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„64“ von Hideo Yokoyama – 4/5 Sterne Ein faszinierendes Buch – ruhig, aber durchgehend spannend. Wer allerdings Action im Sekundentakt erwartet, ist hier fehl am Platz. „64“ entfaltet seine Spannung auf fast 700 Seiten langsam, aber stetig. Es gibt vereinzelte spannende Szenen, doch der wahre Twist kommt erst am Ende – und der sitzt. Schon während der Handlung erleben wir Wendungen, die das Bild zunehmend komplexer machen. Besonders die Einblicke in den Alltag eines Polizeireviers und dessen Abgründe sorgen für eine dichte Atmosphäre voller Intrigen, Vertuschungen und Machtspiele. Im Zentrum steht Herr Mikami – ehemals Kriminalbeamter, nun in die Pressestelle versetzt. Durch seinen scharfen Verstand beginnt er, die Merkwürdigkeiten und politischen Ränke innerhalb seines Reviers zu hinterfragen. Parallel kämpft er mit einem ganz persönlichen Trauma: Seine Tochter ist verschwunden. Diese private Tragödie überschneidet sich zunehmend mit einem alten, nie aufgeklärten Fall – eine Entführung vor 14 Jahren, die damals in einer Tragödie endete. Mikami war damals Teil der Einheit 64, die sich mit dem Fall befasste. Noch heute lässt ihn das Geschehene nicht los. Was „64“ besonders macht, ist nicht die Action, sondern die psychologische Tiefe, das politische Geflecht und die schleichende Erkenntnis, dass vieles anders ist, als es scheint. Die Entwicklung Mikamis – von einem „alten Denken“ hin zu neuen Perspektiven – spiegelt auch die gesellschaftlichen Veränderungen wider, die sich im Hintergrund des Romans abzeichnen. Ein Hinweis: Das Buch enthält sehr viele Namen und dienstliche Begriffe, die anfangs etwas verwirrend wirken können. Glücklicherweise hilft ein Glossar am Ende, um den Überblick zu behalten. Fazit: Ein stiller, aber hochspannender Krimi, der ohne Effekthascherei auskommt und bis zum Schluss fesselt. Für alle, die sich gerne Zeit für eine tiefgründige, komplexe Geschichte nehmen – absolut empfehlenswert!
5. Juli 2025
„64“ von Hideo Yokoyama – 4/5 Sterne Ein faszinierendes Buch – ruhig, aber durchgehend spannend. Wer allerdings Action im Sekundentakt erwartet, ist hier fehl am Platz. „64“ entfaltet seine Spannung auf fast 700 Seiten langsam, aber stetig. Es gibt vereinzelte spannende Szenen, doch der wahre Twist kommt erst am Ende – und der sitzt. Schon während der Handlung erleben wir Wendungen, die das Bild zunehmend komplexer machen. Besonders die Einblicke in den Alltag eines Polizeireviers und dessen Abgründe sorgen für eine dichte Atmosphäre voller Intrigen, Vertuschungen und Machtspiele. Im Zentrum steht Herr Mikami – ehemals Kriminalbeamter, nun in die Pressestelle versetzt. Durch seinen scharfen Verstand beginnt er, die Merkwürdigkeiten und politischen Ränke innerhalb seines Reviers zu hinterfragen. Parallel kämpft er mit einem ganz persönlichen Trauma: Seine Tochter ist verschwunden. Diese private Tragödie überschneidet sich zunehmend mit einem alten, nie aufgeklärten Fall – eine Entführung vor 14 Jahren, die damals in einer Tragödie endete. Mikami war damals Teil der Einheit 64, die sich mit dem Fall befasste. Noch heute lässt ihn das Geschehene nicht los. Was „64“ besonders macht, ist nicht die Action, sondern die psychologische Tiefe, das politische Geflecht und die schleichende Erkenntnis, dass vieles anders ist, als es scheint. Die Entwicklung Mikamis – von einem „alten Denken“ hin zu neuen Perspektiven – spiegelt auch die gesellschaftlichen Veränderungen wider, die sich im Hintergrund des Romans abzeichnen. Ein Hinweis: Das Buch enthält sehr viele Namen und dienstliche Begriffe, die anfangs etwas verwirrend wirken können. Glücklicherweise hilft ein Glossar am Ende, um den Überblick zu behalten. Fazit: Ein stiller, aber hochspannender Krimi, der ohne Effekthascherei auskommt und bis zum Schluss fesselt. Für alle, die sich gerne Zeit für eine tiefgründige, komplexe Geschichte nehmen – absolut empfehlenswert!
5. Juli 2025






