Ein wenig Leben
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre.
Merkmale
35 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara Dieses Buch war mein ganz persönlicher Kampf. Keine Ahnung weshalb ich mich durch gequält und nicht abgebrochen habe....?
Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu beurteilen. Die Story um Judes Leben ist grausam, widerlich und verstörend. Jedoch kam bei mir das verdiente Mitgefühl nicht auf, da der Roman viel zu langatmig und ausschweifend erzählt wird. Diese Längen hinterließen bei mir Missmut und Gereiztheit anstatt Empathie und Spannung. Auch den Schreibstil fand ich furchtbar. Viel zu lange, verschachtelte Sätze und kaum Dialoge. Ein Satz ging mal über 21 Zeilen!!! Man wußte am Ende vieler Sätze nicht mehr, um was es eigentlich ging und man musste sie mehrfach lesen und auseinander pflücken. Weiterhin waren die Kapitel auch viel zu lang und die Chronologie oftmals nicht gleich einzuordnen. Ebenso schwierig fand ich es, die Erzählersicht sofort zu erkennen und einer bestimmten Person zuzuordnen. Naja, ich habe das Projekt beendet und kann leider keine Empfehlung aussprechen.
beendet am: 03.09.25 Sprache: Englisch < Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. > Fantastischer Schreibstil, der die Welt der Charaktere und deren Gedanken und Gefühle so schön erzählt. Es ist faszinierend, wie gut die Autorin es schafft ca. 25 Jahre eines Lebens in etwas mehr als 800 Seiten unterzubringen und trotzdem das Gefühl entsteht, als wäre man jeden einzelnen Tag bei den Charakteren gewesen. Auch sind die vier Männer sehr realistisch und greifbar ausgearbeitet. Sie sind vielschichtig und interessant geschrieben und der Wechsel zwischen den Perspektiven der Protagonisten liefert extrem tiefe Einblicke in deren innere Welt. Der Aufbau in mehrere große Kapitel hat mir auch sehr gut gefallen. ABER: Ich hatte irgendwann das Gefühl die Autorin genießt es Jude leiden zu lassen. Alles Schlimme, was man sich vorstellen kann, passiert diesem Mann und es war irgendwann einfach nur noch grauenhaft noch ein tragisches Erlebnis von ihm zu entdecken. Dass Jude einfach fast nie eine Pause bekommt, hat mich so sauer auf die Autorin gemacht und mich leider auch immer wieder aus der Geschichte raus gebracht. Mir ist bewusst, dass es der Sinn der Story war, aufzuzeigen, dass manche Menschen einfach keine Pause bekommen, aber es war mir trotzdem einfach viel zu viel. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich die Charaktere alle so gerne mochte und sie deshalb nicht leiden sehen wollte. Was allerdings mein viel größeres Problem mit dem Buch ist, dass es meiner Meinung nach Selbstverletzung sehr verherrlicht. Es wird immer wieder gesagt, dass es nicht gut ist und auch gezeigt, wie die Menschen im Umfeld der Person, die sich verletzt, leiden. Allerdings werden die Passagen, in denen es um Selbstverletzung geht, viel zu sehr romantisiert und sind auch viel zu grafisch beschrieben. Als Leser bekommt man quasi ein „How to?“ der Selbstverletzung. Es wirkt fast so, als wollte die Autorin zeigen, dass es was schönes ist, sich selbst wehzutun und das finde ich nicht gut. Was ich auch schade finde ist, dass fast jeder in Judes Leben sein selbstzerstörerisches Verhalten ermöglicht und einfach geschehen lässt. Manchmal brauchen Menschen etwas tough love, damit es ihnen besser geht, aber das hat sich keiner von Judes Freunden getraut, ihm zu geben. Wenn man allerdings mit den genannten Kritikpunkten zurechtkommt, ist es definitiv ein lesenswertes Buch. Allgemein war das Buch eine gute Werbung für Therapie, damit die schönen Momente im Leben auch als solche erkannt und genossen werden können und nicht von den schlimmen Momenten überschattet werden. Ich werde das Buch auch sehr wahrscheinlich nochmal lesen, da es wirklich schön geschrieben ist und ich die Charaktere sehr gerne mag.
Vor neun Jahren habe ich diesen Text über „Ein wenig Leben“ geschrieben. Gestern hat mich tatsächlich jemand gefragt, ob ich dieses Buch gelesen habe – und plötzlich war alles wieder da. Dieses Gefühl nach der letzten Seite, diese Schwere, die dieses Buch hinterlassen hat, und der Drang, die eigenen Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Ich lasse den Text heute ganz bewusst genauso stehen, wie ich ihn damals geschrieben habe. Ungefiltert, emotional und mitten aus diesem Moment heraus. Denn genau so hat sich dieses Buch angefühlt. Ich glaube nicht, dass ich „Ein wenig Leben“ jemals ein zweites Mal lesen werde. Dafür ist diese Geschichte zu grausam, zu intensiv, zu schmerzhaft. Aber aus meinem Regal würde ich es trotzdem niemals geben. Manche Bücher liest man nur einmal – und trotzdem begleiten sie einen ein Leben lang. Wie kann ein Buch gleichzeitig die schönste, schlimmste, grausamste, am besten geschriebene, beeindruckendste, qualvollste, großartigste Geschichte beinhalten, die man je gelesen hat? Wie kann man versuchen, ein Buch zu beschreiben, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt? So ein lächerliches Alphabet mit nur 26 Buchstaben? Wie sollen diese jemals auch nur ansatzweise das heraufbeschwören können, was „Ein wenig Leben“ mit mir gemacht hat? Und doch hat „Ein wenig Leben“ ironischerweise genau diese absurde kleine Anzahl an Buchstaben gebraucht, um zu einem Buch zu werden, das ich nie wieder vergessen werde. Weil man es nicht vergessen kann. Weil es dich mit jeder Seite ein kleines bisschen mehr zerstört. Weil du bitterliche Tränen weinst, weil Sätze und Wörter, so intensiv und berauschend erzählt, dir um die Ohren fliegen, dass du glaubst, dass du es nicht schaffen kannst. Dass du diese Geschichte nicht schaffen kannst. „Ein wenig Leben“ hat mir leserisch alles abverlangt. ALLES! Und dann hat es dieses ALLES genommen und noch einmal verstärkt, es noch einmal ein bisschen unerträglicher gemacht. „Ein wenig Leben“ hat mich an eine Klippe gebracht, um mich dort stehen zu lassen und zu sagen: „Was ist los? Heulst du, weil du nicht fassen kannst, dass Bücher auch solche Geschichten erzählen können? Heulst du, weil es keine Gute-Laune-Welt ist, die du hier betrittst? Willst du aufgeben? Jetzt? Einfach so? Oder springen und es zu Ende bringen?“ Mehr als einmal war ich an diesem Punkt, an dem ich geglaubt habe, dass es nicht weitergeht. An dem ich im Kampf erschöpft zu Boden gesunken bin und gedacht habe: „Ich kann nicht mehr. Hier ist meine weiße Fahne! Ich gebe auf!“ An dem ich so viel Abstand wie möglich zwischen mich und diese Geschichte bringen wollte. Aber irgendetwas hat mich immer wieder zurückgezogen – so sehr, dass ich die zweite Hälfte des Buches, obwohl ich für die erste Hälfte über zwei Wochen gebraucht habe, in drei Tagen zu Ende gelesen habe. Und nun sitze ich hier. Voller blauer Flecken, die nicht eingebildet sind. Diese Geschichte hinterlässt Spuren in der Seele, die niemals verblassen werden, obwohl „Ein wenig Leben“ ein Buch ist, das ich nicht explizit weiterempfehlen würde. Es ist noch nicht einmal eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann mit ALLEM. Mit dem Schmerz, mit den blauen Flecken, mit den Tränen, mit der Klippe, mit der Angst, die nächste Seite umzublättern. Mit einer Angst, die sich nicht erklären lässt, weil es nicht real ist. Und doch ist es so real, dass es weh tut. Und dass es eine Wunde ist, die lange braucht, bis sie wieder heilen kann. Wenn sie es überhaupt tut. „Wir brauchten mehrere Tage, um ihn zu lesen, denn obwohl er nicht lang war, war er zugleich endlos, und wir mussten immer wieder die Seiten niederlegen und uns von ihnen entfernen, um uns dann gegenseitig zu wappnen – Bist du bereit? –, uns hinzusetzen und ein weiteres Stück zu lesen.“ (S. 956)

Dieses Buch bringt einen an seine Grenzen... und darüber hinaus!
Dieses Buch hat mich wirklich zutiefst erschüttert. Wir begleiten eine Freundesgruppe vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens. 4 Freunde, die jeder für sich seine eigenen Probleme und Herausforderungen haben, welche sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben werden. Trotz seiner beachtlichen Länge hat man nicht das Gefühl dass es langatmig ist, eher im Gegenteil. Es wurden alle relevanten Handlungen in dem Leben der 4 thematisiert. Die Handlung ist allerdings nichts für Jedermann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, welche Themen hier behandelt werden, bevor man es liest. Dieses Buch ist wirklich harte Kost. Die hier behandelten Themen regen wirklich zum Nachdenken an und machen einem erstmal so richtig bewusst, wie anders das Leben eigentlich verlaufen kann. Die Leben der im Buch dargestellten Personen unterscheiden sich komplett voneinander und verlaufen sehr unterschiedlich in ihren Höhen und Tiefen. Es wird einem überdeutlich vor Augen geführt, zu welchen Gräueltaten Menschen eigentlich imstande sind. Besonders schockiert und zugleich fasziniert hat mich das Leben von Jude. Jude ist ein wahnsinnig starker Charakter, der aufgrund seiner Vielschichtigkeit und seiner enormen Entwicklung, in "Ein wenig Leben" den stärksten Anteil erhalten hat. Durch die enorme Abnormalität und Absurdität vergisst man schnell, dass diese Taten nicht nur in Büchern vorkommen, sondern für manche Menschen groteskerweise Alltag sind.
Für Jude 🩷
Ein Jahr später – und es lässt mich nicht los. Es ist über ein Jahr her, dass ich Ein wenig Leben gelesen habe. Und doch vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht an Jude denke. An Willem. An diese Freundschaft, die Liebe, die Tragik. Dieses Buch hat etwas mit mir gemacht – etwas, das geblieben ist. Ich habe mir jetzt die Sonderedition gekauft, einfach weil sie so wunderschön ist und weil ich diesem Buch einen Platz in meinem Wohnzimmer geben will, als Teil meines Lebens. Erst gestern kamen mir wieder die Tränen, als ich jemandem davon erzählt habe. So tief sitzt der Schmerz, aber auch die Zärtlichkeit, die Nähe. Ein wenig Leben ist stellenweise kaum auszuhalten – und doch möchte man keine Seite missen. Mich hat noch nie ein Buch so tief bewegt, und ich glaube, keines wird es je in dieser Intensität wieder tun.
»Nicht die Verlorenen sind es, die man besucht, sondern die Menschen, die nach den Verlorenen suchen.«🥀
Ein unfassbar tragisches und wunderschön geschriebenes Buch, das jedoch gute 300 Seiten zu lang ist.😶🌫️ Das Schicksal von Jude ist so schrecklich, dass ich das Buch immer wieder weglegen und Pausen einlegen musste. Und jedes Mal, wenn ich dachte, es könne für ihn nicht schlimmer werden, wird immer wieder einer oben drauf gesetzt – und das wortwörtlich über 1.000 Seiten hinweg. Es ist eine hoffnungslose Abwärtsspirale voller Trauma, Schmerz und Verlust - wirklich einfach nur deprimierend.🥺

Wie? 💔
Wie soll ich weitere Vorfälle überleben? 💔 Wie? 💔 Dieses Buch zerreißt mich. In Stücke. Klitzekleine Stücke. 😩😭

