13. Mai
Rating:4

Buch Nr. 3 meines Klassikerjahres.

Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Bevor ich zu dem Buch gegriffen habe, habe ich allerhand Schlechtes darüber gehört. Mir hats aber tatsächlich richtig gut gefallen! Ich finde Effi als Charakter super interessant und auch sympathisch, ich mag es, über das Gesellschaftsleben etwas zu hören und ich mag auch die Prämisse, warum Effi ihren folgenschweren Fehler gemacht hat, nämlich nicht aus Liebe! Die Frau in der damaligen Zeit wird noch einmal ganz anders beleuchtet. Zwischendurch vielleicht ein bisschen zäher, aber für mich tatsächlich nie langweilig.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
3. Mai
Rating:0.5

Schrecklich langweilig 🥱

Inhalt: In Effi Briest geht es um die 17 jährige Effi, die von ihrer Familie mit dem 38 jährigen Baron Instetten verheiratet wird. Sie zieht mit ihm in ein neues Zuhause, soll sich in ihr Leben als Ehefrau einfinden und merkt dabei immer mehr, wie unglücklich das alles eigentlich ist. Im weiteren Verlauf geht es um gesellschaftliche Erwartungen, Einsamkeit und die Folgen der Entscheidungen, die sie trifft. Rezension: Ich musste Effi Briest für die Schule lesen und es war wirklich das schlechteste Buch, das ich bis jetzt lesen musste. Natürlich muss man bedenken, dass das Buch aus einer anderen Zeit kommt. Manche Wörter versteht man nicht direkt, aber das war tatsächlich noch nicht mal das Schlimmste. Es ist auf jeden Fall verständlicher als manche Werke, die noch älter sind. Aber dieser Schreibstil war trotzdem die Hölle. Ich weiß nicht, kannte Theodor Fontane keine Punkte und Kommas?????!!!!😭😭😭 Teilweise geht ein Satz einfach gefühlt über eine halbe Seite. Du liest diesen Satz, bist irgendwo beim fünften Nebensatz angekommen und denkst dir danach nur noch: Hä, was ist jetzt überhaupt passiert? 🥲 Und dann kannst du nicht mal eben schnell nochmal zurücklesen, weil du gefühlt direkt die ganze halbe Seite nochmal lesen musst.🙄 Dazu kommt, dass einfach alles so unfassbar umschrieben wird. Wirklich alles…… Da wird zehn Jahre lang dieses komische Haus beschrieben und danach weiß ich trotzdem immer noch nicht, wie es eigentlich aussieht. 🥲😅 Es wird so viel geredet und beschrieben und am Ende hat man trotzdem das Gefühl, dass nichts wirklich gesagt wurde. Und damit kommen wir direkt zum nächsten Problem. Es passiert einfach nichts. Wirklich gar nichts. Dieses Buch hat 270 Seiten und ich schwöre, man hätte den kompletten Inhalt auch in fünf Sätzen erzählen können. 🥲😂 Es zieht sich einfach endlos und man wartet die ganze Zeit darauf, dass jetzt endlich mal irgendwas kommt, aber nein. Es bleibt einfach langweilig.🥱 Auch die Ausgangssituation fand ich schon komplett komisch. Ein 17-jähriges Mädchen wird gezwungen, einen 38-jährigen Mann zu heiraten, der vorher ihrer Mutter den Hof gemacht hat????!!!! 😬 Da saß ich wirklich nur da und dachte mir: Was hat sich Theodor Fontane bitte dabei gedacht? Allein das ist schon so absurd.😐🤨 Und auch das Ende war jetzt nichts, wo ich mir dachte wow. Man wusste sowieso die ganze Zeit ungefähr, worauf das hinausläuft, aber dafür waren diese 270 Seiten einfach viel zu unnötig und viel zu langgezogen.🙄 Insgesamt einfach ein unfassbar langweiliges, zähes Buch, das sich gezogen hat ohne Ende. Ich war einfach nur froh, als ich es endlich fertig hatte. 🥲👍🏽

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
12. März
Das traurige Leben einer jungen Frau  💐
Rating:3

Das traurige Leben einer jungen Frau  💐

Es geht um den Prozess einer jungen Frau zu einer Erwachsenen. Einer Erwachsenen, die in der Einsamkeit ihrer Ehe feststeckt. Man könnte meinen, diese sei lieblos, aber das ist es gar nicht, im Gegenteil, aber die Fürsorge und die Achtsamkeit ihres Mannes beziehen sich trotzdem nur auf das Offensichtliche. So nimmt Ihr Leben, die Dreiecksgeschichte, ihren Lauf und so endet es und mit ihm das Buch. Es ist, furchtbar traurig und wenn man kein Französisch spricht, auch an manchen Stellen schwer zu lesen (da bereut man zwischendurch die Latein Wahl xD ). Was mir aber sehr gefallen hat, waren die poetischen Gedanken der Protagonisten, die auch den Leser zum Nachdenken anregen. Eure Alice P. S.: Ich verstehe wirklich, warum dieses Buch von manchen geliebt und von anderen verabscheut wird; für den einen ist es poetisch, für den anderen, wenn man das Buch länger als einen Tag aus der Hand legt, schwer wieder reinzukommen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
18. Feb.
Rating:5

