Keiner Menschenseele kann man noch trauen

Keiner Menschenseele kann man noch trauen

Taschenbuch
4.36
KurzgeschichtenRassismusKlassikerUsa

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Beschreibung

Flannery O’Connors Storys spielen in den Südstaaten, dem Kernland des konservativen Amerika. Mit meisterhafter Präzision entwirft sie Schauplätze und Figuren – engstirnige, selbstgerechte Provinzler, deren gottesfürchtige Existenz durch Eindringlinge gestört wird: Wie der Outlaw, der im vollen Bewusstsein seiner Niedertracht eine wehrlose Dame erschießt. Oder der Landstreicher, der die taubstumme Farmerstochter heiratet, um das Auto der Farmerin zu ergaunern.
Mit unbestechlichem Blick für groteske Situationen und mit beißender Ironie legt Flannery O’Connor den Finger in Wunden ihrer Zeit, die heute wieder aufgebrochen sind: Rassismus, und eine diffuse Angst vor dem Fremden.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
352
Preis
12.40 €

Autorenbeschreibung

Flannery O‘Connor, 1925 in Savannah im US -Bundesstaat Georgia geboren, studierte zunächst Soziologie.Mit dem Schreiben begann sie im berühmten Iowa Writer’s Workshop.1951 wurde bei ihr Lupus erythematodes diagnostiziert, woraufhin sie auf die Farm ihrer Vorfahren zurückkehrte und dort Hühner, Enten, Gänse und hundert asiatische Pfauen hielt.Ihr Werk umfasst zwei Romane und 31 Kurzgeschichten.Flannery O’Connor starb am 3. August 1964 im Alter von 39 Jahren an den Folgen ihrer Krankheit.

Beiträge

2
Alle
5

Der herausragende Band einer der ganz großen Erzählerinnen unserer Zeit. Schmerzhaft harte, pointierte Geschichten, die den Menschen in seiner ganzen Grausamkeit zeigen.

3

Leider bin ich wohl mit der falschen Erwartung an dieses Buch herangegangen. Ansonsten hätte ich es um einiges mehr genossen, denn theoretisch ist es genau das, was ich grundsätzlich mag: absurd. Aber ich hatte seltsamerweise im Kopf, dass es sich um Reportagen handelt. Oder Berichte aus den Südstaaten. Deshalb war ich ziemlich verwirrt, als ich mich plötzlich Kurzgeschichten gegenüber sah. Phu, ich und Kurzgeschichten. Genau das war mein Dilemma hier. Denn eigentlich sind die Geschichten richtig gut. Und oftmals sehr teuflisch, ich mag das. Beim Lesen von Flannery O'Connor wird es einem teilweise sehr unangenehm, man fühlt sich beobachtet und da alle Figuren irgendetwas Bedrohliches an sich haben, mag man gar nicht wirklich hinschauen. Man tut es dann eben doch. Ich muss der Autorin definitiv noch einmal eine Chance geben. Nächsten Oktober vielleicht, denn ihre Geschichten passen hervorragend in die Gruselzeit. Nur dass man es hier nicht mit Gespenstern und Monstern zu tun hat, sondern mit dem Unbehagen, das nur andere Menschen hervorrufen können.

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