Endling
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Beschreibung
Die Schneckenforscherin Auguste hat sich komplett zurückgezogen und lebt in einer Wohnung, die mehr und mehr einem Kuriositätenkabinett gleicht. Ihre einzige Begleiterin ist eine Schnecke - keine gewöhnliche, sondern ein Endling, also das letzte Exemplar ihrer Art.
Als Augustes einziger verbleibender menschlicher Kontakt zur Außenwelt, ihre Brieffreundin, plötzlich nicht mehr schreibt, kann Auguste vor Sorgen kaum noch ein Auge zutun. Erst das Auftauchen ihrer Teenager-Nichte reißt sie aus ihrer Lethargie.
Gemeinsam schmiedet das ungleiche Paar einen Plan und macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Brieffreundin. Natürlich nicht ohne Augustes wertvollste Habseligkeit - ihre Schnecke.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jasmin Schreiber, 1988 in Frankfurt/Main geboren, ist Biologin, Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin. Wenn sie nicht gerade Expeditionen zu Farn und Gliederfüßern macht, schreibt sie sich auf die Bestsellerliste und erzählt Geschichten aus Wissenschaft und Natur im Podcast Bugtales.fm. Bei Eichborn erschienen die Romane MARIANENGRABEN und DER MAUERSEGLER. Auf Instagram findet man sie unter @lavievagabonde, ihre Natur-Kolumne gibt es per Mail auf schreibersnaturarium.de.
Merkmale
3 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Das war meine erste Erfahrung mit einer Dystopie. Und was soll ich sagen...es hat mir gefallen 😊 ! Das Buch spielt im Jahr 2041 und leider schildert die Autorin sehr realistisch, wie das Leben in Deutschland in dieser Zeit aussieht...Viele Entwicklungen deuten sich heutzutage schon an und es ist ein erschreckendes aber durchaus vorstellbares Bild , was sie entwirft. Ich mag ihren Schreibstil sehr und die Geschichte hat mir sehr gefallen. Es geht um zwischenmenschliche, aber auch wissenschaftliche sowie gesellschaftskritische Themen, die sehr gut in eine spannende Geschichte verwoben werden. Sie hat mich gefesselt und ich kann euch dieses Buch nur weiterempfehlen
Mal was anderes
Wir haben hier eine Dystopie, die im Jahr 2041 spielt. Die Autorin ist Biologin, es gibt viele Verbindungen zu Natur und Tieren, vor allem Insekten. Aktuelle Themen werden angesprochen: Umwelt, ausgestorbene Tiere und Pflanzen, Radikalisierung in der Politik usw. Es ist ein sehr feministisches Werk und eine sehr runde Geschichte.
Sehr gelungener, sympathischer und spannender Roman
Das Buch von Jasmin Schreiber ließ sich richtig angenehm lesen. Das Thema Artensterben fand ich spannend und gleichzeitig informativ umgesetzt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Figuren waren mir durchweg sympathisch, sodass ich sie gern begleitet habe und das Lesen wirklich Spaß gemacht hat. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass die doch etwas mysteriöse Situation noch ein Stück weiter aufgeklärt wird. Trotzdem bleibt es für mich ein schöner und besonderer Roman

Ich mag Jasmin Schreiber als Autorin und Mensch sehr und folge dem Instagram Account @lavievagabonde der Biologin auch schon eine ganze Weile mit Begeisterung. Marianengraben, ihr erster Roman, hat mich schon sehr berührt, aber Endling fand ich nochmal ganz besonders. Angesiedelt im Jahr 2041 ist der Roman eine Mischung aus Dystopie, Blair Witch Project und feministischem Roadtrip, auf jeden Fall ein sehr ungewöhnliches Setting mit interessanten Charakteren, angereichert natürlich mit vielen Details aus dem Bereich der Biologie.
It‘s always sunny in California.
2040er Jahre. Akademikerinnenhaushalt. Mehrgenerationenwohnen. Klimakrise. Die Biodiversität schrumpft. Die Regierung rechtsextremistisch. Eine feministische Rebellion formiert sich im Untergrund. Digital und analog. Aus einer Notsituation bricht eine kleine Gruppe aus Mensch und Tier zu einer Rettungsmission auf. Dabei erleben sie zusammen die Urgewalt der Natur. Tiefgreifend, spannend und mit einem großen Sinn für Humor. An diesem Buch hat mich besonders fasziniert, dass jede einzelne Person eine besondere Tiefe, einen Spleen und eine großartige Einzigartigkeit besitzt. Ein Roman, der beinahe ganz ohne Männerfiguren auskommt und sehr vielfältige Perspektiven auf das Leben miteinander vereint. It‘s always sunny in California.
Apokalypse mit Weinbergschnecke – zärtlich, wütend, sehr nah
Endling ist so ein Buch, das gleichzeitig weh tut und tröstet. Jasmin Schreiber lässt uns 2041 in eine Welt schauen, in der vieles schon passiert ist, wovor wir heute noch Angst haben: Artensterben, Klimakrise, rechte Regierungen, Einschränkungen von Rechten, die wir lange für sicher gehalten haben. Mittendrin: Zoe, ihre Schwester Hanna und die herrlich eigensinnige Tante Auguste – plus eine Weinbergschnecke namens Helix pomatia, der letzte ihrer Art, der „Endling“. Schön (und schmerzhaft) ist, wie Schreiber all das Große – Klima, Politik, Gewalt – ganz konsequent durch diese drei Frauen erzählt. Es geht um Angst, Wut, Loyalität in der Familie, um Überforderung und Schuldgefühle, aber auch um Lachen, kleinen Quatsch, Geschwisterliebe und dieses „Wir machen jetzt irgendwie weiter“, obwohl alles kippt. Die Kapitel, die jeweils nach Tierarten benannt sind, machen dabei immer wieder klar, worum es im Kern geht: um das Verschwinden von Leben – und um den Versuch, es doch noch zu schützen. Trotz der Düsternis ist Endling kein hoffnungsloser Roman. Es gibt Momente von Solidarität, geheime Orte, an denen etwas Neues ausprobiert wird, und diese ganz leisen, zärtlichen Szenen zwischen den Figuren, in denen man merkt: Menschlichkeit ist immer noch da. Schreiber schreibt wütend und zärtlich zugleich, mit Humor, der an den richtigen Stellen aufblitzt, und Sätzen, die hängen bleiben. Wenn man das Buch zuklappt, bleibt ein mulmiges Gefühl – aber auch das Bewusstsein: Genau jetzt entscheiden wir mit, ob „Endling“ nur eine Geschichte bleibt oder zur Beschreibung unserer Zukunft wird.
Dystopie mit feministischen Elementen
Zoe ist Biologin und lebt im Jahr 2041 in München. Weltweit gibt es infolge des Klimawandels und infolge rezidivierender Pandemien ein zunehmendes Artensterben. Die Gesellschaft hat sich zunehmend zu einem modernen Patriarchat entwickelt und Abtreibungen wurden grundsätzlich verboten. Als ihre Mutter zu einem Alkoholentzug fährt, kehrt Zoe in ihre Heimat Frankfurt zurück, um sich um ihre 16 Jährige Schwester Hanna und ihre leicht skurrile Tante Auguste zu kümmern. Das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Roadtrip durch Europa. Jasmins Schreibers Roman Endling ist ein toller Roman zum Schmökern, der aber manchmal sprachlich wenig anspruchsvoll erscheint. Dem Lesespass tut dies aber keinen Abbruch.
Ich musste mich erst an den saloppen Schreibstil gewöhnen, aber dann habe ich gut in die Geschichte reingefunden. Es werden viele wichtige Themen angesprochen und die Geschichte ist sehr originell. Allerdings hätte ich mir mehr Informationen über die Zeit gewünscht, in der der Roman spielt. Und auch wenn der etwas spirituelle Teil am Ende für mich nicht störend war, so ist mir gleichzeitig auch nicht ganz klar, was damit ausgesagt werden soll. Insgesamt eine spannende, gut zu lesende Geschichte, die noch mehr Potential zu bieten gehabt hätte.
ENDLING von JASMIN SCHREIBER Lübbe Audio / Julia Nachtmann / 10h 15m / ET 23.11.24 Quelle: spotify Inhaltswarnung: Alkohol, Pandemie, Angst, mentale Gesundheit, Verlust, Trauer plus Klappentext Wir lernen Zoe und ihre Familie kennen. Alkohol ist ein großes Thema, aber auch der Verlust einer geliebten Person. Es ist 2041 und bisher ist nicht nur eine Pandemie über das Land gerauscht. Menschen verändern sich. Die Tante von Zoe schließt sich quasi ein und ihre Mutter trinkt zu viel Wein am Abend. Ihre Schwester hängt mitten in der Pubertät... Als sich 3 Frauen in unterschiedlichen Altersstufen auf eine Reise aufmachen, entspinnt sich eine wunderschöne Geschichte, um Rücksichtnahme, Verständnis, Trauer, sein dürfen, eigene Grenzen setzen oder sprengen. Wie Julia die Geschichte liest ist einfach wunderbar. Es ist eine sehr schöne Geschichte. Feministisch, mächtig, respektvoll, freundlich. Nur das Ende hat mich dann etwas verloren. Das wurde mir zu wild, zu abstrakt. ☆☆☆☆ Eva
Eine Dystopie und ein Zukunftsszenario, dass mich mitgenommen hat.
Wir sind im Jahr 2041. Corona ist nur die erste Pandemie. Artenvielfalt sterben und die Angst, man könnte einfach sich anstecken, spürt man hier vor allem in einer Charaktere. Zoe ist Biologin und erforscht unter anderem Insekten und alle kleine Lebewesen. Sie besucht ihre Mum, ihre Schwester und ihre Tante. Ist dann mittendrin in ihrer Welt. In den Problemen und dann kommt noch ganz großes Abenteuer. Toller Schreibstil und sehr gut ausgearbeite Charakteren. Und der Titel passt einfach auf das Buch.
2041. Zoe ist Biologin und vor einigen Jahren nach München gezogen, wo sie Käfer erforscht. Doch dann erreicht sie ein Anruf ihrer Mutter, die ihr mitteilt, dass sie in „Reha“ muss und jemand sich um Zoes Teenager-Schwester Hanna und ihre Tante Auguste kümmern muss. So reist Zoe in die Heimat, wohl wissend, dass die „Reha“ ihrer Mutter ein Alkoholentzug ist und Tante Auguste schon lange nicht mehr das Haus verlässt. Als jedoch deren Freundin Sophie verschwindet, brechen die drei zu einem wahnwitzigen Roadtrip auf – im Gepäck Weinbergschnecke HP14, ein „Endling“, also die letzte ihrer Art. „Endling“ ist der 3. Roman von Jasmin Schreiber und eine Dystopie der besonderen Art. Wir befinden uns nämlich in einer durchaus möglichen nahen Zukunft, die von Pandemien, dem Artensterben und repressiven Maßnahmen gegen Frauen geprägt sind. Da Schreiber selbst Biologin ist, gelingt es ihr, ein glaubhaftes Szenario zu erschaffen, was mit der Natur passieren wird, wenn wir so weiterleben, wie bisher. Erzählen lässt sie dabei ihre Protagonistin Zoe in der Ich- und Vergangenheitsform; jedes Kapitel ist mit dem Namen einer Tierart überschreiben, die darin irgendeine Rolle spielt. Zoes familiäre Situation ist kompliziert. Ihr Vater verstarb während der vorletzten Pandemie, was jedes Familienmitglied auf eigene Art und Weise aus der Bahn warf. Als nun Zoe, Hanna und Auguste zu ihrer Reise aufbrechen, kommen all diese Erinnerungen und die damit verbundenen Ängste wieder ans Tageslicht. Die drei Frauen bewegen sich dabei durch eine neue Welt, in der große Teile der Natur und damit auch der Arten verlorengegangen sind. Doch in den dunklen Wäldern Schwedens entdecken sie einen Ort, an dem alles anders zu sein scheint. Jasmin Schreiber ist eine ungemein plausible Dystopie gelungen, die mich persönlich mehr gegruselt hat, als ein Horrorroman oder Thriller. Denn auch ohne Biologin oder Politikwissenschaftlerin zu sein, scheint alles beunruhigend möglich zu sein. Spaß machen dazwischen die von der Autorin eingebauten Easter Eggs zu Privatleben und Werken, denn wir treffen auch alte Bekannte wieder.
Eine dystopische Reise zwischen Familienchaos, Artensterben und Verlust
„Endling“ spielt im Jahr 2041 – einer Zukunft, die sich beunruhigend realistisch anfühlt. Die Natur ist aus dem Gleichgewicht geraten, viele Tier- und Pflanzenarten sind ausgestorben, und der Klimawandel hat die Welt massiv verändert. Doch nicht nur die Umwelt leidet: Frauen haben kein Recht mehr auf Abtreibung oder Verhütungsmittel, die Regierung kontrolliert die Grenzen streng, und Bedarfswaren sind knapp. Es fühlt sich an wie eine dystopische Zukunft, die gar nicht so weit entfernt scheint. Zoe, ihres Zeichens Entomologin kehrt nach langer Zeit in ihrem Elternhaus zurück. Ihr Vater ist während der Pandemie verstorben, ihre Mutter kämpft seitdem mit Alkoholproblemen und beschließt für 6 Wochen in eine Entzugskur zu gehen. Also liegt es an Zoe, sich um ihre deutlich jüngere Schwester Hanna zu kümmern. Gleichzeitig gibt es noch ihre eigenwillige Tante Auguste, die sich nach mehreren Verlusten komplett zurückgezogen hat. Auguste lebt mittlerweile fast isoliert in ihrer Wohnung, die mehr einem Kuriositätenkabinett gleicht, und hat nur noch eine einzige Begleiterin: eine Schnecke – nicht irgendeine, sondern ein „Endling“, das letzte Exemplar ihrer Art. Als Augustes einzige Brieffreundin plötzlich nicht mehr schreibt, macht ihr das schwer zu schaffen. Und als sie spurlos verschwindet, ist klar: Auguste kann das nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit Zoe begibt sie sich auf eine chaotische Reise, um ihre Freundin zu finden – natürlich nicht ohne ihre Schnecke. Dabei werden sie nicht nur mit der Suche nach der Verschwundenen konfrontiert, sondern auch mit ihrer eigenen Familiengeschichte, offenen Wunden und unerwarteten Begegnungen. Mein Leseeindruck „Endling“ ist mein drittes Buch von Jasmin Schreiber, und auch wenn ihre Romane für mich nie absolute Highlights sind, greife ich immer wieder zu ihren Büchern. Warum? Weil sie es schafft, unbequeme, relevante Themen in ihren Geschichten zu verarbeiten. Auch hier werden eine Menge wichtiger Aspekte miteinander verwoben: Feminismus, Umweltschutz, Artensterben, Alkoholmissbrauch, Verlust, Einsamkeit – und das ist noch nicht alles. Und genau da liegt für mich das Problem: Es war einfach zu viel. Die Themen an sich sind spannend und bedeutungsvoll, aber in der Masse wirkte es überladen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte manchmal nicht wusste, worauf sie sich fokussieren will. Dadurch fiel es mir auch schwer, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen – obwohl sie eigentlich gut gezeichnet sind. Ich konnte ihre Geschichten nachvollziehen, aber sie haben mich nicht so tief berührt, wie ich es mir gewünscht hätte. Überrascht haben mich einige erzählerische Stilmittel, die ich so nicht erwartet hatte. Auch hier war mein Eindruck zwiegespalten: Einerseits interessant, andererseits in Kombination mit der Fülle an Themen für mich einfach zu viel. Was mir gefallen hat Besonders spannend fand ich die Fakten über die vorm Aussterben bedrohten Tierarten die zu Beginn jedes Kapitels mit kleinen Illustrationen eingebaut wurden. Ich bin absolut kein Fan von den gezeigten Insekten, aber diese wissenschaftlichen Einblicke fand ich wirklich gelungen – vor allem, weil sie noch einmal die zentrale Bedeutung der Natur und des Artensterbens für die Geschichte unterstreichen. Fazit Ich habe „Endling“ mit 3,5 Sternen bewertet. Trotz meiner Kritikpunkte ist es eine lesenswerte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Vor allem der dystopische Blick auf unsere Umwelt hat mich erschreckt, weil er sich so real anfühlt. Vielleicht war es für mich persönlich nicht das stärkste Buch von Jasmin Schreiber, aber es hat definitiv seine Stärken – und wer sich für vielschichtige, gesellschaftskritische Romane interessiert, sollte ihm auf jeden Fall eine Chance geben.

