Blick ins Buch

Moi qui n'ai pas connu les hommes

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Über das Buch

Elles sont quarante, enfermées dans une cave, sous la surveillance d’impassibles gardiens qui les nourrissent. La plus jeune – la narratrice – n’a jamais vécu ailleurs. Les autres, si aucune ne se rappelle les circonstances qui les ont menées là, lui transmettent le souvenir d’une vie où il y avait des maris, des enfants, des villes…
Mystérieusement libérées de leur geôle, elles entreprennent sur une terre déserte une longue errance à la recherche d’autres humains – ou d’une explication. Elles ne découvrent que d’autres caves analogues, peuplées de cadavres.
On a pu parler de Kafka, de Paul Auster ou du Désert des Tartares au sujet de cette œuvre à la fois cauchemardesque et sereine, impassible et bouleversante.

Editionen (1)

ISBN9782253140931
VerlagLe Livre de Poche
Erscheinungsdatum26.02.97
Seitenzahl191

Rezensionen & Bewertungen

1081 Bewertungen

270 Rezensionen

4,1

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  • annalovesbooks23
    annalovesbooks23

    730 Follower

    5,0

    Still, düster und unglaublich intensiv, ein Buch, das sich leise in dich einschleicht und lange nachwirkt 🥰🥺🎧

    Diese Rezension wird etwas länger, weil dieses Buch es einfach verdient. Und es könnten leichte Spoiler enthalten sein. Ich habe das Hörbuch gehört und ich kann gar nicht anders sagen, als dass es mich komplett abgeholt hat. Ich wusste vorher nicht genau, was mich erwartet, aber dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Und ich muss direkt sagen, das Hörbuch war ein absolutes Highlight. Die Sprecherin war einfach perfekt für dieses Buch. Wirklich ein Perfect Match. Stimme, Stimmung, Atmosphäre, das hat alles so gut zusammengepasst, dass es das Ganze nochmal intensiver gemacht hat 🎧 Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Protagonistin führt uns selbst durch ihre Welt, durch ihre Gedanken, durch ihr Leben. Und genau das macht am Ende auch so viel Sinn, weil man merkt, dass diese Zeilen für jemanden geschrieben sind. Vierzig Frauen leben in einem unterirdischen Käfig und werden von fremden Männern bewacht, ohne zu wissen warum.Es gibt keine Antworten und genau das zieht sich durch das gesamte Buch. Man ist als Leser genauso ahnungslos wie die Figuren selbst und genau das erzeugt diese unglaublich beklemmende Atmosphäre. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Perspektive der Protagonistin. Sie kennt keine Welt außerhalb dieses Kellers. Keine Liebe, keine Beziehungen, keine Männer. Sie kennt nichts von dem, was für uns selbstverständlich ist. Alles, was sie weiß, kennt sie nur aus den Erzählungen der anderen Frauen oder entdeckt es später selbst. Und genau das macht so viele Momente so besonders. Sie erlebt Dinge zum ersten Mal, die für uns völlig normal sind. Ein Spiegel, Seife, ein richtiges Bett. Und plötzlich bekommen genau diese Kleinigkeiten eine ganz andere Bedeutung. Eine Szene, die mich wirklich getroffen hat, ist die mit dem Spiegel 🪞Sie sieht sich selbst zum ersten Mal und sagt: „aber trotzdem empfinde ich eine Art Zärtlichkeit für das Bild im Spiegel, denn das bin ich“ Und ich saß da und dachte mir einfach nur… wow. Weil sie sich nicht bewertet. Weil sie gar nicht weiß, was schön oder nicht schön ist. Sie nimmt sich einfach wahr. Und ich glaube, genau das hat mich so berührt 🥹🥰 Dieses Buch ist für mich unglaublich philosophisch. Es stellt so viele Fragen, ohne sie wirklich zu beantworten. Was bedeutet Menschsein. Was bedeutet Freiheit. Was bleibt von uns, wenn uns alles genommen wird. Ich habe oft gelesen, dass es als feministisch eingeordnet wird. Für mich war es das nicht. Für mich war es viel mehr ein Gedankenexperiment über den Menschen an sich. Über Bedürfnisse, über Einsamkeit und darüber, wie wir versuchen, in einer völlig sinnlosen Welt trotzdem einen Sinn zu finden. Die Geschichte ist ruhig erzählt, fast schon leise. Es passiert nicht viel und trotzdem konnte ich nicht aufhören weiterzuhören. Diese Spannung ist nicht laut, sondern zieht sich ganz unterschwellig durch das ganze Buch. Und irgendwann kippt es. Sie hört auf zu suchen. Und fängt an zu rufen. Und ich saß da und es hat einfach wehgetan. Diese Ausweglosigkeit. Diese Einsamkeit. Dieses Wissen, dass da vielleicht niemand ist 🥺 Und trotzdem schreibt sie weiter.In der Hoffnung, dass vielleicht irgendwann jemand ihre Worte liest. Dieser Gedanke… der hat mich komplett getroffen 😭 Das Ende hat mich emotional wirklich mitgenommen. Es ist kein klassisches Happy End, aber es passt. Es ist ruhig, traurig und gleichzeitig irgendwie stimmig. Und dieser letzte Satz sitzt einfach. Für mich ist das kein Buch, das man liest und dann wieder vergisst. Es ist eines, das bleibt. Das einen beschäftigt. Und das man nicht einfach so abschütteln kann.

