Dieses Essay war für mich ein Jahreshighlight. Kramberger hat auf so wenigen Seiten intensiv über die Landwirtschaft, die Natur und den Klimawandel geschrieben, dass ich sofort in den Bann davon gezogen wurde. Sie öffnet mit ihrem eigenen kleinen Kosmos auf ihrem Biohof ein Fenster zum großen Ganzen. Für mich eine absolute Leseempfehlung. Denn sie spricht für mich neben Hirn und Herz auch das Bauchgefühl und Urvertrauen an. Urvertrauen in eine Urmacht…. unsere Natur. Extrem gut geschrieben 🤩.
Eindringliches Essay über die Probleme in der Landwirtschaft anhand einer einzelnen Person, die mit den aktuellen klimatischen Bedingungen zurecht kommen muss. Die Autorin liefert dazu eindrücklichenBilder, auch unter dem Eindruck der klimatischen Katastrophe von 2023, die über Slowenien und Italien hineingebrochen ist. Bewegend und nachdenklich machend.
Eine Erzählung, die zwischen literarischem Erfahrungsbericht und Essay entlang balanciert. Im ersten Teil sehr eindringlich hat sie mich am Ende etwas verloren. In Zeiten des Klimawandels dennoch eine lesenswerte Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Starkes Plädoyer für mehr Bio Diversität, sprachlich hervorragend umgesetzt.
Auch in diesem Jahr jagte eine Naturkatastrophe, die andere. In Europa grassierten Brände, Überflutungen, Orkane und Hagelmassen. Wir alle müssen die Natur anders lesen, als bisher. Das hat auch Nataša Kramberger lernen müssen. Sie bewirtschaftet einen kleinen Hof in Slowenien und legt großen Wert auf Biodiversität und ökologische Landwirtschaft. Natürlich wird sie von alteingesessenen Landwirten belächelt und auch ihr Vater spart nicht mit Ratschlägen und lernt doch durch seine Tochter neue Wege anzunehmen. Die Slowenin kämpft mit Disteln und Wühlmäusen, mit trockenen Frühlingen und nassen Sommern. Weder Saatgutkalender noch jahrhundertealte Weisheiten greifen mehr und können dem Klimawandel trotzen. Die Natur kreischt kratzt und wütet und ein fallender Walnussbaum wird mit einem kollektiven Klagelied in seinem Sterben begleitet. Die Autorin arbeitet mit eindrücklich Bildern, die mir teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließen. Man spürt den Schweiß, die Verzweiflung aber auch den eisernen Willen es zu schaffen und allen Widrigkeiten zu trotzen. Sprachlich ist dieser Essay sehr besonders. Poesie steht als Kontrapunkt zu den archaischenNaturkatastrophen. Aufzählungen prägen den Rhythmus des Textes genauso, wie die wenigen, aber aufschlussreichen Dialoge. Ein Text der Vergnügen bereitet und gleichzeitig bangen lässt. Ich hab ihn in einem Rutsch gefesselt und gebannt weg gelesen.



