28. Jan.
𝙴𝚒𝚗𝚎 𝚑𝚊𝚐𝚎𝚛𝚎 𝚔𝚛𝚎𝚒𝚍𝚎𝚋𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑𝚎 𝙷𝚊𝚗𝚍 𝚎𝚛𝚜𝚌𝚑𝚎𝚒𝚗𝚝. 𝙳𝚞̈𝚛𝚛𝚎 𝙵𝚒𝚗𝚐𝚎𝚛 𝚜𝚌𝚑𝚠𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚣𝚞 𝚎𝚒𝚗𝚎𝚖 𝙻𝚊𝚔𝚎𝚗, 𝚍𝚊𝚜𝚜 𝚣𝚞 𝙱𝚘𝚍𝚎𝚗 𝚏𝚊̈𝚕𝚕𝚝 𝚞𝚗𝚍 𝚍𝚎𝚗 𝙺𝚘̈𝚛𝚙𝚎𝚛 𝚎𝚒𝚗𝚎𝚜 𝙼𝚊̈𝚍𝚌𝚑𝚎𝚗𝚜 𝚎𝚗𝚝𝚑𝚞̈𝚕𝚕𝚝. 𝙾𝚋𝚠𝚘𝚑𝚕 𝚎𝚜 𝚝𝚘𝚝 𝚒𝚜𝚝, 𝚙𝚞𝚕𝚜𝚒𝚎𝚛𝚝, 𝚝𝚒𝚎𝚏 𝚒𝚗 𝚍𝚎𝚛 𝙱𝚛𝚞𝚜𝚝, 𝚐𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑𝚖𝚊̈ß𝚒𝚐 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚊𝚛𝚋𝚎. 𝙼𝚒𝚝 𝚓𝚎𝚍𝚎𝚖 𝙿𝚞𝚕𝚜𝚒𝚎𝚛𝚎𝚗 𝚠𝚒𝚛𝚍 𝚍𝚒𝚎 𝙵𝚊𝚛𝚋𝚎 𝚒𝚗𝚝𝚎𝚗𝚜𝚒𝚟𝚎𝚛. 𝙻𝚊𝚗𝚐𝚜𝚊𝚖 𝚎𝚛𝚑𝚎𝚋𝚝 𝚜𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑...
Rating:5

𝙴𝚒𝚗𝚎 𝚑𝚊𝚐𝚎𝚛𝚎 𝚔𝚛𝚎𝚒𝚍𝚎𝚋𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑𝚎 𝙷𝚊𝚗𝚍 𝚎𝚛𝚜𝚌𝚑𝚎𝚒𝚗𝚝. 𝙳𝚞̈𝚛𝚛𝚎 𝙵𝚒𝚗𝚐𝚎𝚛 𝚜𝚌𝚑𝚠𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚣𝚞 𝚎𝚒𝚗𝚎𝚖 𝙻𝚊𝚔𝚎𝚗, 𝚍𝚊𝚜𝚜 𝚣𝚞 𝙱𝚘𝚍𝚎𝚗 𝚏𝚊̈𝚕𝚕𝚝 𝚞𝚗𝚍 𝚍𝚎𝚗 𝙺𝚘̈𝚛𝚙𝚎𝚛 𝚎𝚒𝚗𝚎𝚜 𝙼𝚊̈𝚍𝚌𝚑𝚎𝚗𝚜 𝚎𝚗𝚝𝚑𝚞̈𝚕𝚕𝚝. 𝙾𝚋𝚠𝚘𝚑𝚕 𝚎𝚜 𝚝𝚘𝚝 𝚒𝚜𝚝, 𝚙𝚞𝚕𝚜𝚒𝚎𝚛𝚝, 𝚝𝚒𝚎𝚏 𝚒𝚗 𝚍𝚎𝚛 𝙱𝚛𝚞𝚜𝚝, 𝚐𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑𝚖𝚊̈ß𝚒𝚐 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚊𝚛𝚋𝚎. 𝙼𝚒𝚝 𝚓𝚎𝚍𝚎𝚖 𝙿𝚞𝚕𝚜𝚒𝚎𝚛𝚎𝚗 𝚠𝚒𝚛𝚍 𝚍𝚒𝚎 𝙵𝚊𝚛𝚋𝚎 𝚒𝚗𝚝𝚎𝚗𝚜𝚒𝚟𝚎𝚛. 𝙻𝚊𝚗𝚐𝚜𝚊𝚖 𝚎𝚛𝚑𝚎𝚋𝚝 𝚜𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑...