Endling Mein 2. Roman der Autorin nach „Mauersegler“
Ein dystopischer Road- Berge-Wald Trip mit Zoe, ihres Zeichens Biologin und deren Teeangerschwester Hanna und der älteren Tante Auguste, die eine Bakterienphobie hat. Eine Familiengeschichte, die Geschichte um das Artenstreben, den Rechtsruck in Deutschland im Jahr 2041 und dessen Auswirkungen vor allem auf die Frauen und ein nordisch mystisches Ende mit einem Augenzwinkern. Für mich war es ein rundes Buch, das mich unterhalten hat aber auch jeden nachdenklich macht. Eine große Empfehlung. 💕
Wir schreiben das Jahr 2041, der Klimawandel und dad Artensterben ist weit voran geschritten, die Regierung hat Abtreibung und Vehütung verboten, eine Pandemie jagt die Nächste: Zoe ist Biologin, liebt die Natur und ihre Bewohner. Als ihre Mutter zur Reha fährt, fährt sie in die Heimat, um auf ihre 16-jährige Schwester und ihre schrullige Tanze Auguste aufzupassen, die das Haus seit Jahren nicht verlässt. Bevor sie in der Heimat ankommt ahnt sie noch nicht, was genau sie Zuhause erwartet und wie zerbrochen die einzelnen Familiemitglieder sind. Als dann auch noch die beste Freundin - und Frauenforscherin - ihrer Tante verschwindet, begibt Zoe sich mit einer Teenagerin und ihrer vor Keimen angst habenden Tante auf den Weg die verschwundene Frau zu finden. "Endling" ist irgendwo ein Roman zwische Realität und Fiktion, Zeitgeschehen und Sci-Fi, Warnung und Vorhersagung. Es steckt wahnsinnig viel Liebe zur Familie und zur Natur in diesem Buch, aber damit einhergehend auch die Angst diese zu verlieren und nicht mehr der Mensch zu sein, der man ist. Dazu ganz viel Gesellschaftskritik und noch so vieles mehr, was ich nicht in Worte fassen kann. Das Leben ist nicht perfekt und dieses Buch auch nicht, aber es ist sehr lesenswert und lässt trotz der Düsternis einen Hauch Hoffnung zurück. Long story short: Lies dieses Buch!
Irgendwie toll, aber unausgereift
Marianengraben ist eins meiner Lieblingsbücher und so holte ich auch dieses Buch von Jasmin Schreiber. Der Titel klingt toll, das Thema wichtig und aktuell und so landete es auf meinem SuB. Die Idee der Story und die Charaktere finde ich ganz wunderbar. Irgendwie haben ihre Bücher etwas Warmes an sich. Ich finde aber, dass zeitweise zu wenig geschah und am Ende zu viel und dafür zu schwammig. Ich denke, das Buch hätte noch mehr Seiten gebraucht, um die Story richtig auszufeilen.
📖 Nachdenken, aufrütteln und zweifeln lassen - all das schafft Schreiber mit ihrem neuen Roman "Endling". Ich liebe Schreibers besonderen Schreibstil, die Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit. Definitiv eine Empfehlung für diejenigen, die etwas outside-the-box lesen möchten.
• ENDLING • Ganz, ganz große Cover- und Buchgestaltungsliebe! Mit "Endling" gelingt Jasmin Schreiber eine Dystopie vom feinsten! I N H A L T: Artensterben. Abtreibungs- und Verhütungsverbote. Repressalien. Die Welt, in der sich die Frauen dieses Romans zurechtfinden müssen, ist eine andere im Jahr 2041. Zoe ist Biologin und forscht fern der Heimat an Käfern. Als ihre Mutter in Reha muss, kehrt sie nach Hause zurück, um sich um ihre Teenager-Schwester Hanna und ihre schrullige Tante Auguste zu kümmern, die seit Jahren das Haus nicht mehr verlässt. Doch dann verschwindet Augustes Freundin Sophie, und während sich die Ereignisse überschlagen, lauert in Schweden ein dunkler Wald auf sie. M E I N U N G: 2041: eine Weinbergschnecke, drei starke Frauen und ein Roadtrip ins Ungewisse! Schreiber gelingt mit "Endling" eine ungewöhnliche Dystopie, die von Artensterben, Pandemien und dem Zerbrechen eines engen Familienbandes erzählt. Zoe liebt die Natur und kann nicht aufhören über Käfer zu reden. Tante Auguste, wohlgemerkt mein Lieblingscharakter, ist eine durchgeknallte Forscherin mit deutlichen Hygienespleens. Eine Weinbergschnecke namens H14, ein Endling, lebt bei Tante Auguste und ist das letzte seiner Art. In 2041 sind nicht nur die Folgen des Artensterbens spürbar, sondern auch die Radikalisierung der Welt. Abtreibung steht unter Strafe, die Politik rückt deutlich nach rechts und die Menschen werden kontrolliert. Dystopien sind eigentlich gar nicht mein Ding, außer in diesem Fall. Die Handlung ist schnell erzählt und ich mag Schreibers einzigartigen humorvoll-ernsten Schreibstil so, so gerne. Bitterernste Szenen prallen auf humorvolle Situationen, die mir besonders zu Beginn des Romans gefallen haben. Das Ende war mir persönlich "zu einfach" und viel zu schnell. An einigen Stellen ist es holprig. Ich liebe das Design, die kleinen Illustrationen und die Kapitelnamen. 📖 Nachdenken, aufrütteln und zweifeln lassen - all das schafft Schreiber mit ihrem neuen Roman "Endling". Ich liebe Schreibers besonderen Schreibstil, die Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit. Definitiv eine Empfehlung für diejenigen, die etwas outside-the-box lesen möchten. | Anzeige |

Starker Anfang, schwächer am Ende. 2041, unsere Welt hat sich verändert und vieles scheint absolut nicht abwegig zu sein. Zoe ist Biologin, sie reist nach Hause, um sich während einer "Kur" der Mutter um ihre Schwester und ihre Tante zu kümmern. Es beginnt ein wildes Abenteuer, ein Roadtrip, ein Abenteuer in der Natur. Jeder nimmt sein Päckchen mit auf diese Reise. Das Buch hat mich absolut mitgenommen, mein Biologen Herz höher schlagen lassen und ich fand auch die Vorstellung wie die Erde 2041 sein kann absolut vorstellbar. Die Geschichte war lustig und spannend, aber leider hätte ich mir am Ende etwas anderes vorstellen können. Nichts desto trotz ein gelungener Roman, der Spaß gemacht hat. Ich habe ihn als Hörbuch gehört. Stimme und Lesung fand ich prima.
Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Aber ich mag die Autorin so gerne und ihren tragikkomischen Schreibstil und habe mich für mehr Sterne entschieden. Ich mochte auch die Handlung recht gern, fand die dystopischen Züge nur nicht immer so natürlich eingebunden und etwas gezwungen. Dennoch sehr lesenswert!
Ich musste nur die ersten Zeilen dieses Romans lesen und wusste sofort: Das hier wird wieder ein Highlight. Und was für eins. Die Geschichte wird von Seite zu Seite immer spannender. Und so ganz nebenbei lernt man noch so einiges über Wälder und ihre noch so kleinen Bewohner. Sogar die Kapitelüberschriften bestehen immer aus dem Namen eines Tieres, das dann zusätzlich auch noch in dem jeweiligen Kapitel vorkommt. Ein Buch über alle Lebewesen - ein Biologiebuch, getarnt als Roman. Nachdem ich vor ein paar Jahren Jasmins Roman “Marianengraben” gelesen habe, ist es für mich allerdings auch nicht verwunderlich, dass sie immer etwas von sich selbst in die Bücher einbringt. Wer den Klappentext kennt, weiß, dass in diesem Buch viele schwer verdauliche Themen angesprochen werden, die uns nur allzu bekannt vorkommen dürften Doch keineswegs wird hier alles düster und hoffnungslos erzählt. Zoe findet in den schwierigsten Situationen immer wieder einen Funken Humor. Ich hoffe nur, dass, wenn wir uns im Jahr 2041 befinden, es in Wirklichkeit nicht ganz so schlimm kommt.
[Rezensionsexemplar] "In Hanna war einfach etwas gestorben, sie war eine von außen hübsch anzusehende Urne, die den ganzen Tag verbrannte Asche in sich trug, und keiner von uns hatte es bemerkt." (S. 204) Jasmin Schreiber hat mit ihrem fesselnden Roman "Endling" ein Werk geschaffen, das eine vielschichtige Palette an Themen behandelt und den Leser unausweichlich in seinen Bann zieht und zählt somit auch zu meinen Highlights dieses Jahr. Geschickt verwebt sie dabei subtil biologisches Wissen in die Erzählung, ohne den Leser zu überfordern. Schreiber entwirft eine Zukunftsvision, die nicht nur durch ökologische Herausforderungen wie das Waldsterben geprägt ist, sondern auch gesellschaftlich düstere Schatten wirft. Eine Zukunft in der ich nicht leben will. Besonders für Frauen erscheint diese Zukunft gefährlich, als ob die Fortschritte, für die Frauen über Jahrzehnte gekämpft haben, in dieser Welt rückgängig gemacht wurden. Die Protagonistin Zoe, eine Biologin, kehrt zurück in ihr Elternhaus, um sich um ihre Mutter zu kümmern, die zur Rehabilitation muss. Dabei erkennt sie schnell, dass zwischen ihrer Teenager-Schwester Hanna und ihrer schrulligen, hypochondrischen Tante Agathe Spannungen herrschen, und schlimme Ereignisse aus der Vergangenheit nicht verarbeitet wurden, sondern sie sich durch verschiedene Arten ein Ventil gesucht haben. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten äußerst zugänglich und authentisch, sodass sie mir alle ans Herz gewachsen sind. Die Erzählung vereint geschickt Elemente eines Roadtrips, mystische Komponenten und steigert sich gegen Ende zu einer fesselnden Spannung, somit fliegt man förmlich durch das kurzweilige Buch. Fazit: Ein wunderbares Buch, welches mir großen Spaß beim Lesen bereitet hat, aber trotzdem auch stark über die Zukunft reflektieren lässt. Eine große Leseempfehlung für dieses Buch. Vielen Dank an @kirchnerkommunikation , @eichbornverlag und @jasminschreiber für das Rezensionsexemplar.