Die Geschichte von Effi Briest rührt mich immer wieder zu Tränen. In einer Welt, in der sie sich nicht wohlfühlt und auch keine echte Zuneigung erfährt, sucht sie nach einem Ausweg, welchen sie bitter bezahlen muss. Das sie am Ende "mit Gott und Menschen versöhnt, auch versöhnt mit ihm" stirbt, zeigt ihre große Charakterstärke und dass sie schließlich über die Gesellschaft, die sie ausgestoßen hat, gesiegt hat, wenn auch nur für sich.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
15. Feb.
Zu Schulzeiten noch ungeöffnet, im Studium gelesen und gemocht und jetzt als Hörbuch neu entdeckt
Rating:4

Zu Schulzeiten noch ungeöffnet, im Studium gelesen und gemocht und jetzt als Hörbuch neu entdeckt

Effi Briest gilt als einer DER Romane über Ehebruch in einer Gesellschaft, die keine Gnade kennt. Mit elegantem, präzisem Stil übt Theodor Fontane Kritik an einer Ordnung, die schon lange vor dem Ehebruch ungerecht war. Seine Figuren zeichnet er lebendig, gefangen in Konventionen, Erwartungen und einem System, das für eigene Wünsche und Bedürfnisse keinen Raum lässt. Ein Gedankenkarussell über Schuld, Moral und weibliche Selbstbestimmung. Und damit weit mehr als nur ein Roman über Ehebruch. Eine Sache möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen: Was mir beim ersten Lesen noch entgangen ist, stieß mir diesmal sauer auf. Die Figur des „Chinesen“ fungiert im Roman nicht als eigenständige Person, sondern vielmehr als Projektionsfläche für Angst und das Unbekannte. Darin zeigen sich rassistische, von kolonialen Denkmustern des 19. Jahrhunderts geprägte Vorstellungen. Literarisch funktional, historisch erklärbar, aber inhaltlich problematisch. Liest man den Roman im Kontext seiner Zeit bleibt Effi Briest ein Klassiker, der überraschend aktuelle Fragen behandelt. Der Stempel „verhasste Schullektüre“ sollte also keinesfalls vom (Wieder-)Lesen abhalten. 🎧 Hörbuch gelesen von Brigitte Trübenbach

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
5. Feb.
Rating:5

⭐️ 5 Sterne – Mein Highlight im Januar Effi Briest von Theodor Fontane wurde 1895 veröffentlicht. Ein Werk aus dem 19. Jahrhundert – kann das denn noch Aktualität besitzen und gleichzeitig ein Lesevergnügen bieten? Meiner Meinung nach auf jeden Fall!

Inhaltlich geht es um die siebzehnjährige Effi Briest. Sie ist ein Einzelkind und lebt gemeinsam mit ihren Eltern in einem Herrenhaus in Hohen-Cremmen. Ihr Alltag besteht daraus, mit ihren Freundinnen Hertha, Berta und Hulda zu spielen oder ihrer Mutter Luise bei alltäglich anstehender Arbeit zu helfen. Eines Tages kommt der einundzwanzig Jahre ältere Baron von Instetten zu Besuch und verlobt sich mit Effi. Nach der Heirat ziehen beide zusammen, Instetten geht seiner Arbeit als Stadtrat nach und Effi ... nun ja, sie fühlt sich indes keineswegs wohl – ständig wird sie von Außenstehenden auf irgendeine Weise beurteilt und hat Angst, sich frei zu äußern. Bemerkenswert ist, dass dieser Inhalt auf einer tatsächlichen Geschichte von der sogenannten Elisabeth von Ardenne basiert. Eine Erläuterung an dieser Stelle wäre ein zu weites Feld... Doch eine Recherche lohnt sich auf jeden Fall. Der Handlungsstrang scheint recht simpel – eine Verlobung, eine Heirat und dann das Zusammenziehen des Paares. Doch die Botschaft dahinter ist viel mehr als das – eine Kritik an einer Gesellschaft, in der die Frau als reines Objekt betrachtet wird und in der Männer einen Haufen Ego-Probleme mit sich tragen. Sprachlich merkt man natürlich, dass dieses Werk schon etwas älter ist, aber das ist keineswegs ein Kritikpunkt, sondern ganz im Gegenteil ein Pluspunkt. Die Sprache passt hervorragend zu der Atmosphäre dieses Romans – irgendwie edel, naturalistisch, an einigen Stellen aber auch sehr düster. Jedem, der gern zwischen den Zeilen liest, Atmosphäre genießt und kein Problem mit altertümlicher Sprache hat, dem kann ich Effi Briest nur ans Herz legen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
21. Aug.
Post image
Rating:3

Mir fällt es oft sehr schwer ältere Klassiker zu bewerten, da sie odt Kinder ihrer Zeit waren. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend, weswegen ich das Buch auf viele Etappen lesen musste. Erzählt wird das Leben von Effi Briest, die in jungen Jahren an den wesentlich älteren Baron Instetten verheiratet wird. Doch sie fühlt sich, trotz materiellen Überfluss, immer einsam und gelangweilt. Wie oben schon geschrieben, einfach aus einer anderen Zeit. Die Zwangsheirat mit einem älteren Mann wird nicht groß thematisiert und wenn, dann als äußerst erstrebenswert für jede Frau beschrieben. Da es sich mehr um eine Erzählung von Ereignissen handelt, wird auch hier einfach jedes aneinandergereit und man begleitet Effi durch die Jahreszeiten und verschiedenen Wohnorte. Mich erinnert es mehr an einen Bericht als an einen Roman, kein Spannungsbogen etc.. Trotzdem ist es durchaus interessant von Zeit zu Zeit auf solche Literatur zurückzugreifen, man darf nur unterm Lesen nicht zuviel mit heutigen Büchern vergleichen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
1. Aug.
Rating:3

