25. Sept.
Rating:2.5

Am Anfang war ich begeistert, später hat mich die Geschichte verloren

Im kleinen Ort Chinook in Kanada lebt der indigene Thumps DreadfulWater und verbringt seine Zeit in der Natur Kanadas, verdient seinen Lebensunterhalt als Landschaftsfotograf. Bis im Indianerreservat zwei Tote gefunden werden - Gastredner auf einer Wasserkonferenz. Da DreadfulWater in seinem früheren Leben in Kalifornien Polizist war, bittet Sheriff Duke Hockney ihn als kommissarischen Sheriff zu vertreten, da er selbst zu einer Weiterbildung nach Costa Rica fliegen will. So gerät der muffelige und wenig begeisterte Thumps in die Ermittlungen. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Thumps DreadfulWater, was gut passt, da er so wunderbar schlecht gelaunt ist und wir so an seinem grummeligen, zynischen Gedanken teilhaben können. Am Anfang hat mich dieser witzige, bisschen schnodderige Schreibstil total abgeholt, ab der Mitte des Buches hat mich der Autor allerdings verloren und mich bis zum Ende nicht mehr erreichen. Der Kriminalfall und die damit verbundenen Ermittlungen nehmen zu wenig Raum ein und die Entwicklungen/Probleme der zahlreichen Protagonisten können den Leerraum nicht füllen. Auch wirkt das Ende und die Auflösung so furchtbar konstruiert und der Mordfall so krampfhaft in die Geschichte gewebt, dass ich Probleme hatte, dass Buch weiter zu lesen. Schade, ich hatte mir mehr erhofft und geglaubt, dass mit dem indigenen Background des Autors auch ich mehr über die Lebenswirklichkeit der indigenen Bevölkerung Kanadas lernen darf und nebenbei einen interessanten Kriminalroman lesen kann.

Dunkle Wolken über Alberta
Dunkle Wolken über Albertaby Thomas KingPendo Verlag