    Still, düster und unglaublich intensiv, ein Buch, das sich leise in dich einschleicht und lange nachwirkt 🥰🥺🎧

    17. Apr. 2026

  • fruggielicious
    fruggielicious

    2737 Follower

    4,0

    Das Ende war einfach ein Stich ins Herz

    ✨Rezensionsexemplar✨ Das war ein sehr philosophisches und melancholisches Buch. Es hat mich ratlos und fast schon traurig und deprimiert zurück gelassen. ✨Zitate „Seit ich nicht mehr nach draußen gehe, verbringe ich viel Zeit damit, in einem der Sessel zu sitzen und die Bücher noch einmal zu lesen.“ „Die wenigen Geschichten, die die Frauen mir aus ihrem früheren Leben erzählt haben, enthielten Ereignisse, Kommen und Gehen, Männer. Für mich hingegen ist eine Erinnerung nichts als das Gefühl, an einem bestimmten Ort zu existieren, zusammen mit denselben Personen, und die immergleichen Dinge zu tun, nämlich essen, seine Notdurft verrichten und schlafen.“ „Bis dahin hatte es nichts gegeben außer der ewigen Wiederholung des Immergleichen, die Zeit schien stillzustehen, nur verschwommen nahm ich wahr, dass sie verging und ich älter wurde. Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut.“ „…, sie nehmen keine Rücksicht auf die Frauen, machen ihnen ein Kind, und dann sagen sie: „Woher soll ich denn wissen, dass es von mir ist?“, und hauen ab.“ „Wir waren frei. In Wahrheit hatten wir nur das Gefängnis gewechselt.“ „Wann wurde uns klar, dass wir keine Zukunft hatten?“ „Nicht der Körper gibt auf, sondern die Seele.“ ✨Inhalt 39 Frauen und ein Mädchen (zumindest zunächst) leben in einem Bunker unter der Erde. Sie wissen nicht, warum sie dort sind und das Mädchen ist in Gefangenschaft aufgewachsen, kennt also gar nichts von der Welt draußen. 3 Wächter bewachen und versorgen die Frauen, bis eines Tages der Alarm losgeht… ✨Meinung Wir lesen aus der Perspektive des jungen Mädchens, die im Verlauf der Geschichte erwachsen wird. Das ganze Buch ist ein langes Zitat, denn es ist wirklich wunderschön geschrieben. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, auch wenn man leicht folgen kann. Gegen Ende wurde mir richtig schwer ums Herz. Ich hätte mir noch gewünscht, dass man ein paar Erklärungen bekommt für das „Warum“. Warum haben sich die Frauen in dieser Situation wiedergefunden? Aber es ist wohl beabsichtigt, dass man sich selbst den Kopf zerbricht und die Geschichte mietfrei im eigenen Kopf weiterlebt. Das Ende hat mich tief berührt und mich traurig gemacht. Leider kann ich Euch nicht so viel vom Mittelteil erzählen, weil Ihr selbst rausfinden müsst, was nach dem Alarm geschieht. ✨Fazit Ich denke schon, dass sich die Lektüre lohnt. In jedem Fall wird mir dieses Buch zukünftig weiterhin im Kopf umhergehen, einfach weil es sehr ungewöhnlich ist. Es wird nicht jeden Geschmack treffen, aber das muss es auch nicht. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️