Nicht so meins
Schade. Bisher habe ich alle Bücher von Jasmin Schreiber geliebt, aber bei diesem tue ich mich ein bisschen schwer. Der Schreibstil ist wie immer toll, aber die Story und die Zukunft, die beschrieben wurde, haben mich nicht angesprochen. Vielleicht soll das Buch aufrütteln, aber mich hat es eher verschreckt und auch bedrückt
Frankfurt im Jahr 2041: Zoe ist Biologin und forscht in München an Käfern. Zu Hause bei ihrer Familie in Frankfurt war sie seit dem Tod ihres Vaters in der letzten Pandemie nicht mehr. Doch als ihre Mutter sich für eine Reha entscheidet, fährt Zoe für 6 Wochen zurück in ihr altes Leben, um sich um ihre 17-jährige Schwester Hanna und ihre Tante Auguste zu kümmern, die seit Jahren ihre Wohnung nicht mehr verlassen hat und auf schärfste Hygienemaßnahmen bei Besuchen besteht. Zoe fällt es zunächst schwer, sich dort zurecht zu finden - bis Augustes Freundin Sophie bei einer Forschungsreise verschwindet und Hanna, Auguste und Zoe zu einem abenteuerlichen Roadtrip nach Italien aufbrechen. Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Pandemien, Rechtsruck in der Gesellschaft - Jasmin Schreiber beschäftigt sich in ihrem neuen Roman "Endling" mit düsteren und sehr realitätsnahen Zukunftsszenarien, ohne dabei die Leichtigkeit ihrer Erzählweise zu verlieren. Mit Zoe, Hanna und Auguste erschafft sie drei unvergleichliche Protagonistinnen, die mir im Laufe des Romans sehr ans Herz gewachsen sind. Toll fand ich, dass ich beim Lesen viel über Insekten gelernt habe - diese thematischen Ausflüge, die vom beruflichen Hintergrund Schreibers herrühren - sie ist Biologin und forscht zu Kurzflügelkäfern - waren echt cool! Auch den Versuch der Autorin, aufzuzeigen, was alles schief läuft und worauf unsere Lebensrealität gerade zusteuert und dabei trotzdem nie belehrend zu werden, fand ich gelungen. Insgesamt habe ich "Endling" aber als etwas zu überladen empfunden, Jasmin Schreiber packt extrem viele Themen, die alle für sich total wichtig sind, in ihr Buch hinein, weshalb einige nicht mit der Tiefe behandelt werden, die sie benötigt hätten. Am Ende versandet mir der Roman auch zu sehr, die Story war letztlich arg vorhersehbar. Ich möchte Jasmin Schreibers Buch aber trotzdem empfehlen, weil ihr 1. Zoe, Hanna und Auguste kennenlernen, 2. euch mit den angesprochenen Themen auseinander setzen und 3. unbedingt die Optik und Haptik der wunderschönen (und nachhaltig hergestellten!) Büchergilde-Ausgabe genießen solltet!

es ist beängstigend, wie schnell so ein buch real werden könnte
ich mag jasmin schreiber und ihre art, tiefsinnige themen so zu verpacken, dass sie sich trotzdem erträglich anfühlen. und doch ist es in einer weise überwältigend, wie nah man sich an einem wendepunkt hin zu dieser bisherigen dystopie befinden und der ziemlich schnell zu unserer wahrheit werden kann. die vielschichtigkeit des buches ließ mich abtauchen in eine komplett andere welt, mit charakteren, für die ich so mitgefiebert habe, dass ich mich fast als teil von ihnen gefühlt habe. ich mochte es sehr und ich denke, dass manchmal der blick auf ein erschreckendes „was wäre, wenn…“-szenario, einigen menschen die augen öffnen und sie aus ihrer starre befreien kann.
Eine spannende Dystopie mit aktuell mehr denn je wichtigen Themen wie Klimakrise und Frauenrechte. Die Entwicklung der Charaktere über das Buch hinweg mochte ich sehr und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind wunderschön gezeichnet. Die Familiengeschichte hat mich an vielen Stellen überaus gerührt. Die Biologie Facts rund um Tier- und Pflanzenwelt werden stets toll in der Geschichte verpackt. Man kann Vieles erfahren ohne je das Gefühl zu haben, von Fachwissen erschlagen zu werden. Die Umsetzung der wirklich guten Ideen war nicht immer ideal. Phasenweise passiert gefühlt künstlich sehr viel auf einmal, vor allem bei den eher übernatürlichen Geschehnissen. Versteht mich nicht falsch - die mystischen Elemente samt den Sagen sind richtig cool, verleihen diesem Roman was Besonderes und waren für mich mitunter die spannendsten Passagen. Manchmal waren die Erklärungen aber etwas holprig und lückenhaft. Vielleicht hätte man manche Dinge dann doch noch offener lassen sollen statt Erklärungen herbeizuziehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. In Summe war ich wirklich gefesselt von der Geschichte und finde es ein sehr lesenswertes Buch! 🐌
Hörbuch empfehlenswert
Dystopien gehören grundsätzlich zu meinem Lieblingsgenre - verbunden mit feministischer Schwerpunktsetzung musste 'Endling' selbstredend sofort auf meine Wunschliste. Ich habe das Hörbuch gehört, welches sehr angenehm gesprochen wurde. Thematisch war es anfangs sehr viel Hinführung um in die Tiefe der Familiengeschichte, aber auch Entwicklung der Gesellschaft und Politik einzutauchen. Dabei blieb mir die Hauptfigur ein wenig zu vage. Als die Geschichte dann an Fahrt aufnahm, wurde es spannend und die Situation hat zum Denken angeregt. Doch mit Ende des Buches blieben so viele Fragen offen, Probleme angerissen, aber nicht nochmal angesprochen oder gar geklärt, das mich das Buch nicht auf 5 Sterne bringen konnte. Dennoch schafft es eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die mich mit einem "Ja, das könnte wirklich passieren" zurücklässt.
Jasmin Schreiber erzählt in Endling über eine Zukunft, in der durch den Klimawandel viele Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sind und das politische System einer partriarchalen Diktatur gleicht. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne und habe die Schwestern Zoe und Hannah sowie ihre Tante Auguste sehr interessiert begleitet. Zwischenzeitlich nahm die Handlung fast krimiähnliche Züge an. Jedoch konnte ich dann dem mythischen Teil nicht mehr wirklich folgen und das Ende ließ leider mehr Fragen als Antworten offen.
Fantasiereiche Dystopie
Endling beschreibt eine nahe Zukunft, in der durch den Klimawandel die meisten Insekten und viele Baumarten ausgestorben sind. Die Politik in Deutschland hat faschistische Züge und die Rechte - insbesondere der Frauen - sind stark eingeschränkt. Eine bunt gemischte Familie aus Frauen (meist Wissenschaftlerinnen) macht sich auf den Weg eine verfolgte Freundin zu retten und stößt dabei in entlegenen Ecken Europas auf mysteriöse Dörfer mit unerklärlichen Phänomenen. Das Buch "Endling" lässt sich - finde ich - sehr gut lesen. Es macht Spass und man erfährt Einiges über den Klimawandel und Insekten. Allerdings wirkt es auf mich manchmal wirr. Das politische System der Dystopie wird nicht richtig erklärt sondern nur oberflächlich angeschnitten, die biologischen Fakten dagegen sind extrem präzise und gegen Ende driftet das Buch vollends ins mysteriöse und esoterische ab, so dass mir am Ende mehr Fragen als Antworten blieben.
Eine feministische Dystopie
Eine Welt, in der Abtreibung und Verhütung verboten sind, seit acht Jahren keine Wahl mehr in Deutschland durchgeführt wurde und der Klimawandel bereits zum Aussterben zahlreicher Arten geführt hat… Hier findet sich die Biologin Zoe wieder, welche sich besonders für Schmetterlinge begeistert und an ihnen forscht. Doch die Sorge um das Artensterben rückt (fast) in den Hintergrund, als sie für einige Wochen auf ihre Teenager-Schwester und ihre Tante aufpassen muss. Denn nun werden die drei Frauen vor ganz andere Herausforderungen gestellt. Das dystopische Setting, die dezente Weltuntergangsstimmung aber auch der hoffnungsvolle Zusammenhalt der Frauen in diesem Buch hat mir besonders gut gefallen. Jasmin Schreiber hat eine wirklich ereignisreiche und rasante Abenteuergeschichte entwickelt, die aktuelle Themen aufgreift und trotzdem unterhält. Insbesondere das Rätsel um die Frauendörfer fand ich super spannend - stellt es doch eine interessante mögliche Zukunftsperspektive in den Vordergrund. Trotzdem konnte mich die sprachliche und inhaltliche Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Einerseits gab es mir zu viele Location-Wechsel ohne einen wirklichen Mehrwert für die Geschichte, andererseits wirkte die Protagonistin teilweise schon sehr neunmal klug auf mich, was ein bisschen genervt hat. Wären einige Ansätze stringenter verfolgt worden, hätte mir der Roman also noch besser gefallen können.
Der neue Roman „Endling“ von Jasmin Schreiber spielt im Jahr 2041, in einer Zeit, in der die Klimakrise und das Artensterben besonders präsent sind. Die Geschichte beginnt mit der Protagonistin Zoe, ihrer jüngeren Teenager-Schwester Hanna und der eigenwilligen Tante Auguste, die seit langem das Haus nicht mehr verlassen hat. Zoe, eine Biologin, ist bereits von Zuhause weggezogen, als ihre Mutter in die Reha muss und sie darum bittet, auf Hanna aufzupassen und ein Auge auf Auguste zu werfen. So kehrt Zoe vorübergehend zurück in die Heimat und verzweifelt an Hanna und Auguste, als plötzlich Augustes Freundin Sophie verschwindet und sich die drei auf die Suche nach ihr begeben. Kurz vorab: Ich bin ein großer Fan von Jasmin Schreiber. Ihr Humor, der locker-leichte Schreibstil und ihr Bezug zur Biologie sind äußerst erfrischend und genau nach meinem Geschmack. So bin ich mit der Erwartung an den Roman herangegangen, im Rahmen einer guten Geschichte biologische Prozesse und nette Tierchen in bildlicher, humorvoller Sprache vermittelt zu bekommen. Schreibtechnisch hat mich „Endling“ bzw. Jasmin Schreiber wieder einmal überzeugt. Auch der Humor kommt bestens zur Geltung, was ich bei Büchern sonst eher kritisch sehe. Also zwei dicke Pluspunkte - plus die 1a Haptik 🧡 Ebenfalls gut gefällt mir die Reise nach Italien. Es ist kein klassischer Roadtrip, wie man ihn schon hundertmal gelesen hat, sondern führt uns durch Wälder. Dafür bin ich immer zu haben 🙌🏻 Leider verliert mich die Handlung, als die Untergrundorganisation aus Frauen hinzukommt, die uns Lesenden sehr fremd bleibt, sowie die weitere Reise nach Schweden. Das Mystische und Übernatürliche, das die Frauengruppe umgibt, finde ich nicht besonders feministisch. Bis dahin hätte alles real sein können. Warum braucht es an dieser Stelle etwas Übernatürliches? Frauen sind auch so genial 🤷🏻♀️ Ich weiß, dass der ganze Roman (theoretisch) reine Fiktion ist, und trotzdem bleibe ich daran hängen. Schließlich wird mit einem Blurb geworben, der den Roman als „vielschichtig feministisch“ bezeichnet. Irgendwo ja und nein. Auch die biologischen Bezüge wirken auf mich zu gewollt, als müssten sie irgendwie untergebracht werden. Alles in allem habe ich „Endling“ gerne gelesen. Jasmin Schreiber ist und bleibt für mich eine sichere Bank für gute, unterhaltsame Literatur - und eigentlich auch für Biologie und Feminismus. Nur wirkte mir der Roman in diesem Fall leider zu konstruiert und wurde so nicht zu einem Highlight für mich. „Abschied von Hermine“ bleibt daher vorerst mein Lieblingsbuch von ihr, das ich allen nur wärmstens empfehlen kann. Vielen Dank an den Eichborn Verlag und Bloggerjury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

