Blick ins Buch

Hape Kerkeling - Gebt mir etwas Zeit im SET plus 3 extra Lesezeichen

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Über das Buch

Editionen (4)

ISBN4262423431151
Verlaggenerisch
Erscheinungsdatum24.09.24
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

425 Bewertungen

85 Rezensionen

4,0

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  • g3witt3rwolk3
    g3witt3rwolk3

    52 Follower

    4,0

    Sehr entzückend

    Hape setzt hier fort, was er in Der Junge muss an die frische Luft begann, in kurzweiligen Episoden erzählt er abwechselnd aus seiner Vergangenheit und schildert die Ergebnisse einer Ahnenforschung, mit der er sich während Corona befasst hat. Auch in diesem Buch gab es einen Punkt, der mich tief bewegt hat. Auch dies Hörbuch gelesen vom Autor war wieder ein Genuss.

    19 Stunden vor

  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    5,0

    Gebt mir etwas Zeit ist ein Buch, das lange nachhallt. Hape Kerkeling gelingt hier ein außergewöhnlicher Spagat zwischen persönlicher Erinnerung, familiärer Ahnenforschung und gesellschaftlicher Zeitgeschichte – vom Amsterdam des 17. und 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dieser weite historische Bogen wirkt nie überladen, sondern fügt sich organisch zu einer zentralen Frage: Wie prägen Geschichte, Verlust und Ausgrenzung das Leben eines Menschen – und was bleibt dennoch an Menschlichkeit? Besonders berührend ist die persönliche Ebene, vor allem die enge Beziehung zu seiner Großmutter Oma Berta, die ihn nach dem Suizid seiner Mutter aufgenommen hat. Die Schilderung ihrer Demenzerkrankung und des Moments, in dem sie ihn nicht mehr erkennt, ist leise, würdevoll und zutiefst schmerzhaft. Kerkeling beschreibt diesen Verlust ohne Pathos, aber mit einer Ehrlichkeit, die einen unweigerlich trifft. Auch die Liebesgeschichte mit Duncan ist eindrücklich. Sie beginnt – ganz bewusst – mit einer gewissen Romantisierung, mit der rosaroten Brille einer intensiven Liebe Mitte zwanzig. Gerade diese Wärme macht den späteren Verlust umso härter. Der Tod durch AIDS kommt abrupt, unerbittlich, und spiegelt die Grausamkeit einer Zeit wider, in der Homosexualität gesellschaftlich geächtet war und Krankheit als „gerechte Strafe“ galt. Diese Passagen sind schwer auszuhalten, aber wichtig – weil sie zeigen, wie tödlich moralische Überheblichkeit sein kann. Stark ist auch der gesellschaftliche Blick: die scheinbare Toleranz Amsterdams, die bei genauerem Hinsehen von religiöser Bigotterie und Ausgrenzung durchzogen war; die Parallelen zu späteren Jahrhunderten; die Erkenntnis, dass sich Geschichte nicht neu erfindet, sondern wiederholt – nur mit anderen Vorzeichen. Kerkeling moralisiert dabei nie. Er erzählt, lässt stehen, vertraut auf die Wirkung der Geschichte selbst. Was dieses Buch so besonders macht, ist Kerkelings unnachahmbare Art zu schreiben: nahbar, subtil, zutiefst menschlich. Er zwingt keine Gefühle auf, sondern lässt sie entstehen. Gebt mir etwas Zeit ist traurig und bereichernd zugleich, ernüchternd und doch voller leiser Wärme. Ein Buch, das wach macht, ohne zu verhärten – und eines, das man nicht so schnell vergisst.

    3. Jan. 2026

  • herz
    herz

    361 Follower

    3,0

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, da der Autor wunderbar vorlesen kann. Leider hatte er mich irgendwann ein bisschen verloren, da ich mit Namen, Zeiten und Orten etwas durcheinander kam. Trotzdem eine große Leseempfehlung, vor allem für Fans.

    19. Dez. 2024

3 von 85 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 277%
thebooklifeoflisa
thebooklifeoflisa18. Jan. 2026

Das Vorwort war echt langatmig, bin gespannt, wie es weiter geht.

Seite 4615%

1 Kommentar verdeckt

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