Die Geschichten regen zum Denken an.
Stellt euch vor: Michael Ende für Erwachsene. Mit Bildern seines Vaters. Klingt nach einem Traum? Ist auch genauso geschrieben wie ein Traum. Seite für Seite irrt man durch das konzipierte Labyrinth und versucht irgendwo Wegweiser, Verknüpfungen, zwischen den einzelnen Geschichten zu erkennen. Mehr als nur die Bilder seines Vaters. Ich enthalte mich einer Wertung, weil goodreads ja, nach: "Mag ich"/ "Mag ich nicht" geht und das hier ist ein klarer Fall von: Ich habe das Lesen nicht gemocht, aber schätze die Idee dahinter. Ein bisschen war es auch wie Ende auf Koks, wenn er zum Schluss des Buches zunehmend von Huren und dem Tod sprach und dann auch nach ein Straßenkehrer auftaucht, der traurigerweise an Beppo erinnert. Überhaupt wäre eine Untersuchung der intertextuellen Verweise hier mal ganz spannend, dachte sich mein Literaturwissenschaftlerherz. Immerhin gelingt es Ende, mit diesem Roman zu beweisen, mit wievielen Geschichten sein Kopf wohl angefüllt war und dass sich seine Fantasie durchaus nicht auf Momo oder Die Kindliche Kaiserin beschränkte.