2041 hat auch seine positiven Seiten - zum Beispiel gibt es keine Spinnen mehr. Aber Spaß beiseite, anfangs war ich skeptisch gegenüber einem Buch über Insekten und Klimakatastrophen. Doch ich habe mich geirrt. Die Geschichte ist packend erzählt und gewinnt nach und nach an Fahrt. Die familiären Beziehungen und Konflikte werden immer deutlicher und brechen auf. Die Welt ist durch Klimakatastrophen und Pandemien aus den Fugen geraten: Zu heiße Sommer, Artensterben, eine faschistische Regierung in Deutschland – all das macht das Leben im Jahr 2041 nicht einfacher. Der Schreibstil ist witzig, humorvoll, tiefgründig und überraschend unterhaltsam. Besonders Zoe war mir mit all ihren Zweifeln und Ansprüchen an sich selbst sehr sympathisch. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, jeder hat seine Eigenheiten, und selbst Auguste mit ihren Macken wirkt nicht überzeichnet. Julia Nachtman als Sprecherin hat mich vollkommen überzeugt. Sie vermittelt die verschiedenen Gefühlsebenen ausgezeichnet und hat das Buch zu einem wahren Hörgenuss gemacht.
Spannende Themen ohne Tiefgang
Im Jahr 2041 ist die Welt eine andere: In Deutschland herrscht eine rechtsradikale Regierung und verbietet den Frauen Verhütung und Abtreibung. Immer neue Pandemien brechen aus und das Artensterben hat bereits einen Großteil von Flora und Fauna dezimiert. In dieser Situation brechen zwei Schwestern gemeinsam mit ihrer Tante auf, um eine Freundin zu suchen, die unter mysteriösen Umständen verschwunden ist... Dieser Plot klang vielversprechend und hat mein Interesse geweckt. Doch leider konnte die literarische Umsetzung mich nicht überzeugen. Die Ich-Erzählerin bedient sich einer flapsigen Sprache und bemüht sich, den Lesenden die Veränderungen der letzten Jahre zu erklären. Das Buch liest sich daher eher wie ein Jugendroman. Auch die Story fand ich streckenweise recht krude. Ständig bricht man zu einer Reise auf und bricht sie dann wieder ab. Das Ende der Geschichte fand ich persönlich gar nicht schlecht, aber es geht doch dann plötzlich alles ziemlich schnell und bleibt sehr oberflächlich. Da hätte ich doch gerne mehr erfahren. Insgesamt werden hier sehr viele wichtige Themen behandelt mit zu wenig Tiefgang. Mein erstes Buch von Jasmin Schreiber. Vielleicht bleibt es auch mein letztes. 🤔
Ich mag einfach Jasmin Schreibers Schreibstil! Die Geschichte, die sie hier erzählt, ist total interessant und spannend, spielt sie doch im Jahr 2041, und die Umstände, unter denen die Menschen, vor allem aber die Frauen leben, sind gelinde gesagt ziemlich scheiße. Das schlimme jedoch ist, dass Schreiber genau die Themen im Roman aufgreift, die jetzt im Jahr 2024 angestoßen werden, und die genau so kommen könnten, wenn wir nicht aufpassen. 'Endling' kann man also als deutliche Warnung verstehen, dies nicht zuzulassen.
Ich hatte große Erwartungen an das Hörbuch, die sich leider nicht erfüllt haben. Die interessante Idee für eine Dystopie zwischen Klima Endzeitstimmung und extremen Patriarchat. Leider verlor sich die Idee zu sehr während der Reise. Der Fokus lag für mich zu sehr auf der familiären Problematik, die keine Verbindung zur politischen Lage bekam. Dazu kam der Erzählton, der völlig unpassend für eine naturwissenschaftliche Doktorin Ende zwanzig war und auch nicht zur teils lebensbedrohlichen Situation passen wollte. Manchmal mochte ich die teils sehr naiven Kommentare nicht mehr hören. Die Erzählerin hat sich Mühe gegeben, doch es ist nur selten gelungen, die charakterlichen Eigenarten auch stimmlich zu verdeutlichen. Zeitweise war es sehr spannend, leider konnte dies nicht immer gehalten werden.

2024_#5 🐌
Das Buch beschreibt eine Dystopie, die leider nicht gänzlich unrealistisch erscheint. Dennoch gibt es auch immer wieder schöne Momente, die Hoffnung geben. Es gab mehr Spannung als ich erwartet hatte, ich habe sogar noch die ein oder andere Sache gelernt und insgesamt ließ sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Am Ende hätte ich persönlich mir noch eine etwas bessere Erklärung für manches gewünscht, aber ich kann auch mit diesem Ende gut leben ✨

Waren ihre ersten Romane wirklich so viel besser oder bin ich nur älter und auch anspruchsvoller geworden?
Nach "Marianengraben", welches ich so richtig gut fand, und "Der Mauersegler", welches ich auch noch gut fand, aber an ihren Erstling nicht heranreichte, kam Ende November '23 nun "Endling" (Klappentext im Kommentar). Es mutet ganz anders an, als ihre bisherigen Romane: es spielt im Jahr 2041, die Stimmung ist dystopisch und von Tod und Trauer im eigentlichen Sinne, ist zunächst nicht die Rede (doch selbstverständlich tauchen die Themen auch in diesem Buch wieder auf). Prinzipiell mochte ich die Story gern und Tante Auguste ist so herrlich skurril, dass man sie einfach mögen muss. Mit der Protagonistin Zoe ist das aber so eine Sache. Hier ist es mir partout nicht gelungen, Autorin von Romanfigur zu trennen; es gibt einfach zu viele Parallelen. Das hat mich ein wenig gestört, und ich habe mich auch gefragt, ob Jasmin Schreiber einfach nichts Neues eingefallen ist, das sie einer Figur andichten könnte. Ihr Mann und zwei ihrer Hunde haben auch noch einen Cameo, so viel dazu. Der Schreibstil ist recht flapsig, was ich nicht sonderlich mag, aber insofern passt, als dass die Story aus der Ich-Perspektive einer Mittdreißigerin erzählt wird, aber lassen wir das mal so durchgehen. (Rede ich etwa auch so?) Aber warum bitte reden alle Figuren gleich? Mir fehlte da die Differenzierung. Ein weiterer Punkt, der mich arg gestört hat, war das wirklich plakative Aufgreifen aktueller Debatten und ad absurdum-Führen als Zukunftsdystopie. Zum Beispiel mitten in einem Dialog: "Oh Mann, Schengen, gute, alte Zeit." "Lang ist's her." "Weißt du noch: EU?" So und ähnlich werden die ganzen großen Themen abgefrühstück, die uns aktuell beschäftigen: lapidar in kurzen dahergesagten Sätzen und ohne weiter darauf einzugehen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin versucht auf Krampf eine apokalyptische Atmosphäre zu erzeugen; auch durch das Einstreuen kurzer Hiobsbotschaften, die schocken sollen. Durch die saloppe Sprache und die Skurrilität dieses Roadtrips, geht das ganze Konzept für mich jedoch nicht auf. Nach dem Lesen bleibt für mich nun die Frage: Waren ihre ersten Romane wirklich so viel besser oder bin ich nur älter und auch anspruchsvoller geworden?

Mein erstes Buch von der Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes! In 'Endling' verfolgen wir Zoe, Hannah und Tante Auguste auf einem 'Rettungstrip', den ich aber gleichzeitig auch als Heilungstrip der Familie ansehe. Im Fokus steht die veränderte Natur durch den Klimawandel, aber auch Krankheiten, Sucht und Familienkrisen und deren Anfänge zur Bewältigung. Und trotz dieser Fülle an schwierigen Themen schafft es die Autorin, Humor mit einfließen zu lassen und es die Geschichte so zu verflechten, dass man nur so durch die Seiten fliegt! Es war wirklich erschreckend, daß Ausmaß des Klimawandels zu lesen, zumal die Autorin als 'echte' Biologin nochmal einen tieferen Einblick darin hat, wie es wirklich sein könnte. Somit hat sie eine sehr gut verstellbare nahe Realität geschaffen, die erschreckend und faszinierend zugleich ist. Aber auch anderweitige Probleme, die die Familie auf sämtliche Arten betreffen, werden aufgegriffen. Dabei fand ich die Familiendynamik sehr spannend zu beobachten und ich konnte mich gut in Zoe und ihre gefühlslage hineinversetzen. Dennoch hätte ich es toll gefunden, wenn man das ganze noch etwas mehr aufarbeitet, vor allem beim Thema Sucht. Was ich toll fand, waren die Exkurse bezüglich Pflanzen und Tieren, die hier ab und zu ausführlicher beschrieben werden. Und die Gestaltung durch die Kapitelanfänge mit den kleinen Skizzen von Tieren und deren Lateinischer Namen fand ich klasse! Durch tolle Side-kick-figuren kriegt das Buch noch den letzten Schliff, welches ich als total gelungen empfand und am liebsten weitere 'Roadtrips' mit dieser Truppe erleben würde💜 Alles in allem ein toller Roman mit schweren Thematiken, die aber durch den flüssigen Schreibstil und einer Prise Humor gut aufgefangen werden. Ein Buch, welches einem tolle Lesestunden beschert 🐌
"So fremd und gleichzeitig so vertraut kann man sich vermutlich nur in einer Familie fühlen"(S. 50) Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das gesellschaftliche Probleme aufzeigt und nebenbei Science-Fiction, naturwissenschaftliches Wissen und Familie in dieser Art und Weise vereint. Ich habe vorher allerdings auch noch kein anderes Buch von Jasmin Schreiber gelesen (das muss ich dringend nachholen). Die Handlung von "Endling" spielt im Jahr 2041. Es geht um Zoe, eine Entomologin, die nach langer Zeit wieder in ihr Kindheitszuhause zurückkehrt. Dort soll sie über die Sommerferien auf ihre 16-jährige Schwester und ihre Tante aufpassen, während ihre alkoholsüchtige Mutter in einer Entzugsklinik ist. Schon nach kurzer Zeit merkt Zoe, dass zu Hause alles außer Fugen geraten ist, während sie nicht da war. Ihre Schwester schießt sich scheinbar oft mit Alkohol und Drogen ab, und ihre Tante kommt seit Ewigkeiten nicht mehr aus ihrer Wohnung, weil sie Angst hat, sich mit einer Krankheit anzustecken und daran, wie Zoes und Hannahs Vater zu sterben. Auch in der restlichen Welt sieht es nicht besser aus: Abtreibungen werden verboten, die Vergewaltigung der eigenen Ehefrau ist wieder legal, Frauen werden immer mehr vom Arbeitsplatz gedrängt, und Arten sterben durch den Klimawandel aus. Ihre Tante Augustine macht sich nun auch noch Sorgen um ihre beste Freundin, die plötzlich komplett von der Bildfläche verschwunden ist. Da sie sich seit Wochen nicht mehr gemeldet hat, machen sich die drei Frauen trotz der Keimphobie von Augustine auf den Weg nach Italien, um Sophie zu suchen. Dadurch begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, auf dem alle ein bisschen mehr als Familie zusammenwachsen und über ihre Grenzen gehen. Ich mochte das Buch wirklich sehr, genauso wie das Cover. Der Schreibstil der Autorin ist genauso einzigartig wie ihre Geschichte, und besonders die Unterhaltungen im Buch haben mir gut gefallen. Die Autorin schafft es, durch die unterschiedlichen Arten, wie die Charaktere reden, nicht nur ihnen mehr Tiefe zu verleihen, sondern die Unterhaltungen auch irgendwie echter klingen zu lassen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass nicht jeder ein Fan von dieser Art des Schreibens ist. Ich fand die Geschichte unglaublich interessant, was für die Wissenshäppchen nur noch verstärkt wurde. Es geht erst nach den ersten ca. 100 Seiten los, sodass man genug Zeit hat, die Charaktere kennenzulernen. Von da an wird es auch echt spannend, und ich konnte das Buch fast gar nicht mehr weglegen. Es war schön zu sehen, wie sich die Charaktere entwickelt haben. Die Umsetzung der zukünftigen Welt fand ich auch irgendwie faszinieren. Die Autorin es auch immer wieder geschafft, die Atmosphäre irgendwie gemütlich und glücklich zu machen, obwohl über so viele schwere Themen geschrieben wurde. Fazit: Ich würde das Buch jedem empfehlen, der ein eindrucksvolles Science-Fiction-Buch sucht, in dem man über Insekten und andere Tiere lernt, das in relativ naher Zukunft spielt und Themen behandelt, die auch schon heute von Bedeutung sind. Ich finde dieses Buch wirklich gelungen und wünsche jedem, der sich dazu entscheiden sollte, dieses Buch zu lesen, viel Spaß dabei.
Merkmale
3 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Die Schneckenforscherin Auguste hat sich komplett zurückgezogen und lebt in einer Wohnung, die mehr und mehr einem Kuriositätenkabinett gleicht. Ihre einzige Begleiterin ist eine Schnecke - keine gewöhnliche, sondern ein Endling, also das letzte Exemplar ihrer Art.
Als Augustes einziger verbleibender menschlicher Kontakt zur Außenwelt, ihre Brieffreundin, plötzlich nicht mehr schreibt, kann Auguste vor Sorgen kaum noch ein Auge zutun. Erst das Auftauchen ihrer Teenager-Nichte reißt sie aus ihrer Lethargie.
Gemeinsam schmiedet das ungleiche Paar einen Plan und macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Brieffreundin. Natürlich nicht ohne Augustes wertvollste Habseligkeit - ihre Schnecke.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jasmin Schreiber, 1988 in Frankfurt/Main geboren, ist Biologin, Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin. Wenn sie nicht gerade Expeditionen zu Farn und Gliederfüßern macht, schreibt sie sich auf die Bestsellerliste und erzählt Geschichten aus Wissenschaft und Natur im Podcast Bugtales.fm. Bei Eichborn erschienen die Romane MARIANENGRABEN und DER MAUERSEGLER. Auf Instagram findet man sie unter @lavievagabonde, ihre Natur-Kolumne gibt es per Mail auf schreibersnaturarium.de.
Beiträge
Das war meine erste Erfahrung mit einer Dystopie. Und was soll ich sagen...es hat mir gefallen 😊 ! Das Buch spielt im Jahr 2041 und leider schildert die Autorin sehr realistisch, wie das Leben in Deutschland in dieser Zeit aussieht...Viele Entwicklungen deuten sich heutzutage schon an und es ist ein erschreckendes aber durchaus vorstellbares Bild , was sie entwirft. Ich mag ihren Schreibstil sehr und die Geschichte hat mir sehr gefallen. Es geht um zwischenmenschliche, aber auch wissenschaftliche sowie gesellschaftskritische Themen, die sehr gut in eine spannende Geschichte verwoben werden. Sie hat mich gefesselt und ich kann euch dieses Buch nur weiterempfehlen
Mal was anderes
Wir haben hier eine Dystopie, die im Jahr 2041 spielt. Die Autorin ist Biologin, es gibt viele Verbindungen zu Natur und Tieren, vor allem Insekten. Aktuelle Themen werden angesprochen: Umwelt, ausgestorbene Tiere und Pflanzen, Radikalisierung in der Politik usw. Es ist ein sehr feministisches Werk und eine sehr runde Geschichte.
Sehr gelungener, sympathischer und spannender Roman
Das Buch von Jasmin Schreiber ließ sich richtig angenehm lesen. Das Thema Artensterben fand ich spannend und gleichzeitig informativ umgesetzt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Figuren waren mir durchweg sympathisch, sodass ich sie gern begleitet habe und das Lesen wirklich Spaß gemacht hat. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass die doch etwas mysteriöse Situation noch ein Stück weiter aufgeklärt wird. Trotzdem bleibt es für mich ein schöner und besonderer Roman