Klassiker irgendwie zu bewerten fällt mir immer super schwer, weil sie so oft an ihre Zeit gebunden sind und deshalb nicht mit einen aktuellen Werk oder aktuellen Diskursen, Themen etc vergleichbar. Effi Briest ist ein Buch, das definitiv in seiner Zeit verwurzelt ist, über ich zugegebenermaßen nicht besonders viel weiß. Rassismus, Klassismus und Misogynie sind in dieser Zeit aber definitiv an der Tagesordnung, Frauen haben keine Möglichkeit zur Selbstbestimmung und müssen sich den Männern in ihrem Leben fügen. Und doch gibt es Momente, die ihrer Zeit voraus scheinen. Zum einen Effi, die als naturverbundene, freiheitsliebende Frau dargestellt wird, was oft nicht als positiv gesehen wird, mir aber total zugesagt und mich an Anne of Greengables erinnert hat. Und dann die Gespräche von Innstetten und Wüllersdorf - wie präzise Innstetten schon damals erkannt hat, als Mann in einer patriarchalen Gesellschaft gefangen zu sein, in der es nur um Ehre und das allgemein Richtige geht, nicht un persönliches Glück. Er hat es leider nicht geschafft, sich daraus zu befreien, aber die Erkenntnis war doch irgendwie da. Man sieht, das Buch hat etwas mit mir gemacht und an ein paar Stellen Menschen sehr präzise gezeichnet und interessante Beobachtungen gemacht, auch wenn es echt oft anstrengend zu lesen und mit vielen Abschweifungen gespickt war. Als Hörbuch, gelesen von Udo Samel, ging es aber ganz gut, ich würde keine grundsätzliche Empfehlung aussprechen, man muss dieses Buch definitiv nicht gelesen haben, aber ich würde auch nicht sagen, dass ich es bereue, es hatte (neben den ganzen nervigen) auch ein paar interessante Momente.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
31. Juli
Rating:3.5

Die Sprache sowie der Schreibstil sind nicht ganz einfach. Daran muss man sich erstmal ein paar Seiten dran gewöhnen. Dadurch lässt sich dieser Klassiker nicht so leicht und schnell lesen. Die Story fand ich interessant und nicht langweilig, aber man muss der Geschichte schon ihre Zeit geben. Erst relativ spät bekommt man einen guten Eindruck von der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten. Vorher kommt man nicht wirklich an sie heran. Effi konnte ich oft verstehen und hatte mit ihrer Situation auch Mitleid. Das Ende war interessant gemacht, besonders das die Schuldfrage gestellt wurde und so auch der Leser zu nachdenken gebracht wurde. Es ist definitiv wieder mal ein Klassiker der das Thema Gesellschaftskritik behandelt.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
29. Juli

Aus irgend einem Grund kam ich in der Schule drumherum "Effi Briest" lesen zu müssen. Das konnte ich nun beheben, mit dieser wunderbaren "Penguin Edition". Ich musste allerdings feststellen, dass ich dieses Buch als "Kind" bestimmt gehasst hätte. Jedes Mal, wenn ich einen Roman aus dem poetischen Realismus lese, finde ich es mühsam, ihn zu Ende zu lesen. Aber irgendwie gehen sie mir nicht aus dem Kopf. Ganz gleich, was ich lese, jede Titelfigur erscheint mir oberflächlicher, fader und ahnungsloser als die letzte, und sie wirken immer verwirrt, wenn sie schließlich mit dem Elend konfrontiert werden, das sie im Laufe der Geschichte verursacht haben. Effi Briest ist wie Madame Bovary übermäßig romantisch und tappt in die "Frauenfalle" der Schmeichelei, woraufhin sie ihren halb abwesenden Ehemann betrügt. Die Leserinnen und Leser können Effis Einsamkeit und ihre ständige Verzweiflung über das Leben in einem angeblich verwunschenen Haus verstehen und nachempfinden, aber ihre emotionale Unreife ist so ausgeprägt, dass es die Leserinnen und Leser nicht überrascht, wenn sie schließlich aus dem Haus geworfen und von ihrer Familie verstoßen wird. Was die Handlung betrifft, folgt das Buch jedem Roman über eine schiefgelaufene Affäre aus dieser Zeit, und auch Fontanes Prosa ist typisch: beschreibend, was banale Details betrifft, und absichtlich spärlich, was wichtige Ereignisse betrifft (z. B. Effis Hochzeit, ihre Affäre usw.). So nervig Effi auch sein mag, man kommt nicht umhin, ihre unverwechselbare Persönlichkeit zu bemerken. Ihre Interaktionen mit anderen sind nie vorhersehbar, auch wenn die Affäre es vielleicht war. Mit ihren Eltern ist sie kindisch und launisch, mit ihrem Mann ernst und ehrgeizig, mit dem Major (ihrem Liebhaber) mädchenhaft und romantisch und mit ihren Bediensteten freundlich, aber bestimmend. Ihr Selbstbild basiert auf dem, was sie liest und wie sie glaubt, dass sie mit anderen umgehen muss. Auch wenn ich das Buch nicht gerne gelesen habe, werde ich mich an Effi erinnern und sie weiterhin leidenschaftlich verabscheuen, solange ich kann.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
6. Juli
Rating:2

Bin wohl nicht intelligent genug

Ich hab jetzt sehr lange Zeit mit Effi verbracht und befürchte ich habe einfach nichts verstanden. Das worum es ging, hab ich nicht mitbekommen und somit konnte ich dem ganzen Drama dann nicht richtig folgen. Bin froh, dass es vorbei ist.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
14. Mai
Rating:2.5

Ein Klassiker mit viel Inhalt, aber einem klar betagten Schreibstil. Leider fehlen tiefe Momente, dafür gibt es klare Charaktere.