~𝙳𝚒𝚎 𝙼𝚊̈𝚍𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚘𝚑𝚗𝚎 𝙽𝚊𝚖𝚎𝚗~ 𝚎𝚒𝚗 𝚁𝚘𝚖𝚊𝚗 𝚟𝚘𝚗 𝚂𝚎𝚛𝚎𝚗𝚊 𝙱𝚞𝚛𝚍𝚒𝚌𝚔 𝚞𝚗𝚍 𝚍𝚎𝚖 𝙵𝚎𝚜𝚝𝚊 𝚅𝚎𝚛𝚕𝚊𝚐. Mir bleibt mein Herz stehen, ein absolutes Highlight, eine Geschichte in den 1910er-Jahren, über die berüchtigten Arbeitshäuser in Amerika in deren Kinder und Frauen gefangen gehalten, versklavt und misshandelt wurden. In diesem Buch geht es um die Geschwister Luella und Effie, die auf mysteriöse Weise verschwinden. Diese Geschichte ist keine leichte Kost. Die Eindrücke die hier beschrieben werden, sind hart, schonungslos und bedrückend, obwohl die Autorin ihre Worte sehr einfühlend und emotional zu Papier gebracht hat. Was diesen Frauen und Kindern in diesen Jahren passiert ist, kann man sich und möchte man sich nicht vorstellen. Ein besonderes Augenmerk, diese Erfahrung werden aus mehreren Perspektiven erzählt, um einen besseren Einblick der Gefühlswelt der jeweiligen Person zu erhalten. Die Stimmen von den jeweiligen Frauen sind die Geschichten die Nie erzählt wurden, die gelitten, erduldet und überlebt haben. Ein sehr lesenswerter Roman, der schockierend, traurig und tränenreich ist, aber vielleicht mit einem Happy End ✨💫

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
23. Nov.
Post image
Rating:4

Schon der Einstieg in Serena Burdicks Roman "Die Mädchen ohne Namen" fühlt sich an wie das Öffnen einer schweren Tür, hinter der ein fremder, flüsternder Wind wartet. Die Atmosphäre ist von Beginn an geladen, als zittere die Luft zwischen den Seiten. Jedes Kapitel trägt einen Nachhall von Gefahr, einen kaum greifbaren Schatten mit sich: dieses latente „Was passiert gleich?“, das wie ein kalter Finger den Nacken hinaufstreicht. Burdick schreibt mit einer Melodie, die zart beginnt, aber in dunklen Tönen nachhallt. Besonders eindrucksvoll sind die miteinander verflochtenen Perspektiven – Frauen, getrennt durch Herkunft und sozialem Stand, aber verbunden durch dieselbe uralte Wucht des Patriarchats. Hier zeigt sich, wie universal weibliche Verletzlichkeit sein kann, wie breit das Spektrum der Lebenswege – und wie beklemmend ähnlich ihre Käfige. So eindringlich Burdick das House of Mercy, das stellvertrendend für die vielen berüchtigten Arbeitshäuser in den USA steht, in denen Kinder und Frauen gefangen gehalten, missbraucht und versklavt wurden, während die Kirche mit ihnen Millionen verdiente, zeichnet, spürte ich doch, dass die Realität vermutlich noch finsterer, noch erbarmungsloser gewesen sein muss. Als läge unter jeder Szene ein weiterer, stummer Boden aus Leid, den das Buch nur andeutet. Und gerade diese Zurückhaltung verstärkt das Schweigen zwischen den Zeilen. Trotzdem – oder gerade deshalb – öffnet der Roman ein wichtiges Fenster in eine Welt, von der ich bisher nur über die Magdalenen-Wäschereien gehört hatte. Ein Blick, der schmerzt, aber den man nicht mehr missen möchte. Im Nachwort beschreibt die Autorin, dass es das House of Mercy an dem Ort, an dem sie es im Buch beschreibt, wirklich gab – und man spürt, wie tief sie gegraben hat, um diesen vergessenen Stimmen gerecht zu werden. Ihre Recherche pulsiert in jeder Szene. Ein Buch für jene, die bereit sind, in die unbequeme Wahrheit hinabzusteigen – intensiv, melancholisch, bedrückend schön. ✨ 2024 im @festaverlag erschienen und von Helga Köller übersetzt.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
23. Nov.
Rating:5

