Manche Geschichten schreiben sich zu zweit
Not in My Book war für mich eine lockere und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch. Die Ausgangslage rund um Rosie Maxwell und Aiden Huntington, die gemeinsam an einem Buch arbeiten müssen, obwohl sie völlig unterschiedliche Vorstellungen von Geschichten und Schreiben haben, fand ich wirklich mal etwas anderes und stellenweise sehr amüsant. Besonders gefallen hat mir der Wechsel zwischen der eigentlichen Handlung und den Ausschnitten aus der Geschichte, die die beiden gemeinsam schreiben. Dadurch wurde das Buch abwechslungsreich und man konnte die Entwicklung zwischen den Figuren auf eine andere Art mitverfolgen. Auch die Kapitel aus Aidens Sicht mochte ich teilweise sogar lieber als jene von Rosie. Seine Gedanken und Reaktionen fand ich oft unterhaltsamer und ich habe mich immer gefreut, wenn wieder ein Abschnitt aus seiner Perspektive kam. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich grundsätzlich sehr gut funktioniert und war wahrscheinlich einer der stärksten Punkte des Buches. Was mich gegen Ende allerdings etwas gestört hat, war das Drama rund um den Wettbewerb. Für mich wirkte der Konflikt weniger wie echte emotionale Spannung und mehr wie ein Missverständnis, das hauptsächlich existierte, damit kurz vor Schluss nochmals Drama entsteht. Rosie hatte Aiden ja selbst gesagt, dass er teilnehmen soll, gleichzeitig wurde aber kaum offen miteinander gesprochen. Dadurch wirkte der Konflikt für mich stellenweise etwas künstlich und unnötig aufgebauscht. Trotzdem hatte ich Spass mit der Geschichte. Es ist eher ein Buch, das gut unterhält und sich angenehm lesen lässt, ohne danach komplett hängen zu bleiben. Eine süsse, lockere Geschichte mit einer originellen Idee und einer Dynamik zwischen den Protagonisten, die wirklich Spass gemacht hat zu lesen.



