Definitiv ein besonderer Roman mit tiefgründiger Thematik. Für mich jedoch zu viele Schwächen.
"Niemand kann die Realität überleben. Wir müssen unseren Trost in Träumen finden" Effy und Preston kehren nach ihrer Reise zurück in den Alltag der Universität. Effy beginnt als erste Frau in Llyr Literatur zu studieren, hat dabei aber schwer zu kämpfen. Auch wenn Preston eine große Stütze für sie ist, hat dieser selbst mit sich zu kämpfen. Er beginnt von einer versunkenen Stadt zu kämpfen, welche ihn sogar bis in die Realität zu verfolgen scheinen... Der Schreibstil ist passend zur Geschichte sehr lyrisch und melodisch. Durch auffallend gewählte Vergleiche entsteht eine einzigartige, wenn auch etwas trostlose, düstere Atmosphäre. Die Charaktere sind Vielschichtig beschreiben. Auch die Liebe zwischen Preston und Effy war auf ihre eigene Weise sehr berührend. Was mich allerdings etwas gestört hat war, dass sie bis zum Ende nur sehr wenig miteinander über ihre jeweiligen Situationen gesprochen haben. Jeder macht seine Probleme nur mit sich selbst aus. Dass schafft andererseits auch eine ziemliche Realitätsnähe. Die Nebencharaktere machen das Buch lebendig und bringen doch den ein oder anderen schönen Moment in das dunkle Setting. Auch die Nebencharaktere wirken sehr menschlich und schaffen viel Tiefe. Ich finde es schön wie sich das Buch mit Gesellschaftskritischen Themen auseinander setzt. Unter anderem geht es um Feminismus, Rassismus, und Mental Health (Hier auch nochmal eine ausdrückliche Triggerwarnung). Das schafft jedoch eine gedrückte Stimmung. Ich finde das Buch lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen. So musste ich schon manchmal nachdenken, was denn genau gemeint sein könnte. Das hat dazu geführt, dass ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste um den Sinn überhaupt nachvollziehen zu können. Der Grund für meine Bewertung war letztendlich der, dass das Buch ziemlich viele Längen hat. Die Handlung kommt nur langsam voran. Auch wenn wichtige und relevante Themen behandelt werden, kam bei mir bis zum Schluss nur wenig Spannung auf. Der Handlungsstrang der versunkenen Stadt hatte für mich zu viele Wiederholungen und zu wenige neue Erkenntnisse um mich richtig packen zu können. Das hat das Lesen für mich manchmal ziemlich zäh gestaltet. Trotz allem finde ich die Geschichte besonders. Wer gerne über Gesellschaftskritische Themen liest, gerne einen Literarischen/Philiosophischen Stil mag und dem langsame Handlungsabläufe nichts ausmachen, ist hier genau richtig.