"Effi Briest" spaltet. Die einen Leser lieben diesen Klassiker, die anderen verabscheuen ihn. Er handelt von der 17-jährigen Effi Briest, die in Hohen-Cremmen eine glückliche Kindheit erlebt und früh Baron von Instetten heiratet. Sie verlässt ihre Geburtsstätte und kommt nach Kessin, wo Baron von Instetten tätig ist. Dabei hat sie eine paranormale Begegnung, wodurch sie sich in ihrem neuen Heim nicht mehr wohlfühlt. Als sie dann Crampas kennenlernt, wird es spannend, denn dieser Crampas ist ein Frauenkenner. Wie wird ihre Zukunft aussehen? Und wie fügt sich Effi in dieses neue Leben voller Edelmänner und feiner Damen ein? Theodor Fontane hatte nach Hirnleiden und Depression nur zur Ablenkung diesen Roman verfasst, der damals die Gesellschaft spaltete und dies auch heute noch zu schaffen mag, nur leider ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Viele Themen (Schwangerschaft, Ehebruch, Tod) sind Tabu-Themen und wurden nicht klar beschrieben. Spannung kommt nur dann auf, wenn solche Themen angeschnitten werden. Fontane schafft es, einen innerlich aufzuwühlen, aber er verpasst viele Chancen, die Themen, Umstände und Situation noch viel tiefer werden zu lassen. Eine Empfehlung für Literaturliebhaber, die ein sehr gutes Sprachverständnis haben und nicht auf großartige Spannung hoffen!

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
28. Apr.

Nachdem ich von Tolstois Ehebrecherin Anna Karenina so begeistert war, wollte ich eine weitere große Ehebrecherin, die in der deutschen Literatur große Achtung bekommt, kennenlernen. Vergleichbar mit Tolstois Meisterwerk ist dieser Roman für mich jedoch nicht. Es wird gesagt, dass Fontane „Effi Briest“ in einem „Plauderton“ geschrieben haben soll, was ich leider keineswegs feststellen konnte. Für mich war es teilweise sehr langwierig und anstrengend, den Ereignissen zu folgen. Es ist zwar sehr ereignisreich und überraschend geschrieben, stellenweise leider auch langatmig. Ich habe keinen Bezug zu Effi als Protagonistin aufbauen können und obwohl Effi trotz ihrer Jugendhaftigkeit sehr erwachsen, eigenständig und feministisch denkt, scheint mir ihr Verhalten teilweise trotzdem noch zu unüberlegt, leichtsinnig und kindisch zu sein. Ich habe mir von diesem Klassiker leider etwas anderes erwartet. Vielleicht hat mich der Vergleich zu „Anna Karenina“, welches mein persönliches Highlight unter den Klassikern ist, etwas mehr erhoffen lassen. Natürlich ist dies kein Grund, am Inhalt des Buches Kritik zu äußern, Enttäuschung macht sie in mir aber dennoch breit. Ich möchte das Buch definitiv einer zweiten Lektüre unterziehen - dann mit einem klareren Blick - aber im Moment ist dies das einzige, was ich zu „Effi Briest“ sagen kann.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
12. März
Rating:4

Eine viel zu junge Frau, die eine Ehe eingeht, die bereits von Beginn an zum scheitern verurteilt ist..

Effie ist eine verträumte kindische junge Frau…die früher als sie es sich vorgestellt hat eine Ehe eingeht, in der sie viel zu oft allein gelassen wird. Effie hat mein herz berührt. Zwar war es an sich langatmig zu lesen, doch dann kam die Wendung und damit stieg die Sympathie, die ich für Effie empfand. Am Ende habe ich sogar Tränen verdrückt und denke noch immer an Effie briest…

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
13. Feb.
Einfach nur langweilig.
Rating:1

Einfach nur langweilig.

Ja langweilig. Nach 150 Seiten abgebrochen, weil ich Effis Geschwafel einfach nicht mehr ertrage. Zudem werden Situationen beschrieben, die belanglos sind. Die Gespräche sind aufgesetzt und etwas Besonderes kann ich dem Schreibstil auch nicht entnehmen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
3. Nov.
Rating:2

Ich lese ab und zu gerne mal einen Klassiker aus alter Zeit und lasse mich auf die alte Sprache gerne dafür ein. Bei diesem hatte ich aber besonders viele Probleme. Es ist ein Klassiker und man kann sehr viel daraus analysieren, wenn man möchte, aber für mich bestand es aus sehr viel drum rum, ohne das die Geschichte voranging. Es gibt einfach so viele Zwischensequenzen und Vorgeschichte, ohne direkten Zusammenhang. Auch die Affäre mit dem Lebemann, um die es eigentlich geht, wird weder richtig erzählt noch ausgeschmückt, sondern ist ein Puzzleteil unter vielen, welches aber schlussendlich die größte Tragweite hatte. Für mich also ein Werk, welches sich sehr gut für das Analysieren der verschiedenen Gesellschaftsschichten, deren Umgang miteinander und den Wechsel zwischen diesen eignet, aber nichts für mich als Leser, welcher des Inhalts halber es liest.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
1. Okt.
Rating:4

