27. Nov.
Rating:3

Nachdem mir ein anderer Roman der Autorin wirklich gewaltig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf diesen gefreut. Die Geschichte ist ähnlich - Fragmente, keine durchgehende Handlung, das Leben als Kampf mit wenig schönen Momenten. Und wieder kein gutes Wort über die Kindheit. Die allumfassende Negativität - die Bosheit, die allen Menschen angedichtet wird, die grenzenlose Abneigung gegen alles, das vielleicht schön und angenehm sein könnte - war mir alles in allem zu viel. Ich konnte den ausnahmslos schlechten Erinnerungen an das Familienleben noch einiges abgewinnen, aber nach etwa ⅓ des Buches wurden mir das Negative und auch die immer recht ähnlichen Wortspielereien einfach zu übermächtig und teilweise zu aufgesetzt. War leider nicht ganz mein Fall, kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen.

Fretten
Frettenby Helena AdlerJung u. Jung
22. März
Es geht SO tief  hinein, bis zur Schmerzgrenze und noch tiefer
Rating:5

Es geht SO tief hinein, bis zur Schmerzgrenze und noch tiefer

Die Infantin, nun erwachsen und MUTTER. Voller Zorn, zeigt sie ihren Leser*innen Wahrheiten auf, tief gehend und unbequem. Sie erwartet VOLLE Konzentration und wird sich trotzdem nicht jeden*r erschließen. ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, für diejenigen, es richtig in sich hineinlassen können. Ich hatte das Privileg mit dieser Autorin so manch aufschlussreiches Gespräch führen zu dürfen. Dieses Werk war wie eines davon, ich hätte noch so gerne weitere mit ihr geführt. Schade für alle Texte die nicht mehr erscheinen können. Sie FEHLT.

Fretten
Frettenby Helena AdlerJung u. Jung