Anfang des 19. Jahrhunderts, in New York erleben wir die Geschichte von drei Frauen. Effi, ist ein Herz und eine Seele mit Ihrer Schwester Luella. Effi ist mit einem Herzfehler geboren und zu der Zeit gibt es natürlich keine entsprechenden Behandlungen. Die beiden Schwestern stoßen auf eine Zigeuner Siedlung und sind regelmäßig dort. Sie verheimlichen es vor den Eltern, bis sie entdecken das ihr Vater auch ein Geheimnis hat. Luella läuft weg. Effi ist untröstlich und überlegt wo sie sein könnte, sie glaubt, dass ihre Eltern Luella ins Heim für gefallene Mädchen gebracht haben, das "House of Mercy". Effi geht mit falschen Namen dort rein, um ihre Schwester zu finden, ohne die Wahrheit zu kennen. Jeanne, ist die Mutter von Effi und Luella. Wir bekommen ihre Lebensgeschichte erzählt. Sie wächst in Frankreich auf und ist Tänzerin. Bei einem Unfall steht sie in Flammen und verbrennt sich die Hande. Sie lernt Emory kennen, die beiden Heiraten und bekommen ihre beiden Töchter. Nach Effis Geburt leben die beiden sich auseinander. Nachdem beide Kinder verschwunden sind, wird es nicht besser. Mable, lebt schon länger im House of Mercy, als Effi dort hinkommt. Ihre Geschichte ist durchwoben von Trauer und Elend. Dadurch ist sie zornig und lässt niemand mehr so richtig an dich ran. Sie versucht zu fliehen, aber sie wird gefasst. Sie und Effi dürfen auf eine Farm, die allerdings noch härtere Arbeit bereit hält. Die beiden fliehen. Effi geht es aber immer schlechter. Wieder ein gut gemachter Roman aus dem Festa Verlag. Die Arbeitshäuser, die von Nonnen geführt wurden, sind in Irland als Magdalenen Heime bekannt, dort ist man noch an der Aufarbeitung der Geschichte dran. In den USA sind die Häuser und ihre Geschichte noch eher unbekannt.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
15. Aug.
Rating:4.5

Auf der Suche nach ihrer älteren Schwester verschlägt es die 13jährige Effie ins House of Mercy, eine Besserungsanstalt für Mädchen, die sich nicht weit von ihrem Elternhaus entfernt befindet und der sie trotzdem nicht entfliehen kann. Dort trifft sie auf Mable, die aus völlig anderen Verhältnissen stammt. Schwerer Stoff verarbeitet in einer tollen Geschichte.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
12. Aug.
Anders als erwartet, am Ende hat es aber überzeugt.

Instagram: goldenela_booklove
Rating:4

Anders als erwartet, am Ende hat es aber überzeugt. Instagram: goldenela_booklove

Zunächst war ich von der ersten ca. Hälfte etwas enttäuscht, weil ich etwas anderes erwartet hatte, mehr eine Art Gruselgeschichte. Doch das will dieses Buch nicht sein. Es zeigt vielmehr die brutale Welt in der Frauen und Mädchen damals gelebt haben. Die letzten ca 150 Seiten habe ich in einem Stück durchgelesen, weil ich es nicht weglegen konnte.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
24. Juli
Rating:3.5

Aufgrund des Klappentextes habe ich definitiv etwas Anderes erwartet. Die Handlung findet wirklich kaum im House of Mercy statt. Ich habe erschreckende und historisch gut recherchierte Details erwartet, wie im Klappentext groß angekündigt - leider eine Fehlanzeige. Dementsprechend enttäuscht bin ich auch. Das Buch liest sich ansonsten relativ flüssig, weil der Schreibstil angenehm ist. Dennoch gab es einige Längen in der Story wodurch ich auch ein paar Seiten eher überflogen habe. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt, wobei ich die Vergangenheit von Mable am Interessantesten fand. Es geht allgemein eher um die Geschichten und das Leben der Mädchen und wie einige von ihnen im House of Mercy gelandet sind. Im Haus an sich finden aber vielleicht 70 Seiten der ganzen Handlung statt - das fand ich dann doch sehr mager.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
20. Nov.
Rating:4