Zwischendurch etwas zäh, aber Effie hat eine großartige Entwicklung hingelegt. Der Roman war eine Hommage an die deutsche Sprache wie sie eben vor über hundert Jahren war. Ich hab mich zu Hause gefühlt, der erste unübersetzte weil deutscher Klassiker

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
2. Aug.
Rating:3.5

Achtung Spoiler

Mit dieser Lektüre wurde das Leben der Jungen Effi Briest vorgestellt. Schon in jungen Jahren wurde sie an den Baron von Instetten verheiratet und führte dann eine unglückliche Ehe. Die einzige Lust bereitete ihr der Offizier Crampas, mit dem sie eine Affäre hatte. Nach Beendung dieser Liebschaft zogen das Ehepaar in die Stadt und führten ihr Leben weiter, bis der Baron von der Affäre erfuhr und Effi zu einer geschiedenen Frau machte. Schon zu Beginn konnte man erleben, was für eine lebhafte Persönlichkeit Effi doch war. Sie wurde immer als „wild“ bezeichnet. Diese Charaktereigenschaft verlor sich mit der Zeit während ihrer Ehe. Es war klar zu erkennen, wie lustlos sie wurde, obwohl es ihr an nichts materiellen fehlte. Instetten war von Beginn an Karriereorientiert und strebt stets ein höheren Posten an. Dementsprechend gelang seine Ehefrau in Vergessenheit. Effi selbst fand irgendwann ihre Freude bei Crampas und seiner Gesellschaft zurück. Doch auch das wurde beendet, nachdem sie wegzogen. Es wurde immer auffälliger, wie of Effi krank wurde und ihren Ehemann zu vermeiden versuchte. Ab dem Zeitpunkt, an dem Instetten von der Affäre erfuhr, verlor Effi sich komplett. Sie lebte von nun an unter einfachen Verhältnissen und wurde psychisch immer instabiler. Die einzige Freude erbrachte ihr der Anblick ihrer Tochter, aber auch diese verschwand, als sie bemerkt hatte, wie abgeneigt das Kind von ihrer eigenen Mutter ist. Letzendes kam der Tod, der einerseits Krankheit bedingt war, aber andererseits an Depressionen lag. Das Erschreckende war die Resignation von Effi und ihre Reue für ihre Taten. Meiner Meinung nach hatte diese Lektüre seine Phasen. Vielleicht war dies vom Autor gewollt, um genau Effis Leben zu widerspiegeln. Dementsprechend hatte es sich auch langgezogen. Die Gefühle von Effi waren zu verstehen, doch nicht der Grund für die Affäre. Letzendes hatte sie eher um den verlorenen Ehre und den Wohlstand getrauert, als um ihre Ehe. Seitens Instetten war meiner Meinung nach eine klare Zuneigung zu entnehmen. Er selbst war stets bemüht alle Wünsche von ihr zu erfüllen, auch wenn er nicht immer anwesend sein konnte.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
22. Juli
Rating:3

Für Unterrichtslektüre wirklich passabel

Musste es (wie viele wie ich gesehen habe) im Unterricht lesen und ich muss sagen dass das Buch sogar noch besser war als die Schinken mit denen wir vorher gequält wurden. Natürlich typisch historisches Drama… mit Effi als sehr typische Frauenfigur zu der Zeit waren eben viele zum Teil komische Szenen und Vorurteile bedient aber im Großen und Ganzen nicht so schlimm. Kleiner Tipp meinerseits ist auch das Hörbuch auf Spotify. Nebenbei hören im Alltag hat bei mir vollkommen gereicht um im Unterricht mitzumachen. Kann natürlich sein dass das Buch schlimmer ist wenn man es komplett analog liest 🤷🏼‍♀️

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
6. Juli
Rating:3

In der Schule habe ich es damals gehasst und nie beendet. Nach einer erneuten und beendeten Lektüre kann ich nun sagen, ohne Druck und Interpretationsgedöns ließ es sich viel besser lesen. Die Sprache von Fontane ist definitiv nicht einfach und macht es dadurch etwas zäh.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
21. Juni
Post image
Rating:4

Heute möchte ich euch das Buch „Effi Briest“ von Theodor Fontane aus dem Jahre 1895 vorstellen. Es handelt sich um einen Gesellschaftsroman, der mit poetischem Realismus gespickt ist. Effi Briest ist ein junges, naives Mädchen aus gutem Hause, die eine unglückliche Ehe mit Geert von Innstetten eingeht und letztendlich an den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit scheitert. Ihre Geschichte ist geprägt von Liebe, Eifersucht und tragischen Entscheidungen. Als einer der Klassiker der deutschen Literaturgeschichte wurde nunmehr auch „Effi Briest“ von mir gelesen. Fontane gelingt es sehr gut, die Entwicklung seiner Protagonistin darzustellen und die Zwänge des 19. Jahrhunderts zu nennen und beanstanden. Durch die präzisen Beschreibungen, lässt sich die Welt perfekt nachfühlen. Die elegante und präzise Sprache konnte auch ein wenig über die zu langen Sätze hinwegtäuschen. Insgesamt ist „Effi Briest“ ein tiefgründiges Buch, welches immer noch aktuell ist. In manchen Passagen konnte ich mich selbst wiedererkennen und solche Bücher mag ich besonders. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen. ✨️