Ich mag Jasmin Schreiber als Autorin und Mensch sehr und folge dem Instagram Account @lavievagabonde der Biologin auch schon eine ganze Weile mit Begeisterung. Marianengraben, ihr erster Roman, hat mich schon sehr berührt, aber Endling fand ich nochmal ganz besonders. Angesiedelt im Jahr 2041 ist der Roman eine Mischung aus Dystopie, Blair Witch Project und feministischem Roadtrip, auf jeden Fall ein sehr ungewöhnliches Setting mit interessanten Charakteren, angereichert natürlich mit vielen Details aus dem Bereich der Biologie.
It‘s always sunny in California.
2040er Jahre. Akademikerinnenhaushalt. Mehrgenerationenwohnen. Klimakrise. Die Biodiversität schrumpft. Die Regierung rechtsextremistisch. Eine feministische Rebellion formiert sich im Untergrund. Digital und analog. Aus einer Notsituation bricht eine kleine Gruppe aus Mensch und Tier zu einer Rettungsmission auf. Dabei erleben sie zusammen die Urgewalt der Natur. Tiefgreifend, spannend und mit einem großen Sinn für Humor. An diesem Buch hat mich besonders fasziniert, dass jede einzelne Person eine besondere Tiefe, einen Spleen und eine großartige Einzigartigkeit besitzt. Ein Roman, der beinahe ganz ohne Männerfiguren auskommt und sehr vielfältige Perspektiven auf das Leben miteinander vereint. It‘s always sunny in California.
Apokalypse mit Weinbergschnecke – zärtlich, wütend, sehr nah
Endling ist so ein Buch, das gleichzeitig weh tut und tröstet. Jasmin Schreiber lässt uns 2041 in eine Welt schauen, in der vieles schon passiert ist, wovor wir heute noch Angst haben: Artensterben, Klimakrise, rechte Regierungen, Einschränkungen von Rechten, die wir lange für sicher gehalten haben. Mittendrin: Zoe, ihre Schwester Hanna und die herrlich eigensinnige Tante Auguste – plus eine Weinbergschnecke namens Helix pomatia, der letzte ihrer Art, der „Endling“. Schön (und schmerzhaft) ist, wie Schreiber all das Große – Klima, Politik, Gewalt – ganz konsequent durch diese drei Frauen erzählt. Es geht um Angst, Wut, Loyalität in der Familie, um Überforderung und Schuldgefühle, aber auch um Lachen, kleinen Quatsch, Geschwisterliebe und dieses „Wir machen jetzt irgendwie weiter“, obwohl alles kippt. Die Kapitel, die jeweils nach Tierarten benannt sind, machen dabei immer wieder klar, worum es im Kern geht: um das Verschwinden von Leben – und um den Versuch, es doch noch zu schützen. Trotz der Düsternis ist Endling kein hoffnungsloser Roman. Es gibt Momente von Solidarität, geheime Orte, an denen etwas Neues ausprobiert wird, und diese ganz leisen, zärtlichen Szenen zwischen den Figuren, in denen man merkt: Menschlichkeit ist immer noch da. Schreiber schreibt wütend und zärtlich zugleich, mit Humor, der an den richtigen Stellen aufblitzt, und Sätzen, die hängen bleiben. Wenn man das Buch zuklappt, bleibt ein mulmiges Gefühl – aber auch das Bewusstsein: Genau jetzt entscheiden wir mit, ob „Endling“ nur eine Geschichte bleibt oder zur Beschreibung unserer Zukunft wird.
Dystopie mit feministischen Elementen
Zoe ist Biologin und lebt im Jahr 2041 in München. Weltweit gibt es infolge des Klimawandels und infolge rezidivierender Pandemien ein zunehmendes Artensterben. Die Gesellschaft hat sich zunehmend zu einem modernen Patriarchat entwickelt und Abtreibungen wurden grundsätzlich verboten. Als ihre Mutter zu einem Alkoholentzug fährt, kehrt Zoe in ihre Heimat Frankfurt zurück, um sich um ihre 16 Jährige Schwester Hanna und ihre leicht skurrile Tante Auguste zu kümmern. Das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Roadtrip durch Europa. Jasmins Schreibers Roman Endling ist ein toller Roman zum Schmökern, der aber manchmal sprachlich wenig anspruchsvoll erscheint. Dem Lesespass tut dies aber keinen Abbruch.
Ich musste mich erst an den saloppen Schreibstil gewöhnen, aber dann habe ich gut in die Geschichte reingefunden. Es werden viele wichtige Themen angesprochen und die Geschichte ist sehr originell. Allerdings hätte ich mir mehr Informationen über die Zeit gewünscht, in der der Roman spielt. Und auch wenn der etwas spirituelle Teil am Ende für mich nicht störend war, so ist mir gleichzeitig auch nicht ganz klar, was damit ausgesagt werden soll. Insgesamt eine spannende, gut zu lesende Geschichte, die noch mehr Potential zu bieten gehabt hätte.
ENDLING von JASMIN SCHREIBER Lübbe Audio / Julia Nachtmann / 10h 15m / ET 23.11.24 Quelle: spotify Inhaltswarnung: Alkohol, Pandemie, Angst, mentale Gesundheit, Verlust, Trauer plus Klappentext Wir lernen Zoe und ihre Familie kennen. Alkohol ist ein großes Thema, aber auch der Verlust einer geliebten Person. Es ist 2041 und bisher ist nicht nur eine Pandemie über das Land gerauscht. Menschen verändern sich. Die Tante von Zoe schließt sich quasi ein und ihre Mutter trinkt zu viel Wein am Abend. Ihre Schwester hängt mitten in der Pubertät... Als sich 3 Frauen in unterschiedlichen Altersstufen auf eine Reise aufmachen, entspinnt sich eine wunderschöne Geschichte, um Rücksichtnahme, Verständnis, Trauer, sein dürfen, eigene Grenzen setzen oder sprengen. Wie Julia die Geschichte liest ist einfach wunderbar. Es ist eine sehr schöne Geschichte. Feministisch, mächtig, respektvoll, freundlich. Nur das Ende hat mich dann etwas verloren. Das wurde mir zu wild, zu abstrakt. ☆☆☆☆ Eva
Eine Dystopie und ein Zukunftsszenario, dass mich mitgenommen hat.
Wir sind im Jahr 2041. Corona ist nur die erste Pandemie. Artenvielfalt sterben und die Angst, man könnte einfach sich anstecken, spürt man hier vor allem in einer Charaktere. Zoe ist Biologin und erforscht unter anderem Insekten und alle kleine Lebewesen. Sie besucht ihre Mum, ihre Schwester und ihre Tante. Ist dann mittendrin in ihrer Welt. In den Problemen und dann kommt noch ganz großes Abenteuer. Toller Schreibstil und sehr gut ausgearbeite Charakteren. Und der Titel passt einfach auf das Buch.
2041. Zoe ist Biologin und vor einigen Jahren nach München gezogen, wo sie Käfer erforscht. Doch dann erreicht sie ein Anruf ihrer Mutter, die ihr mitteilt, dass sie in „Reha“ muss und jemand sich um Zoes Teenager-Schwester Hanna und ihre Tante Auguste kümmern muss. So reist Zoe in die Heimat, wohl wissend, dass die „Reha“ ihrer Mutter ein Alkoholentzug ist und Tante Auguste schon lange nicht mehr das Haus verlässt. Als jedoch deren Freundin Sophie verschwindet, brechen die drei zu einem wahnwitzigen Roadtrip auf – im Gepäck Weinbergschnecke HP14, ein „Endling“, also die letzte ihrer Art. „Endling“ ist der 3. Roman von Jasmin Schreiber und eine Dystopie der besonderen Art. Wir befinden uns nämlich in einer durchaus möglichen nahen Zukunft, die von Pandemien, dem Artensterben und repressiven Maßnahmen gegen Frauen geprägt sind. Da Schreiber selbst Biologin ist, gelingt es ihr, ein glaubhaftes Szenario zu erschaffen, was mit der Natur passieren wird, wenn wir so weiterleben, wie bisher. Erzählen lässt sie dabei ihre Protagonistin Zoe in der Ich- und Vergangenheitsform; jedes Kapitel ist mit dem Namen einer Tierart überschreiben, die darin irgendeine Rolle spielt. Zoes familiäre Situation ist kompliziert. Ihr Vater verstarb während der vorletzten Pandemie, was jedes Familienmitglied auf eigene Art und Weise aus der Bahn warf. Als nun Zoe, Hanna und Auguste zu ihrer Reise aufbrechen, kommen all diese Erinnerungen und die damit verbundenen Ängste wieder ans Tageslicht. Die drei Frauen bewegen sich dabei durch eine neue Welt, in der große Teile der Natur und damit auch der Arten verlorengegangen sind. Doch in den dunklen Wäldern Schwedens entdecken sie einen Ort, an dem alles anders zu sein scheint. Jasmin Schreiber ist eine ungemein plausible Dystopie gelungen, die mich persönlich mehr gegruselt hat, als ein Horrorroman oder Thriller. Denn auch ohne Biologin oder Politikwissenschaftlerin zu sein, scheint alles beunruhigend möglich zu sein. Spaß machen dazwischen die von der Autorin eingebauten Easter Eggs zu Privatleben und Werken, denn wir treffen auch alte Bekannte wieder.
Eine dystopische Reise zwischen Familienchaos, Artensterben und Verlust
„Endling“ spielt im Jahr 2041 – einer Zukunft, die sich beunruhigend realistisch anfühlt. Die Natur ist aus dem Gleichgewicht geraten, viele Tier- und Pflanzenarten sind ausgestorben, und der Klimawandel hat die Welt massiv verändert. Doch nicht nur die Umwelt leidet: Frauen haben kein Recht mehr auf Abtreibung oder Verhütungsmittel, die Regierung kontrolliert die Grenzen streng, und Bedarfswaren sind knapp. Es fühlt sich an wie eine dystopische Zukunft, die gar nicht so weit entfernt scheint. Zoe, ihres Zeichens Entomologin kehrt nach langer Zeit in ihrem Elternhaus zurück. Ihr Vater ist während der Pandemie verstorben, ihre Mutter kämpft seitdem mit Alkoholproblemen und beschließt für 6 Wochen in eine Entzugskur zu gehen. Also liegt es an Zoe, sich um ihre deutlich jüngere Schwester Hanna zu kümmern. Gleichzeitig gibt es noch ihre eigenwillige Tante Auguste, die sich nach mehreren Verlusten komplett zurückgezogen hat. Auguste lebt mittlerweile fast isoliert in ihrer Wohnung, die mehr einem Kuriositätenkabinett gleicht, und hat nur noch eine einzige Begleiterin: eine Schnecke – nicht irgendeine, sondern ein „Endling“, das letzte Exemplar ihrer Art. Als Augustes einzige Brieffreundin plötzlich nicht mehr schreibt, macht ihr das schwer zu schaffen. Und als sie spurlos verschwindet, ist klar: Auguste kann das nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit Zoe begibt sie sich auf eine chaotische Reise, um ihre Freundin zu finden – natürlich nicht ohne ihre Schnecke. Dabei werden sie nicht nur mit der Suche nach der Verschwundenen konfrontiert, sondern auch mit ihrer eigenen Familiengeschichte, offenen Wunden und unerwarteten Begegnungen. Mein Leseeindruck „Endling“ ist mein drittes Buch von Jasmin Schreiber, und auch wenn ihre Romane für mich nie absolute Highlights sind, greife ich immer wieder zu ihren Büchern. Warum? Weil sie es schafft, unbequeme, relevante Themen in ihren Geschichten zu verarbeiten. Auch hier werden eine Menge wichtiger Aspekte miteinander verwoben: Feminismus, Umweltschutz, Artensterben, Alkoholmissbrauch, Verlust, Einsamkeit – und das ist noch nicht alles. Und genau da liegt für mich das Problem: Es war einfach zu viel. Die Themen an sich sind spannend und bedeutungsvoll, aber in der Masse wirkte es überladen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte manchmal nicht wusste, worauf sie sich fokussieren will. Dadurch fiel es mir auch schwer, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen – obwohl sie eigentlich gut gezeichnet sind. Ich konnte ihre Geschichten nachvollziehen, aber sie haben mich nicht so tief berührt, wie ich es mir gewünscht hätte. Überrascht haben mich einige erzählerische Stilmittel, die ich so nicht erwartet hatte. Auch hier war mein Eindruck zwiegespalten: Einerseits interessant, andererseits in Kombination mit der Fülle an Themen für mich einfach zu viel. Was mir gefallen hat Besonders spannend fand ich die Fakten über die vorm Aussterben bedrohten Tierarten die zu Beginn jedes Kapitels mit kleinen Illustrationen eingebaut wurden. Ich bin absolut kein Fan von den gezeigten Insekten, aber diese wissenschaftlichen Einblicke fand ich wirklich gelungen – vor allem, weil sie noch einmal die zentrale Bedeutung der Natur und des Artensterbens für die Geschichte unterstreichen. Fazit Ich habe „Endling“ mit 3,5 Sternen bewertet. Trotz meiner Kritikpunkte ist es eine lesenswerte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Vor allem der dystopische Blick auf unsere Umwelt hat mich erschreckt, weil er sich so real anfühlt. Vielleicht war es für mich persönlich nicht das stärkste Buch von Jasmin Schreiber, aber es hat definitiv seine Stärken – und wer sich für vielschichtige, gesellschaftskritische Romane interessiert, sollte ihm auf jeden Fall eine Chance geben.

