Spannend, teilweise viele Erzählstränge
Der Leser begleitet die Protagonistin Verena. Sie kann die Auren der Menschen sehen und daran erkennen, wie es dem Menschen geht und wie lange er noch lebt. Sie hält diese Gabe geheim, um sich selbst zu schützen. Sie arbeitet in einem Krankenhaus, was mit so einer Gabe sehr gut ist, so denkt man. Allerdings hat sie Angst dadurch negative Erfahrungen zu machen. Auf den ersten 50 Seiten nimmt das Buch sehr schnell an Fahrt auf. Verena entdeckt etwas, was sie zur Flucht zwingt und einen Verfolger hervorbringt. Auf wenigen Seiten wird dies beschrieben und ich hatte das Gefühl, dass es eine richtig rasante Geschichte mit wenig Spannungsabfall geben wird. Das bestätigte sich leider nicht. Der Spannungsabfall kam früher als gedacht. Bereits in Weißenbach gab es zwar spannende Momente, aber die erstreckten sich leider auf wenige Seiten und waren eher mystisch und verwunschen angehaucht. Eher wie eine Abenteuergeschichte. Zusätzlich taten sich auf einmal so viele Erzählstränge auf, dass daraus auch gut mehrere Geschichten hätten entstehen können. Das ein oder andere hätte wahrscheinlich auch nicht ohne eine voran gegangene Situation funktioniert, aber es war zu viel von allem. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass das Buch alles bieten sollte: Fantasy, Thriller, Krimi, Romantasy. Das war mir persönlich etwas zu viel. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Die Idee der Protagonistin, die die Aura der Menschen sehen und bewerten kann, fand ich klasse. Ich denke man hätte mehr daraus entwickeln können. Dieses Buch bietet in der ersten Hälfte sehr viele Ansätze, die ich super fand, die aber nach und nach abflachen. Im letzten Viertel wird das Buch dann wieder spannend. Es passiert wieder sehr viel und die Stränge fügen sich alle zusammen. Das entschädigt meinen Meinung zu dem Mittelteil und ich fand das Ende sehr gut. Zusammenfassend fand ich dieses Buch durchwachsen. Es hatte gute Ansätze und das Ende war spannend.