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
8. Juni
Rating:2

2,5/5 ⭐️ Unilektüre - Leider wahnsinnig wenig Handlung auf waaaaahnsinnig vielen Seiten. Wäre dieses Buch irgendwas zwischen 100-150 Seiten gewesen, hätte mich die Erzählung wahrscheinlich sehr viel mehr abholen können, vor allem weil ich Effi als Charakter eigentlich relativ interessant fand. Aber alles in allem leider eher enttäuschend, flache Handlunsstränge, einfach sehr mittelmäßig. Irgendwie hatte ich mir mehr erwartet.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
27. Mai
Bin hin und her gerissen ob ich es gut finde oder nicht.
Rating:3

Bin hin und her gerissen ob ich es gut finde oder nicht.

Ich bin mir unsicher bei diesem Werk. Teilweise zieht sich die Handlung in die Länge und andere Stellen werden kurz gefasst, wo ich mich nach mehr Ausführung sehen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
12. Mai
Rating:5

Begonnen hat meine Beziehung zu diesem Buch wie bei so Vielen. Als Schullektüre. Aber die Geschichte von Effi, ihrem Lebensweg und die Art und Weise, wie dies von Fontane geschildert wird... Das hat mich in der Schule schon so gepackt, dass ich das Buch seitdem immer wieder gelesen und jedes Mal wieder ein paar Tränchen vergossen habe.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
14. Apr.
Rating:5

Dies war mein erstes Buch von Fontane. Tatsächlich ging diese klassische Schullektüre völlig an mir vorbei, weil ich das Buch auch in eine falsche Schublade gesteckt hatte. Ich dachte, dass ich eine stark schwarz-weiß beschriebene Dreiecksbeziehung geboten bekomme, in dem der gehörnte Ehemann als nicht-liebenswert beschrieben wird und das junge Glück zwischen stattlichem Freier und junger Ehefrau, das beneidenswert leidenschaftlich geführt wird, keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft hat. Diese Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt, und das war gut so. Effi Briest ist nicht mit anderen Ehefrauen-Figuren der Weltliteratur vergleichbar, die sich aus dem erkaltetem Eheleben in ein Abenteuer stürzen. Sie ist nicht so gefestigt und stark wie eine Anna Karenina oder so mit Hass erfüllt wie eine Madame Bovary. Effi ist eigentlich noch ein Kind im Geiste als sie 17jährig in die Standesehe mit dem Baron von Instetten von den Eltern gedrängt wird. Ihr Ehemann, der vom Alter her ihr Vater sein könnte, ist zwar gefühlskalt und pflichtbewusst, doch ist er keineswegs ein so durchaus böser Mensch, mit dem man nicht zusammenleben könnte. Sie ziehen in ein kleines Nest an der Ostsee, Effi ist langweilig, sie sehr ängstlich, einsam und ungeliebt. Da ist so ein netter Major, der romantische Gedichte von Heine rezitiert ein willkommene Ablenkung. Oder sogar mehr? Tatsächlich ist die Erotik zwischen den Beiden so dosiert, dass ich den Handkuss oder die gemeinsame Kutschfahrt gar nicht als verwerflicher Seitensprung erkannte und mich bis fast zum Ende des Buchs fragte, wann denn die Liebesgeschichte beginnt. Doch Fontane geht es gar nicht darum, eine romantische Schmonzette der Leserschaft in der Jahrhundertwende zu präsentieren. Effi Briest ist für mich ein sehr geistreicher und sprachlich wunderbarer Roman, der die Gesellschaftskritik in der Wilhelminischen Zeit zum Thema hat. Effi ist zwar etwas naiv, aber sie ist durchaus liebenswert in ihrem ungestümen Tatendrang. "Nicht so wild, Effi, nicht so leidenschaftlich", wird sie von der Mutter gebremst. Effi will sich ihre Leidenschaft nicht nehmen lassen, doch letztlich bricht die Gesellschaft die Unkonventionelle und verbannt sie aus ihren Reihen, als ihr Fehltritt mit dem Major Crampas bekannt wird. Selbst ihre Eltern wollen sich die Schande in Person der leibhaftigen Tochter zunächst nicht mehr ins Haus holen. Und Effis kleine Tochter wird zur Marionette des Vaters. Effi zerbricht nicht, sie geht ein, wie eine vertrocknete Blume. Das Besondere an dem Roman sind die vielen Symboliken, Verweise und Motive, die ich bestimmt nicht in ihrer Gänze alle erfassen konnte. So wird Effis Angst durch einen imaginären Chinesen und anderen Spuk verkörpert. Das Buch ist daher nicht nur poetisch, sondern auch komplex auf den verschiedenen Erzählebenen und -perspektiven. Neben dem auktorialen Erzähler, tauchen auch immer wieder persönliche Stimmen der Figuren in Form von Briefen und Gedanken auf. Auch wenn die Figur der Effi aufgrund ihrer Naivität und dem zur Schau getragenen Optimismus recht nervig sein kann, so schafft es Fontane durch seinen Erzählstil hervorragend, ihre Innenansichten und Gefühle zu beschreiben. Ich kann nun verstehen, dass Fontane als einer der größten Romanciers zwischen Goethe und Mann bezeichnet wird und freue mich im Fontane-Jahr 2019 auf weitere Bücher von ihm.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
7. Apr.
Rating:3.5

Dieses Buch ist die Geschichte einer jungen Frau Ende des 18. Jahrhunderts, die beim verzweifelten Versuch sich der gesellschaftlichen Ansprüche anzupassen scheitert und somit zum traurigen Beispiel einer verstoßenen Frau aus der Gesellschaft wird.