Ein Buch, dass einem alles abfordert!
Man kann für dieses Buch keine Leseempfehlung aussprechen. Es ist einfach zu grausam. Wir begleiten Jude viele Jahre seines Lebens. In Rückblenden erfahren wir Schritt für Schritt Dinge aus seiner Kindheit und Jugend, die so furchtbar sind, dass sie bis in sein Erwachsenenleben Auswirkungen haben und ihn daran hindern sich selbst als wunderbaren Menschen wahrzunehmen und Liebe von anderen anzunehmen. Jude lernt während seines Lebens Menschen kennen, die ihn lieben und es sehr gut mit ihm meinen, ihn lieben und ihm Halt geben. Das macht einem beim Lesen Hoffnung und doch kommt von Kapitel zu Kapitel eine neue Tragödie hinzu. Abzug gibt es, weil ich am Anfang etwas brauchte, um rein zu kommen, aber das dran bleiben hat sich gelohnt. Auch zwischendrin gab es die ein oder andere Länge, evtl. wäre das Buch auch mit 150 Seiten weniger ausgekommen. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. ACHTUNG: Es geht um sexuellen Missbauch, Selbstverletzung, Gewalt, Esstörungen und suizidale Gedanken.
Sicherlich einzigartig in seiner Art.
Ich bin sehr dankbar, dass man in der Book-Social-Media-Community gut auf das Buch und die Emotionen vorbereitet wird. Trotzdem kann man natürlich nie genug vorbereitet sein bei einem so krassen Buch. Man denkt sich mehrmals 'okay, jetzt kann ich weiterhören, weil schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden', aber my heart, you fool! Man ist am Ende einfach nur froh, dass das Buch Fiction ist und nicht Realität. Was es aber am schlimmsten macht, ist, dass theoretisch alles möglich ist. Und man findet sich in Grundsatz-Diskussionen mit sich selbst wider: wie viel im Leben ist heilbar? Wie viel kann ein Mensch aushalten? Und gibt es einen Punkt, ab dem man für immer zerstört ist? Eines ist sicher: das Lesen dieses Buches ist nachhaltig. Man bekommt eine andere Perspektive auf das Leben. Und die Autorin kann so unfassbar gut schreiben, dass es wehtut.
Diese Geschichte kann man nicht mit Sternen bewerten
Ich musste mich erst mal an den Schreibstil gewöhnen. Die ersten 270 Seiten brauchte ich um rein zu kommen. Was Jude alles passiert ist... Seine ganze Lebensgeschichte ist herzzereisend, vom Anfang bis zum Ende. Ich habe es durchgehalten nicht zu weinen bis zum letzten Kapitel, da konnte ich mich nicht mehr halten. Vorher hatte ich nur vereinzelte Tränen verdrückt. Oft wollte ich dieses Buch einfach gegen die Wand schmeißen... Keine Worte... Keine leichte Kost.
ich kann das gar nicht bewerten, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
das buch - judes geschichte - war einfach nur schlimm. nicht schlecht, sondern schlimm im sinne von schmerzhaft. ich habe noch nie so viel bei einem buch geweint, darüber nachgedacht, mitgelitten, als sei jude mein freund und das die realität. es ist ein meisterwerk, auf jeden fall, aber ich würde es vermutlich nicht mal einem feind zum lesen geben, einfach weil es so weh tut.
Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss.
Erzählt wird die Geschichte von Malcolm, JB, Jude und Willem, die sich in jungen Jahren kennenlernen. Wir verfolgen ihren Werdegang, wobei im Laufe des Buches ein besonderer Augenmerk auf Jude gelegt wird. Dieser ist körperlich beeinträchtigt und man merkt ihm an, dass er ein Trauma bewältigen muss. Wie groß und umfassend dieses Trauma ist, entblättert sich im Laufe des Buches. Stückchen für Stückchen erfährt man mehr von Judes Vergangenheit, blickt in tiefe Abgründe, die Judes destruktives Verhalten in der Gegenwart erklären. In der Gegenwart ist die Liebe und Freundschaft, die Jude von seiner Umgebung erfährt, wirklich sehr berührend. Die Menschen um ihn herum setzen alles in Bewegung, um Jude zu helfen. Jude aber ist so gefangen in seinem Trauma, dass er diese Hilfe nicht annehmen kann, sich nicht vorstellen kann, dass jemand solche Liebe für ihn empfindet. Viele Fragen werden aufgeworfen: Wieviel Schmerz und Trauma kann ein Mensch ertragen? Warum nimmt er keine Hilfe an? Wie verhält man sich gegenüber einem Menschen, der keine Hilfe annimmt? Wann hört Freundschaft auf und wann beginnt Verantwortung? Dieses Buch war nicht leicht zu lesen. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, wobei die Achterbahn meist in den Abgrund rast und nur selten, kurz nach oben schnellt. Nur selten kann man ein wenig aufatmen und sich über eine positive Wendung freuen. Auch weil unterschwellig immer das Leid begleitet, weil es nie eine nur positive Zeit gibt. Ich musste das Buch zwischendurch pausieren und habe lange mit mir gerungen, ob ich weiterlese, da es mich an die Grenze des Erträglichen gebracht hat. Das Buch löste bei mir so viele Gefühle aus. Verzweiflung, Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Wut gegenüber eines Protagonisten, der so viel Trauma erlebt hat, sich aber weigert Hilfe anzunehmen. Mir fällt es schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen, da mich das Buch zwar sehr berührt, aber auch sehr an meine Grenzen gebracht hat. Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss. Auch ein Buch, das lange nachhallt.
wunderschön & schrecklich zugleich.
Absolut kein leichtes Buch, noch nie hat mich ein Buch so emotional gemacht - wütend, traurig, fassungslos, aber gleichzeitig ist es so schön und wertvoll zu lesen. 5 Sterne reichen nicht..
Das beste Buch, dass ich je gelesen habe. Das schlimmste Buch, dass ich je gelesen habe. ✨
Die Art und Weise, wie es geschrieben ist, ist einfach so gut. Man hat das Gefühl, man kennt die Charaktere wirklich und lernt ihre tiefsten inneren Geheimnisse und Gefühle kennen. Die selben Situationen werden teilweise aus unterschiedlichen Sichtweisen beschrieben, und man kann einfach das Handeln und Fühlen eines jeden nachvollziehen. Ich habe so viel bei diesem Buch geweint, dennoch war es wunderschön geschrieben. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es kommt aber darauf an, mit welcher Erwartungshaltung man es liest. Es ist keine klassische leichte Story mit einem Höhepunkt und Happy End, man wird gelegentlich enttäuscht und wütend über die Entwicklung der Geschichte sein. Dennoch spiegelt das Buch meiner Ansicht nach sehr gut die Realität wieder. Ich ziehe daraus Dankbarkeit für mein eigenes Leben, mehr Verständnis für Lebenssituationen anderer Menschen und ganz viel Liebe für die Charaktere des Buches. 🤍

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Oh Wow - ich weiß gar nicht was ich sagen soll, außer lest dieses Buch!! 🥺 Diese Buch hat mich emotional zerstört und ich musste zum ersten Mal seit langem bei einem Buch weinen. Wer Lust auf eine Gefühlsachterbahn von Emotionen hat (meist abwärts), der ist bei diesem Buch genau richtig! ‼️Aber Achtung: lest die Triggerwarnung bevor ihr zu dem Buch greift! ‼️
Es hat mich zerstört! Jude 😪😪😪
Diese Geschichte ist so unglaublich herzzerreißend. Auf eine grausame Art und Weise. Es passiert nahezu nichts schönes. Nur Leid, Kummer und Schmerz. Man fragt sich: wie viel kann ein Mensch ertragen??? Durch den langen Einstieg ist man tatsächlich mittendrin, sobald die geschehen beginnen und nimmt es nochmal krasser auf. Ich hab mehrfach überlegt ob ich abbreche, weil es mich nicht los lässt. Alleine darüber zu lesen ist wirklich heftig. Mit mehreren Pausen und vielen Tränen habe ich es dann geschafft. Ließ es bitte nur, wenn du dir die triggerwarnung angesehen hast. Und selbst dann wirst du noch nicht bereit sein..
Eine emotionale Achterbahnfahrt
Zunächst muss ich gestehen: Ich wusste nicht, wie ich diese Rezension beginnen soll. Nachdem ich einige andere Bewertungen zu diesem Buch gelesen habe, stellte ich fest, dass es vielen ähnlich geht – man kommt einfach nicht so recht an die richtigen Worte. Also fange ich einfach an, in der Hoffnung, dass sich diese Rezension irgendwie von selbst strukturiert. 😂 ------------------------------- Als erstes möchte ich anmerken, dass ich es sehr schockierend fand, dass das Buch keine Triggerwarnungen enthält. Es ist definitiv keine Lektüre für psychisch instabile Menschen – besonders nicht für diejenigen, die Traumata oder Tendenzen zu selbstverletzendem Verhalten haben. Deshalb liste ich hier ein paar Triggerwarnungen auf: • Selbstverletzendes Verhalten • Suizid • Drogenkonsum • Gewalt / häusliche Gewalt • Misshandlung • Traumata/Flashbacks • Blut • Tod Darum geht's: Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara folgt vier Freunden in New York City, wobei der Fokus auf Jude liegt, dessen traumatische Vergangenheit ihn immer wieder einholt. Der Roman erforscht die Auswirkungen von Missbrauch und Gewalt auf Judes Leben und seine Beziehungen zu seinen Freunden. Trotz seiner Erfolge kämpft Jude mit emotionalen und körperlichen Wunden, die ihn zu zerstören drohen. Die Geschichte behandelt Themen wie Freundschaft, Liebe, Trauma und Heilung. Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass sich die Geschichte ziemlich zieht. Erst ab Seite 450 konnte ich wirklich in die Story eintauchen – ab diesem Punkt hatte ich endlich wieder das Gefühl, dass es spannend wird und ich weiterlesen wollte. Zwischendurch gab es zwar immer wieder schockierende Rückblicke in Judes Vergangenheit, aber danach zog es sich oft wie Kaugummi. Diese Längen/Erzählungen sind natürlich wichtig, um die tiefere Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm zu verstehen. Wir bekommen detaillierte Einblicke in ihre Schwächen, Stärken, Charakterzüge und Ansichten, was die Figuren definitiv tiefgründig und lebendig macht. Mir persönlich sind gut entwickelte Charaktere immer besonders wichtig, aber hier wurde das Buch durch die wirklich ausführlichen und intensiven Einblicke in die Innenwelt der Figuren irgendwie etwas zu langsam. Oft musste ich mich richtig konzentrieren, damit nicht nur meine Augen, sondern auch mein Geist den Text erfasste. Zusätzlich hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Die ständigen Wechsel der Perspektiven haben mir anfangs sehr zu schaffen gemacht, und ich empfand das Ganze als ziemlich anstrengend. Es ist wirklich keine leichte Lektüre – sie erfordert volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Außerdem werden sehr schwierige und oft unangenehme Themen behandelt, die einem ein unangenehmes Gefühl im Magen hinterlassen. Zum Glück haben mich aber Sheila (@buch_wolke) und Tabea aus dem Buchclub motiviert, weiterzulesen. Und trotz der Schwächen muss ich sagen, dass ich wirklich froh bin, das Buch gelesen zu haben. Es ist zwar schwer und düster, fast wie eine Depression in Buchform, aber auf eine gewisse Weise ist es dennoch lesenswert. Dieses Buch wird mir auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben. Ich habe so viele Emotionen durchlebt, dass ich einfach nicht anders konnte, als darüber zu sprechen. Sogar der beste Freund meines Mannes musste sich anhören, was gerade in der Geschichte passiert, weil ich einfach reden musste. 😂 ⭐️⭐️⭐️✨️
Puhhhh.. nach diesem Buch ist erstmal alles anders. Mit anderen Worten… es zerstört dich!
-Eins vorweg. Dem Buch fehlt die Triggerwarnung! Das ist harter Tobak der hier detailliert geschildert wird- Ein wenig Leben ist eine sehr langsam erzählte Geschichte über Freundschaft, Liebe, Unglück und Missbrauch. Das Buch ist unfassbar emotional und grausam zugleich. So wird das Wohlbefinden beim Lesen auf links gedreht, man fühlt mit den Charakteren mit und durchlebt das unfassbar tragische Leben des Protagonisten Jude. Die Autorin baut eine bittere, ernste und vor allem realistische Welt auf, die sich um Missbrauch, Freundschaft, Menschlichkeit, Unvollkommenheit und Versagen dreht. Schlichtweg ums Mensch sein. Hautpsächlich geht es in erster Linie um das Leben des Protagonisten Jude und dem unvorstellbaren Missbrauch der ihm als Kind und Erwachsener mehrfach widerfährt. Aber letztendlich liegt der Fokus des Buches auf die bedingungslose Liebe seiner Mitmenschen und seinen Freunden. Auf das Verzeihen und auf das Mitgefühl untereinander. Auch wenn das Buch an einigen Stellen sich wahnsinnig zieht, man das Gefühl hat, es könnte viel kürzer sein, liegt die Genialität darin, dass die Autorin sich extrem viel Zeit nimmt, die Geschichte so unaufgeregt und langsam zu erzählen, damit die Atmosphäre in der das Buch spielt sich deutlich entwickeln kann. Und diese wirkt so eindringlich und realistisch, dass sie den Leser nahezu Platt macht. Ganz ohne billige Plots, Wendungen und Hollywood. Manche Situationen hätten durchaus kürzer ausfallen können. Aber vielleicht braucht es eben auch diese teils monotone Erzählweise von alltäglichen Dingen. Schön ist, dass die Protagonisten alle erfolgreiche und stinkreiche Menschen sind, denen es aber in ihrem Schicksal nicht hilft und auch nicht glücklich macht. Eine tolle Lehre. Zudem gibt es keinen Höhepunkt. Man weiss zu Beginn schon wo die Reise hingeht und man denkt schon früh darüber nach, ob man diese emotionale Härte durchhält oder nicht doch lieber abbrechen soll. Die Autorin erschafft zudem ein sehr gesundes Männerbild und lässt keinen Raum für patriarchale Denkweisen. Und das ohne aufdringlich und anklagend zu wirken. Hier zeigen Männer tiefste Emotionen, was ungewohnt wirkt, aber sowas von richtig ist! Ein Buch, das viel Durchhaltevermögen erfordert, sich erst im Gesamten als nahezu Meisterwerk entpuppt. Und das einem emotional komplett zerstört.

„Ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hat, weil […] ich ein guter Freund bin. Ich liebe meine Freunde, und sie sind mir wichtig, und ich glaube, ich mache sie glücklich.“
Ich kann nicht wirklich viel zu diesem Buch sagen, außer, dass es sich nicht richtig anfühlt, dem Buch weniger als 5 Sterne zu geben. Es handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm. Ich habe mich die ganze Zeit so gefühlt, als wäre ich Teil der Geschichte, als wären die Charaktere meine eigenen Freunde. Mein Herz wurde mehrmals gebrochen, ich musste durchatmen und habe mich teilweise auch gefreut wie ein Kind, wenn den Charakteren etwas Gutes passiert ist. Das vordergründige Thema des Buches - Freundschaft- wird so wundervoll dargestellt, wie ich selten davon gelesen habe. Gerade in Judes schweren Phasen waren all seine Freunde und seine Familie so sehr für ihn da und auf eine Art und Weise, die mich unglaublich gerührt hat. Vor allem Jude, aber auch Harold und Julia, sind mir unglaublich ans Herz gewachsen, gerne würde ich sie alle auch kennen, da sie so unglaublich vielschichtig dargestellt sind. Die Teile, wie vor allem der letzte Teil, den Harold schreibt, haben mir so gut gefallen und ich finde es wunderschön zu lesen, wie Eltern über ihre Kinder denken können. Über Judes Geschichte zu lesen, war mir eine Ehre, weil es sich jederzeit so real angefühlt hat. Dieser Charakter ist so unglaublich stark, dass ich es nicht mit Worten beschreiben kann. Die Person, die mir jedoch wahrscheinlich am meisten durch den Kopf gehen wird, ist tatsächlich Willem. Ich empfinde unglaublich viel Sympathie für ihn und wünsche mir auch, meine Freundschaften so zu führen wie er. Jede seiner Handlungen haben mich so gerührt und gleichzeitig tat es auch weh zu lesen, wie sehr er sich sorgt, aber auch wie rein seine Art von Liebe gegenüber seinen Mitmenschen ist. Beim lesen wurden so viele verschiedene Emotionen hervorgerufen wie es ein Buch selten schafft - jedoch sollte man sich unbedingt die Triggerwarnungen ansehen und sich zweimal überlegen, ob man es wirklich lesen möchte.
![„Ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hat, weil […] ich ein guter Freund bin. Ich liebe meine Freunde, und sie sind mir wichtig, und ich glaube, ich mache sie glücklich.“](https://social-cdn.read-o.com/images/1745424274246-1.jpg)
Was soll ich dazu sagen? Ich hatte hohe Erwartungen - Erwartungen, die maßvoll erfüllt wurden! Wie grausam und gleichzeitig wunderschön kann ein Buch sein? - Wie verletzend und gleichzeitig berührend? Ich habe keine Worte dafür und obwohl mich dieses Buch innerlich zerstört hat, bin ich doch sehr froh, es gelesen zu haben. Irgendwie hat es mir Hoffnung gegeben, mir aber auch gezeigt, wie furchtbar ein einziges Leben sein kann - wie hoffnungslos. Es hat mich bis ins Herz berührt, mich auf eine Gefühlsachterbahn begeben und mich völlig fertig und doch zufrieden zurückgelassen. Absolute Empfehlung mit Warnung an eher empfindliche Seelen!
✭ 6 ✭ - ich wollte das buch eigentlich gar nicht lesen, sondern hatte vor, nach ein paar seiten aufzuhören, weil ich überzeugt war, dass es den hype auf gar keinen fall wert sein kann (little did i know back then) - echt ganz viel trauma, also verständlich, wenn einige das buch nicht mögen oder nicht vertragen - das erste mal, dass ich finde, dass psychische erkrankungen in einem buch gut dargestellt wurden - queerness wurde wirklich richtig toll eingebaut, meiner meinung nach so gut wie noch nie bis jetzt - hab die kleinen foreshadowing-sätze geliebt (das ist eh eins meiner liebsten stilmittel) - unglaublich gut geschrieben, es liest sich wirklich wahnsinnig gut & ich werde definitiv noch mehr von yanagihara lesen (wie kann man bitte so gut schreiben?)! - zerstört einen schon sehr (was ehrlicherweise ziemlich untertrieben ist; das buch reist einen in einen abgrund, aus dem man erstmal wieder rausfinden muss) - schon wieder ein richtig wow-es buch, bei dem das cover fragwürdig unästhetisch ist (aber tbf ich sah während des lesens genauso aus, wie der mann darauf ahhh) - tbh fühle ich mich ein bisschen (sehr) traumatisiert - ich will schon, dass andere leute das buch lesen, aber irgendwie auch nicht, because it will destroy you completely and i wouldn’t wish that upon my friends and family or really any innocent citizen of this earth (nein, ich bin nicht überdramatisch, leave me alone) A little life ist ein Buch über Freundschaft, romantische, platonische und familiäre Liebe, Trauer und Schmerz. Obwohl in Prosa verfasst wirkt das Buch an vielen Stellen poetisch. Hanya Yanagihara hat ein ganz besonderes Talent, Emotionen und Ereignisse zu übermitteln, sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. A little life ist ein Meisterwerk und eine sehr immersive und dadurch extrem intensive Leseerfahrung.
Uff..
Herzzerreißend. Das Buch hat mich einfach leer zurückgelassen, ich kann es nicht wirklich bewerten.. Es hatte einige (leider sehr wenige) schöne Momente, wo ich mich so für Jude gefreut habe. Aber hauptsächlich war das Buch sehr deprimierend und erschreckend. Was es vor allem war — lang, unnötig lang. Man hätte mindestens ein Drittel vom Buch weglassen können, es hat hat sich so gezogen, das es mich emotional nicht so getroffen hat, weil ich öfter genervt war von der Länge als berührt von dem Inhalt. Es ist meist über mehrere Kapitel einfach nichts passiert, dann alles auf einmal, dann wieder nichts. Ich fand auch, im Gegensatz zu vielen anderen, den Anfang überhaupt nicht langweilig, dafür aber den langwierigen Mittelpart, und das Ende war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich weiß nicht, ob ich es empfehlen würde.. ich würde es nicht noch einmal lesen.
Einfach nur wow, wie man auf dem Bild sehen kann „Taschentücher, Wasser gegen Dehydration vom zu vielen heulen und natürlich Nasenspray. Ich habe so viel geheult bei dem Buch, dass meine Nase ständig verstopft war. 🫠😅
Das Buch ist einfach nur ein MASTERPIECE. Nicht für jeden, aber die die richtig Bock drauf haben werden nicht enttäuscht. Am Anfang dachte ich jaaa cool geht um Freundschaft etc. Aber NEIN Leute es geht um so viel mehr… ‼️ Warnung ‼️ wenn ihr aktuell traurig oder Emotional belastet seid, dann lasst es lieber. Es ist nichts für schwache Nerven. Ich bin ein relativ emotionaler Mensch und ich muss sagen, es hat mich soo mitgenommen. Selbst nach Tagen war ich einfach traurig. Klar man kann sagen ist nur Fiktion ABER ich kann mir gut vorstellen, dass die Dinge die in dem Buch passieren auch im realen Leben vorkommen. Sogar noch viel schlimmere Dinge 🥲 Es geht um vier Freunde: Jude, JB, William, Malcolm. Jude ist immer derjenige der allen zuhört und immer für die anderen da ist. Alle vertrauen ihm erzählen ihm Dinge etc. Nur Jude erzählt nie etwas über sich selbst. Die Freunde akzeptieren Jude und denken sich dabei nicht viel. Aber Jude kann über die Dinge nicht sprechen, auch wenn er es gerne täte… 🥲🫠 100000000000/10

Auch beim 2. Mal so Emotional
Einfach nein
Ich war anfangs recht verwundert über die heftigen Reaktionen und vor allem über die weit auseinander gehenden Meinungen in den Rezensionen dieses Buches. Aber ja, mittlerweile kann ich meine Vorgänger sehr gut verstehen. Ich hab das Buch nicht komplett durchgelesen. Bei 60 % vom Hörbuch hat's mir dann gereicht. Ich hab den fehlenden Teil zusammengefasst noch nachgelesen (gelobt seien die BuddyReads auf Reado). Und ja, ich bin erleichtert, dass ich jetzt mit Gewissheit sagen kann, dass ich dieses Buch nicht mehr weiter lesen will. Anscheinend ist die Autorin mit dem Vorsatz "schlimmer geht immer" an das Buch rangegangen. Man stelle sich einfach die schlimmsten Szenarien und miesesten Entwicklungen zu der Handlung vor. Dann kann man fest davon ausgehen, dass diese *immer* in diesem Buch auftreten werden. Meistens sogar noch eine Stufe schlimmer als das, was man sich vorstellen will. Ich will nicht mal sagen, dass solche Leben wie von Jude zu realitätsfern oder unglaubwürdig sind. Es gibt mit Sicherheit leider genug Menschen auf der Welt, die ähnliches durchleiden wie er. Ich kann mir allerdings trotzdem schwer vorstellen, dass solche Schicksalsschläge mit einer solchen Häufigkeit, Regelmäßigkeit und Intensität immer und immer und immer wieder vorkommen. Das Buch fühlt sich so an, als hätte sich die ganze Welt gegen Jude verschworen. Entweder um ihm auf maximalste Weise zu schaden, zu verletzen, zu demütigen und zu missbrauchen. Oder ihm kurz das Gefühl von Wärme und Sicherheit zu geben, um ihn kurz darauf wieder alleine zurück zu lassen. Die ganze Welt von "ein wenig Leben" scheint nur aus Pädophilen, Vergewaltigern oder kranken, gebrochenen Menschen zu bestehen. Und es läuft am Ende immer darauf hinaus, dass Jude entweder im metaphorischen oder im tatsächlichen Sinne windelweich geprügelt und ausgenommen wird, wenn er eh schon längst am Boden liegt. Vielleicht bin ich einfach zu ignorant und verwöhnt, um mir so viel Leid auf einmal vorstellen zu können, aber mir erscheint das alles einfach viel zu überzogen und überdramatisch. Und diese ständige Überdramatik geht nicht nur aufs Gemüt, sie nervt irgendwann nur noch. Selbst wenn diese ganzen Darstellungen aus dem Leben eines echten Menschen gegriffen sein sollten und realitätsnäher sind, als man wahrhaben möchte: Es ist meiner Meinung nach trotzdem keine gute dramaturgische Entscheidung, eine Erzählweise zu wählen, die den Leser kaum verschnaufen lässt und ständig von einer herzzerreißenden Szene zur nächsten springt. Man hat sich 300 Seiten lang so viel Zeit gelassen, um Atmosphäre zu schaffen und die Charaktere vorzustellen. Und das alles nur, um dann von jetzt auf gleich über mehrere hundert Seiten auf den Leser mit lauter heftigen Traumata einzudreschen? Ja, ich verstehe schon, dass es der Autorin darum ging, den Leser genau diese Ungewissheit und bösen Überraschungsmomente durchleiden zu lassen, die Jude sein Leben lang quält. Aber welcher Leser soll das auf Dauer aushalten? Man kann doch auch dann Empathie im Leser hervorrufen, ohne die ganzen Grausamkeiten, Gewalt und Schicksalsschläge so exzessiv zu übertreiben. Oder zumindest ohne sie so detailliert zu beschreiben. Wahrscheinlich hab ich einfach zu schwache Nerven für das Buch oder bin zu ignorant - aber wahrscheinlich ist das Erzähltempo des Buches auch einfach nicht gut gewählt und der Fokus liegt zu sehr auf der Darstellung von Schmerz und zu wenig darauf, den Leser abzuholen. Das Buch macht den Eindruck, als habe die Autorin dezent auf ihre Leser gesch*** und auf möglichst zynische, menschenverachtende Art ihren ganzen Menschenhass auslassen wollen. Es ist gut, dass Menschen mit Traumata Bücher schreiben, um ihren Schmerz zu verarbeiten. Ich mache das im Grunde genauso. Und solche Bücher haben auch ihre Existenzberechtigung. Man muss sich dann eben als Leser fragen, ob man sich wirklich auf so viel Negativität einlassen will. Mir persönlich ist meine Zeit dafür zu schade. Insgesamt daher nur 2/5 ⭐ von mir, weil das Erzähltempo sehr unausgewogen und die Handlung zu übertrieben dramatisch ist.
Ein Buch was sprachlos macht und einen nicht loslässt. Es schafft sich so unglaublich verbunden mit den Protagonisten zu fühlen. Es vergeht bisher kein Tag an dem ich nicht an dieses Buch denke.
Hohe Erwartungen, die tatsächlich erfüllt wurden
Ein wirklich mitreißender Roman, der so viel Leid, Liebe, Freud, Hoffnung und gleichzeitig auch Hoffnungslosigkeit vermittelt. So viele Gefühle, die die Protagonisten total real wirken lassen. Ich habe über die 960 Seiten so viel mitgelitten, mitgehofft und mich mitgefreut. Ich mochte die Schreibweise sehr und auch die unterschiedlichen Perspektiven, fand ich toll. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass beispielsweise die Sicht von Malcolm und JB häufiger betrachtet wird. Auch die Zeitsprünge mit Zusammenfassungen und Rückblicken haben total gut gepasst. Ich hab eigentlich nur eine Kritik: Es sollte unbedingt Triggerwarnungen (Suizid, sexualisierte Gewalt, extreme Form von körperlicher Gewalt, …) am Anfang des Buches stehen. Auch wenn diese dann kleine Spoiler wären, ist es absolut notwendig.
Ein emotional brutaler Roman, der tief trifft, lange nachhallt und einen nicht unversehrt zurücklässt.
"Ein wenig Leben" braucht Zeit, um sich zu entfalten. Die ersten rund 100 Seiten sind eher ruhig und fordernd, doch danach entwickelt sich der Roman zu einer unglaublich fesselnden und intensiven Geschichte. Mit jeder Seite wächst die emotionale Wucht. Besonders die Figur Jude geht tief unter die Haut – sein Leid, seine Ängste und seine innere Zerrissenheit sind kaum auszuhalten und dennoch unmöglich zu ignorieren. Man fiebert mit, verzweifelt mit und spürt immer wieder diese bedrückende Schwere, die über allem liegt. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Konsequenz, mit der es seine Geschichte erzählt. Es ist ein epischer Roman, der nichts beschönigt und emotional stark fordert. Gleichzeitig entsteht eine tiefe Verbindung zu den Figuren, die einen nicht mehr loslässt. Ein sehr intensives, bewegendes Buch – aber definitiv nichts für schwache Nerven.

Puhh… schwierig hier eine Bewertung abzugeben!
Für mich war es unglaublich schwer reinzukommen, dennoch bin ich froh es bis zum Ende gelesen zu haben. Zwischendurch musste ich aufhören, weil es wirklich, wirklich schwere und schreckliche Schicksalsschläge beinhaltet - wenn man denkt „Okay, jetzt kann es wirklich nicht noch schlimmer werden. Der arme Junge hat schon so viel durchgemacht..“, kommt die nächste Bombe, noch brutaler als die zuvor. Mit Vorsicht zu genießen - es zeigt jedoch auch, wie sehr Freundschaften einem im Leben helfen können.

Man liest nicht - man durchlebt es
Hat mich überwältigt. Innerhalb von zwei Wochen gelesen, aber am Ende fühlte es sich an als hätte man ein ganzes Leben durchlaufen. Es ist teilweise unfassbar grausam, aber auch zärtlich & intensiv – habe mich beim Lesen immer wieder gefragt: Wie kann man so eine Geschichte schreiben? Es war mir nicht zu lang, die ganzen Details, die verschiedenen Perspektiven und Jahrzehnte, man verliert sich in dieser Konstellation aus Gewalt, wahrhafter Liebe und echter Freundschaft. Eine emotionale Achterbahnfahrt an die ich noch oft denken werde…ach Jude. Ein wenig Leben hat mir wieder gezeigt wieviele Emotionen Bücher in einem auslösen können, Danke. Als ich das Buch beendet hatte bin ich nochmal zum Anfang zurückgekehrt….hätte nie geglaubt was mich da erwartet.