Endling Mein 2. Roman der Autorin nach „Mauersegler“
Ein dystopischer Road- Berge-Wald Trip mit Zoe, ihres Zeichens Biologin und deren Teeangerschwester Hanna und der älteren Tante Auguste, die eine Bakterienphobie hat. Eine Familiengeschichte, die Geschichte um das Artenstreben, den Rechtsruck in Deutschland im Jahr 2041 und dessen Auswirkungen vor allem auf die Frauen und ein nordisch mystisches Ende mit einem Augenzwinkern. Für mich war es ein rundes Buch, das mich unterhalten hat aber auch jeden nachdenklich macht. Eine große Empfehlung. 💕
Wir schreiben das Jahr 2041, der Klimawandel und dad Artensterben ist weit voran geschritten, die Regierung hat Abtreibung und Vehütung verboten, eine Pandemie jagt die Nächste: Zoe ist Biologin, liebt die Natur und ihre Bewohner. Als ihre Mutter zur Reha fährt, fährt sie in die Heimat, um auf ihre 16-jährige Schwester und ihre schrullige Tanze Auguste aufzupassen, die das Haus seit Jahren nicht verlässt. Bevor sie in der Heimat ankommt ahnt sie noch nicht, was genau sie Zuhause erwartet und wie zerbrochen die einzelnen Familiemitglieder sind. Als dann auch noch die beste Freundin - und Frauenforscherin - ihrer Tante verschwindet, begibt Zoe sich mit einer Teenagerin und ihrer vor Keimen angst habenden Tante auf den Weg die verschwundene Frau zu finden. "Endling" ist irgendwo ein Roman zwische Realität und Fiktion, Zeitgeschehen und Sci-Fi, Warnung und Vorhersagung. Es steckt wahnsinnig viel Liebe zur Familie und zur Natur in diesem Buch, aber damit einhergehend auch die Angst diese zu verlieren und nicht mehr der Mensch zu sein, der man ist. Dazu ganz viel Gesellschaftskritik und noch so vieles mehr, was ich nicht in Worte fassen kann. Das Leben ist nicht perfekt und dieses Buch auch nicht, aber es ist sehr lesenswert und lässt trotz der Düsternis einen Hauch Hoffnung zurück. Long story short: Lies dieses Buch!
Irgendwie toll, aber unausgereift
Marianengraben ist eins meiner Lieblingsbücher und so holte ich auch dieses Buch von Jasmin Schreiber. Der Titel klingt toll, das Thema wichtig und aktuell und so landete es auf meinem SuB. Die Idee der Story und die Charaktere finde ich ganz wunderbar. Irgendwie haben ihre Bücher etwas Warmes an sich. Ich finde aber, dass zeitweise zu wenig geschah und am Ende zu viel und dafür zu schwammig. Ich denke, das Buch hätte noch mehr Seiten gebraucht, um die Story richtig auszufeilen.
📖 Nachdenken, aufrütteln und zweifeln lassen - all das schafft Schreiber mit ihrem neuen Roman "Endling". Ich liebe Schreibers besonderen Schreibstil, die Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit. Definitiv eine Empfehlung für diejenigen, die etwas outside-the-box lesen möchten.
• ENDLING • Ganz, ganz große Cover- und Buchgestaltungsliebe! Mit "Endling" gelingt Jasmin Schreiber eine Dystopie vom feinsten! I N H A L T: Artensterben. Abtreibungs- und Verhütungsverbote. Repressalien. Die Welt, in der sich die Frauen dieses Romans zurechtfinden müssen, ist eine andere im Jahr 2041. Zoe ist Biologin und forscht fern der Heimat an Käfern. Als ihre Mutter in Reha muss, kehrt sie nach Hause zurück, um sich um ihre Teenager-Schwester Hanna und ihre schrullige Tante Auguste zu kümmern, die seit Jahren das Haus nicht mehr verlässt. Doch dann verschwindet Augustes Freundin Sophie, und während sich die Ereignisse überschlagen, lauert in Schweden ein dunkler Wald auf sie. M E I N U N G: 2041: eine Weinbergschnecke, drei starke Frauen und ein Roadtrip ins Ungewisse! Schreiber gelingt mit "Endling" eine ungewöhnliche Dystopie, die von Artensterben, Pandemien und dem Zerbrechen eines engen Familienbandes erzählt. Zoe liebt die Natur und kann nicht aufhören über Käfer zu reden. Tante Auguste, wohlgemerkt mein Lieblingscharakter, ist eine durchgeknallte Forscherin mit deutlichen Hygienespleens. Eine Weinbergschnecke namens H14, ein Endling, lebt bei Tante Auguste und ist das letzte seiner Art. In 2041 sind nicht nur die Folgen des Artensterbens spürbar, sondern auch die Radikalisierung der Welt. Abtreibung steht unter Strafe, die Politik rückt deutlich nach rechts und die Menschen werden kontrolliert. Dystopien sind eigentlich gar nicht mein Ding, außer in diesem Fall. Die Handlung ist schnell erzählt und ich mag Schreibers einzigartigen humorvoll-ernsten Schreibstil so, so gerne. Bitterernste Szenen prallen auf humorvolle Situationen, die mir besonders zu Beginn des Romans gefallen haben. Das Ende war mir persönlich "zu einfach" und viel zu schnell. An einigen Stellen ist es holprig. Ich liebe das Design, die kleinen Illustrationen und die Kapitelnamen. 📖 Nachdenken, aufrütteln und zweifeln lassen - all das schafft Schreiber mit ihrem neuen Roman "Endling". Ich liebe Schreibers besonderen Schreibstil, die Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit. Definitiv eine Empfehlung für diejenigen, die etwas outside-the-box lesen möchten. | Anzeige |

Starker Anfang, schwächer am Ende. 2041, unsere Welt hat sich verändert und vieles scheint absolut nicht abwegig zu sein. Zoe ist Biologin, sie reist nach Hause, um sich während einer "Kur" der Mutter um ihre Schwester und ihre Tante zu kümmern. Es beginnt ein wildes Abenteuer, ein Roadtrip, ein Abenteuer in der Natur. Jeder nimmt sein Päckchen mit auf diese Reise. Das Buch hat mich absolut mitgenommen, mein Biologen Herz höher schlagen lassen und ich fand auch die Vorstellung wie die Erde 2041 sein kann absolut vorstellbar. Die Geschichte war lustig und spannend, aber leider hätte ich mir am Ende etwas anderes vorstellen können. Nichts desto trotz ein gelungener Roman, der Spaß gemacht hat. Ich habe ihn als Hörbuch gehört. Stimme und Lesung fand ich prima.
Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Aber ich mag die Autorin so gerne und ihren tragikkomischen Schreibstil und habe mich für mehr Sterne entschieden. Ich mochte auch die Handlung recht gern, fand die dystopischen Züge nur nicht immer so natürlich eingebunden und etwas gezwungen. Dennoch sehr lesenswert!
Ich musste nur die ersten Zeilen dieses Romans lesen und wusste sofort: Das hier wird wieder ein Highlight. Und was für eins. Die Geschichte wird von Seite zu Seite immer spannender. Und so ganz nebenbei lernt man noch so einiges über Wälder und ihre noch so kleinen Bewohner. Sogar die Kapitelüberschriften bestehen immer aus dem Namen eines Tieres, das dann zusätzlich auch noch in dem jeweiligen Kapitel vorkommt. Ein Buch über alle Lebewesen - ein Biologiebuch, getarnt als Roman. Nachdem ich vor ein paar Jahren Jasmins Roman “Marianengraben” gelesen habe, ist es für mich allerdings auch nicht verwunderlich, dass sie immer etwas von sich selbst in die Bücher einbringt. Wer den Klappentext kennt, weiß, dass in diesem Buch viele schwer verdauliche Themen angesprochen werden, die uns nur allzu bekannt vorkommen dürften Doch keineswegs wird hier alles düster und hoffnungslos erzählt. Zoe findet in den schwierigsten Situationen immer wieder einen Funken Humor. Ich hoffe nur, dass, wenn wir uns im Jahr 2041 befinden, es in Wirklichkeit nicht ganz so schlimm kommt.
[Rezensionsexemplar] "In Hanna war einfach etwas gestorben, sie war eine von außen hübsch anzusehende Urne, die den ganzen Tag verbrannte Asche in sich trug, und keiner von uns hatte es bemerkt." (S. 204) Jasmin Schreiber hat mit ihrem fesselnden Roman "Endling" ein Werk geschaffen, das eine vielschichtige Palette an Themen behandelt und den Leser unausweichlich in seinen Bann zieht und zählt somit auch zu meinen Highlights dieses Jahr. Geschickt verwebt sie dabei subtil biologisches Wissen in die Erzählung, ohne den Leser zu überfordern. Schreiber entwirft eine Zukunftsvision, die nicht nur durch ökologische Herausforderungen wie das Waldsterben geprägt ist, sondern auch gesellschaftlich düstere Schatten wirft. Eine Zukunft in der ich nicht leben will. Besonders für Frauen erscheint diese Zukunft gefährlich, als ob die Fortschritte, für die Frauen über Jahrzehnte gekämpft haben, in dieser Welt rückgängig gemacht wurden. Die Protagonistin Zoe, eine Biologin, kehrt zurück in ihr Elternhaus, um sich um ihre Mutter zu kümmern, die zur Rehabilitation muss. Dabei erkennt sie schnell, dass zwischen ihrer Teenager-Schwester Hanna und ihrer schrulligen, hypochondrischen Tante Agathe Spannungen herrschen, und schlimme Ereignisse aus der Vergangenheit nicht verarbeitet wurden, sondern sie sich durch verschiedene Arten ein Ventil gesucht haben. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten äußerst zugänglich und authentisch, sodass sie mir alle ans Herz gewachsen sind. Die Erzählung vereint geschickt Elemente eines Roadtrips, mystische Komponenten und steigert sich gegen Ende zu einer fesselnden Spannung, somit fliegt man förmlich durch das kurzweilige Buch. Fazit: Ein wunderbares Buch, welches mir großen Spaß beim Lesen bereitet hat, aber trotzdem auch stark über die Zukunft reflektieren lässt. Eine große Leseempfehlung für dieses Buch. Vielen Dank an @kirchnerkommunikation , @eichbornverlag und @jasminschreiber für das Rezensionsexemplar.