Effi ist grade mal 17 Jahre alt, als ein Baron um ihre Hand anhält. Effi, die eine gute, anständige Erziehung genossen hat, weiss sofort um ihre Rolle und passt sich dieser an: sie ist eine vorzügliche Ehefrau und Dame in ihrer Gesellschaft. Doch auch wenn sie sich noch so gut anpasst, kann sie nicht gegen ihre Gefühle ankämpfen: sie ist unglücklich und begreift, dass es keine Liebe ist, die sie an ihrem Baron hält. In dieser zweifelnden Zeit lernt sie Major Crampas kennen, mit dem sie eine kurze Affäre beginnt.. Jahre später findet der Baron die Wahrheit heraus und es folgt eine vollständige Verbannung Effis seitens ihres Ehemannes und ihrer Eltern. Zunächst stellt die Geschichte wunderbar die perfekte Braut und Ehefrau für die Zeit dar, in der die Geschichte spielt: Effi ist angepasst und anspruchslos. Sie gibt keine Widerworte und macht ständig, was von ihr erwartet wird. Später kommt die Zeit, als sie schwanger ist. Während dieser zeigt sich, dass sie Lebensmüde ist. Ein Widerspruch. Schleichend kommen zweifelnde Gedanken auf, die die Verzweiflung Effis aufzeigen. In ihrer schwierigsten Zeit ist der charmante Crampas ein guter Gefährte mit dem sie eine kurze Affäre beginnt. Wann genau diese stattfindet muss man jedoch interpretieren, denn diese wird erst Jahre später angesprochen und zeitlich nicht erklärt. Die Verbannung Effis, die auf das Herausfinden der Affäre kommt, ist schnell und unberechenbar. Von einer Minute auf die andere steht sie allein der und wird lediglich von ihren Eltern finanziell unterstützt. Als ihre einzige Freundin, ihre ehemalige Bedienstete Roswitha zu ihr steht und sie unterstützt wird der Konflikt zwischen Ehre und Liebe deutlich: denn auch ihre Eltern, sowie der Baron sind unglücklich und halten lediglich aus Ehrgefühl an ihrer Entscheidung fest. Das am Ende ihre Eltern die Liebe siegen lassen und Effi wieder bei sich aufnehmen hat mich sehr gefreut, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es, dass die meisten verbrannten Frauen ihrer Zeit verloren waren und keinen Anschluss mehr in der Gesellschaft fanden. Dieses Buch lässt sich von der Sprache her gut lesen. Allerdings kommen zwischendurch Passagen, die sich sehr ziehen und bei denen man am Ball bleiben muss, denn ebenso gibt es Wendungen oder wichtige Ereignisse, die mal eben genannt werden und schnell überlesen werden könnten. Die Geschichte Effis bietet viel Gesprächsstoff und wurde zurecht als Schullektüre geführt. Eine gute Darstellung der Rolle einer Frau jener Zeit, die jedoch ziemlich glimpflich geendet hat.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
23. Feb.
Rating:5