Bedrückend. Verzweifelnd. Und immer wieder diese Hoffnung.
"Lass mich gesund werden oder sterben." Ich habe die READO-KI nach einer traurigen, mich brechenden Buch-Empfehlung gefragt und dieser Roman wurde dem gerecht. Der Einstieg war wie bei vielen anderen Lesenden auch für mich schwierig und es war kein Leseflow aufgekommen, aufgrund von vielen Charakter-Beschreibungen und dem ausbleibenden ersichtlichen roten Faden. Dies besserte sich jedoch im Laufe der Handlung und mit dem Fokus auf den Protagonisten. Es ist erschütternd wie viel Leid einem Menschen widerfahren kann. Sicherlich ist dies ein Roman, aber jedem ist bewusst, dass es auf der Welt etliche Menschen mit ähnlichen, wenn nicht noch schlimmeren Schicksalen gibt und das gibt einen viel zu denken. Für mich persönlich ist der Roman deutlich zu lang mit 960 Seiten und könnte zur Verbesserung und Intensivierung gekürzt werden. Er ist voller Emotionen, Verzweiflung, grausamen Misshandlungen und immer wieder Hoffnung auf Besserung. Auf Normalität und Ruhe. Auf Glück. Neben all den bedrückenden Gefühlen wird auch immer der Wert der Freundschaft, Fürsorge und des Füreinander Dasein beleuchtet. Das Ende war für mich sehr emotional und in dieser Ausprägung bisher einzigartig. Wer sich all diesen Gefühlen hingeben und in den Sog geraten möchte, kann sich auf den Roman einlassen. Es ist sicherlich eine Belastung, die aber auch durchaus lohnenswert ist. Nichts für schwache Gemüter, aufgrund der vielen Trigger-Thematiken.
Intensiv, schonungslos, langatmig! - Achtung leichte Spoiler 🚨
Meine Meinung zu Ein wenig Leben… Also, Ein wenig Leben ist echt ein Buch, das einen mitnimmt. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen – sehr intensiv, sehr bildhaft, und die Charaktere sind einem echt nahegegangen. Die Geschichte von Jude und seinen Freunden hat mich auf jeden Fall berührt, auch wenn ich nicht, wie viele andere, an einer bestimmten Stelle geweint habe. Finde das aber auch total okay, weil jeder anders emotional reagiert. Was mir aber nicht so gefallen hat: Manche Stellen waren einfach zu explizit. Ich mag es eigentlich, wenn Bücher nichts beschönigen, aber die Art, wie Selbstverletzung und Missbrauch beschrieben wurden, war manchmal echt heftig – fast schon zu viel. Dazu kommt, dass das Buch stellenweise sehr langatmig war. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, den Faden zu verlieren, weil manche Passagen sich ziemlich gezogen haben. Was mich auch gestört hat: In meiner E-Book-Version gab’s keine Triggerwarnungen. Bei so einem Buch hätte das echt geholfen, weil es schon ziemlich harte Themen anspricht. Insgesamt würde ich 3,5 von 5 Sternen geben. Es ist gut geschrieben und emotional packend, aber an manchen Stellen einfach zu viel – inhaltlich und von der Länge her.
Zu Beginn eine Triggerwarnung: In dem Buch geht es zu 95% um Misshandlungen und Gewalt-sexuelle, körperliche als auch psychische sowie die Misshandlung am eigenen Körper. Ich habe das Buch auf Empfehlung gelesen ohne zu wissen um was es eigentlich geht. Die ersten 200-300 Seiten haben sich sehr gezogen, aber irgendwann hat die sehr lange Vorgeschichte Sinn gemacht. Die Geschichte um Jude ist voller Schmerz und hat mich viel beschäftigt. Es ist eines der erschütterndsten Bücher, welches ich je gelesen habe. Mir fehlen buchstäblich die Worte für die Geschichte um Jude: außer-wieviel Leid kann ein Mensch ertragen?
Ach was soll ich sagen.. Der Anfang zieht sich extrem, so wie jeder sagt aber ab Seite 150-160 ungefähr wirds dann spannender. Es hätten nicht so viele Seiten sein müssen aber ist jetzt kein Weltuntergang 😌 Im Großen und ganzen war es ein schönes aber sehr trauriges Buch bei dem auch einige Tränen geflossen sind🥲
Eine Bewertung ist mir selten so schwer gefallen..
Ich musste das Buch zwei mal beginnen. Beim ersten Mal habe ich nach ca. 40% aufgegeben, weil ich es nicht ausgehalten habe. Beim zweiten Mal habe ich es dann durchgelesen. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle - von Mitgefühl, Trauer, Fassungslosigkeit bis hin zum Glauben an gute Menschen - danke Harold. Die Geschichte von Jude und Willem wird mich noch etwas länger begleiten.

Willem & Jude 🖤🥀
Das intensivste Buch, das ich je gelesen habe. Hat mich tief beschäftigt – besonders Willem & Jude 💔 So oft denke ich noch an ihre Geschichte…Etwas langatmig am Anfang (ca. 400 Seiten), aber dann einfach nur heftig. Sehr gut recherchiert, tiefgründig & traurig.
Ein Meisterwerk was ich nie vergessen werde! Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gefesselt. Das war eines meiner besten Leseerlebnisse der letzten Jahre. Mein absolutes Lieblingsbuch! Ich kann leider diesen Roman nicht als Empfehlung aussprechen-Triggerwarnung
Überwältigendes Buch über sehr schwere Themen. Nie habe ich solch realistische Charaktere in einem Buch kennengelernt.
Schwierig
Dieses Buch hat mich wirklich fertig gemacht, es hat mich durchgehend traurig gemacht. Ich bin entsetzt davon , wie viel Leid dieser Mensch ertragen musste.
5 Sterne reichen nicht aus…
„Ein wenig Leben“ ist kein Buch für jeden – es fordert einen heraus und konfrontiert mit schwierigen, schmerzhaften Themen. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einer zutiefst berührenden und unvergesslichen Geschichte belohnt. Es ist definitiv ein Buch, das noch lange nach dem Schließen des Deckels in meinen Gedanken und im Herzen sein wird. Ein außergewöhnliches, emotional intensives Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Unbedingt lesen, wenn man bereit ist, sich mit den dunkelsten Seiten des Lebens auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Schönheit von Freundschaft und menschlicher Verbundenheit zu erleben. Ganz viel Liebe!

Mein Jahreshighlight!
Bei aller berechtigten Kritik (fehlende Triggerwarnings und Misery Porn) muss ich einfach sagen, dass ich noch nie, nie, niemals nie so ein unfassbar reales, tieftrauriges und gleichzeitig fantastisches Buch gelesen habe. Die Lesezeit glich wirklich einer umfassenden Erfahrung, die jedes denkbare Gefühl in mir hochgeholt hat. Allein die Figurenzeichnung und die unfassbar schöne Sprache machen diese Geschichte absolut worth it all. Ich bin nicht mit jedem Handlungsstrang in der Geschichte bedingungslos mitgegangen und konnte bei Gott nicht für alles Verständnis aufbringen, aber je mehr Zeit verging, desto mehr habe ich verstanden: Das ist auch gar nicht der Punkt. Alles was bleibt ist das tiefe Mitgefühl und die Erkentnis, dass, obwohl die Geschichte und Personen nicht real sind, ihre Gefühle und Erfahrungen mit all ihren Widerwärtigkeiten und dem Unaushaltbaren eben doch in einer realen Welt stattfinden. Leid ist real. Widerwärtigkeit ist real. Jede Perversion unseres Miteinanders ist real. Sprachlosigkeit ist real. Und das ist die eigentliche Tragödie. Diese Geschichte hat eine kaum zu fassende Dringlichkeit und ist gleichzeitig unaushaltbar grausam und tief menschlich, randvoll mit Güte, Freundschaft und Liebe. Sie begibt sich an die schwärzesten Orte unseres Menschseins und bricht doch immer wieder durch zum hellen, hoffnungsvoll warmen Licht unseres Miteinanders. Wer von diesem Buch gute Gefühle erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Wer bereit ist, sich auf eine Reise der gesellschaftlichen Sprachlosigkeit und Tabuuisierung zu begeben und zu verstehen, was Menschen auseinandernimmt und zerbrechen lässt, wird nach dem Buch ein besserer Mensch sein. x=x Ich werde dich niemals vergessen, Jude.
Ach Jude…❤️🩹
Dieses Buch hat mich völlig zerstört und emotional zurückgelassen. Es ist nichts für schwache Nerven, die Content-Warnungen sollte man unbedingt ernst nehmen! Dennoch ist es eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Hanya Yanagiharas Schreibstil ist einzigartig. Niemand schreibt so wie sie. Mit einer unglaublichen Intensität formt sie ihre Charaktere so lebendig, dass es sich anfühlt, als würden Jude, Willem und alle anderen wirklich existieren. Ihre Geschichten gehen unter die Haut und lassen einen nicht mehr los. Ich habe lange gezögert, ob ich dieses Buch lesen soll. Aber es lohnt sich so sehr! Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht daran denke. Ein wenig Leben tut weh, aber genau deshalb bleibt es für immer. 🫂
„Er konnte nicht sagen was schlimmer war - Dass er sich selbst hasste, oder dass er nicht aufhören konnte sich selbst zu hassen“
Ein Wenig Leben ist ein Buch, dass ich so noch nie vorher gelesen habe und ich denke auch nicht, dass es viele Bücher gibt mit dem man es vergleichen könnte. Es erzählt die Geschichte von einem Mann, der von seiner traumatischen Vergangenheit gezeichnet ist und den Rest seines Lebens darum kämpft sich wieder lebendig zu fühlen. Er hat dabei großartige Freunde an seiner Seite und diese Freundschaft ist eine der wenigen Positiven Dinge an diesem Buch. Für viele mag Judes Lebensgeschichte Unrealistisch oder übertrieben dargestellt wirken, aber für mich hat sie sich realistisch angefühlt. Natürlich fällt es einem schwerer seine Vergangenheit als Realistisch abzutun wenn man noch nie in Kontakt mit Missbrauch oder Trauma gekommen ist, aber die Traurige Wahrheit ist, dass solche Geschichten passieren. Sie existieren irgendwo da draußen und diese Geschichte zeigt auf eine sehr direkte Art wie tief verwurzeltes Leid einen Menschen gefangen halten kann. Das Buch ist nichts was man auf die leichte Schulter nehmen sollte und man sollte sich definitiv die Triggerwarnung vorher durchlesen aber es ist ein Buch was ich nie wieder vergessen werde und deshalb hat es auch die 5 Sterne verdient.
Bitte passt auf!
Vorab will ich sagen: Triggerwarnungen sind eigentlich eine Checkliste für mich nach der ich entscheide, ob ein Buch für mich in Frage kommt oder nicht. Hier muss ich aber deutlich sagen: Es ist so grenzwertig, dass es für dieses Buch keine gibt. Ich bin wirklich, wirklich abgehärtet aber dieses Buch hat mich gebrochen. Die Themen sind: -Drogen -Suizid -selbstverletzung -Tod geliebter Menschen -Depression -sexueller missbrauch (auch an Kindern) -körperliche Gewalt -toxische Beziehungen Nun zum Buch an sich. Viele Leute schreiben in ihren Rezensionen, dass der Einstieg viel zu lang dauert und auch ich hab’s zunächst so empfunden. Aber ohne die ersten 200s wäre das Ausmaß an Schmerz, welches man mit den Charakteren durchlebt nicht zu erreichen. Das komplette Buch ist Fiktion und trotzdem so verdammt nah an der Realität, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte ich lese eine Biografie. Ich selbst bin Sozialpädagoge und habe täglich mit recht schweren Schicksalen zutun und muss sagen dieses Buch spiegelt die tatsächliche Realitäten von Mitgliedern unserer Gesellschaft wieder. Ich habe hier eines meiner neuen lieblingsbücher gefunden, auch wenn ich es nicht weiterempfehlen kann. Lest es bitte nur, wenn ihr stabil seid und die genannten trigger euch nicht oder nur sehr wenig betreffen. Großartig!

Wow das Buch führt uns in die Abgründe des menschlichen dasein‘s. ❤️🩹
Was soll ich sagen, dieses Buch ist keine leichte Lektüre & lag durch die knappen 1000 Seiten, die mich abgeschreckt haben, länger auf meinem Sub. Es viel mir erstmal schwer rein zu kommen, am Anfang hat es sich auch sehr gezogen, dennoch ist es literarisch gesehen ein absolutes Meisterwerk, aber emotional gesehen.. nun ja es hat mich sehr gebrochen.❤️🩹 Aber das Buch hat mir auch gezeigt, dass die Probleme mit denen ich mich im Alltag herumschlage unglaublich unbedeutend sind im Vergleich zu so einer Story. Ich denke das ist ein Buch, an welches man noch einige Jahre zurückdenkt, da es einen sehr beschäftigt.🥹
So gehyped und einfach nicht meins…
Nach 300 Seiten immer noch drauf gewartet, ob es mich endlich packt… leider gar nicht… Judes Erlebnisse mit Caleb haben es mich dann ab der Hälfte des Buches endgültig abbrechen lassen. Ganz viele hat es so schwer berührt, für mich war es einfach nur total drüber… leider wieder mal „not my cup of tea“
Das letzte große Kapitel war das schlimmste. Ich weiß nicht, ob ich jemals jemanden gelesen habe, der Trauer, Verzweiflung, Selbsthass und vor allem absolute, zerstörende innere Leere so in Worte fassen kann wie Hanya Yanagihara. Große Empfehlung, aber nicht, wenn es euch nicht gut geht.
"Warum fanden die Leute solche Freundschaften bewundernswert, … … wenn man siebundzwanzig war, aber suspekt, wenn man siebenunddreißig war? Warum zählte eine Freundschaft weniger als eine Beziehung?"
Was habe ich da bitte gelesen? Ich muss sagen, das ich bis zur Mitte des Buches unheimliche Probleme hatte reinzufinden. Ich wollte es sogar schon komplett abbrechen. Doch mit einem Mal wurde alles anders. Es ist unglaublich wie bildlich die Autorin Gefühle beschreibt. Ich habe bei fast jedem Kapitel weinen müssen. Habe mitgefiebert. Habe gehofft, obwohl die Situation fast aussichtslos war. Ich gebe 3 Punkte, weil es eben nur die zweite Hälfte war die mich mitgerissen und eingenommen hat.
Unfassbar traurig und intensiv!
Zu Beginn war ich mich nicht sicher, dieses Buch zu Ende zu lesen. Stellenweise kam ich nur schleppend voran. Inhaltlich empfand ich es als komplex weil mehrere Charaktere in schneller Abfolge vorgestellt wurden. Ausserdem war nicht immer klar sich in welcher Zeit alles abspielte. Trotzdem hat es mich gepackt. Ich war zugleich sehr erschüttert darüber wie alles bis ins Detail beschrieben wird. Ein sehr emotionales Werk!