Ander gut, als erwartet

Ich muss gleich sagen, das Ende hat.mir ein bisschen Tränen in die Augen getrieben. Aber, ich hab was anderes bekommen als ich erwartet habe. Es war schon gut und ließ sich sehr gut lesen. Aber das Grauen dieser Häuser kommt in dem Nachwort eher hervor als in dem Buch. Hier sind wir im Wandel der Zeit. Frauen werden wegen Geringfügigkeiten eingesperrt. Manche sucht sogar die Flucht dorthin um dem Gefängnis zu entkommen. Andere Frauen strampeln sich frei. Frei aus den Zwängen ihres Geschlechts. Es ist eine Geschichte die verschiedene Schicksale beleuchtet, aber einem auch zeigt wie schnell man alle, egal aus welcher Schicht man entstammt, in die selbe Situation kommen kann. Und auch wenn sie noch so ausweglos erscheint, kann man mit Kampf und Mut alles schaffen. Der Stil ist wirklich gut. Es lässt sich flüssig lesen. Die Grausamkeiten in den Häusern bekommt man natürlich mit, sind aber nicht die zentrale Aussage. Sie sind ein Beiwerk um die schlimmen Situationen zu beschreiben. Zentrale Aussage ist das Leben der Frauen und wie sie sich schlagen und befreien. Schade ist nur, dass sich die Mädchen und Frauen in diesen Häusern selbst selten stützen, eher noch gegenseitig drangsalieren. Eine gute Geschichte, wenn auch anders als erwartet

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
3. Nov.
Rating:5

Einfach nur großartig

Serena Burdick - Die Mädchen ohne Namen „Ich finde, dass das Leben aus einer Reihe von Ereignissen besteht, die man besser niemandem erzählt, und dennoch sind wir hier.“ Wow, was für eine Story. 1911 und folgende. Effie und ihre ältere Schwester Luella - ein Herz und eine Seele. Sie halten zusammen und geben einander Halt. Effie, die krank ist, die nicht immer so kann, wie sie gern würde. Luella, die sich eingezwängt fühlt im Korsett der damaligen Zeit, den Regeln, den Konventionen des Lebens in der wohlhabenden Gesellschaft. Jeanne, ihre Mutter und Emory, ihr Vater. Eine einst glückliche Ehe, die auf der Strecke blieb. Eines Tage bricht alles auseinander. Luella entflieht ihrem Leben, die Eltern versuchen zu vertuschen („Was sollen denn die Leute denken?!?“) und beschwören damit ein Unglück herauf, denn Effie kann den Weggang der Schwester nicht verkraften und sucht sie. Ihr Weg führt sie dabei direkt ins House of Mercy, wo „gefallene Mädchen“ mit harter Arbeit, unbarmherzigen Methoden und unter der Aufsicht von strenggläubigen Nonnen wieder auf den richtigen Weg geführt werden sollten… „Du musst deine Fantasie lebendig halten. Damit du etwas hast, wenn alles andere unerträglich wird.“ Eine wirklich krasse Story. Eine mitreißende, fesselnde und teilweise sehr bewegende Geschichte. Serena Burdick schaffte es, dass ich nach dem Lesen einzelner Abschnitte total berührt, schockiert und schlicht sprachlos war. Unglaublich, dass es derartige Einrichtung bis weit in die 1970 Jahre gab. Fazit: Eine fesselnde Geschichte, die mich sehr berührt, ja teilweise richtig erschüttert hat. Dennoch eines der besten Bücher, dass ich in letzter Zeit gelesen habe.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
25. Okt.
Post image
Rating:5

