In „Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution“ von Laurie Penny setzt sich die Autorin mit Fragen rund um Feminismus, Sexualität und gesellschaftliche Machtstrukturen auseinander. Das Buch greift dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Themen auf, von Geschlechterrollen über sexuelle Gewalt bis hin zu medialen Darstellungen von Frauen*. Penny gelingt es, zentrale feministische Fragestellungen verständlich darzustellen und miteinander zu verknüpfen. Der Fokus liegt dabei weniger auf einer systematischen Analyse als auf einer essayhaften Annäherung an verschiedene gesellschaftliche Probleme. Dadurch entsteht ein breiter Überblick über relevante Debatten. Diese thematische Vielfalt ist zugleich Stärke und Schwäche des Buches. Viele Aspekte werden angesprochen, bleiben jedoch eher an der Oberfläche. An vielen Stellen hätte ich mir eine vertiefte Auseinandersetzung gewünscht, um die Argumente besser nachvollziehen zu können. Stattdessen wirkt das Buch stellenweise wie eine Sammlung von Gedanken, die nicht immer vollständig ausgearbeitet sind. Auch sprachlich merkt man dem Buch an einigen Stellen sein Erscheinungsdatum an. Bestimmte Formulierungen und Perspektiven wirken heute etwas überholt und sind nicht mehr durchgehend anschlussfähig.
25. Apr.Apr 25, 2026
Unsagbare Dingeby Laurie PennyEdition Nautilus GmbH