Merkmale
35 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre.
Beiträge
Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara Dieses Buch war mein ganz persönlicher Kampf. Keine Ahnung weshalb ich mich durch gequält und nicht abgebrochen habe....?
Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu beurteilen. Die Story um Judes Leben ist grausam, widerlich und verstörend. Jedoch kam bei mir das verdiente Mitgefühl nicht auf, da der Roman viel zu langatmig und ausschweifend erzählt wird. Diese Längen hinterließen bei mir Missmut und Gereiztheit anstatt Empathie und Spannung. Auch den Schreibstil fand ich furchtbar. Viel zu lange, verschachtelte Sätze und kaum Dialoge. Ein Satz ging mal über 21 Zeilen!!! Man wußte am Ende vieler Sätze nicht mehr, um was es eigentlich ging und man musste sie mehrfach lesen und auseinander pflücken. Weiterhin waren die Kapitel auch viel zu lang und die Chronologie oftmals nicht gleich einzuordnen. Ebenso schwierig fand ich es, die Erzählersicht sofort zu erkennen und einer bestimmten Person zuzuordnen. Naja, ich habe das Projekt beendet und kann leider keine Empfehlung aussprechen.
beendet am: 03.09.25 Sprache: Englisch < Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. > Fantastischer Schreibstil, der die Welt der Charaktere und deren Gedanken und Gefühle so schön erzählt. Es ist faszinierend, wie gut die Autorin es schafft ca. 25 Jahre eines Lebens in etwas mehr als 800 Seiten unterzubringen und trotzdem das Gefühl entsteht, als wäre man jeden einzelnen Tag bei den Charakteren gewesen. Auch sind die vier Männer sehr realistisch und greifbar ausgearbeitet. Sie sind vielschichtig und interessant geschrieben und der Wechsel zwischen den Perspektiven der Protagonisten liefert extrem tiefe Einblicke in deren innere Welt. Der Aufbau in mehrere große Kapitel hat mir auch sehr gut gefallen. ABER: Ich hatte irgendwann das Gefühl die Autorin genießt es Jude leiden zu lassen. Alles Schlimme, was man sich vorstellen kann, passiert diesem Mann und es war irgendwann einfach nur noch grauenhaft noch ein tragisches Erlebnis von ihm zu entdecken. Dass Jude einfach fast nie eine Pause bekommt, hat mich so sauer auf die Autorin gemacht und mich leider auch immer wieder aus der Geschichte raus gebracht. Mir ist bewusst, dass es der Sinn der Story war, aufzuzeigen, dass manche Menschen einfach keine Pause bekommen, aber es war mir trotzdem einfach viel zu viel. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich die Charaktere alle so gerne mochte und sie deshalb nicht leiden sehen wollte. Was allerdings mein viel größeres Problem mit dem Buch ist, dass es meiner Meinung nach Selbstverletzung sehr verherrlicht. Es wird immer wieder gesagt, dass es nicht gut ist und auch gezeigt, wie die Menschen im Umfeld der Person, die sich verletzt, leiden. Allerdings werden die Passagen, in denen es um Selbstverletzung geht, viel zu sehr romantisiert und sind auch viel zu grafisch beschrieben. Als Leser bekommt man quasi ein „How to?“ der Selbstverletzung. Es wirkt fast so, als wollte die Autorin zeigen, dass es was schönes ist, sich selbst wehzutun und das finde ich nicht gut. Was ich auch schade finde ist, dass fast jeder in Judes Leben sein selbstzerstörerisches Verhalten ermöglicht und einfach geschehen lässt. Manchmal brauchen Menschen etwas tough love, damit es ihnen besser geht, aber das hat sich keiner von Judes Freunden getraut, ihm zu geben. Wenn man allerdings mit den genannten Kritikpunkten zurechtkommt, ist es definitiv ein lesenswertes Buch. Allgemein war das Buch eine gute Werbung für Therapie, damit die schönen Momente im Leben auch als solche erkannt und genossen werden können und nicht von den schlimmen Momenten überschattet werden. Ich werde das Buch auch sehr wahrscheinlich nochmal lesen, da es wirklich schön geschrieben ist und ich die Charaktere sehr gerne mag.
Vor neun Jahren habe ich diesen Text über „Ein wenig Leben“ geschrieben. Gestern hat mich tatsächlich jemand gefragt, ob ich dieses Buch gelesen habe – und plötzlich war alles wieder da. Dieses Gefühl nach der letzten Seite, diese Schwere, die dieses Buch hinterlassen hat, und der Drang, die eigenen Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Ich lasse den Text heute ganz bewusst genauso stehen, wie ich ihn damals geschrieben habe. Ungefiltert, emotional und mitten aus diesem Moment heraus. Denn genau so hat sich dieses Buch angefühlt. Ich glaube nicht, dass ich „Ein wenig Leben“ jemals ein zweites Mal lesen werde. Dafür ist diese Geschichte zu grausam, zu intensiv, zu schmerzhaft. Aber aus meinem Regal würde ich es trotzdem niemals geben. Manche Bücher liest man nur einmal – und trotzdem begleiten sie einen ein Leben lang. Wie kann ein Buch gleichzeitig die schönste, schlimmste, grausamste, am besten geschriebene, beeindruckendste, qualvollste, großartigste Geschichte beinhalten, die man je gelesen hat? Wie kann man versuchen, ein Buch zu beschreiben, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt? So ein lächerliches Alphabet mit nur 26 Buchstaben? Wie sollen diese jemals auch nur ansatzweise das heraufbeschwören können, was „Ein wenig Leben“ mit mir gemacht hat? Und doch hat „Ein wenig Leben“ ironischerweise genau diese absurde kleine Anzahl an Buchstaben gebraucht, um zu einem Buch zu werden, das ich nie wieder vergessen werde. Weil man es nicht vergessen kann. Weil es dich mit jeder Seite ein kleines bisschen mehr zerstört. Weil du bitterliche Tränen weinst, weil Sätze und Wörter, so intensiv und berauschend erzählt, dir um die Ohren fliegen, dass du glaubst, dass du es nicht schaffen kannst. Dass du diese Geschichte nicht schaffen kannst. „Ein wenig Leben“ hat mir leserisch alles abverlangt. ALLES! Und dann hat es dieses ALLES genommen und noch einmal verstärkt, es noch einmal ein bisschen unerträglicher gemacht. „Ein wenig Leben“ hat mich an eine Klippe gebracht, um mich dort stehen zu lassen und zu sagen: „Was ist los? Heulst du, weil du nicht fassen kannst, dass Bücher auch solche Geschichten erzählen können? Heulst du, weil es keine Gute-Laune-Welt ist, die du hier betrittst? Willst du aufgeben? Jetzt? Einfach so? Oder springen und es zu Ende bringen?“ Mehr als einmal war ich an diesem Punkt, an dem ich geglaubt habe, dass es nicht weitergeht. An dem ich im Kampf erschöpft zu Boden gesunken bin und gedacht habe: „Ich kann nicht mehr. Hier ist meine weiße Fahne! Ich gebe auf!“ An dem ich so viel Abstand wie möglich zwischen mich und diese Geschichte bringen wollte. Aber irgendetwas hat mich immer wieder zurückgezogen – so sehr, dass ich die zweite Hälfte des Buches, obwohl ich für die erste Hälfte über zwei Wochen gebraucht habe, in drei Tagen zu Ende gelesen habe. Und nun sitze ich hier. Voller blauer Flecken, die nicht eingebildet sind. Diese Geschichte hinterlässt Spuren in der Seele, die niemals verblassen werden, obwohl „Ein wenig Leben“ ein Buch ist, das ich nicht explizit weiterempfehlen würde. Es ist noch nicht einmal eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann mit ALLEM. Mit dem Schmerz, mit den blauen Flecken, mit den Tränen, mit der Klippe, mit der Angst, die nächste Seite umzublättern. Mit einer Angst, die sich nicht erklären lässt, weil es nicht real ist. Und doch ist es so real, dass es weh tut. Und dass es eine Wunde ist, die lange braucht, bis sie wieder heilen kann. Wenn sie es überhaupt tut. „Wir brauchten mehrere Tage, um ihn zu lesen, denn obwohl er nicht lang war, war er zugleich endlos, und wir mussten immer wieder die Seiten niederlegen und uns von ihnen entfernen, um uns dann gegenseitig zu wappnen – Bist du bereit? –, uns hinzusetzen und ein weiteres Stück zu lesen.“ (S. 956)

Dieses Buch bringt einen an seine Grenzen... und darüber hinaus!
Dieses Buch hat mich wirklich zutiefst erschüttert. Wir begleiten eine Freundesgruppe vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens. 4 Freunde, die jeder für sich seine eigenen Probleme und Herausforderungen haben, welche sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben werden. Trotz seiner beachtlichen Länge hat man nicht das Gefühl dass es langatmig ist, eher im Gegenteil. Es wurden alle relevanten Handlungen in dem Leben der 4 thematisiert. Die Handlung ist allerdings nichts für Jedermann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, welche Themen hier behandelt werden, bevor man es liest. Dieses Buch ist wirklich harte Kost. Die hier behandelten Themen regen wirklich zum Nachdenken an und machen einem erstmal so richtig bewusst, wie anders das Leben eigentlich verlaufen kann. Die Leben der im Buch dargestellten Personen unterscheiden sich komplett voneinander und verlaufen sehr unterschiedlich in ihren Höhen und Tiefen. Es wird einem überdeutlich vor Augen geführt, zu welchen Gräueltaten Menschen eigentlich imstande sind. Besonders schockiert und zugleich fasziniert hat mich das Leben von Jude. Jude ist ein wahnsinnig starker Charakter, der aufgrund seiner Vielschichtigkeit und seiner enormen Entwicklung, in "Ein wenig Leben" den stärksten Anteil erhalten hat. Durch die enorme Abnormalität und Absurdität vergisst man schnell, dass diese Taten nicht nur in Büchern vorkommen, sondern für manche Menschen groteskerweise Alltag sind.
Für Jude 🩷
Ein Jahr später – und es lässt mich nicht los. Es ist über ein Jahr her, dass ich Ein wenig Leben gelesen habe. Und doch vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht an Jude denke. An Willem. An diese Freundschaft, die Liebe, die Tragik. Dieses Buch hat etwas mit mir gemacht – etwas, das geblieben ist. Ich habe mir jetzt die Sonderedition gekauft, einfach weil sie so wunderschön ist und weil ich diesem Buch einen Platz in meinem Wohnzimmer geben will, als Teil meines Lebens. Erst gestern kamen mir wieder die Tränen, als ich jemandem davon erzählt habe. So tief sitzt der Schmerz, aber auch die Zärtlichkeit, die Nähe. Ein wenig Leben ist stellenweise kaum auszuhalten – und doch möchte man keine Seite missen. Mich hat noch nie ein Buch so tief bewegt, und ich glaube, keines wird es je in dieser Intensität wieder tun.
»Nicht die Verlorenen sind es, die man besucht, sondern die Menschen, die nach den Verlorenen suchen.«🥀
Ein unfassbar tragisches und wunderschön geschriebenes Buch, das jedoch gute 300 Seiten zu lang ist.😶🌫️ Das Schicksal von Jude ist so schrecklich, dass ich das Buch immer wieder weglegen und Pausen einlegen musste. Und jedes Mal, wenn ich dachte, es könne für ihn nicht schlimmer werden, wird immer wieder einer oben drauf gesetzt – und das wortwörtlich über 1.000 Seiten hinweg. Es ist eine hoffnungslose Abwärtsspirale voller Trauma, Schmerz und Verlust - wirklich einfach nur deprimierend.🥺

Wie? 💔
Wie soll ich weitere Vorfälle überleben? 💔 Wie? 💔 Dieses Buch zerreißt mich. In Stücke. Klitzekleine Stücke. 😩😭