Willkommen zum #𝕗𝕖𝕤𝕥𝕒𝕗𝕣𝕚𝕕𝕒𝕪 (unbezahlte Werbung) Heute mit meiner Meinung zu: Die Mädchen ohne Namen Autorin: Serena Burdick @festaverlag Seiten: 490 Klappentext / Inhalt: New York in den 1910er-Jahren: Die Schwestern Luella und Effie wachsen wohlbehütet auf dem Familienwohnsitz auf. Doch nachdem sie ein schockierendes Geheimnis über ihren Vater herausfinden, ist Luella, die ältere der beiden, eines Morgens auf mysteriöse Weise verschwunden. Effie vermutet, dass ihr Vater seine Drohung wahr gemacht hat und sie in das House of Mercy, ein Heim für gefallene Mädchen, bringen ließ. Also geht Effie dorthin, um ihre Schwester zu finden. Aber sie hat sich geirrt, Luella ist nicht dort. Dafür ist sie jetzt selbst eine Gefangene im House of Mercy - das alles andere als barmherzig ist ... Da niemand ihrer Geschichte glaubt, gibt es für Effie keine Möglichkeit zur Flucht – es sei denn, sie vertraut dem rätselhaften Mädchen Mable … Hier geht’s zum Buch: https://www.festa-verlag.de/die-maedchen-ohne-namen.html Dort findet ihr auch eine Leseprobe So oft von euch empfohlen und nun von mir endlich gelesen. Gemeinsam mit @das_frollein_meier ging es nach New York in die 1910er Jahre. Wir lernten Effie und Luella kennen, ihre Eltern und später auch das Mädchen Mable. Ich will euch jetzt gar nichts zur Geschichte verraten, denn der Klappentext erzählt schon worum es geht. Eher will ich hier den hervorragenden Schreibstil der Autorin loben – die Geschichte ist grausam aber teils so wunderschön erzählt, das man trotzdem ein Lächeln im Gesicht hat. Eine wundervolles, sehr emotionales Buch, deren Ende mich ein wenig zerstört hat, weil ich es so unglaublich toll fand. Auch ziehe ich meinen Hut vor der Recherchearbeit, die für dieses Buch nötig war. Ich kann hier noch volle Punktzahl vergeben 5v5, 10v10 – wie ihr wollt...für mich auf jeden Fall ein Highlight, welches ich wohl nicht vergessen werde.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
9. Juli
Keine leichte Kost… 📗
Rating:5

Keine leichte Kost… 📗

Die Schwestern Luella und Effie wachsen eigentlich recht wohlbehütet im New York der 1910er Jahre auf. Doch als Luella eines Tages verschwindet, vermutet Effie, dass ihr Vater Luella in eines der berüchtigten Arbeitshäuser für Frauen, dem House of Mercy, untergebracht hat. Aus diesem Heim für gefallene Mädchen und Frauen möchte Effie ihre Schwester befreien. Und so lässt sie sich selbst einweisen, um ihre Schwester zu retten. Doch Luella ist nicht da. Und für Effie gibt es kein Entkommen aus dem nicht ganz so barmherzigen Heim, in dem sie fortan getriezt, misshandelt und ausgenutzt wird. Neben Effie gibt es in dem Heim unzählige andere Frauen und Mädchen, die das gleiche Schicksal erleiden. Unter anderem die mysteriöse Mabel. Kann sie Effie zur Flucht verhelfen? ——— Was für eine bewegende Geschichte. Mir war schon vor dem Lesen klar, dass dies keine typische Horror- oder Gruselgeschichte ist, die man sonst aus dem Festaverlag kennt. Aber die Geschichte ist hart. Der Fokus liegt größtenteils auf dem House of Mercy. Wie Mädchen und Frauen hier ausgenutzt und teilweise nicht mal wie Menschen behandelt werden, kennt man auch schon aus anderen vergleichbaren Heimen in Irland. Ein weiterer Augenmerk liegt auf den Mädchen und Frauen selbst. Darauf, welchen Stellenwert sie zu der damaligen Zeit hatten, was sie tun durften und was nicht, welche Rechte sie hatten (Überraschung: nicht viele) und wie das Leben im Allgemeinen für sie war. Die Autorin erzählt die Geschichte einfühlsam, aber schonungslos. Sie erzeugt auf jeden Fall ein Gefühl von Wut im Bauch. Manchmal wollte ich das Buch einfach nur zuschlagen. Vielleicht hat es zum Gefühl auch beigetragen, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dabei lässt sich das Buch trotz der schweren Thematik leicht lesen. Dennoch sollte man sich dafür ausreichend Zeit nehmen. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
24. Juni
Rating:4