    Das Ende war einfach ein Stich ins Herz

    14. Apr. 2026

  • 5,0

    "Ich bin eine alte Frau. Aber es macht mir noch immer Freude dieses Gesicht zu betrachten, von dem ich nicht weiß ob ...

    es schön oder hässlich ist?! Aber es ist das einzige menschliche Gesicht, was ich je zu sehen bekommen habe" ★★★★★ Ein absolutes dystopisches Highlight war dieses Buch für mich. 🌑 Durch die teils krass kontroversen Meinungen war ich zunächst skeptisch, aber es hat mich komplett umgehauen. Die Geschichte dreht sich um eine Ich-Erzählerin, die gemeinsam mit 39 anderen Frauen seit Jahren in einem unterirdischen Gefängnis lebt. Sie ist die Jüngste und kann sich – anders als die anderen – nicht an ein Leben davor erinnern. Ihre gesamte Realität besteht nur aus diesem Gefängnis, seinen Routinen und den Erzählungen der anderen. 🕳️ Gerade hier setzt für mich ein unglaublich spannender psychologischer Aspekt ein. Um glücklich bzw. stabil zu bleiben, brauchen wir Menschen grundlegende Bedürfnisse wie Bindung/Zugehörigkeit, Kontrolle/Orientierung, Selbstwert und Lustgewinn/Unlustvermeidung. Dieses Buch stellt auf eindringliche Weise die Frage: Was passiert mit uns, wenn uns all das genommen wird? 🧠 Die Frauen wissen nicht, warum sie gefangen gehalten werden. Auch als Leserin tappt man völlig im Dunkeln und teilt dieses Gefühl der Sinnlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Genau das macht die Atmosphäre so intensiv und beklemmend. 🌫️ Es passiert eigentlich nicht viel – und trotzdem entwickelt das Buch einen unglaublichen Sog. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen. 📖 Gerade weil ich nie vorhersehen konnte, wie sich die Geschichte entwickelt, blieb es durchgehend spannend. Teilweise war es sogar richtig unheimlich, wenn ich begonnen habe, eigene Theorien zu entwickeln. 😶‍🌫️ Die Bilder, die dabei im Kopf entstehen, sind stellenweise wirklich verstörend. Dabei ist es kein klassisches dystopisches Abenteuer. Vielmehr ist es eine ruhige, fast schon nüchterne, aber tiefgehende Auseinandersetzung mit Isolation, Hoffnung und dem menschlichen Bedürfnis nach Sinn, Zugehörigkeit und Verständnis. 🌒 Der Roman bewegt sich zwischen kurzen Momenten von Hoffnung und langen Phasen der Verzweiflung. Im Kern bleibt eine große, unbequeme Frage. Wie findet man Bedeutung in einer Welt, die man nie wirklich verstehen kann und die einen völlig bedeutungslos erscheint? ❓ Spannend, bedrückend und absolut einmalig. 🖤

    "Ich bin eine alte Frau. Aber es macht mir noch immer Freude dieses Gesicht zu betrachten, von dem ich nicht weiß ob ...

    17. Apr. 2026

3 von 270 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2511%
greensheep
greensheep9. Apr. 2026

"Wenn uns von Tieren nichts unterscheidet , als dass wir uns verstecken, um unser Geschäft zu erledigen, dann ist am Menschsein nicht viel dran, dachte ich mir. " Spannender Gedanke 🤔

Seite 2712%

2 Kommentare verdeckt

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