Nicht so meins
Schade. Bisher habe ich alle Bücher von Jasmin Schreiber geliebt, aber bei diesem tue ich mich ein bisschen schwer. Der Schreibstil ist wie immer toll, aber die Story und die Zukunft, die beschrieben wurde, haben mich nicht angesprochen. Vielleicht soll das Buch aufrütteln, aber mich hat es eher verschreckt und auch bedrückt
Frankfurt im Jahr 2041: Zoe ist Biologin und forscht in München an Käfern. Zu Hause bei ihrer Familie in Frankfurt war sie seit dem Tod ihres Vaters in der letzten Pandemie nicht mehr. Doch als ihre Mutter sich für eine Reha entscheidet, fährt Zoe für 6 Wochen zurück in ihr altes Leben, um sich um ihre 17-jährige Schwester Hanna und ihre Tante Auguste zu kümmern, die seit Jahren ihre Wohnung nicht mehr verlassen hat und auf schärfste Hygienemaßnahmen bei Besuchen besteht. Zoe fällt es zunächst schwer, sich dort zurecht zu finden - bis Augustes Freundin Sophie bei einer Forschungsreise verschwindet und Hanna, Auguste und Zoe zu einem abenteuerlichen Roadtrip nach Italien aufbrechen. Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Pandemien, Rechtsruck in der Gesellschaft - Jasmin Schreiber beschäftigt sich in ihrem neuen Roman "Endling" mit düsteren und sehr realitätsnahen Zukunftsszenarien, ohne dabei die Leichtigkeit ihrer Erzählweise zu verlieren. Mit Zoe, Hanna und Auguste erschafft sie drei unvergleichliche Protagonistinnen, die mir im Laufe des Romans sehr ans Herz gewachsen sind. Toll fand ich, dass ich beim Lesen viel über Insekten gelernt habe - diese thematischen Ausflüge, die vom beruflichen Hintergrund Schreibers herrühren - sie ist Biologin und forscht zu Kurzflügelkäfern - waren echt cool! Auch den Versuch der Autorin, aufzuzeigen, was alles schief läuft und worauf unsere Lebensrealität gerade zusteuert und dabei trotzdem nie belehrend zu werden, fand ich gelungen. Insgesamt habe ich "Endling" aber als etwas zu überladen empfunden, Jasmin Schreiber packt extrem viele Themen, die alle für sich total wichtig sind, in ihr Buch hinein, weshalb einige nicht mit der Tiefe behandelt werden, die sie benötigt hätten. Am Ende versandet mir der Roman auch zu sehr, die Story war letztlich arg vorhersehbar. Ich möchte Jasmin Schreibers Buch aber trotzdem empfehlen, weil ihr 1. Zoe, Hanna und Auguste kennenlernen, 2. euch mit den angesprochenen Themen auseinander setzen und 3. unbedingt die Optik und Haptik der wunderschönen (und nachhaltig hergestellten!) Büchergilde-Ausgabe genießen solltet!

es ist beängstigend, wie schnell so ein buch real werden könnte
ich mag jasmin schreiber und ihre art, tiefsinnige themen so zu verpacken, dass sie sich trotzdem erträglich anfühlen. und doch ist es in einer weise überwältigend, wie nah man sich an einem wendepunkt hin zu dieser bisherigen dystopie befinden und der ziemlich schnell zu unserer wahrheit werden kann. die vielschichtigkeit des buches ließ mich abtauchen in eine komplett andere welt, mit charakteren, für die ich so mitgefiebert habe, dass ich mich fast als teil von ihnen gefühlt habe. ich mochte es sehr und ich denke, dass manchmal der blick auf ein erschreckendes „was wäre, wenn…“-szenario, einigen menschen die augen öffnen und sie aus ihrer starre befreien kann.
Eine spannende Dystopie mit aktuell mehr denn je wichtigen Themen wie Klimakrise und Frauenrechte. Die Entwicklung der Charaktere über das Buch hinweg mochte ich sehr und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind wunderschön gezeichnet. Die Familiengeschichte hat mich an vielen Stellen überaus gerührt. Die Biologie Facts rund um Tier- und Pflanzenwelt werden stets toll in der Geschichte verpackt. Man kann Vieles erfahren ohne je das Gefühl zu haben, von Fachwissen erschlagen zu werden. Die Umsetzung der wirklich guten Ideen war nicht immer ideal. Phasenweise passiert gefühlt künstlich sehr viel auf einmal, vor allem bei den eher übernatürlichen Geschehnissen. Versteht mich nicht falsch - die mystischen Elemente samt den Sagen sind richtig cool, verleihen diesem Roman was Besonderes und waren für mich mitunter die spannendsten Passagen. Manchmal waren die Erklärungen aber etwas holprig und lückenhaft. Vielleicht hätte man manche Dinge dann doch noch offener lassen sollen statt Erklärungen herbeizuziehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. In Summe war ich wirklich gefesselt von der Geschichte und finde es ein sehr lesenswertes Buch! 🐌
Hörbuch empfehlenswert
Dystopien gehören grundsätzlich zu meinem Lieblingsgenre - verbunden mit feministischer Schwerpunktsetzung musste 'Endling' selbstredend sofort auf meine Wunschliste. Ich habe das Hörbuch gehört, welches sehr angenehm gesprochen wurde. Thematisch war es anfangs sehr viel Hinführung um in die Tiefe der Familiengeschichte, aber auch Entwicklung der Gesellschaft und Politik einzutauchen. Dabei blieb mir die Hauptfigur ein wenig zu vage. Als die Geschichte dann an Fahrt aufnahm, wurde es spannend und die Situation hat zum Denken angeregt. Doch mit Ende des Buches blieben so viele Fragen offen, Probleme angerissen, aber nicht nochmal angesprochen oder gar geklärt, das mich das Buch nicht auf 5 Sterne bringen konnte. Dennoch schafft es eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die mich mit einem "Ja, das könnte wirklich passieren" zurücklässt.
Jasmin Schreiber erzählt in Endling über eine Zukunft, in der durch den Klimawandel viele Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sind und das politische System einer partriarchalen Diktatur gleicht. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne und habe die Schwestern Zoe und Hannah sowie ihre Tante Auguste sehr interessiert begleitet. Zwischenzeitlich nahm die Handlung fast krimiähnliche Züge an. Jedoch konnte ich dann dem mythischen Teil nicht mehr wirklich folgen und das Ende ließ leider mehr Fragen als Antworten offen.
Fantasiereiche Dystopie
Endling beschreibt eine nahe Zukunft, in der durch den Klimawandel die meisten Insekten und viele Baumarten ausgestorben sind. Die Politik in Deutschland hat faschistische Züge und die Rechte - insbesondere der Frauen - sind stark eingeschränkt. Eine bunt gemischte Familie aus Frauen (meist Wissenschaftlerinnen) macht sich auf den Weg eine verfolgte Freundin zu retten und stößt dabei in entlegenen Ecken Europas auf mysteriöse Dörfer mit unerklärlichen Phänomenen. Das Buch "Endling" lässt sich - finde ich - sehr gut lesen. Es macht Spass und man erfährt Einiges über den Klimawandel und Insekten. Allerdings wirkt es auf mich manchmal wirr. Das politische System der Dystopie wird nicht richtig erklärt sondern nur oberflächlich angeschnitten, die biologischen Fakten dagegen sind extrem präzise und gegen Ende driftet das Buch vollends ins mysteriöse und esoterische ab, so dass mir am Ende mehr Fragen als Antworten blieben.
Eine feministische Dystopie
Eine Welt, in der Abtreibung und Verhütung verboten sind, seit acht Jahren keine Wahl mehr in Deutschland durchgeführt wurde und der Klimawandel bereits zum Aussterben zahlreicher Arten geführt hat… Hier findet sich die Biologin Zoe wieder, welche sich besonders für Schmetterlinge begeistert und an ihnen forscht. Doch die Sorge um das Artensterben rückt (fast) in den Hintergrund, als sie für einige Wochen auf ihre Teenager-Schwester und ihre Tante aufpassen muss. Denn nun werden die drei Frauen vor ganz andere Herausforderungen gestellt. Das dystopische Setting, die dezente Weltuntergangsstimmung aber auch der hoffnungsvolle Zusammenhalt der Frauen in diesem Buch hat mir besonders gut gefallen. Jasmin Schreiber hat eine wirklich ereignisreiche und rasante Abenteuergeschichte entwickelt, die aktuelle Themen aufgreift und trotzdem unterhält. Insbesondere das Rätsel um die Frauendörfer fand ich super spannend - stellt es doch eine interessante mögliche Zukunftsperspektive in den Vordergrund. Trotzdem konnte mich die sprachliche und inhaltliche Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Einerseits gab es mir zu viele Location-Wechsel ohne einen wirklichen Mehrwert für die Geschichte, andererseits wirkte die Protagonistin teilweise schon sehr neunmal klug auf mich, was ein bisschen genervt hat. Wären einige Ansätze stringenter verfolgt worden, hätte mir der Roman also noch besser gefallen können.
Der neue Roman „Endling“ von Jasmin Schreiber spielt im Jahr 2041, in einer Zeit, in der die Klimakrise und das Artensterben besonders präsent sind. Die Geschichte beginnt mit der Protagonistin Zoe, ihrer jüngeren Teenager-Schwester Hanna und der eigenwilligen Tante Auguste, die seit langem das Haus nicht mehr verlassen hat. Zoe, eine Biologin, ist bereits von Zuhause weggezogen, als ihre Mutter in die Reha muss und sie darum bittet, auf Hanna aufzupassen und ein Auge auf Auguste zu werfen. So kehrt Zoe vorübergehend zurück in die Heimat und verzweifelt an Hanna und Auguste, als plötzlich Augustes Freundin Sophie verschwindet und sich die drei auf die Suche nach ihr begeben. Kurz vorab: Ich bin ein großer Fan von Jasmin Schreiber. Ihr Humor, der locker-leichte Schreibstil und ihr Bezug zur Biologie sind äußerst erfrischend und genau nach meinem Geschmack. So bin ich mit der Erwartung an den Roman herangegangen, im Rahmen einer guten Geschichte biologische Prozesse und nette Tierchen in bildlicher, humorvoller Sprache vermittelt zu bekommen. Schreibtechnisch hat mich „Endling“ bzw. Jasmin Schreiber wieder einmal überzeugt. Auch der Humor kommt bestens zur Geltung, was ich bei Büchern sonst eher kritisch sehe. Also zwei dicke Pluspunkte - plus die 1a Haptik 🧡 Ebenfalls gut gefällt mir die Reise nach Italien. Es ist kein klassischer Roadtrip, wie man ihn schon hundertmal gelesen hat, sondern führt uns durch Wälder. Dafür bin ich immer zu haben 🙌🏻 Leider verliert mich die Handlung, als die Untergrundorganisation aus Frauen hinzukommt, die uns Lesenden sehr fremd bleibt, sowie die weitere Reise nach Schweden. Das Mystische und Übernatürliche, das die Frauengruppe umgibt, finde ich nicht besonders feministisch. Bis dahin hätte alles real sein können. Warum braucht es an dieser Stelle etwas Übernatürliches? Frauen sind auch so genial 🤷🏻♀️ Ich weiß, dass der ganze Roman (theoretisch) reine Fiktion ist, und trotzdem bleibe ich daran hängen. Schließlich wird mit einem Blurb geworben, der den Roman als „vielschichtig feministisch“ bezeichnet. Irgendwo ja und nein. Auch die biologischen Bezüge wirken auf mich zu gewollt, als müssten sie irgendwie untergebracht werden. Alles in allem habe ich „Endling“ gerne gelesen. Jasmin Schreiber ist und bleibt für mich eine sichere Bank für gute, unterhaltsame Literatur - und eigentlich auch für Biologie und Feminismus. Nur wirkte mir der Roman in diesem Fall leider zu konstruiert und wurde so nicht zu einem Highlight für mich. „Abschied von Hermine“ bleibt daher vorerst mein Lieblingsbuch von ihr, das ich allen nur wärmstens empfehlen kann. Vielen Dank an den Eichborn Verlag und Bloggerjury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