Berührende und wichtige Geschichte

"Die Mädchen ohne Namen" hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin. Die Charaktere mochte ich sehr und auch die Entwicklung der Storyline war gut, wenn auch an einigen Stellen ein wenig langatmig. Aus meiner Sicht eine sehr berührende und historisch wichtige Geschichte, die fiktiv auf mögliche Erlebnisse von Mädchen und Frauen blickt, deren wahre Geschichten wir nie erfahren werden. Ich vergebe 4 Sterne.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
27. Mai
Anders als erwartet aber ein starkes und wichtiges Buch
Rating:4.5

Anders als erwartet aber ein starkes und wichtiges Buch

Ich habe etwas gebraucht um in das Geschehen einzutauchen, weil ich mit etwas anderem gerechnet habe. Es geht um Frauen zur Jahrtausendwende, verschiedene Kulturen, den Machtmissbrauch der Kirche und deren berüchtigte Arbeitshäuser. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen erzählt, ist schonungslos offen und gleichzeitig kindlich naiv durch die Protagonisten - dadurch aber vor allem beängstigend und traurig. Die Autorin hat hier vielen unbekannten Frauen ein Gesicht und einen Namen gegeben. Ganz anders als erwartet aber für mich persönlich ein sehr starkes und wichtiges Buch

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
24. Mai
Einfach wundervoll. Wundervoll berührend, wundervoll traurig, wunderbar ergreifend
Rating:5

Einfach wundervoll. Wundervoll berührend, wundervoll traurig, wunderbar ergreifend

Beginnend mit dem Kennenlernen der jungen Effie und ihrem persektivischen Blick auf das Geschehen, wechseln sich andere Figuren ab, auch sie bekommen die Möglichkeit ihre Sichtweisen mit einzubringen. Wie wir wissen, sind Perspektivwechsel oft die treibende Kraft für Spannungsgarantie. Effie erzählt die Geschichte, eine Geschichte über sich und ihre Schwester Luella. Beide könnten unterschiedlicher , aber auch unzentrennlicher nicht sein. Während Effie schüchtern, ängstlich, und körperlich schwer krank ist, besticht die hübsche Luella durch Courage und Unberechenbarkeit. Gefühle der Wut überkamen mich, vor allem auf die katholische Kirche. Getarnt von einer Gesellschaft, die weggesehen hat. In den damaligen Wäscherein für Mädchen und junge Frau, die, laut den Maßstäben der damaligen Oberschicht, nicht gesellschaftsfähig waren, wurden unter schlimmsten Umständen ihrer Selbst entwürdigt, nicht selten auch bis zum Tode gequält. Es gab kein Entrinnen aus dem Fegefeuer der Hölle. Die Mädchen des House of Mercy sind die wirklich tragischen Figuren. Ein Gewicht der Schwere drückte auf meine Seele. raubte mir schier den Atem. Die sogenannten „Magdalena Häuser“ lernt der Leser als erschreckende Foltergefängnisse kennen, die es europaweit gab. Das Buch hat definitiv meine Meinung zur katholishen Kirche nochmal verschlechtert. Ich werde wohl austreten (müssen) . Nicht viele Bücher bringen mich zum Weinen, das war hier anders: Ein Weinen um verlorene Seelen. Aber auch ein Lächeln, für die Stärke dieser Mädchen und ihre Gutmütigkeit. Man spürt mit welcher Hingabe sich die Autorin in die Recherchen gestürzt hat. Mir war es ein Vergnügen, mit Hilfe des bildhaftes Schreibstiles, mich den Zigeunern der damaligen Zeit zu widmen, ihre Werte konnten mich total überzeugen.Das Wort Zigeuner wurde nicht despektierlich angewandt, sondern der Authentizität der damaligen Epoche willens.Trotz der ganzen Schwere: ich habe es geliebt❣️ 5🌟🌟🌟🌟🌟plus/5 Jahreshighlight❗️❣️❗️❣️

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
22. Mai
Rating:5

Sehr lesenswerter und berührender Roman.

