Eine Wohltat für die queere Seele
Greta und Valdin sind Geschwister und teilen sich eine Wohnung. Beide sind queer und haben so ihre Probleme mit Dating und Beziehungen. Eigentlich wie alle Menschen unserer Zeit, die mit Online-Dating, Bindungsängsten und anderen Unsicherheiten zu kämpfen haben. Außerdem haben die beiden eine großartige, wenn auch ungewöhnliche Familie. Jeder von ihnen könnte wohl eine eigene Hauptfigur verkörpern, denn alle sind auf ihre Weise wundervoll, sympathisch und mit ihrem ganz eigenen Humor ausgestattet. Ich glaube, ich muss nicht viel zu diesem Buch sagen, außer dass es sooo wohltuend war, in die Gefühlswelt dieser Menschen und in diese zusammengewürfelte Familie einzutauchen. Der Umgang mit Homosexualität unter ihnen ist das, was das Ganze so besonders macht! Nichts und niemand wird infrage gestellt, jeder wird so angenommen, wie er oder sie ist, und das ist für alle selbstverständlich. Für mich fühlte es sich an wie ein Einblick in eine bessere Welt und hat sich irgendwie wie eine warme Decke angefühlt, in die man sich einkuscheln kann. Ich glaube, ich werde mich dort wieder einmal einkuscheln, wenn ich etwas brauche, das meiner Seele schmeichelt. Wer queer ist, sollte dieses Buch lesen, denn es ist eine Wohltat. Wer nicht queer ist, sollte es auch lesen, um zu sehen, wie selbstverständlich man mit anderen Identitäten umgehen kann. Der ungewöhnliche Humor, die liebevollen Charaktere machen das Buch zu einem absoluten Feel-Good-Read – und das, ohne banal oder flach zu wirken. Ich danke der Autorin Rebecca K Reilly für dieses Buch und frage mich insgeheim, ob dieser Umgang mit Sexualität auch mit ihrer Māori-Abstammung zu tun hat. Wenn ja, muss ich definitiv tiefer in diese Kultur eintauchen!































