
GELUNGENE HORROR-HOMMAGE FÜR ZWISCHENDURCH! Der Mary Shelley Club von Goldy Moldavsky verbindet Horrorfilm-Vibes und solide Unterhaltung. Rachel möchte an der Elite Schule Manchester Prep Anschluss finden und wird Teil des geheimnisvollen Mary Shelley Club. In sogenannten Angst-Streichen spielen die Mitglieder Horror-Szenarien nach, bis die Spiele außer Kontrolle geraten, und die Clubmitglieder selbst zu gejagten werden. Besonders Fans von Slasher-Filmen dürften an den vielen Anspielungen und der filmischen Stimmung ihren Spaß haben. Durch die kurzen Kapitel und regelmäßigen Wendungen lässt sich das Buch angenehm lesen. Auch die Gespräche über Angst, Horrorfilme und den Reiz des Gruslens geben der Geschichte einen interessanten psychologischen Ansatz. Abgesehen von Rachel bleiben die restlichen Charaktere ziemlich blass. Sie bedienen die typischen High-School-Klischees und lassen wenig emotionale Bindung zu. Erfahrene Thriller-Leser werden das Rätsel um den Täter wahrscheinlich schon weit vor dem Finale durchschauen. Die Brotkrumen sind stellenweise etwas zu offensichtlich gestreut. Der Mary Shelley Club erfindet das Rad nicht neu, funktioniert aber gut als kurzweilige Lektüre für zwischendurch.


































































