Keiner Menschenseele kann man noch trauen
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Beschreibung
Flannery O’Connor gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Bis heute sind ihre Storys Schul- und Universitätslektüre, der wichtigste Short-Story-Preis des Landes trägt ihren Namen. Ihre Welt sind die Südstaaten, der sogenannte Bible Belt, Kernland des konservativen Amerika. Die Figuren sind engstirnige, selbstgerechte Provinzler, deren gottesfürchtige kleine Existenz durch Eindringlinge gestört wird, die Böses im Schilde führen. Präzise und mitleidlos sind ihre Geschichten, aber zugleich von allen Facetten des schwarzen Humors durchzogen.
Mit einem unbarmherzigen Blick für groteske Situationen und mit beißender Ironie näherte sich diese einzigartige Schriftstellerin den Konflikten ihrer Zeit, die heute wieder höchst aktuell sind: Bigotterie, Rassismus, Krieg, Flucht, Armut und eine diffuse Angst vor dem Fremden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Flannery O‘Connor, 1925 in Savannah im US -Bundesstaat Georgia geboren, studierte zunächst Soziologie.Mit dem Schreiben begann sie im berühmten Iowa Writer’s Workshop.1951 wurde bei ihr Lupus erythematodes diagnostiziert, woraufhin sie auf die Farm ihrer Vorfahren zurückkehrte und dort Hühner, Enten, Gänse und hundert asiatische Pfauen hielt.Ihr Werk umfasst zwei Romane und 31 Kurzgeschichten.Flannery O’Connor starb am 3. August 1964 im Alter von 39 Jahren an den Folgen ihrer Krankheit.
Beiträge
Leider bin ich wohl mit der falschen Erwartung an dieses Buch herangegangen. Ansonsten hätte ich es um einiges mehr genossen, denn theoretisch ist es genau das, was ich grundsätzlich mag: absurd. Aber ich hatte seltsamerweise im Kopf, dass es sich um Reportagen handelt. Oder Berichte aus den Südstaaten. Deshalb war ich ziemlich verwirrt, als ich mich plötzlich Kurzgeschichten gegenüber sah. Phu, ich und Kurzgeschichten. Genau das war mein Dilemma hier. Denn eigentlich sind die Geschichten richtig gut. Und oftmals sehr teuflisch, ich mag das. Beim Lesen von Flannery O'Connor wird es einem teilweise sehr unangenehm, man fühlt sich beobachtet und da alle Figuren irgendetwas Bedrohliches an sich haben, mag man gar nicht wirklich hinschauen. Man tut es dann eben doch. Ich muss der Autorin definitiv noch einmal eine Chance geben. Nächsten Oktober vielleicht, denn ihre Geschichten passen hervorragend in die Gruselzeit. Nur dass man es hier nicht mit Gespenstern und Monstern zu tun hat, sondern mit dem Unbehagen, das nur andere Menschen hervorrufen können.
Beschreibung
Flannery O’Connor gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Bis heute sind ihre Storys Schul- und Universitätslektüre, der wichtigste Short-Story-Preis des Landes trägt ihren Namen. Ihre Welt sind die Südstaaten, der sogenannte Bible Belt, Kernland des konservativen Amerika. Die Figuren sind engstirnige, selbstgerechte Provinzler, deren gottesfürchtige kleine Existenz durch Eindringlinge gestört wird, die Böses im Schilde führen. Präzise und mitleidlos sind ihre Geschichten, aber zugleich von allen Facetten des schwarzen Humors durchzogen.
Mit einem unbarmherzigen Blick für groteske Situationen und mit beißender Ironie näherte sich diese einzigartige Schriftstellerin den Konflikten ihrer Zeit, die heute wieder höchst aktuell sind: Bigotterie, Rassismus, Krieg, Flucht, Armut und eine diffuse Angst vor dem Fremden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Flannery O‘Connor, 1925 in Savannah im US -Bundesstaat Georgia geboren, studierte zunächst Soziologie.Mit dem Schreiben begann sie im berühmten Iowa Writer’s Workshop.1951 wurde bei ihr Lupus erythematodes diagnostiziert, woraufhin sie auf die Farm ihrer Vorfahren zurückkehrte und dort Hühner, Enten, Gänse und hundert asiatische Pfauen hielt.Ihr Werk umfasst zwei Romane und 31 Kurzgeschichten.Flannery O’Connor starb am 3. August 1964 im Alter von 39 Jahren an den Folgen ihrer Krankheit.
Beiträge
Leider bin ich wohl mit der falschen Erwartung an dieses Buch herangegangen. Ansonsten hätte ich es um einiges mehr genossen, denn theoretisch ist es genau das, was ich grundsätzlich mag: absurd. Aber ich hatte seltsamerweise im Kopf, dass es sich um Reportagen handelt. Oder Berichte aus den Südstaaten. Deshalb war ich ziemlich verwirrt, als ich mich plötzlich Kurzgeschichten gegenüber sah. Phu, ich und Kurzgeschichten. Genau das war mein Dilemma hier. Denn eigentlich sind die Geschichten richtig gut. Und oftmals sehr teuflisch, ich mag das. Beim Lesen von Flannery O'Connor wird es einem teilweise sehr unangenehm, man fühlt sich beobachtet und da alle Figuren irgendetwas Bedrohliches an sich haben, mag man gar nicht wirklich hinschauen. Man tut es dann eben doch. Ich muss der Autorin definitiv noch einmal eine Chance geben. Nächsten Oktober vielleicht, denn ihre Geschichten passen hervorragend in die Gruselzeit. Nur dass man es hier nicht mit Gespenstern und Monstern zu tun hat, sondern mit dem Unbehagen, das nur andere Menschen hervorrufen können.





