
Eine eindrucksvolle Schrift gegen die Todesstrafe
Bisschen was zum Autor: Victor Hugo wurde 1802 geboren und war ein bedeutender französischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Er ist vor allem durch Werke wie „Les Misérables“ oder „Der Glöckner von Notre-Dame“ bekannt. „Der letzte Tag eines Verurteilten“ war tatsächlich das erste Werk, das ich von ihm gelesen habe. Das Buch ist im Grunde eine eindringliche Schrift gegen die Todesstrafe, und ich finde, es gelingt ihm sehr, einen zum Nachdenken zu bringen, gerade auch, weil es die Todesstrafe in manchen Ländern bis heute noch gibt. Besonders beeindruckt haben mich die tagebuchartigen Gedankenschilderungen des Verurteilten. Dieses Zermürbende, dieses endlose Warten auf das Unvermeidliche, geht beim Lesen richtig auf mich über. Das ständige Gedankenkreisen, die Panik, dann wieder kurze Hoffnung, gefolgt von Ernüchterung und Verzweiflung, sind unglaublich eindrucksvoll beschrieben. Obwohl es keine spektakuläre äußere Handlung gibt, liegt die ganze Stärke des Buches im Fokus auf das Innenleben des Verurteilten . Und genau das macht es für mich so interessant. Besonders berührt hat mich der Teil, als der Verurteilte nach langer Zeit seiner Tochter begegnet ist. Klare Empfehlung!