New York 1910. Effie und Luella wachsen in einer gutbürgerlichen Familie mit liebevollen Eltern auf und haben ein angenehmes Leben, das einzig durch die Tatsache getrübt wird, dass Effie einen schweren Herzfehler hat. Als die Schwestern entdecken, dass ihr Vater nicht der integre liebevolle Ehemann ist, für den sie ihn hielten, verschwindet Luella. Effie macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester und landet im „House of Mercy“, einer Erziehungsanstalt für „gefallene Mädchen“. Hier trifft sie auf Mable, deren schweres Schicksal sie ebenfalls an den düsteren Ort geführt hat. Gemeinsam versuchen die beiden ungleichen Mädchen, ihrem Schicksal und dem House of Mercy zu entfliehen. Auf sehr authentische Weise erzählt Serena Burdick die Geschichte von Mädchen und Frauen, die ohne eigene Schuld in die Fänge des Gesetzes bzw. der Kirche geraten und dabei Missbrauch und Ausbeutung erdulden müssen. Dabei lässt sie die Protagonistinnen ihre Geschichten in stetigem Wechsel selber erzählen. Das macht den Roman bei seinem düsteren Thema kurzweilig und gut lesbar. Doch die Schicksale, die hier erzählt werden und die stellvertretend für die vielen jungen Frauen und Mädchen stehen, die nie eine Stimme bekamen, sind erschreckend und berührend. Immer wieder musste ich die Lektüre unterbrechen, um das Gelesene zu verdauen. Die Atmosphäre ist immer authentisch, die Personen gehen ans Herz. Und man lernt wieder einiges über eine Zeit die geprägt war, von extremen sozialen Gegensätzen, männlicher Dominanz und Härte. Mein Fazit: sehr lesenswerter Roman, der zutiefst berührt und nachdenklich stimmt.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
17. Mai
Post image
Rating:4

In Die Mädchen ohne Namen geht es um die Schwestern Luella und Effie, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie wachsen im Jahr 1910 wohlbehütet auf. Nachem sie aber ein schockierendes Geheimnis über ihren Vater herausfinden, ist Luella, die ältere der beiden Schwestern, eines Morgens auf mysteriöse Weise verschwunden. Ihre jüngere Schwester Effie vermutet, dass ihr Vater sie in das House of Mercy, ein Heim für gefallene Mädchen, bringen ließ. Also geht Effie dorthin, um ihre Schwester zu finden. Aber sie hat sich geirrt, Luella ist nicht dort. Dafür ist sie jetzt selbst eine Gefangene im House of Mercy - das alles andere als barmherzig ist. ... Da niemand ihrer Geschichte glaubt, gibt es für Effie keine Möglichkeit zur Flucht – es sei denn, sie vertraut dem rätselhaften Mädchen Mable … Der Roman wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Protagonistinnen beschrieben. Besonders der Schreibstil ist mir schon im Prolog positiv aufgefallen. Das House of Mercy beruht auf tatsächlichen Geschehnissen und das hat die Autorin sehr gut geschildert. Das House of Mercy war 1891 ein berüchtigte Anstalt die "mittellose und gefallene Frauen" untergebrach hat. Solche Häuser nannte man auch Zuchthäuser, Häuser oder Wäschereien. In diesen Einrichtungen wurden Frauen und Kinder aber gefangen gehalten, missbraucht und versklavt und das alles durch die Kirche. Die Frauen und Kinder mussten in Wäschereien unter sehr dürftigen Bedingungen arbeiten. Gerade die Einarbeitung dieser wahren historischen Hintergründe, die auch im Nachwort einem nochmal mehr Hintergrundinfos geben, fand ich sehr gut. Teilweise hatte ich beim Lesen auch eine bedrückende Stimmung, gerade durch die Schilderungen im House of Mercy und allgemein wie Frauen zur damaligen Zeit behandelt wurden. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Geschichte eben aus mehreren Perspektiven erzählt wurde.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
30. März
Post image
Rating:3.5