Ein Buch, dass einem alles abfordert!
Man kann für dieses Buch keine Leseempfehlung aussprechen. Es ist einfach zu grausam. Wir begleiten Jude viele Jahre seines Lebens. In Rückblenden erfahren wir Schritt für Schritt Dinge aus seiner Kindheit und Jugend, die so furchtbar sind, dass sie bis in sein Erwachsenenleben Auswirkungen haben und ihn daran hindern sich selbst als wunderbaren Menschen wahrzunehmen und Liebe von anderen anzunehmen. Jude lernt während seines Lebens Menschen kennen, die ihn lieben und es sehr gut mit ihm meinen, ihn lieben und ihm Halt geben. Das macht einem beim Lesen Hoffnung und doch kommt von Kapitel zu Kapitel eine neue Tragödie hinzu. Abzug gibt es, weil ich am Anfang etwas brauchte, um rein zu kommen, aber das dran bleiben hat sich gelohnt. Auch zwischendrin gab es die ein oder andere Länge, evtl. wäre das Buch auch mit 150 Seiten weniger ausgekommen. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. ACHTUNG: Es geht um sexuellen Missbauch, Selbstverletzung, Gewalt, Esstörungen und suizidale Gedanken.
Sicherlich einzigartig in seiner Art.
Ich bin sehr dankbar, dass man in der Book-Social-Media-Community gut auf das Buch und die Emotionen vorbereitet wird. Trotzdem kann man natürlich nie genug vorbereitet sein bei einem so krassen Buch. Man denkt sich mehrmals 'okay, jetzt kann ich weiterhören, weil schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden', aber my heart, you fool! Man ist am Ende einfach nur froh, dass das Buch Fiction ist und nicht Realität. Was es aber am schlimmsten macht, ist, dass theoretisch alles möglich ist. Und man findet sich in Grundsatz-Diskussionen mit sich selbst wider: wie viel im Leben ist heilbar? Wie viel kann ein Mensch aushalten? Und gibt es einen Punkt, ab dem man für immer zerstört ist? Eines ist sicher: das Lesen dieses Buches ist nachhaltig. Man bekommt eine andere Perspektive auf das Leben. Und die Autorin kann so unfassbar gut schreiben, dass es wehtut.
Diese Geschichte kann man nicht mit Sternen bewerten
Ich musste mich erst mal an den Schreibstil gewöhnen. Die ersten 270 Seiten brauchte ich um rein zu kommen. Was Jude alles passiert ist... Seine ganze Lebensgeschichte ist herzzereisend, vom Anfang bis zum Ende. Ich habe es durchgehalten nicht zu weinen bis zum letzten Kapitel, da konnte ich mich nicht mehr halten. Vorher hatte ich nur vereinzelte Tränen verdrückt. Oft wollte ich dieses Buch einfach gegen die Wand schmeißen... Keine Worte... Keine leichte Kost.
ich kann das gar nicht bewerten, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
das buch - judes geschichte - war einfach nur schlimm. nicht schlecht, sondern schlimm im sinne von schmerzhaft. ich habe noch nie so viel bei einem buch geweint, darüber nachgedacht, mitgelitten, als sei jude mein freund und das die realität. es ist ein meisterwerk, auf jeden fall, aber ich würde es vermutlich nicht mal einem feind zum lesen geben, einfach weil es so weh tut.
Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss.
Erzählt wird die Geschichte von Malcolm, JB, Jude und Willem, die sich in jungen Jahren kennenlernen. Wir verfolgen ihren Werdegang, wobei im Laufe des Buches ein besonderer Augenmerk auf Jude gelegt wird. Dieser ist körperlich beeinträchtigt und man merkt ihm an, dass er ein Trauma bewältigen muss. Wie groß und umfassend dieses Trauma ist, entblättert sich im Laufe des Buches. Stückchen für Stückchen erfährt man mehr von Judes Vergangenheit, blickt in tiefe Abgründe, die Judes destruktives Verhalten in der Gegenwart erklären. In der Gegenwart ist die Liebe und Freundschaft, die Jude von seiner Umgebung erfährt, wirklich sehr berührend. Die Menschen um ihn herum setzen alles in Bewegung, um Jude zu helfen. Jude aber ist so gefangen in seinem Trauma, dass er diese Hilfe nicht annehmen kann, sich nicht vorstellen kann, dass jemand solche Liebe für ihn empfindet. Viele Fragen werden aufgeworfen: Wieviel Schmerz und Trauma kann ein Mensch ertragen? Warum nimmt er keine Hilfe an? Wie verhält man sich gegenüber einem Menschen, der keine Hilfe annimmt? Wann hört Freundschaft auf und wann beginnt Verantwortung? Dieses Buch war nicht leicht zu lesen. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, wobei die Achterbahn meist in den Abgrund rast und nur selten, kurz nach oben schnellt. Nur selten kann man ein wenig aufatmen und sich über eine positive Wendung freuen. Auch weil unterschwellig immer das Leid begleitet, weil es nie eine nur positive Zeit gibt. Ich musste das Buch zwischendurch pausieren und habe lange mit mir gerungen, ob ich weiterlese, da es mich an die Grenze des Erträglichen gebracht hat. Das Buch löste bei mir so viele Gefühle aus. Verzweiflung, Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Wut gegenüber eines Protagonisten, der so viel Trauma erlebt hat, sich aber weigert Hilfe anzunehmen. Mir fällt es schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen, da mich das Buch zwar sehr berührt, aber auch sehr an meine Grenzen gebracht hat. Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss. Auch ein Buch, das lange nachhallt.
wunderschön & schrecklich zugleich.
Absolut kein leichtes Buch, noch nie hat mich ein Buch so emotional gemacht - wütend, traurig, fassungslos, aber gleichzeitig ist es so schön und wertvoll zu lesen. 5 Sterne reichen nicht..
Das beste Buch, dass ich je gelesen habe. Das schlimmste Buch, dass ich je gelesen habe. ✨
Die Art und Weise, wie es geschrieben ist, ist einfach so gut. Man hat das Gefühl, man kennt die Charaktere wirklich und lernt ihre tiefsten inneren Geheimnisse und Gefühle kennen. Die selben Situationen werden teilweise aus unterschiedlichen Sichtweisen beschrieben, und man kann einfach das Handeln und Fühlen eines jeden nachvollziehen. Ich habe so viel bei diesem Buch geweint, dennoch war es wunderschön geschrieben. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es kommt aber darauf an, mit welcher Erwartungshaltung man es liest. Es ist keine klassische leichte Story mit einem Höhepunkt und Happy End, man wird gelegentlich enttäuscht und wütend über die Entwicklung der Geschichte sein. Dennoch spiegelt das Buch meiner Ansicht nach sehr gut die Realität wieder. Ich ziehe daraus Dankbarkeit für mein eigenes Leben, mehr Verständnis für Lebenssituationen anderer Menschen und ganz viel Liebe für die Charaktere des Buches. 🤍

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Oh Wow - ich weiß gar nicht was ich sagen soll, außer lest dieses Buch!! 🥺 Diese Buch hat mich emotional zerstört und ich musste zum ersten Mal seit langem bei einem Buch weinen. Wer Lust auf eine Gefühlsachterbahn von Emotionen hat (meist abwärts), der ist bei diesem Buch genau richtig! ‼️Aber Achtung: lest die Triggerwarnung bevor ihr zu dem Buch greift! ‼️
Es hat mich zerstört! Jude 😪😪😪
Diese Geschichte ist so unglaublich herzzerreißend. Auf eine grausame Art und Weise. Es passiert nahezu nichts schönes. Nur Leid, Kummer und Schmerz. Man fragt sich: wie viel kann ein Mensch ertragen??? Durch den langen Einstieg ist man tatsächlich mittendrin, sobald die geschehen beginnen und nimmt es nochmal krasser auf. Ich hab mehrfach überlegt ob ich abbreche, weil es mich nicht los lässt. Alleine darüber zu lesen ist wirklich heftig. Mit mehreren Pausen und vielen Tränen habe ich es dann geschafft. Ließ es bitte nur, wenn du dir die triggerwarnung angesehen hast. Und selbst dann wirst du noch nicht bereit sein..
Eine emotionale Achterbahnfahrt
Zunächst muss ich gestehen: Ich wusste nicht, wie ich diese Rezension beginnen soll. Nachdem ich einige andere Bewertungen zu diesem Buch gelesen habe, stellte ich fest, dass es vielen ähnlich geht – man kommt einfach nicht so recht an die richtigen Worte. Also fange ich einfach an, in der Hoffnung, dass sich diese Rezension irgendwie von selbst strukturiert. 😂 ------------------------------- Als erstes möchte ich anmerken, dass ich es sehr schockierend fand, dass das Buch keine Triggerwarnungen enthält. Es ist definitiv keine Lektüre für psychisch instabile Menschen – besonders nicht für diejenigen, die Traumata oder Tendenzen zu selbstverletzendem Verhalten haben. Deshalb liste ich hier ein paar Triggerwarnungen auf: • Selbstverletzendes Verhalten • Suizid • Drogenkonsum • Gewalt / häusliche Gewalt • Misshandlung • Traumata/Flashbacks • Blut • Tod Darum geht's: Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara folgt vier Freunden in New York City, wobei der Fokus auf Jude liegt, dessen traumatische Vergangenheit ihn immer wieder einholt. Der Roman erforscht die Auswirkungen von Missbrauch und Gewalt auf Judes Leben und seine Beziehungen zu seinen Freunden. Trotz seiner Erfolge kämpft Jude mit emotionalen und körperlichen Wunden, die ihn zu zerstören drohen. Die Geschichte behandelt Themen wie Freundschaft, Liebe, Trauma und Heilung. Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass sich die Geschichte ziemlich zieht. Erst ab Seite 450 konnte ich wirklich in die Story eintauchen – ab diesem Punkt hatte ich endlich wieder das Gefühl, dass es spannend wird und ich weiterlesen wollte. Zwischendurch gab es zwar immer wieder schockierende Rückblicke in Judes Vergangenheit, aber danach zog es sich oft wie Kaugummi. Diese Längen/Erzählungen sind natürlich wichtig, um die tiefere Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm zu verstehen. Wir bekommen detaillierte Einblicke in ihre Schwächen, Stärken, Charakterzüge und Ansichten, was die Figuren definitiv tiefgründig und lebendig macht. Mir persönlich sind gut entwickelte Charaktere immer besonders wichtig, aber hier wurde das Buch durch die wirklich ausführlichen und intensiven Einblicke in die Innenwelt der Figuren irgendwie etwas zu langsam. Oft musste ich mich richtig konzentrieren, damit nicht nur meine Augen, sondern auch mein Geist den Text erfasste. Zusätzlich hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Die ständigen Wechsel der Perspektiven haben mir anfangs sehr zu schaffen gemacht, und ich empfand das Ganze als ziemlich anstrengend. Es ist wirklich keine leichte Lektüre – sie erfordert volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Außerdem werden sehr schwierige und oft unangenehme Themen behandelt, die einem ein unangenehmes Gefühl im Magen hinterlassen. Zum Glück haben mich aber Sheila (@buch_wolke) und Tabea aus dem Buchclub motiviert, weiterzulesen. Und trotz der Schwächen muss ich sagen, dass ich wirklich froh bin, das Buch gelesen zu haben. Es ist zwar schwer und düster, fast wie eine Depression in Buchform, aber auf eine gewisse Weise ist es dennoch lesenswert. Dieses Buch wird mir auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben. Ich habe so viele Emotionen durchlebt, dass ich einfach nicht anders konnte, als darüber zu sprechen. Sogar der beste Freund meines Mannes musste sich anhören, was gerade in der Geschichte passiert, weil ich einfach reden musste. 😂 ⭐️⭐️⭐️✨️
Puhhhh.. nach diesem Buch ist erstmal alles anders. Mit anderen Worten… es zerstört dich!
-Eins vorweg. Dem Buch fehlt die Triggerwarnung! Das ist harter Tobak der hier detailliert geschildert wird- Ein wenig Leben ist eine sehr langsam erzählte Geschichte über Freundschaft, Liebe, Unglück und Missbrauch. Das Buch ist unfassbar emotional und grausam zugleich. So wird das Wohlbefinden beim Lesen auf links gedreht, man fühlt mit den Charakteren mit und durchlebt das unfassbar tragische Leben des Protagonisten Jude. Die Autorin baut eine bittere, ernste und vor allem realistische Welt auf, die sich um Missbrauch, Freundschaft, Menschlichkeit, Unvollkommenheit und Versagen dreht. Schlichtweg ums Mensch sein. Hautpsächlich geht es in erster Linie um das Leben des Protagonisten Jude und dem unvorstellbaren Missbrauch der ihm als Kind und Erwachsener mehrfach widerfährt. Aber letztendlich liegt der Fokus des Buches auf die bedingungslose Liebe seiner Mitmenschen und seinen Freunden. Auf das Verzeihen und auf das Mitgefühl untereinander. Auch wenn das Buch an einigen Stellen sich wahnsinnig zieht, man das Gefühl hat, es könnte viel kürzer sein, liegt die Genialität darin, dass die Autorin sich extrem viel Zeit nimmt, die Geschichte so unaufgeregt und langsam zu erzählen, damit die Atmosphäre in der das Buch spielt sich deutlich entwickeln kann. Und diese wirkt so eindringlich und realistisch, dass sie den Leser nahezu Platt macht. Ganz ohne billige Plots, Wendungen und Hollywood. Manche Situationen hätten durchaus kürzer ausfallen können. Aber vielleicht braucht es eben auch diese teils monotone Erzählweise von alltäglichen Dingen. Schön ist, dass die Protagonisten alle erfolgreiche und stinkreiche Menschen sind, denen es aber in ihrem Schicksal nicht hilft und auch nicht glücklich macht. Eine tolle Lehre. Zudem gibt es keinen Höhepunkt. Man weiss zu Beginn schon wo die Reise hingeht und man denkt schon früh darüber nach, ob man diese emotionale Härte durchhält oder nicht doch lieber abbrechen soll. Die Autorin erschafft zudem ein sehr gesundes Männerbild und lässt keinen Raum für patriarchale Denkweisen. Und das ohne aufdringlich und anklagend zu wirken. Hier zeigen Männer tiefste Emotionen, was ungewohnt wirkt, aber sowas von richtig ist! Ein Buch, das viel Durchhaltevermögen erfordert, sich erst im Gesamten als nahezu Meisterwerk entpuppt. Und das einem emotional komplett zerstört.

„Ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hat, weil […] ich ein guter Freund bin. Ich liebe meine Freunde, und sie sind mir wichtig, und ich glaube, ich mache sie glücklich.“
Ich kann nicht wirklich viel zu diesem Buch sagen, außer, dass es sich nicht richtig anfühlt, dem Buch weniger als 5 Sterne zu geben. Es handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm. Ich habe mich die ganze Zeit so gefühlt, als wäre ich Teil der Geschichte, als wären die Charaktere meine eigenen Freunde. Mein Herz wurde mehrmals gebrochen, ich musste durchatmen und habe mich teilweise auch gefreut wie ein Kind, wenn den Charakteren etwas Gutes passiert ist. Das vordergründige Thema des Buches - Freundschaft- wird so wundervoll dargestellt, wie ich selten davon gelesen habe. Gerade in Judes schweren Phasen waren all seine Freunde und seine Familie so sehr für ihn da und auf eine Art und Weise, die mich unglaublich gerührt hat. Vor allem Jude, aber auch Harold und Julia, sind mir unglaublich ans Herz gewachsen, gerne würde ich sie alle auch kennen, da sie so unglaublich vielschichtig dargestellt sind. Die Teile, wie vor allem der letzte Teil, den Harold schreibt, haben mir so gut gefallen und ich finde es wunderschön zu lesen, wie Eltern über ihre Kinder denken können. Über Judes Geschichte zu lesen, war mir eine Ehre, weil es sich jederzeit so real angefühlt hat. Dieser Charakter ist so unglaublich stark, dass ich es nicht mit Worten beschreiben kann. Die Person, die mir jedoch wahrscheinlich am meisten durch den Kopf gehen wird, ist tatsächlich Willem. Ich empfinde unglaublich viel Sympathie für ihn und wünsche mir auch, meine Freundschaften so zu führen wie er. Jede seiner Handlungen haben mich so gerührt und gleichzeitig tat es auch weh zu lesen, wie sehr er sich sorgt, aber auch wie rein seine Art von Liebe gegenüber seinen Mitmenschen ist. Beim lesen wurden so viele verschiedene Emotionen hervorgerufen wie es ein Buch selten schafft - jedoch sollte man sich unbedingt die Triggerwarnungen ansehen und sich zweimal überlegen, ob man es wirklich lesen möchte.
![„Ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hat, weil […] ich ein guter Freund bin. Ich liebe meine Freunde, und sie sind mir wichtig, und ich glaube, ich mache sie glücklich.“](https://social-cdn.read-o.com/images/1745424274246-1.jpg)
Was soll ich dazu sagen? Ich hatte hohe Erwartungen - Erwartungen, die maßvoll erfüllt wurden! Wie grausam und gleichzeitig wunderschön kann ein Buch sein? - Wie verletzend und gleichzeitig berührend? Ich habe keine Worte dafür und obwohl mich dieses Buch innerlich zerstört hat, bin ich doch sehr froh, es gelesen zu haben. Irgendwie hat es mir Hoffnung gegeben, mir aber auch gezeigt, wie furchtbar ein einziges Leben sein kann - wie hoffnungslos. Es hat mich bis ins Herz berührt, mich auf eine Gefühlsachterbahn begeben und mich völlig fertig und doch zufrieden zurückgelassen. Absolute Empfehlung mit Warnung an eher empfindliche Seelen!
✭ 6 ✭ - ich wollte das buch eigentlich gar nicht lesen, sondern hatte vor, nach ein paar seiten aufzuhören, weil ich überzeugt war, dass es den hype auf gar keinen fall wert sein kann (little did i know back then) - echt ganz viel trauma, also verständlich, wenn einige das buch nicht mögen oder nicht vertragen - das erste mal, dass ich finde, dass psychische erkrankungen in einem buch gut dargestellt wurden - queerness wurde wirklich richtig toll eingebaut, meiner meinung nach so gut wie noch nie bis jetzt - hab die kleinen foreshadowing-sätze geliebt (das ist eh eins meiner liebsten stilmittel) - unglaublich gut geschrieben, es liest sich wirklich wahnsinnig gut & ich werde definitiv noch mehr von yanagihara lesen (wie kann man bitte so gut schreiben?)! - zerstört einen schon sehr (was ehrlicherweise ziemlich untertrieben ist; das buch reist einen in einen abgrund, aus dem man erstmal wieder rausfinden muss) - schon wieder ein richtig wow-es buch, bei dem das cover fragwürdig unästhetisch ist (aber tbf ich sah während des lesens genauso aus, wie der mann darauf ahhh) - tbh fühle ich mich ein bisschen (sehr) traumatisiert - ich will schon, dass andere leute das buch lesen, aber irgendwie auch nicht, because it will destroy you completely and i wouldn’t wish that upon my friends and family or really any innocent citizen of this earth (nein, ich bin nicht überdramatisch, leave me alone) A little life ist ein Buch über Freundschaft, romantische, platonische und familiäre Liebe, Trauer und Schmerz. Obwohl in Prosa verfasst wirkt das Buch an vielen Stellen poetisch. Hanya Yanagihara hat ein ganz besonderes Talent, Emotionen und Ereignisse zu übermitteln, sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. A little life ist ein Meisterwerk und eine sehr immersive und dadurch extrem intensive Leseerfahrung.
Uff..
Herzzerreißend. Das Buch hat mich einfach leer zurückgelassen, ich kann es nicht wirklich bewerten.. Es hatte einige (leider sehr wenige) schöne Momente, wo ich mich so für Jude gefreut habe. Aber hauptsächlich war das Buch sehr deprimierend und erschreckend. Was es vor allem war — lang, unnötig lang. Man hätte mindestens ein Drittel vom Buch weglassen können, es hat hat sich so gezogen, das es mich emotional nicht so getroffen hat, weil ich öfter genervt war von der Länge als berührt von dem Inhalt. Es ist meist über mehrere Kapitel einfach nichts passiert, dann alles auf einmal, dann wieder nichts. Ich fand auch, im Gegensatz zu vielen anderen, den Anfang überhaupt nicht langweilig, dafür aber den langwierigen Mittelpart, und das Ende war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich weiß nicht, ob ich es empfehlen würde.. ich würde es nicht noch einmal lesen.
Einfach nur wow, wie man auf dem Bild sehen kann „Taschentücher, Wasser gegen Dehydration vom zu vielen heulen und natürlich Nasenspray. Ich habe so viel geheult bei dem Buch, dass meine Nase ständig verstopft war. 🫠😅
Das Buch ist einfach nur ein MASTERPIECE. Nicht für jeden, aber die die richtig Bock drauf haben werden nicht enttäuscht. Am Anfang dachte ich jaaa cool geht um Freundschaft etc. Aber NEIN Leute es geht um so viel mehr… ‼️ Warnung ‼️ wenn ihr aktuell traurig oder Emotional belastet seid, dann lasst es lieber. Es ist nichts für schwache Nerven. Ich bin ein relativ emotionaler Mensch und ich muss sagen, es hat mich soo mitgenommen. Selbst nach Tagen war ich einfach traurig. Klar man kann sagen ist nur Fiktion ABER ich kann mir gut vorstellen, dass die Dinge die in dem Buch passieren auch im realen Leben vorkommen. Sogar noch viel schlimmere Dinge 🥲 Es geht um vier Freunde: Jude, JB, William, Malcolm. Jude ist immer derjenige der allen zuhört und immer für die anderen da ist. Alle vertrauen ihm erzählen ihm Dinge etc. Nur Jude erzählt nie etwas über sich selbst. Die Freunde akzeptieren Jude und denken sich dabei nicht viel. Aber Jude kann über die Dinge nicht sprechen, auch wenn er es gerne täte… 🥲🫠 100000000000/10

Auch beim 2. Mal so Emotional
Einfach nein
Ich war anfangs recht verwundert über die heftigen Reaktionen und vor allem über die weit auseinander gehenden Meinungen in den Rezensionen dieses Buches. Aber ja, mittlerweile kann ich meine Vorgänger sehr gut verstehen. Ich hab das Buch nicht komplett durchgelesen. Bei 60 % vom Hörbuch hat's mir dann gereicht. Ich hab den fehlenden Teil zusammengefasst noch nachgelesen (gelobt seien die BuddyReads auf Reado). Und ja, ich bin erleichtert, dass ich jetzt mit Gewissheit sagen kann, dass ich dieses Buch nicht mehr weiter lesen will. Anscheinend ist die Autorin mit dem Vorsatz "schlimmer geht immer" an das Buch rangegangen. Man stelle sich einfach die schlimmsten Szenarien und miesesten Entwicklungen zu der Handlung vor. Dann kann man fest davon ausgehen, dass diese *immer* in diesem Buch auftreten werden. Meistens sogar noch eine Stufe schlimmer als das, was man sich vorstellen will. Ich will nicht mal sagen, dass solche Leben wie von Jude zu realitätsfern oder unglaubwürdig sind. Es gibt mit Sicherheit leider genug Menschen auf der Welt, die ähnliches durchleiden wie er. Ich kann mir allerdings trotzdem schwer vorstellen, dass solche Schicksalsschläge mit einer solchen Häufigkeit, Regelmäßigkeit und Intensität immer und immer und immer wieder vorkommen. Das Buch fühlt sich so an, als hätte sich die ganze Welt gegen Jude verschworen. Entweder um ihm auf maximalste Weise zu schaden, zu verletzen, zu demütigen und zu missbrauchen. Oder ihm kurz das Gefühl von Wärme und Sicherheit zu geben, um ihn kurz darauf wieder alleine zurück zu lassen. Die ganze Welt von "ein wenig Leben" scheint nur aus Pädophilen, Vergewaltigern oder kranken, gebrochenen Menschen zu bestehen. Und es läuft am Ende immer darauf hinaus, dass Jude entweder im metaphorischen oder im tatsächlichen Sinne windelweich geprügelt und ausgenommen wird, wenn er eh schon längst am Boden liegt. Vielleicht bin ich einfach zu ignorant und verwöhnt, um mir so viel Leid auf einmal vorstellen zu können, aber mir erscheint das alles einfach viel zu überzogen und überdramatisch. Und diese ständige Überdramatik geht nicht nur aufs Gemüt, sie nervt irgendwann nur noch. Selbst wenn diese ganzen Darstellungen aus dem Leben eines echten Menschen gegriffen sein sollten und realitätsnäher sind, als man wahrhaben möchte: Es ist meiner Meinung nach trotzdem keine gute dramaturgische Entscheidung, eine Erzählweise zu wählen, die den Leser kaum verschnaufen lässt und ständig von einer herzzerreißenden Szene zur nächsten springt. Man hat sich 300 Seiten lang so viel Zeit gelassen, um Atmosphäre zu schaffen und die Charaktere vorzustellen. Und das alles nur, um dann von jetzt auf gleich über mehrere hundert Seiten auf den Leser mit lauter heftigen Traumata einzudreschen? Ja, ich verstehe schon, dass es der Autorin darum ging, den Leser genau diese Ungewissheit und bösen Überraschungsmomente durchleiden zu lassen, die Jude sein Leben lang quält. Aber welcher Leser soll das auf Dauer aushalten? Man kann doch auch dann Empathie im Leser hervorrufen, ohne die ganzen Grausamkeiten, Gewalt und Schicksalsschläge so exzessiv zu übertreiben. Oder zumindest ohne sie so detailliert zu beschreiben. Wahrscheinlich hab ich einfach zu schwache Nerven für das Buch oder bin zu ignorant - aber wahrscheinlich ist das Erzähltempo des Buches auch einfach nicht gut gewählt und der Fokus liegt zu sehr auf der Darstellung von Schmerz und zu wenig darauf, den Leser abzuholen. Das Buch macht den Eindruck, als habe die Autorin dezent auf ihre Leser gesch*** und auf möglichst zynische, menschenverachtende Art ihren ganzen Menschenhass auslassen wollen. Es ist gut, dass Menschen mit Traumata Bücher schreiben, um ihren Schmerz zu verarbeiten. Ich mache das im Grunde genauso. Und solche Bücher haben auch ihre Existenzberechtigung. Man muss sich dann eben als Leser fragen, ob man sich wirklich auf so viel Negativität einlassen will. Mir persönlich ist meine Zeit dafür zu schade. Insgesamt daher nur 2/5 ⭐ von mir, weil das Erzähltempo sehr unausgewogen und die Handlung zu übertrieben dramatisch ist.
Ein Buch was sprachlos macht und einen nicht loslässt. Es schafft sich so unglaublich verbunden mit den Protagonisten zu fühlen. Es vergeht bisher kein Tag an dem ich nicht an dieses Buch denke.
Hohe Erwartungen, die tatsächlich erfüllt wurden
Ein wirklich mitreißender Roman, der so viel Leid, Liebe, Freud, Hoffnung und gleichzeitig auch Hoffnungslosigkeit vermittelt. So viele Gefühle, die die Protagonisten total real wirken lassen. Ich habe über die 960 Seiten so viel mitgelitten, mitgehofft und mich mitgefreut. Ich mochte die Schreibweise sehr und auch die unterschiedlichen Perspektiven, fand ich toll. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass beispielsweise die Sicht von Malcolm und JB häufiger betrachtet wird. Auch die Zeitsprünge mit Zusammenfassungen und Rückblicken haben total gut gepasst. Ich hab eigentlich nur eine Kritik: Es sollte unbedingt Triggerwarnungen (Suizid, sexualisierte Gewalt, extreme Form von körperlicher Gewalt, …) am Anfang des Buches stehen. Auch wenn diese dann kleine Spoiler wären, ist es absolut notwendig.
Ein emotional brutaler Roman, der tief trifft, lange nachhallt und einen nicht unversehrt zurücklässt.
"Ein wenig Leben" braucht Zeit, um sich zu entfalten. Die ersten rund 100 Seiten sind eher ruhig und fordernd, doch danach entwickelt sich der Roman zu einer unglaublich fesselnden und intensiven Geschichte. Mit jeder Seite wächst die emotionale Wucht. Besonders die Figur Jude geht tief unter die Haut – sein Leid, seine Ängste und seine innere Zerrissenheit sind kaum auszuhalten und dennoch unmöglich zu ignorieren. Man fiebert mit, verzweifelt mit und spürt immer wieder diese bedrückende Schwere, die über allem liegt. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Konsequenz, mit der es seine Geschichte erzählt. Es ist ein epischer Roman, der nichts beschönigt und emotional stark fordert. Gleichzeitig entsteht eine tiefe Verbindung zu den Figuren, die einen nicht mehr loslässt. Ein sehr intensives, bewegendes Buch – aber definitiv nichts für schwache Nerven.

Puhh… schwierig hier eine Bewertung abzugeben!
Für mich war es unglaublich schwer reinzukommen, dennoch bin ich froh es bis zum Ende gelesen zu haben. Zwischendurch musste ich aufhören, weil es wirklich, wirklich schwere und schreckliche Schicksalsschläge beinhaltet - wenn man denkt „Okay, jetzt kann es wirklich nicht noch schlimmer werden. Der arme Junge hat schon so viel durchgemacht..“, kommt die nächste Bombe, noch brutaler als die zuvor. Mit Vorsicht zu genießen - es zeigt jedoch auch, wie sehr Freundschaften einem im Leben helfen können.

Man liest nicht - man durchlebt es
Hat mich überwältigt. Innerhalb von zwei Wochen gelesen, aber am Ende fühlte es sich an als hätte man ein ganzes Leben durchlaufen. Es ist teilweise unfassbar grausam, aber auch zärtlich & intensiv – habe mich beim Lesen immer wieder gefragt: Wie kann man so eine Geschichte schreiben? Es war mir nicht zu lang, die ganzen Details, die verschiedenen Perspektiven und Jahrzehnte, man verliert sich in dieser Konstellation aus Gewalt, wahrhafter Liebe und echter Freundschaft. Eine emotionale Achterbahnfahrt an die ich noch oft denken werde…ach Jude. Ein wenig Leben hat mir wieder gezeigt wieviele Emotionen Bücher in einem auslösen können, Danke. Als ich das Buch beendet hatte bin ich nochmal zum Anfang zurückgekehrt….hätte nie geglaubt was mich da erwartet.

