwischen Provinzseminaren, Pariser Alltag und innerer Leere umherirrt. Dabei entwirft Houellebecq das nüchterne und provokante Bild einer Gesellschaft, in der sich der wirtschaftliche Wettbewerb längst auf zwischenmenschliche Beziehungen und das Liebesleben ausgeweitet hat.
Sprachlich ist der Debütroman klar, sachlich und stellenweise fast protokollartig erzählt, was mir grundsätzlich gefallen hat. Die kühle, distanzierte Erzählweise und die schonungslose Direktheit unterstreichen die innere Leere der Hauptfigur und machen die gesellschaftliche Kälte deutlich spürbar. Gerade diese Trockenheit verstärkt viele der unbequemen Momente und sorgt dafür, dass man sich dem Gelesenen kaum entziehen kann.
Inhaltlich war das Buch für mich jedoch schwer auszuhalten. Frauenfeindlichkeit, Diskriminierung und rassistische Denkmuster durchziehen die Handlung. Besonders verstörend empfand ich eine Szene, in der die Hauptfigur einen Nebencharakter zu einer Vergewaltigung und sogar zu einem Mord anstacheln will, nachdem eine Frau kein Interesse an ihm zeigt. Diese Eskalation war für mich abstoßend und kaum erträglich. Auch die pauschale Darstellung von Obdachlosen als bösartig, brutal und dumm hat mich sehr gestört.
Positiv hervorheben möchte ich, dass man einen intensiven Einblick in den tristen Alltag der Hauptfigur erhält, die alles andere als ein Sympathieträger ist. So hart es klingt, die Depression der Figur hat bei mir ambivalente Gefühle ausgelöst. Da ich selbst weiß, wie zerstörerisch Depressionen sind, konnte ich diesen Aspekt nachvollziehen. Gleichzeitig fühlte es sich bei dieser unsympathischen Figur beinahe wie eine Form ausgleichender Gerechtigkeit an.
Für mich bleibt ein literarisch interessant geschriebener, aber inhaltlich schwer verdaulicher Roman, der mich letztlich mehr abgestoßen als überzeugt hat.
Bewertung: 2 von 5 Sterne ✨️