New York, 1910: Die beiden Schwestern Effie und Luella wachsen wohlbehütet auf dem Familienwohnsitz ihrer Eltern auf. Sie halten zusammen, teilen alles miteinander, doch während Luella hübsch und gesund ist, hat Effie einen schweren Herzfehler und leidet unter blauen Anfällen, die Prognosen der Ärzte haben ihr nur kurze Lebenszeit zugesprochen. Als die beiden hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen und ihn damit konfrontieren, ist Luella eines Tages wie vom Erdboden verschwunden. Aus Angst, der Vater könnte die Drohung wahrgemacht haben, sie in das Haus of Mercy - ein Heim für gefallene Mädchen zu stecken, lässt sich Effie unter falschem Namen dort einweisen, um ihre Schwester zu finden. Doch diese ist gar nicht dort und Effie bleibt eine Gefangene und erlebt Schreckliches – ebenso wie das geheimnisvolle Mädchen Mable… Es brauchte seine Zeit, in die Geschichte zu kommen. Das lag aber daran, dass ich mit einer völlig anderen Geschichte gerechnet habe und ziemlich überrascht war, wie die Autorin das Thema der berüchtigten Arbeitshäuser der Kirche umsetzt, die dort junge Frauen gequält, gefoltert und misshandelt haben und für deren Tätigkeit Millionen an Geldern verdient haben. Schonungslos offen wird durch diese Geschichte all den betroffenen Mädchen ein Denkmal gesetzt, die in diesen Häusern Gefangene waren und der Willkür der Nonnen ausgesetzt waren. Mit dieser Erzählung erhalten die vielen unbekannten Frauen Namen und ein Gesicht. Durch die Sichtweise von Effie, Mable und ihrer Mama wird deren tragische Familiengeschichte aus der Ich-Perspektive geschildert, die mich innerlich sehr aufgewühlt und traurig gemacht hat. Welche Kettenreaktion sowohl ärmliche, verlustreiche Verhältnisse auslösen, ebenso wie das Verhalten von Effies Vater ist so tragisch, hat so viel zerstört und man braucht zwischendurch Pausen, um die Geschichte sacken und die Ängste und die Wut wirken zu lassen, die die Mädchen dadurch auszustehen hatten. Über ein paar Jargonausdrücke bin ich gestolpert, weil sie irgendwie nicht ganz in die restliche Erzählung passten. Interessant ist hier auch die Begegnung mit Angehörigen der Roma, die in der Nähe lebten und einen gewissen Einfluss aufgrund ihrer Tradition und Anschauungen hatten. Das Einzige, was mich dabei etwas gestört hat, war die Verwendung von Tarotkarten, deren Bedeutung immer mal wieder in der Geschichte vorkam und besonders Einfluss auf Effie hatte. Insgesamt war es ein eindringlicher, gut recherchierter Roman, der auf ein schockierendes, jedoch unter den Teppich gekehrtes und nicht ernst genommenes aber sensibles Thema aufmerksam macht. Bei dem sich die Kirche massiv des Machtmissbrauchs schuldig gemacht hat, Ängste und das Ausgeliefertsein der Schutzbefohlenen schamlos ausgenutzt und sie auf die schrecklichste Art erniedrigt und denunziert hat. Das sollte einfach nicht in Vergessenheit geraten und dafür sind solche Aufklärungsromane da. Das ist der Autorin richtig gut gelungen, aber dennoch so, dass es einen nicht überrollt oder zu extrem wirkt.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag
13. März
Rating:5

Der sehr gut recherchierte Roman über das House of Mercy, einem Arbeiterhaus in Amerika. In dem Frauen und Kinder gefangen gehalten und mißhandelt wurden.

1910 in New York. Die unzertrennlichen Schwestern Effie und Luella, die verschiedener nicht sein können, werden plötzlich getrennt. Luella die rebellischeTochter von der viel erwartet wird, die aber ihren eigenen Lebensweg antreten möchte. Und Effie die seit ihrer Geburt versucht dem Tod davonzulaufen, denn sie wurde schwer krank geboren. Durch verschiedene Umstände verschwindet Luella unvorhersehbar und Effie versucht diese aufzuspüren und landet dabei im Arbeiterhaus „House of Mercy“. Dadurch bekommen wir tiefe Einblicke in das Leben der dort gefangenen Frauen, ihrem Alltag, ihre Aufgaben und was sie alles erdulden mussten. Parallel versuchen die Schwestern wieder zueinander zu finden. Durch verschiedene Erzählstränge und Blickwinkel nimmt die Geschichte unheimlich an fahrt auf und erzeugt somit gleichzeitig eine immense Spannung. Man fiebert die ganze Zeit mit den beiden Schwestern mit und hofft auf ein Happy End. Auch die Nebencharaktere haben Tiefgang und fesselnde Geschichten, was sie umso greifbarer macht. Für mich eine überaus fesselnde Geschichte die den namenlosen Frauen aus den damaligen Arbeiterhäusern gewidmet ist.

Die Mädchen ohne Namen
Die Mädchen ohne Namenby Serena BurdickFesta Verlag