Grenzgänger
Philipp und Faina. Eine Geschichte die betroffen macht, die warnt und leider auch eine Geschichte die inzwischen mehr zur Normalität gehört als wir wahrhaben wollen. Philipp wächst orientierungslos auf. Die Mutter Alkoholikerin, unstet, unzuverlässig, lieblos. In der Schule ein Außenseiter, keine Freunde. Faina wächst in einem streng reglementierten Haushalt auf. Leistung, Regeln, Strafe. Neuanfang in Deutschland, keine Freunde. Ihre Schnittmenge: Einsamkeit und Mangel an Zuwendung. Als Faina neu in die Klasse kommt wittert Philipp seine Gelegenheit. Mit viel Geduld knüpft er das Netz um Faina bis er endlich am Ziel ist und sie Freunde werden. Während der Freundschaft wandelt sich Philipps Einsamkeit in das Bedürfnis der Ausschliesslichkeit, er zieht die Grenzen immer enger. Faina hingegen will weg, will Rausch, der Enge ihrer Kindheit entkommen - ihr Lebenshunger wird immer größer. Gegensätzliche Versuche, die innere Sicherheit zu erhalten. Was also würde ein Junge, dem man die Kindheit gestohlen und dem nie jemand Liebe entgegengebracht hatte, mit einem geliebten Gegenstand tun? Gefallen hat mir die Schreibweise, weniger gefallen, dass ich den Eindruck nicht los wurde, die Geschichte wurde auf dem Reissbrett entworfen.
























































