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Romane

Ein klarer Tag

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Über das Buch

Eine einsame Shetlandinsel. Zwei Männer aus unterschiedlichen Welten. Eine zerbrechliche Freundschaft. Dies ist eines der Bücher, die man unmöglich vergisst.

Es ist ein kalter Sommertag 1843, als John Ferguson nach einer stürmischen Überfahrt die kleine, karge Insel im Nordmeer erreicht. Für einen Monat ist der verarmte Pfarrer von der schottischen Freikirche hierhergeschickt worden, um Ivar, den letzten verbliebenen Bewohner, von der Insel wegzuschaffen. Im Auftrag des Gutsbesitzers soll er den großen, stillen Mann samt seinen wenigen Habseligkeiten mit dem nächsten Schiff nach Aberdeen bringen, von seinem Zuhause verjagen. So wie all die Schafbauern in den Highlands, die im Zuge der »Clearances« bereits alles verloren haben. Trotz moralischer Bedenken hat der idealistische Ferguson diesen Auftrag angenommen. Seine Frau Mary indes befürchtet, dass ihr Mann nicht von dieser Reise zurückkehren könnte. Zu naiv, zu weltfremd, zu gutgläubig ist er. Und tatsächlich stürzt Ferguson schon kurz nach seiner Ankunft von einer Klippe und verletzt sich schwer. Er ist dem Mann ausgeliefert, den er von dem Eiland vertreiben soll. Und dessen Güte Fergusons Gewissen vor eine schwierige Entscheidung stellt.

»Ich habe jede Seite geliebt.« Anthony Doerr

»Unbedingt lesen!« Annie Proulx

Editionen (3)

ISBN4099995577310
VerlagBONNEVOICE Hörbuchverlag
Erscheinungsdatum14.08.24

Rezensionen & Bewertungen

109 Bewertungen

24 Rezensionen

4,2

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  • 5,0

    "Er hielt die Luft an, und die Zeit dehnte sich aus, bis er sich losmachen und weiter atmen konnte." John Ferguson, ein verarmter, verheirateter Pfarrer, nimmt im Jahr 1843 den Auftrag eines Großgrundbesitzers an, auf eine entlegenene Shetlandinsel zu fahren. Er braucht dringend Geld, denn er hat sich, wie ein Drittel seiner Pfarrer-Kollegen der "Great Disruption" der schottischen Kirche angeschlossen und sich damit gegen das Patronatssystem der Großgrundbesitzer aufgelehnt. So macht er sich auf die Seereise zu dieser Insel, auf der nur noch eine handvoll Tiere und ein einzelner Mann leben. Dieser soll die Insel verlassen, damit der Besitzer sie vereinnahmen kann. Was nun erzählt wird ist die Entstehung einer wunderbaren Gemeinschaft. John trifft auf den sanften Riesen Ivar. Ivar, der unter den kargsten, einsamen Bedingungen glücklich gelebt hat. Er spricht mit seiner fast blinden Kuh und dem Pferd Pegi und hat nur wenig Nahrung. Ivar, der ihm, John, das Leben rettet und ihn gesund pflegt. "Ich habe das Spinnrad und die Teekanne und Pegi, und wundersamerweise habe ich jetzt auch John Ferguson." John lernt Ivars Sprache und schreibt diese auf, die vielen Wörter für verschiedene Arten von Nebel oder Meeresbewegungen, die hier auf der Insel wichtig sind. Von Tag zu Tag fällt es John schwerer Ivar den wahren Grund seines Kommens zu erzählen. 》Vergib mir《, flüsterte er. Er wusste nicht genau, zu wem er da eigentlich sprach. Er wusste nur, er hatte gesündigt." Große Leseempfehlung!!

    31. Okt. 2024

  • literatur.phantast
    literatur.phantast

    189 Follower

    4,0

    Gute Geschichte, aber...

    Die Geschichte an sich hat mir durchaus gefallen. Die kurzen Kapitel fand ich auch gut. Nur kam (vll deswegen?) nicht genug dichte Atmosphäre und Stimmung auf. Es blieb mir ein wenig zu...kompakt? Da hätte ich mir gerne noch etwas mehr Zartheit, Tiefe und Lebendigkeit gewünscht.

    10. März 2025

  • nickalala
    nickalala

    124 Follower

    4,0

    "Er hatte angefangen, sich auf Ivars Lächeln zu freuen, das nur selten erschien-aber wenn, dann war es strahlend, und als die Tage vergingen, konnte John Ferguson nicht anders, als sich einzubilden, dass er der Grund dafür war;" Eine ganz ruhig und unaufgeregt erzählte, sehr poetische Geschichte über die seltsame Begegnung zweier ganz unterschiedlicher Männer, die nicht die gleiche Sprache sprechen. Für mich hörte sie leider viel zu abrupt auf und lässt mich vielen offenen Fragen zurück.

    5. Dez. 2024

3 von 24 Rezensionen

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