Dies war mein erstes Buch von Fontane. Tatsächlich ging diese klassische Schullektüre völlig an mir vorbei, weil ich das Buch auch in eine falsche Schublade gesteckt hatte. Ich dachte, dass ich eine stark schwarz-weiß beschriebene Dreiecksbeziehung geboten bekomme, in dem der gehörnte Ehemann als nicht-liebenswert beschrieben wird und das junge Glück zwischen stattlichem Freier und junger Ehefrau, das beneidenswert leidenschaftlich geführt wird, keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft hat. Diese Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt, und das war gut so. Effi Briest ist nicht mit anderen Ehefrauen-Figuren der Weltliteratur vergleichbar, die sich aus dem erkaltetem Eheleben in ein Abenteuer stürzen. Sie ist nicht so gefestigt und stark wie eine Anna Karenina oder so mit Hass erfüllt wie eine Madame Bovary. Effi ist eigentlich noch ein Kind im Geiste als sie 17jährig in die Standesehe mit dem Baron von Instetten von den Eltern gedrängt wird. Ihr Ehemann, der vom Alter her ihr Vater sein könnte, ist zwar gefühlskalt und pflichtbewusst, doch ist er keineswegs ein so durchaus böser Mensch, mit dem man nicht zusammenleben könnte. Sie ziehen in ein kleines Nest an der Ostsee, Effi ist langweilig, sie sehr ängstlich, einsam und ungeliebt. Da ist so ein netter Major, der romantische Gedichte von Heine rezitiert ein willkommene Ablenkung. Oder sogar mehr? Tatsächlich ist die Erotik zwischen den Beiden so dosiert, dass ich den Handkuss oder die gemeinsame Kutschfahrt gar nicht als verwerflicher Seitensprung erkannte und mich bis fast zum Ende des Buchs fragte, wann denn die Liebesgeschichte beginnt. Doch Fontane geht es gar nicht darum, eine romantische Schmonzette der Leserschaft in der Jahrhundertwende zu präsentieren. Effi Briest ist für mich ein sehr geistreicher und sprachlich wunderbarer Roman, der die Gesellschaftskritik in der Wilhelminischen Zeit zum Thema hat. Effi ist zwar etwas naiv, aber sie ist durchaus liebenswert in ihrem ungestümen Tatendrang. "Nicht so wild, Effi, nicht so leidenschaftlich", wird sie von der Mutter gebremst. Effi will sich ihre Leidenschaft nicht nehmen lassen, doch letztlich bricht die Gesellschaft die Unkonventionelle und verbannt sie aus ihren Reihen, als ihr Fehltritt mit dem Major Crampas bekannt wird. Selbst ihre Eltern wollen sich die Schande in Person der leibhaftigen Tochter zunächst nicht mehr ins Haus holen. Und Effis kleine Tochter wird zur Marionette des Vaters. Effi zerbricht nicht, sie geht ein, wie eine vertrocknete Blume. Das Besondere an dem Roman sind die vielen Symboliken, Verweise und Motive, die ich bestimmt nicht in ihrer Gänze alle erfassen konnte. So wird Effis Angst durch einen imaginären Chinesen und anderen Spuk verkörpert. Das Buch ist daher nicht nur poetisch, sondern auch komplex auf den verschiedenen Erzählebenen und -perspektiven. Neben dem auktorialen Erzähler, tauchen auch immer wieder persönliche Stimmen der Figuren in Form von Briefen und Gedanken auf. Auch wenn die Figur der Effi aufgrund ihrer Naivität und dem zur Schau getragenen Optimismus recht nervig sein kann, so schafft es Fontane durch seinen Erzählstil hervorragend, ihre Innenansichten und Gefühle zu beschreiben. Ich kann nun verstehen, dass Fontane als einer der größten Romanciers zwischen Goethe und Mann bezeichnet wird und freue mich im Fontane-Jahr 2019 auf weitere Bücher von ihm.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
19. Feb.
Rating:0.5

Ich habe das in der Schule lesen müssen, so 9 klasse ich fand die Lektüre ganz schwer zu lesen. Ich bin kaum mitgekommen und ich finde das Buch deswegen auch nicht empfehlenswert. Ich finde dass das in Schulen besser nicht gelesen werden sollte, zumindest nicht in der Oberstufe.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
18. Feb.
Rating:5

Gesellschaftskritik!!!

Wow, am Ende musste ich fast weinen. Der Realismus versetzt einen sehr gut in die Zeit von 1896. Letztendlich wird hier in diesem Buch die Gesellschaft kritisiert, die die Frau außer Acht lässt und auf dessen Bedürfnisse nicht eingegangen wird. Die damaligen männlichen Attribute wie Ehrgefühl und weitere Prinzipien führen laut Fontane zum Tod des Glückes. Kann man das Glück aufgrund von Ehrgefühl aufgeben? Sehr interessantes Buch, falls ihr es nicht gelesen habt, lest es unbedingt!

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
15. Jan.
Rating:2

ICh musste Effi Briest damals für die Schule lesen und war stolzes Mitglied der SchülerVZ (wer kennt es noch? :D)-Gruppe "Ich wünschte Effi Briest wäre von der Schaukel gefallen...". Nach über einem Jahrzehnt wollte ich dem Werk und Fontane dann nochmal eine Chance geben. Und ich muss sagen, ich kann meine Bewertung von "furchtbar" zu "naja, ganz ok" hochschrauben. Die Geschichte und vor allem die Charaktere gefallen mir immer noch nicht. Dem Stil kann ich aber inzwischen ein bisschen was abgewinnen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
11. Jan.
Rating:3.5

Tragische Geschichte, teilweise schwere Sprache

Grundsätzlich ein tragischer und guter Klassiker. Die Sprache ist teilweise sehr anstrengend. Die Ausgabe des Verlages (Coppenrath) ist von Außen sehr schön und hat auch kleine schöne Illustrationen und nette Beigaben. Aber der Schriftsatz ist schrecklich. Es liest sich nicht schön und macht es einfach auch anstrengend zu lesen.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
9. Jan.
Rating:4

Fontane, ein Meister des Realismus. Er umschreibt die Dinge so präzise, dass jeder weiß was gemeint ist, jedoch benennt er sie nie bei Namen. Ich mag den Stil des Buches, einige Stellen sind evtl etwas langwierig, dennoch wichtige Kritik und teilweise sehr amüsant-vorausgesetzt man versteht den Inhalt und das Gesagt;)

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
29. Dez.
Rating:3

Ein Buch mit einer immer noch aktuellen Thematik und einem sehr eindrücklichen Ende! Zwischenzeitlich ist mir leider etwas wenig passiert, was nicht dazu geführt hat, dass ich durchweg gerne zum Buch gegriffen habe. Alles in allem trotzdem lesenswert.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag
27. Dez.
Rating:4

Ein Klassiker

Die Geschichte von Effi kann man eigentlich nur als tragisch bezeichnen. Auch, wenn das Buch von der Schreibweise und der Ausdrucksweise her sehr schwer zu lesen war (es ist halt eine andere Zeit), so habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt. Effi Biest ist ein Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte, der auf Romane und tragische Geschichten steht.

Effi Briest
Effi Briestby Theodor FontaneAnaconda Verlag