Genial, aber anstrengend
Nachdem Hauptprotagonist, Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Benjamin Blume eine mysteriöse Maschine findet, wird er in sein eigens verfasstes Buch hineingezogen. Da er die Geschichte selbst erdacht hat, glaubt er zunächst, alle erschreckenden Abläufe bereits zu kennen und darauf vorbereitet zu sein, doch dann kommt es plötzlich zu Abweichungen und einer Mega-Story. „Gefangen im Buch“ ist zwar eine komplett eigenständige und abgeschlossene Geschichte, doch ist sie gleichzeitig auch die Vorgeschichte der Reversum-Trilogie von Mirko Hübner, die von einer wirklich packenden Zeitreise erzählt. Besagte Trilogie habe ich vorher nicht einfach „nur“ gelesen, sondern wirklich mit größter Spannung verfolgt, weshalb es für mich nun auch ein Highlight war, im Epilog zu erfahren „wie alles begann“ und natürlich in den Genuss des angekündigten Aha-Erlebnisses zu kommen. Ansonsten war mir „Gefangen im Buch“ leider etwas zu abgefahren (Stichwort: Hitler), unrealistisch (Stichwort: Geburt) und insgesamt auch zu verworren, bzw. zu verwirrend. So wechseln z.B. die Perspektiven zwischen Benjamin und Jakob (dem Hauptprotagonisten seines Buches) und somit zwischen Fiktion und Realität ständig hin und her - dem konnte ich irgendwann einfach nicht mehr vollends folgen. Auch konnte ich mit den Protagonisten, die zwar hervorragend erdacht, doch leider allesamt nicht mein Fall waren, bis zum Schluss nicht wirklich warm werden. Fazit: Keine Frage, bei „Gefangen im Buch“ handelt es sich definitiv um einen spannenden, pfiffig erdachten Science-Fiction-Thriller! Doch obwohl mir die Idee wirklich super gefallen hat und ich mich über den Epilog, mit dem Reversum Aha-Erlebnis, wirklich sehr gefreut habe, war mir und meinen grauen Zellen das Buch anscheinend „zu hoch“, auf jeden Fall aber zu anstrengend zu lesen.


