Kress

Kress

Hardcover
3.710
Herr LehmannEinzelgängerBerlin RomanLiebesgeschichte

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Beschreibung

Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung. Mit dunkler Komik und zarter Melancholie gelingt Aljoscha Brell ein beeindruckendes Debüt – und ganz nebenbei ein wunderbarer Berlin-Roman.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Aljoscha Brell wurde 1980 in Wesel, NRW, geboren und lebt in Berlin. Er leitet ein Team von Webentwicklern in einem Berliner IT-Unternehmen. Er war Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloqiums Berlin und erhielt 2009 das Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner Akademie der Künste. Kress ist sein Debütroman.

Beiträge

2
Alle
2.5

Nette Uni-Geschichte

Kress, Germanistikstudent im x-ten Semester, Eigenbrödler, vermutlich irgendwo im Spektrum, trifft unverhofft in einem Seminar auf die „Verspätung“ Marleen. Er verliebt sich, lernt ihre Clique kennen, trifft unvernünftige Entscheidungen. So weit, so gut. So unterhaltsam. Statt aber das Thema Neurodivergenz irgendwie mal auf den Tisch zu legen, wird Kress fast ausschließlich als „Freak“ abgestempelt, der entweder bemitleidet wird oder dem geraten wird sich Hilfe zu holen. Das finde ich nicht mehr zeitgemäß und ich hätte mich zumindest über ein Nachwort diesbezüglich gefreut.🪶✉️

4

Anfänglich recht ungewöhnlich, Kress ist ein ziemlich starker Charakter, was aber für mich im Laufe der Geschichte etwas abnimmt. Ich hätte tatsächlich gerne noch mehr über seinen Hintergrund erfahren wollen, der blieb aber unklar. Flüssig geschrieben, man gerät nicht ins Stocken. Wohl ein typischer "Berlin -Roman", durchaus aber zu empfehlen. Ich hätte ihn zwar im Laden wahrscheinlich nicht in die Hand genommen, weil die Beschriebung für mich zu dürftig ist, er war aber eine Leihgabe einer Freundin und sobald man in der Geschichte ist, bleibt man auch dabei.

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