Wenn die alte Liebe zurückkehrt – aber der Funke im Text fehlt
In Make Your Move kehrt Lincoln nach zehn Jahren in seine Heimatstadt zurück, um dort für die Eishockeymannschaft zu spielen. Während seines Aufenthalts wohnt er bei seinem besten Freund Nash – und trifft dabei überraschend auf dessen Schwester Nova, welche sich auch als Mitbewohnerin entpuppt. Zwischen den beiden besteht eine besondere Verbindung: eine Jugendliebe, die nie richtig begonnen hat, aber auch nie ganz vergangen ist. Ein einziger Kuss vor Lincolns Abschied war damals das Atemraubendste, was beide erlebt hatten – und genau dieses Gefühl flammt nun wieder auf. Doch die Zeit ist nicht stehen geblieben. Nova ist mittlerweile alleinerziehende Mutter, Lincoln hat sein eigenes Leben geführt – und dennoch spüren beide, dass da immer noch mehr zwischen ihnen ist. Was folgt, ist eine süße, kurze Liebesgeschichte über zweite Chancen, alte Gefühle und das Wiederfinden von Vertrautheit. So sehr mir die Idee und die Grundstimmung des Buches gefallen haben, hatte ich leider große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Die Übersetzung wirkt an vielen Stellen holprig und abgehackt, manche Sätze fügen sich nicht richtig aneinander. Dadurch geht viel Atmosphäre verloren, und das Lesegefühl war für mich oft eher anstrengend als angenehm. Auch das Worldbuilding bleibt recht oberflächlich, sodass man kaum richtig in die Geschichte eintauchen kann. Trotzdem habe ich das Buch zu Ende gelesen – einfach, weil ich die Geschichte um Lincoln und Nova wirklich niedlich fand. Die beiden haben eine schöne Dynamik, und das Wiedersehen nach so vielen Jahren hat definitiv Charme. Mit knapp 250 Seiten ist der Roman außerdem sehr kurz und schnell zu lesen – perfekt für zwischendurch, wenn man etwas Leichtes sucht. Insgesamt vergebe ich 2,5 von 5 Sternen. Make Your Move ist eine süße Second-Chance-Romance mit viel Potenzial, das jedoch sprachlich und erzählerisch nicht ganz ausgeschöpft wird. Eine nette Lektüre für zwischendurch – aber leider kein Highlight.

