Düsteres Hotel, viel Drama, aber kaum echter Nervenkitzel
Sienna kehrt nach über zwanzig Jahren an die Südwestküste Englands zurück. Ausgerechnet an den Ort, den ihre Familie einst hinter sich lassen wollte. Ihre Mutter liegt nach einem brutalen Angriff im Sterben, und plötzlich bröckelt alles, was Sienna über ihre Vergangenheit zu wissen glaubte. Ein verschwundener Vater, verschwiegene Familiengeheimnisse und eine Reihe grausam ermordeter Mädchen führen sie zu einem abgelegenen Hotel auf den Klippen. Doch je tiefer sie gräbt, desto klarer wird, dass manche Wahrheiten besser begraben bleiben sollen. 🔪 düsteres Setting mit verlassenem Hotel und Mordserie 🔪 Familiengeheimnisse treffen auf übernatürliche Elemente 🔪 Protagonistin mit extrem intensiven Emotionen 🔪 viele Wendungen, aber oft konstruiert und überzogen 🔪 kaum echte Spannung trotz Thriller-Versprechen Was mich hier wirklich zermürbt hat, war weniger die Handlung als die Art, wie sie erzählt wird. Sienna schwankt gefühlt im Sekundentakt zwischen Panik, Übelkeit und emotionalem Zusammenbruch und das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann eher anstrengend als mitreißend ist. Die Story selbst hätte eigentlich Potenzial. Die düstere Vergangenheit, mysteriöse Morde, ein abgelegenes Setting, aber vieles wirkt konstruiert, vorhersehbar und verliert sich in überdramatischen Gedankenspiralen. Statt Gänsehaut gab es bei mir eher Augenrollen über so viel Theatralik und gut versteckte Thrillerelemente. Eine spannende Idee mit atmosphärischem Setting, die leider in überzogenem Drama und mangelnder Spannung untergeht. Lesbar, aber eher frustrierend als fesselnd. Sollte für euch ein Thriller auch mehr können als Dauerpanik und vorhersehbare Wendungen oder fandet ihr das Buch gut?







