Blick ins Buch

Jugendbücher

Vor uns das Meer

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Über das Buch

Drei packende und bewegende Fluchtgeschichten von 1939, 1994 und 2015 Wenn das eigene Zuhause zu einem Ort der Angst und der Unmenschlichkeit wird, ist es kein Zuhause mehr. Josef ist 11, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba und leidet Hunger - auch sie begibt sich auf eine gefährliche Reise in das verheißungsvolle Amerika. Und der 12-jährige Mahmoud verlässt im Jahr 2015 seine zerstörte Heimatstadt Aleppo, um in Deutschland neu anzufangen. Alan Gratz verwebt geschickt und ungemein spannend die Geschichten und Schicksale dreier Kinder aus unterschiedlichen Zeiten. Er erzählt unsentimental und gerade dadurch ergreifend. Ein zeitloses Buch über Vertreibung und Hoffnung, über die Sehnsucht nach Heimat und Ankommen. Shortlist Deutscher Jugendbuchpreis 2021 und ausgezeichnet mit dem Buxtehuder Bullen 2021

Editionen (7)

ISBN4066004045429
VerlagderDiwan Hörbuchverlag
Erscheinungsdatum13.12.21

Rezensionen & Bewertungen

99 Bewertungen

24 Rezensionen

4,2

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  • frl.pwl
    frl.pwl

    75 Follower

    5,0

    Wichtige Geschichten!

    Das Buch lag lang auf meinem SuB, weil ich mich nicht rangetraut habe. Ich wusste, es würde eine mental aufrührende Geschichte sein und das war sie auch. Dieses Buch erzählt drei Geschichten in drei Jahrzehnten, die alle das gleiche thematisieren: Flucht aus den Augen eines Kindes. Josef flieht aufgrund seiner jüdischen Abstammung aus NS-Deutschland, Isabel flieht vor den Zuständen in Kuba und Mahmoud flüchtet vor dem Bürgerkrieg in Syrien, nachdem sein Haus bombardiert wurde. Eine Geschichte, die verschiedene Sichtweisen, aber immer den gleichen Schmerz in sich trägt. Mehrfach musste ich das Buch weglegen, weil es mich sehr mitgenommen hat. Oft habe ich dann auch recherchiert und festgestellt, wie faktengetreu die Geschichten wiedergegeben werden. Dazu widmet der Autor am Ende des Buches jedem Kind noch ein Kapitel zur (historischen) Grundlage. Vermutlich werde ich dieses Buch in Zukunft im Unterricht einsetzen. Ich empfand die Perspektivübernahme so wichtig und es erschreckt mich nur umso mehr, wie wir heute mit Geflüchteten umgehen.

    Wichtige Geschichten!

    25. Dez. 2024

  • yaduria1982
    yaduria1982

    268 Follower

    5,0

    Ein exzellentes Jugendbuch über die Flucht dreier Jugendlicher zu unterschiedlichen Zeiten. Josef flieht in den 1930er Jahren aus Deutschland, Isabel in den 1990er Jahren aus Kuba und Mahmoud flieht in den 2010er Jahren aus Syrien. Hunger, Krieg und Vertreibung sind die Ursachen für die Flucht mit ihren Familien. Es ist ein relativ kurzes Buch und die drei Perspektiven wechseln stetig. Trotzdem ist man in allen drei Geschichten drin und der Autor schafft es im Grunde genommen mit wenig Inhalt die Tragik der Geschehnisse nahbar rüber zu bringen. Es passiert unglaublich viel Geschichte und unglaublich viel persönliche Tragödie auf wenigen Seiten. Große Empfehlung.

    2. Sept. 2025

  • kath26
    kath26

    80 Follower

    5,0

    Ein sehr wichtiges und bewegendes Buch. Ein Buch nicht nur für Jugendliche und sehr gut geeignet für den Schulunterricht. Das Buch sollte wirklich jeder lesen! Ausführliche Rezi folgt

    Bücher, die hauptsächlich für größere Kinder (10-12 Jahre) und eventuell auch noch für Teenager geschrieben worden sind, sind eigentlich so gar nicht mein Beuteschema. Dass ich nun „Vor uns das Meer“ von Alan Gratz gelesen habe, lag zum einen an der Begeisterung ein lieben Lesefreundin, die mir das Buch wärmstens ans Herz gelegt hat, aber auch an dem Thema „Flucht“ an sich. Alan Gratz erzählt hier drei Geschichte von drei Kindern zwischen 10-12 Jahren aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die alle zu unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Gründen zusammen mit ihren Eltern aus der Heimat fliehen müssen. Und so verschieden die Geschichten auch sind, so eint sie doch alle der Verlust der Heimat, des Gewohnten, der Freunde, der Schrecken der Flucht und die Ungewissheit, was sie in ihrem neuen Leben in einem fremden Land erwarten wird. Besonders spannend fand ich die Flucht von Isabel und ihrer Familie aus Kuba aber auch die Flucht von Mahmoud und seiner Familie aus Syrien. Die Geschichte von Josef der 1939 Deutschland mit seiner Familie verlässt hingegen hat mir jetzt nicht wirklich etwas Neues erzählt, aber auch Geschichten dürfen niemals aufhören zu existieren und müssen in jeder Form erzählt werden. Man merkt dem Buch durch die sehr unkomplizierte Sprache und der kurzen Kapitel schon sehr an, für welche Zielgruppe es „eigentlich“ geschrieben worden ist. Aber auch mich mit fast 50 Jahren hat es erreichen und berühren können – man ist nie zu alt um hinzuzulernen und menschlicher zu werden. Man wird wirklich nachdenklich, kann die Geschichten nicht vergessen und fragt sich gerade in der aktuellen Zeit mit den vielen schlimmen Ereignissen in der Welt, warum man nicht in Frieden miteinander leben kann. Es ist ein heftiges Buch, das mich sehr mitgenommen hat, und das nicht nur Pflichtlektüre an Schulen sondern auch für jeden Erwachsenen sein sollte.

    16. Apr. 2025

3 von 24 Rezensionen

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