17. Juni
Rating:1.5

Feticheure, Okkultismus und der Tod

Wenn es nicht die Lektüre für einen Lesekreis gewesen wäre, hätte ich das Buch wohl nicht zu Ende gelesen. Obwohl die Geschichte die letzten 40 Seiten an Fahrt aufnimmt, konnte es mich nicht für die vorherigen 220 Seiten entschädigen. Die Frage nach der Todesursache des Protagonisten hatte ich mir bis dato nicht gestellt - vermutlich kein gutes Zeichen, wenn man bedenkt, dass er selbst versucht herauszufinden, was ihm zugestoßen ist. Zumindest habe ich einiges über den Kongo, Glaube und Okkultismus, Feticheure und Todesarten gelernt. Irritierend war neben der Erzählperspektive (Du-Erzähler) die wirklichkeitsfremde (no pun intended) Sprache. 20-Jährige Frauen sind "Mädchen" oder "Miezen in Minirock". Auch ansonsten wirkt die Sprache häufig hölzern, veraltet und deplatziert. Eventuell ist dies der Übersetzung geschuldet.

Das Geschäft der Toten
Das Geschäft der Totenby Alain MabanckouLiebeskind