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📝 „Es ist nicht einfach, Geschenke anzunehmen, wenn man nichts hat. Armut macht jedes Geschenk zu Almosen, jede Großzügigkeit zu Mitleid. Macht den Beschenkten zum Bedürftigen, den Schenkenden zum Gönner.“ (S. 37) 📝 „Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will, ist man ihr auch nichts schuldig.“ (S. 112) 📖 In jungen Jahren verlieren die aus dem Iran geflüchteten Brüder Nima und Saam ihre Mutter durch eine Hinrichtung ehrend der iranischen Revolution. Gemeinsam mit ihrem Vater Jamshid hoffen sie auf ein besseres Leben in Berlin Neukölln. 💭 Ein schöner Kontrast zu dem Schreibstil von Heinrich Mann, den ich zuvor gelesen habe. Dieser ermöglichte es mir, sehr schnell in das Geschehen einzusteigen, auch weil die Handlung Anfang der 90er spielt. Khani schafft es meisterhaft die Sprach- den Perspektivenwechsel anzupassen. Saam’s Sprache der Straße, Jamshid’s Sprache der Trauer und des Respekts sowie Nima’s Sprache der Unbekümmertheit und Hoffnung. Das macht sein Werk sehr authentisch. Das Buch sensibilisiert für die Schicksale von Mitmenschen aus anderen Kulturen. Die Gedanken, die Behzad Karim Khani beispielsweise über die Schrebergartenkolonie zu Papier bringt, eröffneten mir einen neuen Blickwinkel. Außerdem finde ich den Prozess, den der Vater durchläuft, interessant. Der Autor fasst diesen in wenigen Worten präzise zusammen: 📝 „Damals war er noch wütend gewesen, später resigniert und schließlich verbittert. Jetzt machte sich eine verbotene Erleichterung schüchtern breit.“ (S.164) Das Buch ist sehr bereichernd für mich und daher kann ich es euch nur empfehlen.

14. Feb. 2025
📝 „Es ist nicht einfach, Geschenke anzunehmen, wenn man nichts hat. Armut macht jedes Geschenk zu Almosen, jede Großzügigkeit zu Mitleid. Macht den Beschenkten zum Bedürftigen, den Schenkenden zum Gönner.“ (S. 37) 📝 „Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will, ist man ihr auch nichts schuldig.“ (S. 112) 📖 In jungen Jahren verlieren die aus dem Iran geflüchteten Brüder Nima und Saam ihre Mutter durch eine Hinrichtung ehrend der iranischen Revolution. Gemeinsam mit ihrem Vater Jamshid hoffen sie auf ein besseres Leben in Berlin Neukölln. 💭 Ein schöner Kontrast zu dem Schreibstil von Heinrich Mann, den ich zuvor gelesen habe. Dieser ermöglichte es mir, sehr schnell in das Geschehen einzusteigen, auch weil die Handlung Anfang der 90er spielt. Khani schafft es meisterhaft die Sprach- den Perspektivenwechsel anzupassen. Saam’s Sprache der Straße, Jamshid’s Sprache der Trauer und des Respekts sowie Nima’s Sprache der Unbekümmertheit und Hoffnung. Das macht sein Werk sehr authentisch. Das Buch sensibilisiert für die Schicksale von Mitmenschen aus anderen Kulturen. Die Gedanken, die Behzad Karim Khani beispielsweise über die Schrebergartenkolonie zu Papier bringt, eröffneten mir einen neuen Blickwinkel. Außerdem finde ich den Prozess, den der Vater durchläuft, interessant. Der Autor fasst diesen in wenigen Worten präzise zusammen: 📝 „Damals war er noch wütend gewesen, später resigniert und schließlich verbittert. Jetzt machte sich eine verbotene Erleichterung schüchtern breit.“ (S.164) Das Buch ist sehr bereichernd für mich und daher kann ich es euch nur empfehlen.
14. Feb. 2025