Bedrückend. Verzweifelnd. Und immer wieder diese Hoffnung.
"Lass mich gesund werden oder sterben." Ich habe die READO-KI nach einer traurigen, mich brechenden Buch-Empfehlung gefragt und dieser Roman wurde dem gerecht. Der Einstieg war wie bei vielen anderen Lesenden auch für mich schwierig und es war kein Leseflow aufgekommen, aufgrund von vielen Charakter-Beschreibungen und dem ausbleibenden ersichtlichen roten Faden. Dies besserte sich jedoch im Laufe der Handlung und mit dem Fokus auf den Protagonisten. Es ist erschütternd wie viel Leid einem Menschen widerfahren kann. Sicherlich ist dies ein Roman, aber jedem ist bewusst, dass es auf der Welt etliche Menschen mit ähnlichen, wenn nicht noch schlimmeren Schicksalen gibt und das gibt einen viel zu denken. Für mich persönlich ist der Roman deutlich zu lang mit 960 Seiten und könnte zur Verbesserung und Intensivierung gekürzt werden. Er ist voller Emotionen, Verzweiflung, grausamen Misshandlungen und immer wieder Hoffnung auf Besserung. Auf Normalität und Ruhe. Auf Glück. Neben all den bedrückenden Gefühlen wird auch immer der Wert der Freundschaft, Fürsorge und des Füreinander Dasein beleuchtet. Das Ende war für mich sehr emotional und in dieser Ausprägung bisher einzigartig. Wer sich all diesen Gefühlen hingeben und in den Sog geraten möchte, kann sich auf den Roman einlassen. Es ist sicherlich eine Belastung, die aber auch durchaus lohnenswert ist. Nichts für schwache Gemüter, aufgrund der vielen Trigger-Thematiken.
Intensiv, schonungslos, langatmig! - Achtung leichte Spoiler 🚨
Meine Meinung zu Ein wenig Leben… Also, Ein wenig Leben ist echt ein Buch, das einen mitnimmt. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen – sehr intensiv, sehr bildhaft, und die Charaktere sind einem echt nahegegangen. Die Geschichte von Jude und seinen Freunden hat mich auf jeden Fall berührt, auch wenn ich nicht, wie viele andere, an einer bestimmten Stelle geweint habe. Finde das aber auch total okay, weil jeder anders emotional reagiert. Was mir aber nicht so gefallen hat: Manche Stellen waren einfach zu explizit. Ich mag es eigentlich, wenn Bücher nichts beschönigen, aber die Art, wie Selbstverletzung und Missbrauch beschrieben wurden, war manchmal echt heftig – fast schon zu viel. Dazu kommt, dass das Buch stellenweise sehr langatmig war. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, den Faden zu verlieren, weil manche Passagen sich ziemlich gezogen haben. Was mich auch gestört hat: In meiner E-Book-Version gab’s keine Triggerwarnungen. Bei so einem Buch hätte das echt geholfen, weil es schon ziemlich harte Themen anspricht. Insgesamt würde ich 3,5 von 5 Sternen geben. Es ist gut geschrieben und emotional packend, aber an manchen Stellen einfach zu viel – inhaltlich und von der Länge her.
Zu Beginn eine Triggerwarnung: In dem Buch geht es zu 95% um Misshandlungen und Gewalt-sexuelle, körperliche als auch psychische sowie die Misshandlung am eigenen Körper. Ich habe das Buch auf Empfehlung gelesen ohne zu wissen um was es eigentlich geht. Die ersten 200-300 Seiten haben sich sehr gezogen, aber irgendwann hat die sehr lange Vorgeschichte Sinn gemacht. Die Geschichte um Jude ist voller Schmerz und hat mich viel beschäftigt. Es ist eines der erschütterndsten Bücher, welches ich je gelesen habe. Mir fehlen buchstäblich die Worte für die Geschichte um Jude: außer-wieviel Leid kann ein Mensch ertragen?
Ach was soll ich sagen.. Der Anfang zieht sich extrem, so wie jeder sagt aber ab Seite 150-160 ungefähr wirds dann spannender. Es hätten nicht so viele Seiten sein müssen aber ist jetzt kein Weltuntergang 😌 Im Großen und ganzen war es ein schönes aber sehr trauriges Buch bei dem auch einige Tränen geflossen sind🥲
Eine Bewertung ist mir selten so schwer gefallen..
Ich musste das Buch zwei mal beginnen. Beim ersten Mal habe ich nach ca. 40% aufgegeben, weil ich es nicht ausgehalten habe. Beim zweiten Mal habe ich es dann durchgelesen. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle - von Mitgefühl, Trauer, Fassungslosigkeit bis hin zum Glauben an gute Menschen - danke Harold. Die Geschichte von Jude und Willem wird mich noch etwas länger begleiten.

Willem & Jude 🖤🥀
Das intensivste Buch, das ich je gelesen habe. Hat mich tief beschäftigt – besonders Willem & Jude 💔 So oft denke ich noch an ihre Geschichte…Etwas langatmig am Anfang (ca. 400 Seiten), aber dann einfach nur heftig. Sehr gut recherchiert, tiefgründig & traurig.
Ein Meisterwerk was ich nie vergessen werde! Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gefesselt. Das war eines meiner besten Leseerlebnisse der letzten Jahre. Mein absolutes Lieblingsbuch! Ich kann leider diesen Roman nicht als Empfehlung aussprechen-Triggerwarnung
Überwältigendes Buch über sehr schwere Themen. Nie habe ich solch realistische Charaktere in einem Buch kennengelernt.
Schwierig
Dieses Buch hat mich wirklich fertig gemacht, es hat mich durchgehend traurig gemacht. Ich bin entsetzt davon , wie viel Leid dieser Mensch ertragen musste.
5 Sterne reichen nicht aus…
„Ein wenig Leben“ ist kein Buch für jeden – es fordert einen heraus und konfrontiert mit schwierigen, schmerzhaften Themen. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einer zutiefst berührenden und unvergesslichen Geschichte belohnt. Es ist definitiv ein Buch, das noch lange nach dem Schließen des Deckels in meinen Gedanken und im Herzen sein wird. Ein außergewöhnliches, emotional intensives Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Unbedingt lesen, wenn man bereit ist, sich mit den dunkelsten Seiten des Lebens auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Schönheit von Freundschaft und menschlicher Verbundenheit zu erleben. Ganz viel Liebe!

Mein Jahreshighlight!
Bei aller berechtigten Kritik (fehlende Triggerwarnings und Misery Porn) muss ich einfach sagen, dass ich noch nie, nie, niemals nie so ein unfassbar reales, tieftrauriges und gleichzeitig fantastisches Buch gelesen habe. Die Lesezeit glich wirklich einer umfassenden Erfahrung, die jedes denkbare Gefühl in mir hochgeholt hat. Allein die Figurenzeichnung und die unfassbar schöne Sprache machen diese Geschichte absolut worth it all. Ich bin nicht mit jedem Handlungsstrang in der Geschichte bedingungslos mitgegangen und konnte bei Gott nicht für alles Verständnis aufbringen, aber je mehr Zeit verging, desto mehr habe ich verstanden: Das ist auch gar nicht der Punkt. Alles was bleibt ist das tiefe Mitgefühl und die Erkentnis, dass, obwohl die Geschichte und Personen nicht real sind, ihre Gefühle und Erfahrungen mit all ihren Widerwärtigkeiten und dem Unaushaltbaren eben doch in einer realen Welt stattfinden. Leid ist real. Widerwärtigkeit ist real. Jede Perversion unseres Miteinanders ist real. Sprachlosigkeit ist real. Und das ist die eigentliche Tragödie. Diese Geschichte hat eine kaum zu fassende Dringlichkeit und ist gleichzeitig unaushaltbar grausam und tief menschlich, randvoll mit Güte, Freundschaft und Liebe. Sie begibt sich an die schwärzesten Orte unseres Menschseins und bricht doch immer wieder durch zum hellen, hoffnungsvoll warmen Licht unseres Miteinanders. Wer von diesem Buch gute Gefühle erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Wer bereit ist, sich auf eine Reise der gesellschaftlichen Sprachlosigkeit und Tabuuisierung zu begeben und zu verstehen, was Menschen auseinandernimmt und zerbrechen lässt, wird nach dem Buch ein besserer Mensch sein. x=x Ich werde dich niemals vergessen, Jude.
Ach Jude…❤️🩹
Dieses Buch hat mich völlig zerstört und emotional zurückgelassen. Es ist nichts für schwache Nerven, die Content-Warnungen sollte man unbedingt ernst nehmen! Dennoch ist es eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Hanya Yanagiharas Schreibstil ist einzigartig. Niemand schreibt so wie sie. Mit einer unglaublichen Intensität formt sie ihre Charaktere so lebendig, dass es sich anfühlt, als würden Jude, Willem und alle anderen wirklich existieren. Ihre Geschichten gehen unter die Haut und lassen einen nicht mehr los. Ich habe lange gezögert, ob ich dieses Buch lesen soll. Aber es lohnt sich so sehr! Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht daran denke. Ein wenig Leben tut weh, aber genau deshalb bleibt es für immer. 🫂
„Er konnte nicht sagen was schlimmer war - Dass er sich selbst hasste, oder dass er nicht aufhören konnte sich selbst zu hassen“
Ein Wenig Leben ist ein Buch, dass ich so noch nie vorher gelesen habe und ich denke auch nicht, dass es viele Bücher gibt mit dem man es vergleichen könnte. Es erzählt die Geschichte von einem Mann, der von seiner traumatischen Vergangenheit gezeichnet ist und den Rest seines Lebens darum kämpft sich wieder lebendig zu fühlen. Er hat dabei großartige Freunde an seiner Seite und diese Freundschaft ist eine der wenigen Positiven Dinge an diesem Buch. Für viele mag Judes Lebensgeschichte Unrealistisch oder übertrieben dargestellt wirken, aber für mich hat sie sich realistisch angefühlt. Natürlich fällt es einem schwerer seine Vergangenheit als Realistisch abzutun wenn man noch nie in Kontakt mit Missbrauch oder Trauma gekommen ist, aber die Traurige Wahrheit ist, dass solche Geschichten passieren. Sie existieren irgendwo da draußen und diese Geschichte zeigt auf eine sehr direkte Art wie tief verwurzeltes Leid einen Menschen gefangen halten kann. Das Buch ist nichts was man auf die leichte Schulter nehmen sollte und man sollte sich definitiv die Triggerwarnung vorher durchlesen aber es ist ein Buch was ich nie wieder vergessen werde und deshalb hat es auch die 5 Sterne verdient.
Bitte passt auf!
Vorab will ich sagen: Triggerwarnungen sind eigentlich eine Checkliste für mich nach der ich entscheide, ob ein Buch für mich in Frage kommt oder nicht. Hier muss ich aber deutlich sagen: Es ist so grenzwertig, dass es für dieses Buch keine gibt. Ich bin wirklich, wirklich abgehärtet aber dieses Buch hat mich gebrochen. Die Themen sind: -Drogen -Suizid -selbstverletzung -Tod geliebter Menschen -Depression -sexueller missbrauch (auch an Kindern) -körperliche Gewalt -toxische Beziehungen Nun zum Buch an sich. Viele Leute schreiben in ihren Rezensionen, dass der Einstieg viel zu lang dauert und auch ich hab’s zunächst so empfunden. Aber ohne die ersten 200s wäre das Ausmaß an Schmerz, welches man mit den Charakteren durchlebt nicht zu erreichen. Das komplette Buch ist Fiktion und trotzdem so verdammt nah an der Realität, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte ich lese eine Biografie. Ich selbst bin Sozialpädagoge und habe täglich mit recht schweren Schicksalen zutun und muss sagen dieses Buch spiegelt die tatsächliche Realitäten von Mitgliedern unserer Gesellschaft wieder. Ich habe hier eines meiner neuen lieblingsbücher gefunden, auch wenn ich es nicht weiterempfehlen kann. Lest es bitte nur, wenn ihr stabil seid und die genannten trigger euch nicht oder nur sehr wenig betreffen. Großartig!

Wow das Buch führt uns in die Abgründe des menschlichen dasein‘s. ❤️🩹
Was soll ich sagen, dieses Buch ist keine leichte Lektüre & lag durch die knappen 1000 Seiten, die mich abgeschreckt haben, länger auf meinem Sub. Es viel mir erstmal schwer rein zu kommen, am Anfang hat es sich auch sehr gezogen, dennoch ist es literarisch gesehen ein absolutes Meisterwerk, aber emotional gesehen.. nun ja es hat mich sehr gebrochen.❤️🩹 Aber das Buch hat mir auch gezeigt, dass die Probleme mit denen ich mich im Alltag herumschlage unglaublich unbedeutend sind im Vergleich zu so einer Story. Ich denke das ist ein Buch, an welches man noch einige Jahre zurückdenkt, da es einen sehr beschäftigt.🥹
So gehyped und einfach nicht meins…
Nach 300 Seiten immer noch drauf gewartet, ob es mich endlich packt… leider gar nicht… Judes Erlebnisse mit Caleb haben es mich dann ab der Hälfte des Buches endgültig abbrechen lassen. Ganz viele hat es so schwer berührt, für mich war es einfach nur total drüber… leider wieder mal „not my cup of tea“
Das letzte große Kapitel war das schlimmste. Ich weiß nicht, ob ich jemals jemanden gelesen habe, der Trauer, Verzweiflung, Selbsthass und vor allem absolute, zerstörende innere Leere so in Worte fassen kann wie Hanya Yanagihara. Große Empfehlung, aber nicht, wenn es euch nicht gut geht.
"Warum fanden die Leute solche Freundschaften bewundernswert, … … wenn man siebundzwanzig war, aber suspekt, wenn man siebenunddreißig war? Warum zählte eine Freundschaft weniger als eine Beziehung?"
Was habe ich da bitte gelesen? Ich muss sagen, das ich bis zur Mitte des Buches unheimliche Probleme hatte reinzufinden. Ich wollte es sogar schon komplett abbrechen. Doch mit einem Mal wurde alles anders. Es ist unglaublich wie bildlich die Autorin Gefühle beschreibt. Ich habe bei fast jedem Kapitel weinen müssen. Habe mitgefiebert. Habe gehofft, obwohl die Situation fast aussichtslos war. Ich gebe 3 Punkte, weil es eben nur die zweite Hälfte war die mich mitgerissen und eingenommen hat.
Unfassbar traurig und intensiv!
Zu Beginn war ich mich nicht sicher, dieses Buch zu Ende zu lesen. Stellenweise kam ich nur schleppend voran. Inhaltlich empfand ich es als komplex weil mehrere Charaktere in schneller Abfolge vorgestellt wurden. Ausserdem war nicht immer klar sich in welcher Zeit alles abspielte. Trotzdem hat es mich gepackt. Ich war zugleich sehr erschüttert darüber wie alles bis ins Detail beschrieben wird. Ein sehr emotionales Werk!























