2041 hat auch seine positiven Seiten - zum Beispiel gibt es keine Spinnen mehr. Aber Spaß beiseite, anfangs war ich skeptisch gegenüber einem Buch über Insekten und Klimakatastrophen. Doch ich habe mich geirrt. Die Geschichte ist packend erzählt und gewinnt nach und nach an Fahrt. Die familiären Beziehungen und Konflikte werden immer deutlicher und brechen auf. Die Welt ist durch Klimakatastrophen und Pandemien aus den Fugen geraten: Zu heiße Sommer, Artensterben, eine faschistische Regierung in Deutschland – all das macht das Leben im Jahr 2041 nicht einfacher. Der Schreibstil ist witzig, humorvoll, tiefgründig und überraschend unterhaltsam. Besonders Zoe war mir mit all ihren Zweifeln und Ansprüchen an sich selbst sehr sympathisch. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, jeder hat seine Eigenheiten, und selbst Auguste mit ihren Macken wirkt nicht überzeichnet. Julia Nachtman als Sprecherin hat mich vollkommen überzeugt. Sie vermittelt die verschiedenen Gefühlsebenen ausgezeichnet und hat das Buch zu einem wahren Hörgenuss gemacht.
Spannende Themen ohne Tiefgang
Im Jahr 2041 ist die Welt eine andere: In Deutschland herrscht eine rechtsradikale Regierung und verbietet den Frauen Verhütung und Abtreibung. Immer neue Pandemien brechen aus und das Artensterben hat bereits einen Großteil von Flora und Fauna dezimiert. In dieser Situation brechen zwei Schwestern gemeinsam mit ihrer Tante auf, um eine Freundin zu suchen, die unter mysteriösen Umständen verschwunden ist... Dieser Plot klang vielversprechend und hat mein Interesse geweckt. Doch leider konnte die literarische Umsetzung mich nicht überzeugen. Die Ich-Erzählerin bedient sich einer flapsigen Sprache und bemüht sich, den Lesenden die Veränderungen der letzten Jahre zu erklären. Das Buch liest sich daher eher wie ein Jugendroman. Auch die Story fand ich streckenweise recht krude. Ständig bricht man zu einer Reise auf und bricht sie dann wieder ab. Das Ende der Geschichte fand ich persönlich gar nicht schlecht, aber es geht doch dann plötzlich alles ziemlich schnell und bleibt sehr oberflächlich. Da hätte ich doch gerne mehr erfahren. Insgesamt werden hier sehr viele wichtige Themen behandelt mit zu wenig Tiefgang. Mein erstes Buch von Jasmin Schreiber. Vielleicht bleibt es auch mein letztes. 🤔
Ich mag einfach Jasmin Schreibers Schreibstil! Die Geschichte, die sie hier erzählt, ist total interessant und spannend, spielt sie doch im Jahr 2041, und die Umstände, unter denen die Menschen, vor allem aber die Frauen leben, sind gelinde gesagt ziemlich scheiße. Das schlimme jedoch ist, dass Schreiber genau die Themen im Roman aufgreift, die jetzt im Jahr 2024 angestoßen werden, und die genau so kommen könnten, wenn wir nicht aufpassen. 'Endling' kann man also als deutliche Warnung verstehen, dies nicht zuzulassen.
Ich hatte große Erwartungen an das Hörbuch, die sich leider nicht erfüllt haben. Die interessante Idee für eine Dystopie zwischen Klima Endzeitstimmung und extremen Patriarchat. Leider verlor sich die Idee zu sehr während der Reise. Der Fokus lag für mich zu sehr auf der familiären Problematik, die keine Verbindung zur politischen Lage bekam. Dazu kam der Erzählton, der völlig unpassend für eine naturwissenschaftliche Doktorin Ende zwanzig war und auch nicht zur teils lebensbedrohlichen Situation passen wollte. Manchmal mochte ich die teils sehr naiven Kommentare nicht mehr hören. Die Erzählerin hat sich Mühe gegeben, doch es ist nur selten gelungen, die charakterlichen Eigenarten auch stimmlich zu verdeutlichen. Zeitweise war es sehr spannend, leider konnte dies nicht immer gehalten werden.

2024_#5 🐌
Das Buch beschreibt eine Dystopie, die leider nicht gänzlich unrealistisch erscheint. Dennoch gibt es auch immer wieder schöne Momente, die Hoffnung geben. Es gab mehr Spannung als ich erwartet hatte, ich habe sogar noch die ein oder andere Sache gelernt und insgesamt ließ sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Am Ende hätte ich persönlich mir noch eine etwas bessere Erklärung für manches gewünscht, aber ich kann auch mit diesem Ende gut leben ✨

Waren ihre ersten Romane wirklich so viel besser oder bin ich nur älter und auch anspruchsvoller geworden?
Nach "Marianengraben", welches ich so richtig gut fand, und "Der Mauersegler", welches ich auch noch gut fand, aber an ihren Erstling nicht heranreichte, kam Ende November '23 nun "Endling" (Klappentext im Kommentar). Es mutet ganz anders an, als ihre bisherigen Romane: es spielt im Jahr 2041, die Stimmung ist dystopisch und von Tod und Trauer im eigentlichen Sinne, ist zunächst nicht die Rede (doch selbstverständlich tauchen die Themen auch in diesem Buch wieder auf). Prinzipiell mochte ich die Story gern und Tante Auguste ist so herrlich skurril, dass man sie einfach mögen muss. Mit der Protagonistin Zoe ist das aber so eine Sache. Hier ist es mir partout nicht gelungen, Autorin von Romanfigur zu trennen; es gibt einfach zu viele Parallelen. Das hat mich ein wenig gestört, und ich habe mich auch gefragt, ob Jasmin Schreiber einfach nichts Neues eingefallen ist, das sie einer Figur andichten könnte. Ihr Mann und zwei ihrer Hunde haben auch noch einen Cameo, so viel dazu. Der Schreibstil ist recht flapsig, was ich nicht sonderlich mag, aber insofern passt, als dass die Story aus der Ich-Perspektive einer Mittdreißigerin erzählt wird, aber lassen wir das mal so durchgehen. (Rede ich etwa auch so?) Aber warum bitte reden alle Figuren gleich? Mir fehlte da die Differenzierung. Ein weiterer Punkt, der mich arg gestört hat, war das wirklich plakative Aufgreifen aktueller Debatten und ad absurdum-Führen als Zukunftsdystopie. Zum Beispiel mitten in einem Dialog: "Oh Mann, Schengen, gute, alte Zeit." "Lang ist's her." "Weißt du noch: EU?" So und ähnlich werden die ganzen großen Themen abgefrühstück, die uns aktuell beschäftigen: lapidar in kurzen dahergesagten Sätzen und ohne weiter darauf einzugehen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin versucht auf Krampf eine apokalyptische Atmosphäre zu erzeugen; auch durch das Einstreuen kurzer Hiobsbotschaften, die schocken sollen. Durch die saloppe Sprache und die Skurrilität dieses Roadtrips, geht das ganze Konzept für mich jedoch nicht auf. Nach dem Lesen bleibt für mich nun die Frage: Waren ihre ersten Romane wirklich so viel besser oder bin ich nur älter und auch anspruchsvoller geworden?

Mein erstes Buch von der Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes! In 'Endling' verfolgen wir Zoe, Hannah und Tante Auguste auf einem 'Rettungstrip', den ich aber gleichzeitig auch als Heilungstrip der Familie ansehe. Im Fokus steht die veränderte Natur durch den Klimawandel, aber auch Krankheiten, Sucht und Familienkrisen und deren Anfänge zur Bewältigung. Und trotz dieser Fülle an schwierigen Themen schafft es die Autorin, Humor mit einfließen zu lassen und es die Geschichte so zu verflechten, dass man nur so durch die Seiten fliegt! Es war wirklich erschreckend, daß Ausmaß des Klimawandels zu lesen, zumal die Autorin als 'echte' Biologin nochmal einen tieferen Einblick darin hat, wie es wirklich sein könnte. Somit hat sie eine sehr gut verstellbare nahe Realität geschaffen, die erschreckend und faszinierend zugleich ist. Aber auch anderweitige Probleme, die die Familie auf sämtliche Arten betreffen, werden aufgegriffen. Dabei fand ich die Familiendynamik sehr spannend zu beobachten und ich konnte mich gut in Zoe und ihre gefühlslage hineinversetzen. Dennoch hätte ich es toll gefunden, wenn man das ganze noch etwas mehr aufarbeitet, vor allem beim Thema Sucht. Was ich toll fand, waren die Exkurse bezüglich Pflanzen und Tieren, die hier ab und zu ausführlicher beschrieben werden. Und die Gestaltung durch die Kapitelanfänge mit den kleinen Skizzen von Tieren und deren Lateinischer Namen fand ich klasse! Durch tolle Side-kick-figuren kriegt das Buch noch den letzten Schliff, welches ich als total gelungen empfand und am liebsten weitere 'Roadtrips' mit dieser Truppe erleben würde💜 Alles in allem ein toller Roman mit schweren Thematiken, die aber durch den flüssigen Schreibstil und einer Prise Humor gut aufgefangen werden. Ein Buch, welches einem tolle Lesestunden beschert 🐌
"So fremd und gleichzeitig so vertraut kann man sich vermutlich nur in einer Familie fühlen"(S. 50) Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das gesellschaftliche Probleme aufzeigt und nebenbei Science-Fiction, naturwissenschaftliches Wissen und Familie in dieser Art und Weise vereint. Ich habe vorher allerdings auch noch kein anderes Buch von Jasmin Schreiber gelesen (das muss ich dringend nachholen). Die Handlung von "Endling" spielt im Jahr 2041. Es geht um Zoe, eine Entomologin, die nach langer Zeit wieder in ihr Kindheitszuhause zurückkehrt. Dort soll sie über die Sommerferien auf ihre 16-jährige Schwester und ihre Tante aufpassen, während ihre alkoholsüchtige Mutter in einer Entzugsklinik ist. Schon nach kurzer Zeit merkt Zoe, dass zu Hause alles außer Fugen geraten ist, während sie nicht da war. Ihre Schwester schießt sich scheinbar oft mit Alkohol und Drogen ab, und ihre Tante kommt seit Ewigkeiten nicht mehr aus ihrer Wohnung, weil sie Angst hat, sich mit einer Krankheit anzustecken und daran, wie Zoes und Hannahs Vater zu sterben. Auch in der restlichen Welt sieht es nicht besser aus: Abtreibungen werden verboten, die Vergewaltigung der eigenen Ehefrau ist wieder legal, Frauen werden immer mehr vom Arbeitsplatz gedrängt, und Arten sterben durch den Klimawandel aus. Ihre Tante Augustine macht sich nun auch noch Sorgen um ihre beste Freundin, die plötzlich komplett von der Bildfläche verschwunden ist. Da sie sich seit Wochen nicht mehr gemeldet hat, machen sich die drei Frauen trotz der Keimphobie von Augustine auf den Weg nach Italien, um Sophie zu suchen. Dadurch begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, auf dem alle ein bisschen mehr als Familie zusammenwachsen und über ihre Grenzen gehen. Ich mochte das Buch wirklich sehr, genauso wie das Cover. Der Schreibstil der Autorin ist genauso einzigartig wie ihre Geschichte, und besonders die Unterhaltungen im Buch haben mir gut gefallen. Die Autorin schafft es, durch die unterschiedlichen Arten, wie die Charaktere reden, nicht nur ihnen mehr Tiefe zu verleihen, sondern die Unterhaltungen auch irgendwie echter klingen zu lassen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass nicht jeder ein Fan von dieser Art des Schreibens ist. Ich fand die Geschichte unglaublich interessant, was für die Wissenshäppchen nur noch verstärkt wurde. Es geht erst nach den ersten ca. 100 Seiten los, sodass man genug Zeit hat, die Charaktere kennenzulernen. Von da an wird es auch echt spannend, und ich konnte das Buch fast gar nicht mehr weglegen. Es war schön zu sehen, wie sich die Charaktere entwickelt haben. Die Umsetzung der zukünftigen Welt fand ich auch irgendwie faszinieren. Die Autorin es auch immer wieder geschafft, die Atmosphäre irgendwie gemütlich und glücklich zu machen, obwohl über so viele schwere Themen geschrieben wurde. Fazit: Ich würde das Buch jedem empfehlen, der ein eindrucksvolles Science-Fiction-Buch sucht, in dem man über Insekten und andere Tiere lernt, das in relativ naher Zukunft spielt und Themen behandelt, die auch schon heute von Bedeutung sind. Ich finde dieses Buch wirklich gelungen und wünsche jedem, der sich dazu entscheiden sollte, dieses Buch zu lesen, viel Spaß dabei.





















































